Schafft das Web 2.0 eine Plattform für Voyeure, indem es die Benutzer dazu animiert persönliche Details gedankenlos öffenlich zu machen? Verlieren die Menschen in dieser Umgebung das Gefühl für die Informationen, die sie kommunizieren? Geben sie bedenkenlos Teile ihre Identität der ganzen Onlinewelt preis, die sie in der analogen Welt lieber für sich behalten?
Prof. Dr. Dirk Heckmann, Universität Passau, Tom Cole, Kuppiner Cole + Partner und Christian Baudis, Tremor Media Europe diskutieren, welche Mechanismen notwendig sind, um ein aufgeklärte und sichere Nutzung des Web 2.0 zu ermöglichen.
Hier die Kurzfassung der Expertenportraits:
Andererseits: Müssen wir das Web 2.0 so problematisieren? Ist es nicht ein demokratisches Kommunikationsprinzip, das Macht von Institutionen und Unternehmen auf Individuen überträgt? Außerdem eine spannende Spielwiese, auf der wir uns darstellen können, Freunde treffen, Kunden gewinnen, Erfahrungen und Informationen austauschen?
Schafft die freie Marktwirtschaft aus sich heraus bereits die beste Form des Datenschutzes? Schließlich entscheidet hier der Nutzer, ob und welche Daten er frei gibt.
Oder erleidet der Nutzer im Netz so schnell einen Kontrollverlust, dass er zusätzlich geschützt werden muss? Zwar kann er seine Daten dort, wo er sie hochgeladen hat, meist auch wieder löschen. Aber er hat keine Transparenz darüber, wo und bei wem seine Daten gespeichert sind. Daraus ergibt sich die Frage, wem die Identität im Netz tatsächlich gehört, denn wenn ich sie nicht mehr kontrollieren kann, liegt sie auch nicht mehr wirklich bei mir.
Diese Fragen erörtern die Experten in einer Talkrunde auf dem 9. FI-TS Management-Forum 2010. Hier finden Sie die Kurzfassung der Talkrunde:
