Blog von FI-TS über Finance- und Technologie Themen
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Von meinem Schreibtisch im Marketingbüro aus betrachtet, ist Multimedia eine sehr positive Entwicklung. Früher haben wir Broschüren produziert und Präsentationen erstellt, um unsere Lösungen vorzustellen. Heute ist das Spektrum viel breiter: Wir drehen Referenzvideos, um Services zu beschreiben, Kurzfilme oder Animationen. Wir können mit Screencasts arbeiten, Podcasts oder QR-Codes. Damit haben wir einen deutlich größeren kreativen Spielraum -  und das macht einfach Spaß.  

Und es macht Sinn, wie eine aktuelle Studie von comScore belegt:  46,9 Millionen Internet-User in Deutschland haben im März 2012 mindestens ein Video online angeschaut. Das sind deutlich mehr als die Hälfte aller Deutschen, und es entspricht einen Anstieg von 2,3 Prozent im Vergleich zum März 2011. Gravierender zeigt sich die Erfolgsstory Online-Video, wenn man die Entwicklung der Nutzungszeit betrachtet: Aktuell liegt sie bei etwa 27 Stunden im Jahr – das entspricht einem Zuwachs von 33, 7 Prozent. 

Dank YouTube ist Google klar vorne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Großteil - 35, 4 –  der 46,9 Millionen Online-Video-Nutzer, schaut Videos bei Google, wobei Google eigentlich für YouTube.com steht:  hier sehen 99,7 Prozent der Google Besucher ihre Videos. An zweiter Stelle kommt ProSiebenSat1 inklusive der Portale MyVideo und Maxdome - hier sahen sich im März 2012 14 Millionen Menschen Videos online an. Danach folgen United Internet (9,87 Mio.) , Facebook (9,29 Mio.) und RTL Group (9,18 Mio). 

Ein Teil der comScore Studie beschäftigt sich mit der Nutzung von Online-Videos von mobilen Endgeräten. Da die Verbreitung von Smartphones aktuell deutlich steigt, war das Ergebnis zu erwarten:  Immer mehr Menschen sehen Online-Videos über ihre mobilen Endgeräte. In den ersten drei Monaten 2012 waren es 3,2 Millionen – das sind 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Und das Wachstum geht nicht primär von Kindern und Jugendlichen aus – die höchste Zuwachsrate (117%) findet sich bei den 45-54 Jährigen. Das könnte ein weiterer Indikator für die Verbreitung von Smartphones in Unternehmen sein – und damit auch ein Hinweis für die steigende Bedeutung von Mobile Device Management.

Microsoft kehrt zurück in die dunklen Jahre des digitalen Zeitalters, als es noch keine Wahlfreiheit hab, und der Anwender machen musste, was ein digitaler Diktator vorgab – ungefähr so steht es in einem Blogbeitrag von Mozilla. Doch dann kam Firefox in 2004, weitere Browser folgten und das goldene Zeitalter der Wahlfreiheit brach an.

Das scheint jetzt bedroht, denn die Version von Windows 8 für ARM Prozessoren, Windows RT,  unterstützt genau einen Browser – und das ist weder Firefox noch Chrome. Microsoft war es offensichtlich einen Versuch wert – dieser kostet aber eine Kleinigkeit. Nicht etwa, weil Google und Mozilla vor Gericht ziehen wollen, sondern weil das Image leidet. Ob Wall Street Journal, InformationWeek, SZ oder bei heise.de – wirklich gut kommt Microsoft dabei einfach nicht weg.

Der Image-Schaden könntw teurer werden, als die Vorteile, die das Exklusivrecht des Explorers bringt. Und dieses Exklusivrecht bezieht sich ausschließlich auf Windows RT, das an sich nicht käuflich ist, sondern nur in Verbindung  mit Hardware mit ARM-Prozessor geliefert wird. Diese Verbindung verspricht allerdings recht attraktiv zu werden, den sie enthält ein Office-Paket, das für den Touchscreen optimiert wurde und gängige MS-Office Programme wie  Word, Excel oder PowerPoint enthält. Das klingt für mich nach einem Schritt nach vorne in Richtung Tablet, während die Verpflichtung zum Explorer einen klaren Rückschritt bedeutet. Offenheit ist doch eine schöne Sache….

Am Donnerstag, den 10. Mai 2012  ist  Home Office Day. Leider allerdings nicht weltweit, sondern in der Schweiz. Dort findet er schon zum dritten Mal statt – für mehr Lebensqualität, mehr Zeit und weniger CO₂-Belastung. Noch haben wir keinen Firmensitz in der Schweiz, aber wir sind von dem Ansatz schon voll überzeugt: Home Office spart An- und Abfahrtzeit und -stress, hilft Familie und Beruf in Einklang zu bringen und ermöglicht flexibleres Arbeiten, mehr Motivation und Produktivität - ganz abgesehen davon, dass der Ansatz umweltfreundlich ist.


 
Ich bin froh für ein Unternehmen zu arbeiten, das demgegenüber aufgeschlossen ist. Aus technischer Sicht haben wir es sicher einfacher als andere Unternehmen, weil wir das Know-how für für die IT-Basis gleich im Haus haben. Aber auch über die Technik hinaus stellt der Ansatz, Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen, vor viele Fragen, die im Vorfeld geklärt werden sollten, zum Beispiel: Leiden die Entspannungsphasen der Mitarbeiter darunter, wenn sie auch zu Hause arbeiten können? Wird  von zu Hause arbeiten “können” schnlel zu “müssen”? Werden die vereinbarten Arbeitszeiten eingehalten? Welche versicherungstechnischen Fragen müssen im Falle eines Unfalls geklärt sein? Ist die Erreichbarkeit des Mitarbeiters gesichert? Leidet die interne Kommunikation unter der räumlichen Trennung?

Sind diese Fragen geklärt, bringt Home Office viele Vorteile für Mitarbeiter wie Unternehmen. Der Ansatz ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir von den aktuellen technologischen Entwicklungen profitieren können wie Cloud Computing, Consumerization und den permanenten Verbesserungen der Netz-Infrastruktur. Darüber hinaus ist es umweltfreundlich – im Rahmen des Schweizer Home Office Day kann man die Einsparungen errechnen, die sich durch das gelegentliche Arbeiten von zu Hause ergeben. Ich fahre zum Beispiel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro und brauche für einen Weg etwa 60 Minuten. Wenn ich an zwei Tagen im Home Office arbeiten kann, spart das 94,62 CO² KG/Jahr. Würde ich stattdessen mit dem Auto fahren, brauche ich nur 40 Minuten für eine Strecke – habe aber wesentlich mehr CO² Verbrauch – und damit Einsparungen in Höhe von 971 CO² KG/Jahr.

Kein Tag vergeht, an dem ich nicht ein paar mal über BYOD stolpere. Ungefähr 4.110.000 Einträge liefert Google, nachdem ich gerade ”BYOD” eingegeben habe - ich denke, dann kann ich auf weitere Erläuterungen verzichten.  Klar ist: Wieder mal ein Trend, vielleicht sogar einer, der sich gerade zum Hype entwickelt.

Pflichtprogramm für uns zu verfolgen, welche Möglichkeiten sich dadurch für unsere Kunden, die Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister ergeben. Dabei beschäftigen wir und allerdings lieber mit Consumerization – der Privatmann entdeckt für sich Technologietrends und bringt sie ins Unternehmen – als nur mit der Integration von externer Hardware in das IT-Management. Dazu gibt es gerade einen interessanten Beitrag in Bank, Systems & Technology: Was bringt Consumerization den Banken? Sowohl intern als auch beim Kundenmanagement? Die Autorin Katherine Burger sieht hier großes Potenzial: Die Beziehung mit den Kunden wird  intensiver, profitabler, passgenauer; die Zusammenarbeit besser und produktiver.

Das ist Consumerization – bzw. der TV-Spot für das neue Samsung Galaxy S3
Dabei geht es allerdings weniger um die Hardware, die sich jeweils in der Hand von Kunde und Kundenbetreuer befindet, als um die Realisierung des alten Traumes: Immer und überall am Kunden sein. Das ist online problemlos möglich, zudem einfach und bequem für Banker wie Kunde. Und, besonders vorteilhaft: Personalisiert. Schließlich ermöglicht Social Media einen weiteren Schritt Richtung transparenter Kunde. Damit lassen sich Produkte passgenauer und damit profitabler als bisher anbieten – und auch entwickeln.

Soweit die Vorteile, Nachteile sieht Burger allerdings auch: Sicherheitsrisiken in Bezug auf Unternehmensdaten, und Kosten, speziell wenn es um BYOD geht. Dabei verweist sie auf das Blog von Aberdeen Research. Demnach muss ein Unternehmen, das 1000 mobile Geräte nach dem BYOD-Ansatz verwaltet, im Durchschnitt pro Jahr mit Mehrausgaben in Höhe von 170.000 USD rechnen. Allerdings hat Aberdeen nur 100 Unternehmen dazu befragt. Und diese machen gerade ihre ersten Erfahrungen. BYOD bedeutet einen neuen Ansatz für die IT-Administration, genauso wie Consumerization allgemein. Wenn dieser Ansatz ausgereift ist, überwiegen die Vorteile überdeutlich.

Eigentlich ist der Standard für die Übertragung von Daten ohne direkten Kontakt – Near Field Communication -  schon 10 Jahre alt. Aber erst jetzt erwacht sie aus ihrem Schönheitsschlag – 90 Jahre schneller als andere. Wird die Technologie ein Sommermärchen?

Einsatzmöglichkeiten gibt es viele. Man muss einfach mal überlegen, an welchen Stellen es sich lohnen könnte, Daten über die Distanz von 4 cm auszutauschen. Z.B. kann der NFC-Chip in Mobiltelefone und Kreditkarten integriert werden – und das wird er auch. Die Sparkassen statten ab August ihre Karten mit einem NFC-Chip aus, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) geht davon aus, dass bis zum Jahresende 16 Mio. Sparkassenkarten über NFC verfügen.

Aktuell läuft dazu ein groß angelegter Test unter dem Namen GiroGo: Insgesamt haben die Volks- und Raiffeisenbanken sowie den Sparkassen in der Region Hannover, Braunschweig und Wolfsburg 1,45 Mio. Girokarten mit NFC-Chip augegeben. Die Karteninhaber können zum Beispiel bei Edeka und Netto, an Esso-Tankstellen, bei McDonalds oder Douglas per Chip bezahlen. Ähnlich wie bei der Geldkarte brauchen sie dazu weder einen PIN, noch eine Unterschrift. Und sie müssen noch nicht einmal stecken. Das ist schnell und bequem. Voraussetzung dafür ist, dass der Handel entsprechende Lesegeräte einführt. Nach einem Bericht der Computerwoche sollen die Geräte gewisse Vorteile haben – geringe Störungsanfälligkeit, wenig Verschleiß.

 Nicht nur Karten sind geeigente Träger für NFC Chips – auch Mobiltelefone kommen in Frage. In vielen neuen Geräten ist der Chip bereits integriert, andere lassen sich mittels NFC-Sticker nachrüsten. Damit erhalten Mobiltelefone eine Bezahlfunktion am POS – interessant, so kann das Portemonaie in vielen Fällen zu Hause bleiben. NFC lässt sich nicht nur im Bereich Payment einsetzen. Das  NFC-Forum , gegründet durch NXP Semiconductors, Sony und Nokia im Jahre 2004, verfolgt das Ziel den Standard weiter zu entwickeln und seine Verbreitung in neuen Produkten voranzutreiben. 

Einsatzszenarien für Near Field Communication

Einsatzszenarien für Near Field Communication

Das NFC-Forum bringt einige Anwendungsbeispiele von NFC im Alltag am Beispiel von Eric:

  • Bezahlen im öffentlichen Nahverkehr
  • Download von Informationen auf das Mobiltelefon über das N-Mark-Logo, z.B. auf Postern um sich Informationen für eine Verstaltung zu ziehen
  • Zugangskontrolle im Büro
  • Bezahlen über eine Kreditkarte, die auf dem Mobiltelefon gespeichert ist
  • Austausch digitaler Visitenkarten von Telefon zu Telefon
  • Verbraucher können NFC Services sofort deaktivieren, das macht z.B. Sinn, wenn sie ihr Handy verlieren.

Ja, BYOD ist auch für einen Bereich mit so hohen Sicherheitsanforderungen wie dem Finanzsektor machbar. Das heißt jedoch nicht, dass auch bei Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern jeder vom Gerät seiner Wahl aus arbeiten kann, wie es ihm gerade passt. Dazu sind die Daten, mit denen in diesen Branchen gearbeitet wird, oft zu sensibel.

Deshalb stehen die IT-Abteilungen vor einer neuen Herausforderung, wenn es um BYOD geht. Die Geräte-beschaffung wird ihnen von den einzelnen Mitarbeitern abgenommen, dafür wird die Administration aufwändiger: Wie hält man die Balance zwischen der größtmöglichen Freiheit für die Benutzer im privatem Bereich, und den Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien für die Unternehmensdaten, zwischen Persönlichkeitsrechten und Datenschutz? 

Erfolg mit BYOD: Ein auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnittenes Mobile Device Management

 Gibt es Apps, die grundsätzlich nicht mit den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens vereinbar sind, und deshalb nicht auf dem Gerät installiert sein dürfen, das im Rahmen von BYOD verwendet wird? Was passiert, wenn das private Gerät nicht mehr für geschäftliche Zwecke genutzt werden soll, z.B. weil es gestohlen wurde, oder weil der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt?

Wir beschäftigen uns mit diesen Fragen – klar, Mobile Device Management ist ja Teil unseres Portfolios.  Dabei haben wir sechs Punkte entwickelt, die CIOs bei ihrer Mobile-Device-Strategie mit BYOD berücksichtigten sollten, um Sicherheitsrisiken zu minimieren – mehr dazu finden aktuell im CIO-Magazin.

Gestern war der Cloud Tag für Privatnutzer. Wie die Pilze schossen sie aus dem Boden. Den Anfang machte Microsoft mit SkyDrive. Ein paar Stunden später folgte Google mit dem GoogleDrive. Dropbox kennen wir schon lange, sie erweiterten ihren Cloud-Service mit Share-Funktionen. Die Dienste sind übrigens nicht neu, sondern lediglich um wichtige Funktionen erweitert. Eine Liste mit weiteren Online-Speicher-Anbietern hat Jürgen Vielmeier bei basicthinking zusammen gestellt.

Enführung in GoogleDrive:

Was ist los im Cloud-Speicher Universum?
Google bettet seinen Speicherdienst direkt in Google Docs ein. Microsoft macht das Selbe in Windows live. Apples iCloud bevorzugt den eigenen Apple-Kosmos. Hinter diesen Diensten stecken große Konzerne, die sich für das mobile Zeitalter positionieren. Fotos, Videos, Mails synchronisieren ist längst Standard. Dokumente teilen, in die Systeme einbetten, vom Windows, Mac, Linux, iOS, Android, Windows Phone Plattformen aus jederzeit zugreifen, Daten teilen, in Echtzeit damit verteilt arbeiten scheint mehr und mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Etwas zurück bleibt der Pionier Dropbox, hinter dem kein Konzern steckt, keine Collaboration Plattform wie bei Google oder MS. Mal sehen, wie es mit denen weiter geht.

Cloud Speicher integriert

Was heisst das für den User?
Langsam sollte man sich für einen Dienst entscheiden, damit die Daten nicht bei vielen Cloud-Anbietern herumliegen. Dokumente bei fremden Firmen hinterlegen ist was anderes als z.B. E-Mailadressen verwaisen lassen. Worauf kommts an?

  • Speichergröße? Die Bandbreite geht bei Kostenlosangeboten von 2GB (Dropbox ohne Upgrades und Werbung) bis zu 25 GB (Google Bestandsnutzer, Telekom Cloud)
  • Funktionen. Von der Integration als Laufwerk in Windows- oder Mac Rechnern bis zum Online Zugriff via App auf Android, iOS und ggf. Windows Phone. Bilder, Videos, Dokumente teilen, verteilen, offline Zugriff ect.
  • Standort der Cloud? Datenschutz? Wer seine gescannten Versicherungs- Zeugnis oder Gehaltsdokumente bei Clouddiensten ablegt, könnte ein Interesse daran haben, ob der Anbieter dem dt. Datenschutzrecht (Stratos HiDrive, Telekom Cloud) oder dem amerikanischen (Google, Apple, MS, Dropbox) unterliegt. Letztere geben offen zu, Behörden auch Zugriff auf die Kundendaten zu geben, bzw. sind dazu verpflichtet. Wen das stört, der sollte das bedenken!

Auswirkungen auf die Geschäftswelt?
Die genannten Cloud-Dienste sind noch sehr auf den Privatnutzer bzw. kleine Unternehmen ausgerichtet. Aber die enorm schnelle Verbreitung, die Selbstverständlichkeit, die deren Nutzung mit sich bringt, drängt sicher auch in die Geschäftswelt. Hier sind in Kürze ähnliche Dienste gefragt. Für manche sind Upgrade-Modelle bei MS, Google und Co. eine gute Lösung. Für viele Unternehmen aber kommt das so nicht in Frage. Also brauchts eine Art Dropbox für Unternehmen? Ich denke ja. Sharing- und Storage-Plattformen, unternehmensweit und -übergreifend, inkl. mobiler Anbidung und Integration als z.B.Laufwerk in das Rechnersystem.

Ein paar Ansätze gibt es bereits. Hier hakt es aber an der Einfachheit, Benutzerfreundlichkeit. Designed by Engineers, sag ich da nur. Momentan macht das (noch) keinen Spass was hier geboten wird. Aber der Druck über Consumerization durch die Mitarbeiter, die einfache Cloud-Dienste selbstverständlich privat nutzen wird sicher bald die Geschäftsanwendungen vereinfachen und deren Implementierung beschleunigen. Kann ja nicht sein, dass wir Daten weiterhin per E-Mail versenden, um sie anderen zur Verfügung zu stellen.

Das Logo von Google Drive erinnert mich übrigens an ein Recycling des alten Dresdner Bank Logos als Joint Venture von Dresdner- Deutscher und Commerzbank. Das aber nur so nebenbei.

Smartphones und Handys werden immer interessanter – nicht nur wegen der gigantischen Auswahl an Apps, der höheren Geschwindigkeit und des größeren Speichers – es gibt auch neue Technologien, die die Nutzung verbessern. Wir verfolgen diese Entwicklungen mit Interesse und untersuchen, in wiefern sie für unser Mobile Device Management Angebot relevant sind.

Der smarte Nachfolger der SMS: JOYN

Der smarte Nachfolger der SMS: JOYN

Diesen Sommer kommt der Nachfolger der SMS auf den Markt: Joyn - bzw. Rich Communication Suite-enhanced (RCS-e). Das IP-basierte Nachrichtensystem wurde von dem Verband GSMA entwickelt.  Mit der Technologie lassen sich Sprache, Text, Bilder und Videos übertragen – auch während eines Gespräches.  Die Lösung könnte eine erstzunehmende Konkurrenz für Apple Messages oder Whatsapp werden: Man  kann für alle Mobiltelefone und Netze verwenden. Der Nutzer sieht im Telefonbuch seines Telefons, welche seiner Kontakte welche Features unterstützen – und kann sich für die jeweils passende Variante entscheiden. Zunächst kommt Joyn bzw. RCS-e als App auf den Markt, künftig werden Netzbetreiber und Gerätehersteller zusammenarbeiten, so dass RCE-s schon beim Kauf in das Adressbuch des jeweiligen Geräts integriert ist.

Auch wenn es um Bezahlungsmöglichkeiten mit dem Telefon geht, gibt es interessante Innovationen. Eine Variante bietet Near Field Communictaion (NFC). Über einen Abstand von ca. vier Zentimenter hinweg können mit dieser Technologie Informationen ausgetauscht werden – ohne Berührung. Damit kann man per Handy schnell und einfach bezahlen: das Gerät an die Kasse halten, der Betrag wird abgebucht – fertig. Über die Transaktion wird man umgehend per SMS benachrichtigt. Aktuell fährt McDonalds in Österreich dazu einen Pilot in ausgewählten Filialen in Wien. Klingt gut, finde ich. Jetzt nur die Frage: Wie bekomme ich NFC auf mein Handy? Dafür braucht man keine App, sondern einen NFC-Sticker. Dieser Aufkleber hat etwa die Dicke einer Scheckkarte und wird auf der Rückseite des Telefons angebracht - wenn er unter den Akkudeckel passt, funktioniert er auch von dort aus. Neue Smartphones sind oft schon mit NFC ausgestattet – z.B. RIM verspricht sich viel von diesem Feature, integriert es in die aktuellen Blackberries und arbeitet zusammen mit Mastercard daran, eine Zahlungsmethodik zu etablieren. NFC muss aber nicht auf das Handy beschränkt sein. Die Deutscce Kreditwirtschaft nutzt die kontaktlose Bezahlfunktion für die Girokarten der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Sparkassen im Großraum Hannover, Braunschweig und Wolfsburg – allerdings nur für Beträge bis zu 20,00 €.

Ein weiterer Vorteil bei der Smartphone-Nutzung: schnellere Verbindungen durch den UMTS-Nachfolger LTE und den Ausbau der mobilen Breitband-Netze. Ende 2012 soll LTE in über  300 Städten LTE verfügbar sein. Surfsticks und Smartphones für den Standard kommen aktuell auf den Markt.

Greenpeace geht in der aktuellen Studie ”How clean is your Cloud?”auf den Erfolg der Cloud-Technologie ein. Dabei legt die internationale Umweltorganisation den Fokus auf die Kehrseite des rasanten Anstiegs der zentral gespeicherten Daten: Sie benötigen gigantische Speichermengen, das heißt riesige Rechenzentren, die einen entsprechend hohen Energieverbrauch haben: Zusammengenommen verbrauchen alle Cloud-Rechenzentren der Welt mehr als Indien, das immerhin 800 Millionen Einwohner hat – damit rangiert das “Cloudland” weltweit im Ländervergleich auf Platz 5 (seine Einwohnerzahl dürfte allerdings auch deutlich über 800 Millionen liegen). Tendenz steigend: Nach Schätzungen der Umweltschützer  wird das Volumen der digitalen Informationen bis zum Jahr 2020 das 50 mal so hoch sein.

Greenpeace-Studie: Nachhaltiges Cloud-Computing

Greenpeace-Studie: Nachhaltiges Cloud-Computing

Der Zusammenhang von Rechenzentren und Energieverbrauch ist nichts Neues. Die Greenpeace-Studie steigt jedoch tiefer ein und untersucht, welche Anbieter sich besonders für einen geringen Energieverbrauch und die Nutzung von regenerativen Energien einsetzen – und wer diese Aspekte vernachlässigt.

Drei namhafte Unternehmen mit erfolgreichen Geschäftsmodellen in der Cloud traten dabei als Negativbeispiele hervor: Amazon, Apple und Microsoft. Alle drei setzen auf einen Wachstumskurs ohne ausreichend Wert auf Nachhaltigkeit zu legen: Amazon deckt noch fast 30 Prozent seiner Energie durch Atomstrom ab. Apple rangiert mit 28 Prozent knapp dahinter bei der Kernkraft und hat den höchsten Energieverbrauch in Bezug auf den Energiemix insgesamt: Rund 55 Prozent des Energiebedarfs werden mit Kohle abgedeckt.

Besonders positiv treten die Unternehmen Yahoo und Google hervor:  Sie geben Erneuerbaren Energien bei der Versorgung ihrer Rechenzentren eine so hohe Priorität ein, dass sie Standortentscheidungen von ihrer Verfügbarkeit abhängig machen – damit setzen sie für ganze Regionen Anreize, die Erzeugung regenerativer Energien voranzutreiben. Auch Facebook setzt komplett auf Erneuerbare Energien beim Betrieb der eigenen Plattform. Als ersten Schritt in diese Richtung hat die 800-Millionen-Nutzer-OnlineCommunity ein neues Rechenzentrum in Schweden aufgebaut, das komplett durch regenerative Energien betrieben werden kann – allerdings kommen aktuell noch 40 Prozent seines Energiemixes aus Kohlekraftwerken.

Sehr positiv geht Dell aus der Studie hervor: Nur 6,4 Prozent seines Energiemixes kommen aus Atomkraft-, 20,1 Prozent aus Kohlekraftwerken. Auch das Unternehmen Akamai, das für die Durchführung eines gewaltigen Volumens an Internetverkehr verantwortlich ist, geht positiv aus der Studie hervor. Es hat als erstes IT-Unternehmen begonnen, seine CO2-Bilianz im Rahmen der neuen CUE-Norm (Carbon Utilization Effectiveness) zu veröffentlichen.

Mit Transparenz zu sauberen Clouds – ein plausibler Ansatz für die bewusste Energienutzung – einerseits durch die Betreiber von Rechenzentren, andererseits, was uns Anwender betrifft: Unnötigen Datenverkehr vermeiden. Das spart nicht nur Energie und Kosten, sondern auch noch Zeit.

Mir sind gerade zwei Veröffentlichungen von Gartner und Barcleys entgegengesprungen. Die Essenz vorweg: Tablets schleichen sich nicht mehr durch Consumerization oder Bring-Your-Own-Device, also private Umwege, in die Unternehmen. Sie kommen jetzt schnell und massiv durch die Vordertür und verdrängen die Business-Laptops.

Gartner: 2016 sind 665 Mio Tablets im Gebrauch
Lt. Gartner sind im Jahre 2016 665 Mio Tablets weltweit in Benutzung. Davon werden 2016 ca. 369 Mio Stück verkauft. Der Rest stammt von Käufen der Jahre davor. Herausgerechnet sind die bereits wieder entsorgten “veralteteten” Geräte. 2012 steigt der Abverkauf auf fast 119 Mio Tablets, eine Steigerung von über 100% gegenüber dem Vorjahr. Marktführer bleibt Apple mit dem iPad. Deren Marktanteil wird jedoch bereits dieses Jahr auf 61.4 % sinken. 2016 sagen die Marktforscher immer noch 45% Marktanteil voraus. Hier die detaillierten Zahlen.

Tablets erobern die Geschäftswelt

Barcleys CIO Survey: 93% sind an Tablets interessiert
Das klingt erst mal noch recht vage. Genau aber sind bereits in 40% der Unternehmen Tablets im Gebrauch. 36% geben an, die Geräte im Haus bereits zu testen. Der Rest “denkt” darüber nach. 40% der CIOs geben die Tablet-Käufe als inkrementelle Hardware-Beschaffung an. Weitere 40% sagen, die gekauften Tablets würden dafür genutzt, um Laptops zu ersetzen.

Und welche Art von Tablets sprechen die CIOs, lt. Barcleys Umfrage? Sie nannten am häufigsten Apples iPad. Gefolgt von Android und Windows-Tablets. Auf die Geräte des etwas behäbige Softwareriesen aus Redmond scheinen wohl viele zu warten. Auch Gartner sagt Microsoft bis 2016 tatächlich 43 Mio verkaufter Tablets voraus, bzw. Geräten von diversen Herstellern, die das MS-Betriebssystem installieren werden. RIMs Playbook? Unbedeutend.

Entwicklung
Ob die Zahlen so eintreffen werden, ist mir hier nicht so wichtig. Hier zeichnet sich aber ein klarer Trend ab: Die Eroberung der Geschäftswelt durch die Tablets. Ein völlig neuer Gerätetypus zieht extrem schnell in die Unternehmen ein. Die Inflitration über Trends wie Consumerization, dauerte nur kurz an. Jetzt stehen die Unternehmen vor größen Eigenbeschaffungen. In der Arbeit reicht ein Thin Client Terminal mit irgendwas drauf (Zero-Client, Windows embedded, Linux-Derivat, egal). Zuhause, unterwegs reicht das Tablet oder ein privates Gerät.

Noch ein Hinweis auf App-Entwickler. Es gibt einen sehr starken Zusammenhang zwischen Smartphone Apps und Tablet Apps. Haben die Leute also beispielsweise ein Android Smartphone mit bestimmten Apps, so bevorzugen sie die gleichen Apps auch für ein Tablet mit dem gleichen OS. Hier sind also Tablet-optimierte Apps leichter zu verkaufen, bzw. ist bei der Entwicklung von vornherein an die Tablet-Optimierung zu denken!