Kategorie: Events

Dr. Markus Held von der BaFin auf dem FI-TS Management-Forum

Dr. Markus Held, BaFin, Referat „IT-Infrastrukturen bei Banken“ referiert beim Management-Forum von FI-TS
Dr. Markus Held, BaFin, Referat „IT-Infrastrukturen bei Banken“ ist Sprecher beim Management-Forum von FI-TS

Google ich „Dr. Markus Held“, lande ich bei einem Foliensatz, der mit „Eisige Zeiten für die Kreditwirtschaft“ beginnt.
Dieses Statement macht mich neugierig auf seinen Vortrag auf dem 14. FI-TS Management-Forum in der BMW-Welt. Die Zeiten für Banken sind in der Tat alles andere als rosig. Der regulatorische Wandel, die lange Niedrigzinsphase, der Kostendruck und das Auftreten von Wettbewerbern mit neuen, digitalen Lösungen machen es Banken nicht gerade leicht.

Zum Thema “IT-Regulierungen” ist Dr. Markus Held Experte. Ein Beispiel für Regulierungen in der Finanzbranche sind die “Mindestanforderungen an das Risikomanagement” (MaRisk).
Ob die Verwaltungsanweisung eingehalten wurde, wird zum Jahresabschluss und durchaus auch mal bei einer Sonderprüfung kontrolliert. Für uns, als Dienstleister für die Finanzbranche ist  MaRisk AT 7.2 interessant. Ganzheitliche IT-Entwicklung, Sorgfalt bei Entwurf, Umsetzung, Qualitätssicherung und Testverfahren sind unser Know how.

Gekürzte  Wiedergabe der MaRisk 7.2, Satz 2 bis 4
Gekürzte Wiedergabe der MaRisk 7.2, Satz 2 bis 4

Dr. Markus Held ist seit 2010 Referent im Geschäftsbereich Bankenaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit IT-Aufsicht und IT-Regulierung. Er vertritt die BaFin in nationalen und internationalen Arbeitsgruppen, z.B. im European Forum on the Security of Retail Payments (SecuRe Pay) und in der Information Technology Supervisors Group.

Bei uns auf dem Forum wird er die neuesten Regelungen im Finanz-IT Bereich vorstellen. Wer jetzt Angst vor Paragraphen-Schlachten bekommt, den kann ich  beruhigen. Dr. Held ist kein Jurist, sondern promovierter Informatiker. Ich freue mich auf einen informativen und interessanten Vortrag.

Florian Gschwandtner, CEO von Runtastic auf dem 14. FI-TS Management-Forum

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Florian Gschwandtner, ist für die Vermarktung der Produkte und Services verantwortlich und somit auch das Gesicht des Unternehmens nach außen

Waren Sie heute schon joggen? Chapeau! Dann verwenden Sie vielleicht sogar die Fitness-App Runtastic. Das Unternehmen Runtastic bietet verschiedene Fitness-Apps und Sportprodukte an und ist damit Global Player auf dem Markt. Florian Gschwandtner ist CEO und Gründungsmitglied des international erfolgreichen Start-Up Unternehmens Runtastic. In diesem Jahr ist der Österreicher Sprecher auf unserem diesjährigen FI-TS Management-Forum in München. Sie werden sich jetzt sicher fragen, wie der CEO eines Fitness Start-Ups zu einem IT-Service Unternehmen aus der Finanzbranche passt?

Big Data
Big Data ist für Runtastic sehr wichtig, da durch das Sammeln von persönlichen Daten dem Kunden Statistiken und Informationen geboten werden können.
Die Idee kommt von der Bewegung Qualifield Self. Daten-Tracking hat bei Runtastic einen Wettbewerbs-Gedanken: Denn daraus ergeben sich Informationen wie: „Du bewegst Dich, verglichen mit allen Usern in Deiner Altersgruppe 20 Prozent weniger.“ Das kratzt dann schon am Ego und motiviert zur körperlichen Ertüchtigung. Außerdem erhält man Infos wie: „Deine Bettzeiten variieren zu stark”. Was geht es eine App an, wann ich zu Bett gehe? An sich nichts, aber sie spricht Empfehlungen aus, um meinen Fitnessleistungen zu steigern.
Runtastic bedient dabei verschiedene Bereiche. Zum einen Outdoor-Aktivitäten, wie Laufen, Radfahren, den Schrittzähler und zum anderen auch Indoor-Aktivitäten, wie Liegestütz, Sit-ups, oder Krafttraining, wo Pulsdaten generiert werden.
Die Apps hätten die Möglichkeit, mich komplett zu durchleuchten, vom Schlafrhythmus bis zum Körperfettanteil. Voraussetzung ist, dass ich das zulasse, in dem ich alle angebotenen Apps nutze.

Die Runtastic Apps bedienen mehrere In- und Outdoor Aktivitäten            Bild: Runtastic
Die Runtastic Apps bedienen mehrere In- und Outdoor Aktivitäten Bild: Runtastic

Social Media
Freizeitsportler sind stolz auf ihre Fitnessaktivitäten und teilen sie gern mit ihrem Umfeld. Schließlich ist Sport ein positives Thema. Je mehr meiner Freunde ebenfalls die App benutzen und ihre Ergebnisse teilen, umso mehr Wettbewerb entsteht und spornt zu höheren Leistungen an.
Florian Gschwandtner erzählt im Interview mit T-Systems: “1/3 aller Runtastic User teilen ihre Daten in sozialen Netzwerken.” Facebook sei als Netzwerk am stärksten vertreten.

Wo liegen die Daten?
Runtastic sichert Ihre Daten in Österreich bei T-Systems. Florian Gschwandtner erzählt im Interview, dass Runtastic seitens der Software zu 99 Prozent auf Open Source und Gratissoftware setzt. Gearbeitet wird mit den Tools und Lösungen, die von der Open Source Community zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen nutzt ein Linux basiertes System und setzt serverseitig größtenteils auf Ruby on Rails.

Runtastic
Runtastic wurde 2009 gegründet. 2013 übernahm Springer mit einer kleinen Mehrheit das Start-up Heute zählt Runtastic mehr als 100 Millionen Downloads und 45 Millionen registrierte User.

Die digitale Welt dreht sich schneller
Runtastic ist ein tolles Beispiel,  wie schnell man erfolgreich am Markt sein kann. Wie begehrt Fitness- und Gesundheitsdaten heute sind, haben Sie vielleicht in der letzten Woche in den Nachrichten gelesen: Ein Sportartikelhersteller kauft zwei Fitness Apps für 560 Millionen Dollar.  Er möchte die Nutzerdaten dazu verwenden, mehr Sportbekleidung zu verkaufen.  Innovation und Geschwindigkeit sind die Erfolgsgarnten.

Dieses ist ein Kernthema auf dem 14. FI-TS Management-Forum. Melden Sie sich an und seien Sie dabei!

Anbei noch ein Einblick in die Geschichte von Runtastic und Florian Gschwandtner, der für die Vermarktung der Produkte und Services verantwortlich, und somit auch das Gesicht des Unternehmens nach außen ist.

Heute ist “Safer Internet Day”!

Sichere undn verantwortungsvolle Nutzung des Internet für Kinder. Heute ist der "Safer Internet Day"
Sichere und verantwortungsvolle Nutzung des Internets für Kinder. Heute ist der “Safer Internet Day”

Der “Safer Internet Day” steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Let’s create a better internet together“. Ein besseres Internet? Damit meint Insafe den freundlichen Umgang untereinander in sozialen Netzwerken. Die Europäische Kommission möchte mit diesem Aktionstag Kindern, Eltern und Lehrern Zugriff auf die richtigen Tools und Informationen zur sicheren Internetnutzung geben.

Warum ist ein Aktionstag nötig?
Kinder sind keinen Diplomaten. Kleine Bösartigkeiten in Kommentaren unter Fotos können schon mal einen Shitstorm verursachen. Darum rufen die Organisatoren dazu auf, auch in der digitalen Welt nett zueinander zu sein. Die Kinder werden davor gewarnt, ihre Daten mit Unbekannten zu teilen, oder mit ihnen Chatfreundschaften zu beginnen und darauf zu achten, dass Fotos keine Anhaltspunkte auf die  Adresse enthalten.

Sicherheitsthemen bei uns
Die Art und Frequenz, wie Kinder das Internet und mobile Technologien nutzen, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Sie werden zu Kunden heranwachsen, die in einer digitalisierten Welt leben und bspw. schnellen Zugriff auf Ihre Finanzdaten erwarten. Darüber hinaus sollen alle Systeme sicher sein.
Bei uns steht das Thema Sicherheit täglich ganz vorn auf der Agenda. Gerade im Finanzbereich müssen Daten aufs strengste verschlüsselt werden. Mikko Hyppönen, der auf unserem 14. FI-TS Management Forum sprechen wird, kann in der Vergangenheit auf viele gelöste Cyber Crime Vorfälle zurückblicken. Andererseits ist das Internet auf die Verbreitung von Daten ausgelegt. Gerade das schnelle Teilen, Verbreiten, die Aufhebung von Exklusivität und Wartezeiten macht es ja so faszinierend. Wir beziehen unsere Informationen in Sekundenschnelle über Medien, unterhalten uns über Fachthemen in entsprechenden Foren, teilen unsere Erlebnisse in den Social Networks und lassen unseren Alltag von Apps erleichtern. Dabei geben wir einiges von uns preis.

Doch  wir sind in der Lage, die Risiken besser einzuschätzen als Kinder . Darum müssen wir ihnen helfen. Nehmen Sie Ihr Kind zur Hand und machen beispielsweise dieses Quiz zusammen. Das schärft die Wahrnehmung von Risiken im Netz.
Ich kann mir aus vier Antwortmöglichkeiten die bestmögliche aussuchen, um meinen Freunden in heiklen Web-Situationen zu helfen. Also ich wäre ein guter Web-Freund. Wie sieht es mit Ihnen aus?

Mikko H. Hyppönen – Cybercrime Experte zu Gast bei FI-TS

Treffen Sie den Cyber-Crime Experten am 12.03. 2015 auf dem FI-TS Management-Forum in München
Treffen Sie den Cyber-Crime Experten Mikko H. Hyppönen am 12.03. 2015 auf dem FI-TS Management-Forum in München

Mikko H. Hyppönen ist einer der herausragenden Sprecher unseres diesjährigen FI-TS Management-Forums. Sicher stellt er uns am Nachmittag des 12. März die Frage: “Gehört die Abwehr von Cyber-Angriffen bald zum Alltag von Unternehmen?”

Die Antwort darauf hat er sicher auch gleich parat, schließlich ist er Experte für Cyber Security und Leiter der Forschungsabteilung bei F-Secure. Hyppönen hat in seiner Funktion bereits viele Angriffe mit Computerviren abgewehrt. Zwei seiner berühmtesten Fälle waren  der berüchtigte Storm Worm und der Computerwurm Stuxnet. Zudem  war er Teil der Conficker Working Group, die den Algorithmus des gefährlichen Conficker Wurms knacken konnte, der zur Generierung von zufälligen Domain-Namen programmiert wurde. Auch hat er bei der Aufklärung weiterer Cyber-Kriminalität in den USA, Europa und Asien mitgewirkt.

Mikko H. Hyppönen Blogfoto FI-TS Management-Forum
Der Preisträger und Autor fragt nach : “Gehören Cyber-Angriffe und ihre Abwehr bald zum Alltag von Unternehmen?”

Diese Fälle standen natürlich in hohem medialen Interesse. Hyppönen veröffentlichte zahlreiche Artikel in Magazinen wie Scientific American, Wired und Foreign Policy sowie in Tageszeitungen wie der New York Times.  Weitere Aufklärungsarbeit leistete er bei weltweiten  sicherheitsrelevanten Konferenzen. Schließlich wurde er vom PC World Magazin zu den  50 wichtigsten Personen im Internet gewählt. Der 46-Jährige steht auf der Liste der FP Top 100 Global Thinkers und hat den Virus Bulletin Award verliehen bekommen. Daneben sitzt er in den Beiräten der ISF und The Lifeboat Foundation.

Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf seinen Vortrag zu diesem wichtigen Thema. Sicherheit ist schließlich eine der Hauptkompetenzen bei FI-TS. Cyber-Kriminalität ist eben auch ein sehr hohes Risiko für Finanz-Unternehmen.
Der Titel des FI-TS Management-Forums ist in diesem Jahr:  „Digitalisierung und Regulierung – Die Kern-Herausforderungen für Banken und Versicherungen 2015.“ Seien Sie dabei!

Ein lebendiger Eindruck von Mikko Hyppönen bei TED Talks:

European Banking Federation – Konferenz Brüssel

Die diesjährige „Annual Conference“ der EBF fand am 19. November in Brüssel statt. Da das Thema „Banking of the Future“ lautet, wurde ich eingeladen einmal einen Tag in der zweiten europäischen Bankenmetropole (neben Frankfurt) zu verbringen.

European Banking Federation
European Banking Federation Brüssel

Der EBF gehören 32 nationale Mitgliedsverbände an, in denen 4.500 Banken in mit 2,3 Mio. Beschäftigten vertreten sind. Die Hauptaufgaben ist die Vertretung der Bankeninteressen bei den Organisationen der EU und die Mitwirkung an Europäischen Standards und Gesetzen.

 

Das Programm war in zwei Schwerpunktthemen aufgeteilt. Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Regulatorik – wohingegen der Nachmittag mehr in die Richtung Digitalisierung und Änderung der Geschäftsmodelle schwenkte. Insgesamt waren ca. 350 Teilnehmer vor Ort. Ich traf dort auf Banken-/ und Verbandsvertreter aus ganz Europa. Interessanterweise (ein erster Seitenhieb) waren, gemessen an der Gesamtzahl, sehr wenige Bankabteilungen dort, denen ich einen Change in die Zukunft zutrauen würde – der überwiegende Teil kam aus den Bereichen Legal und Risk Management.

Der Vormittag

Mit Risk Management bzw. aufsichtsrechtlichen Themenstellungen ging es auch los. Der erste Vortrag drehte sich um die Frage, welche ersten Erkenntnisse man zwei Wochen nach dem Start des SSM Mechanismus (ab November 2014 übernahm die EZB die Aufsicht über Großbanken in Europa) ziehen kann. Was mich bei diesem Teil überraschte, oder vielmehr schockierte, war die Aussage von Wilfred Nagel (Chief Risk Officer und Board Member der ING Group) das die ING ungefähr 500 Mitarbeiter in Vollzeit für ein Jahr mit dem Asset Quality Review und Stress-Test beschäftigt hat.

FotoEBF

Der zweite Vortrag war leider trotz des Titels „Growth in Europe“ für mich persönlich zu vergangenheitsorientiert. Immerhin war mit Jakob von Weizsäcker ein weiterer Deutscher mit im Raum und auf der Bühne.

Endlich – Digitaliserung

Nach dem kleinen Mittags-Lunch ging es dann mit den für mich spannenderen Themen weiter. Mark Jamison (Director, Customer Experience and Buisness Intelligence, BBVA) und Paul Willmot (Leader of McKinsey Digital) teilten sich die Bühne und weckten die Teilnehmer mit einer kleinen KeyNote Präsentation und diskutierten anschließend mit dem Publikum.

Mark Jamison dessen Bank BBVA sich zumindest in Teilen erfolgreich mit Digitalierung beschäftigen (die Spanier kauften vor einiger Zeit das Startup Simple) machte einen schönen Vergleich auf. Er verglich die aktuelle Situation der Banken & Versicherungen mit einer Szene aus Jurassic Park. In der die Dinosaurier (Banken) hinter Zäunen gut beschützt von Park-Rangern (Regulatorik) leben bis jemand (FinTech und veränderte Kundenbedürfniss) in das Gehege eine Brücke baut.

Die beiden waren auch bisher die einzigen die ich in den letzten Monaten erlebt habe, die Alibaba erwähnten und explizierten, dass Banken sich heute eigentlich vom Mindset her eher in Richtung Softwarecompany anstelle von Old Economy Infrastruktur Dienstleistern bringen müssen. Das Zitat “Banks have not to much employees – they have not the right ones – they want to hire” fand ich sehr passend.

EBF Annual Banking Conference 2014
EBF Annual Banking Conference 2014 – McKinsey 2014 – Paul Willmot

Paul hatte in seinem Vortrag einen sehr starken Part mit den Überschriften „Businesses face critical decisions to adapt to these changes”. Diese Präsentation kann ich nur jedem empfehlen. Die Folien gibt es hier zum Download.

Die große CEO Runde

Ein wenig entäuscht wurde ich von der Absage von Jürgen Fitschen (co-CEO Deutsche Bank) der eigentlich auch beim CEO RoundTable teilnehmen sollte. Aber die anwesenden CEO der HSBC, Societe Generale, KBC haben mich ebenfalls gut unterhalten.

Unterhalten deswegen, weil ein großer Teil der Diskussion sich wieder mit der Frage nach den Überlebenschancen der Dinosaurier beschäftigte. Originalzitat von Johan Thijs (CEO KBC Group) angesprochen auf den Jurassic Park Vergleich: „There is still a strong probability that we will surive – Banks are still trusted with people´s money”. Das ist auf der einen Seite natürlich absolut richtig – auf der anderen Seite glaube ich aber auch, dass es massiv Zeit wird zu handeln und die Konsequenzen aus der Digitalisierung ernst zu nehmen. Ich vertraue auch meiner Bank – aber sie wird für mich dadurch nicht automatisch relevanter!

Auch mein Lieblingsspruch „To Big to Fail“ in Bezug auf großere Konsolidierungen fiel immer wieder. Für alle die, die diesen Spruch auch nicht mehr hören können, empfehle ich mal einen Blick auf den Fortune 500 Index bzw. das verschwinden von vormals großen Unternehmen auf der Zeitachse zu verfolgen. Ein sehr guter Freund sagte vor kurzem zum Thema Veränderungen: „Wer nicht mit der Zeit geht – geht mit der Zeit!“

Der Rest der CEO Diskussionen wurde von Publikumsfragen dirigiert. Es gab gute Antworten auf gute Fragen z.B. zum Thema Banker Boni, Shadow Banking, Komplexität von Geschäftsmodellen, Kosten der Regulierung. Diese hier umfangreich aufzuarbeiten würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wer möchte findet aber auf der EBF Seite eine Art Protokollzusammenfassung des Tages in Englisch.

Hier gibt es auch noch ein zweiminütiges Video über den Tag

Foto_Emminger

Zum Abschluss war ich noch einmal positiv überrascht, denn die Themenschwerpunkte des EBF in 2015 neben Regulatorischen Themenstellungen lauten : Digitalisierung, Cyber Security.

Daher…Brüssel/EBF – wir werden uns wiedersehen!

FI-TS beim FI-Forum 2014

Hallenplan FI-Forum 2104
Hallenplan FI-Forum 2104

Diese Woche fahre ich mit meinen Kollegen von FI-TS als Ausstellungspartner zum FI-Forum nach Frankfurt. Das FI-Forum ist die Hausmesse der Finanz Informatik. Alle zwei Jahre kommen mehr als 10.000 Besucher aus ganz Deutschland, um an der Veranstaltung (vom 18.11. bis 20.11.2014) teilzunehmen. Sie ist ein großes Event in der IT-Branche.

Die Themen 2014
Die Finanz Informatik wird mit ihren Ausstellungspartnern zahlreiche praxisorientierte Fachvorträge, IT-Innovationen und Trends sowie IT-Lösungen an mehr als 200 Messeständen präsentieren.

Das Motto für die Messe ist „Vernetzt handeln. Persönlich. Einfach. Gut.“ Man konnte sich sogar vorab im FI-Forum Blog informieren.Es gibt in diesem Jahr 6 Themenbereiche:

- Kontakt pflegen – Multikanalvertrieb
– Orientierung bieten – Steuerung & Regulatorik
– Abläufe optimieren – Marktfolge & Prozesse
– Verbund stärken – Verbundpartner & Landesbanken
– Technologien nutzen – FI-Services
– Trends erleben – Innovationen

FI-TS Themen
Ich bin schon etwas aufgeregt, denn ich bin an allen drei Tagen auf unserem 72qm Stand als Ansprechpartnerin dabei. Ich werde unsere Gäste begrüßen und Gesprächspartner zusammenführen. Unsere Themen auf dem FI-Forum 2014 sind:
- Erweitertes Portfolio für Landesbanken am Beispiel der LBBW
– SAP Betrieb in der Community Cloud Umgebung

Fachvorträge
Unser Geschäftsführer Günter Mattinger hält am Dienstag um 13.30 Uhr seinen Fachvortrag zu unserem erweiterten Portfolio. Den dürfen Sie nicht verpassen! Im Verlauf der drei Tage gibt es natürlich weitere Fachvorträge, die die Themen von allen sechs Themenbereichen behandeln. Die Vorträge und auch unsere Präsentationen am Stand,  versprechen sehr interessant zu werden.
Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Forums. Die Online Anmeldung ist jetzt leider schon fertig, aber Sie können sich auch am Tag in dem Check-In im Portalhaus (Messe Frankfurt, Halle 11) anmelden.

Ich freue mich, Sie auf unserem schönen FI-TS Stand zu sehen!

FI-Forum FI-TS Stand 2014

 

FI-TS Bloggertreffen zum Thema Regulatorik

FI-TS Bloggertreffen in Frankfurt bei der Ing DiBa
FI-TS Bloggertreffen in Frankfurt bei der Ing-DiBa

Letzten Donnerstag trafen sich Finance Blogger zum 3. Bloggertreffen in den Räumen der ING-DiBa. Wir von FI-TS haben zum Treffen  nach Frankfurt geladen. Das Thema  war spannend: “Kenne Deine Aufgaben: Erschwert Regulatorik Innovationen bei Banken?
Was damit gemeint ist? Der erweiterte Titel lautete: “…Oder werden sie durch Innovationen von nicht regulierten Unternehmen außerhalb der Bankenwelt einfach überholt? (Und natürlich auch: Welche Lösungen sind möglich?)”
André Kauselmann, Pressesprecher Social Media, begrüßte uns in den tollen Räumlichkeiten der ING-DiBa. Vielen Dank nochmals!

Wenn ich Finanz-Blogbeitrage lese, geht es häufig um Innovationen, die in der Banken und Versicherungsbranche nur sehr langsam umgesetzt werden. Oft heißt es: Die Institutionen agierten zu schwerfällig.  Als Grund werden Regularien genannt, deren Umsetzung viele Ressourcen binden. Erschwert die teure Regulatorik Innovationen bei Banken?

von liks: Vicent-Wolff Marting, Doris Habicht, André Kausselmann, Marc Billeb
von links: Vincent-Wolff Marting, Doris Habicht, André Kausselmann, Marc Billeb

Impuls-Vorträge
Mit Regulatorik beschäftigt sich Marc Billeb von PwC. Bereits während des kurzen Vortrags wurde heftig diskutiert. Banken im IT-Spannungsfeld zwischen regulatorischen Anforderungen und technischen Entwicklungen. Billeb sieht Regulatorik, was die  internen Abläufe anbelangt, sogar als Treiber für Innovationen. Diese Abläufe müssen, laut der neuen Vorschriften, zukünftig flexibler und sicherer gestaltet werden.

Interessant ging es mit Doris Habicht (ING-DiBa) weiter. Sie berichtete von der „Einführung der Video-Legitimation bei der ING-DiBa“. ING-DiBa ist die erste Großbank mit Video-Legitimation. Besonders beliebt sei diese Form des Identitätsbeweises bei Kunden der Generation Y, die in den 80er Jahren geboren sind. Größtenteils würde das Verfahren freitags ab 16 Uhr angewendet, oder auch sonntags. Das Konto selbst wird größtenteils unter der Woche vormittags eröffnet, also am Arbeitsplatz. Mehr zu diesem Thema können Sie in der Pressemitteilung der Ing DiBa lesen.

Der dritte Vortrag lautete: „Innovation trotz Regulatorik – eine kleine Retrospektive mit aktuellen Bezügen”. Vincent Wolff-Marting von den Versicherungsforen Leipzig veranschaulichte das Thema seitens der Versicherungsbranche. Eine Studie über Innovationskraft der deutschen Versicherungswirtschaft ergab, dass es auch in dieser Branche hoher Nachholbedarf in punkto Innovationen gibt.

von links: Thomas Lerner, Stefan Dieffenbacher und Dirk Emminger
von links Thomas Lerner, Stefan Dieffenbacher und Dirk Emminger

Diskussionen
Eigentlich hatten wir an dem Tag eine Agenda mit detailliertem Zeitplan aufgestellt. Doch wenn Themen interessant und Teilnehmer diskussionsfreudig sind, dann läuft es manchmal anders. So diskutierten wir bereits während der Vorträgen sehr angeregt.

Die meisten Blogger vertraten die Meinung, Banken nähmen die Regulatorik als Ausrede, wenn sie mit ihren Innovationen nicht so voran kämen. Der Grund läge auf der Hand: Banken seien schließlich risikogesteuert und Innovationen böten Spielraum für Fehler.
Der Berater und Autor Thomas Lerner (LMC) nannte Länder, in denen sich Regulatorik wohltuend auf die Volkswirtschaft auswirken kann. Innovationsförderung sähe allerdings anders aus.

Werden Banken zukünftig durch Innovationen von nicht regulierten Unternehmen außerhalb der Bankenwelt einfach überholt? Diese Frage wurde bereits bei der Banking Lounge von Stefan Dieffenbacher (Digital Leadership) eingehend beleuchtet.

von links: Axel Liebetrau, Oliver Vins
von links: Axel Liebetrau, Oliver Vins

Mit Dr. Oliver Vins (Vaamo) hatten wir einen Vertreter der nicht regulierten Unternehmen an Bord. Allerdings, so Vins, stimme das “unregulierte” nicht, denn schließlich arbeite er mit einer Bank zusammen. Hinter dem  Unternehmen Vaamo verbirgt sich eine Plattform (vaamo) zur privaten Geldanlage und Vermögensaufbau. Anhand dieser einfach zu bedienendenden  Web-Oberfläche soll den Privatanlegern der Einstieg in den vielschichtigen Kapitalmarkt erleichter werden. Das ist meiner Meinung nach ein vielversprechendes Konzept und deutliche Innovation.

Beim Abendessen hatten wir Gelegenheit, uns noch weiter auszutauschen und noch einmal auf den Nachmittag zurück zu blicken.

Die Veranstaltung und die Blogger
Das erste Bloggertreffen fand im Januar in Frankfurt in den Räumen von Bloomberg statt. Das zweite Meeting realisierten wir auf dem FI-TS Managment-Forum im München. Hier hatten wir Blogger die Gelegenheit, den “australischer Technologie Futuristen” Brett King persönlich zu treffen und mit ihm zu diskutieren. Beim dritten Mal treffen wir uns wieder in Frankfurt. Das nächste Bloggertreffen ist wieder im Rahmen des nächsten FI-TS Management-Forums am 12. März 2015 geplant.

Unterhaltsamer Themenabend bei der Banking Lounge

Stefan Dieffenbacher PräsentationLetzte Woche war ich in Frankfurt, um an unserer Banking Lounge teilzunehmen. Das Thema des Abends war „Digitale Transformation für Banken – Mitspielen oder untergehen“. Hierzu hat am Mittwoch mein Kollege Dirk Emminger bereits seine Eindrücke geschildert. Heute berichte ich.

Glücklicherweise sind meine Kollegin Nadine Knur und ich trotz des Bahnstreiks pünktlich bei der Deutschen Bank angekommen, wo die Veranstaltung statt fand. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer des Banking Clubs, Thorsten Hahn, startete der interessante Vortrag „Digitale Transformation für Banken – Mitspielen oder untergehen“ von Stefan Dieffenbacher, dem Geschäftsführer des Unternehmens „Digital Leadership“.

Stefan DieffenbacherDieffenbacher erläuterte mit vielerlei bunten Beispielen, wie sich Welt und Technologie verändert haben. Mir hat seine Veranschaulichung des Prozesses, wie wir Fernsehen oder Filme konsumieren, sehr gut gefallen. Vom Bildröhrengerät und der Samstag-Abend Show über Videotheken und bis zum 24 Stunden-Download der Filme auf dem PC und Wiedergabe über den Beamer sind wir in ca. 30 Jahren einen abwechslungsreichen Weg gegangen. Wenn sich etwas ändert, gibt es Gewinner und Verlierer. Im Beispiel sind Videoläden die Verlierer. Andere Dienstleister haben es geschafft, sich auf der Gewinner-Seite zu positionieren. Sie haben sich an die neue Situation angepasst.

Wie sieht es bei den Banken aus? Schwimmen sie bereits schnell genug mit oder werden sie in den nächsten Jahren untergehen? Julian Setzer (Direktmarketing bei ING-DiBa AG) hat diese Frage umformuliert: “Es gibt Flut und es gibt Ebbe. Für Banken startet die Ebbe-Periode. Wir werden in den nächsten Jahren sehen, wer von ihnen einen Badehose trägt“.
Innovationen sind für die Bankenbranche wichtig und für uns, den IT-Dienstleister für die Banken- und Versicherungsbranche, sehr bedeutend. Dieffenbacher ist der Meinung, dass immer mehr Kunden auf digitale Kanäle für die Kommunikation mit der Bank setzen. Er prognostiziert, dass im nächsten Jahr bereits 50% der Kunden Mobile Banking nutzen werden. Heute werden noch viele Abschlüsse in den Filialen gemacht. Dieffenbacher schlussfolgert: Banken schaffen es immer noch nicht, mit ihren Online-Kunden Geld zu verdienen.
Die Frage ist: Wer schließt die Lücke? iOS ist beispielsweise heute führend im Mobile Payment, daneben gibt es noch viele weitere Marktbegleiter. Die Zukunft liegt in der Kundenbeziehung – gut, da lag sie auch schon die Vergangenheit-, die Frage ist aber: Sind es Banken, die den Draht zu den Kunden haben, oder sind es Anbieter wie Apple, Google, Amazon, Facebook & Co?

Es sollte an diesem Abend nicht nur bei der Theorie bleiben. Dieffenbacher stellte seine Prozessdienstleistung zum integrierten Einsatz von Geschäftsprozess- und Produktinnovation vor. In diesem Sinne rief er auf, mehr Geld in Innovationen zu stecken.

FI-TS Banking Lounge Alle Sprecher
v.l. : Stefan Dieffenbacher, Julian Setzer, Dr. Oliver Vins, Tobias Drews, Dirk Emminger

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion gaben Player der Finanzbranche wie Tobias Drews (RaboDirect Deutschland), Julian Setzer (ING-DiBa AG) und Dr. Oliver Vins (Vaamo Finanz AG), einschließlich meines Kollegen Dirk Emminger sehr unterhaltsam ihre Meinungen zum Besten. Sie griffen viele Fragen über Innovation und Änderungen für die Banken auf und konnten mit einem sehr interessierten Publikum, das sich zahlreich zu Wort meldete, diskutieren.

Ich habe meine erste kurze Reise nach Frankfurt sehr genossen. Vor allem habe ich einige neue Erkenntnisse über das Thema „Innovation in der Bankenbranche“ erlangt.

Wenn Sie sich umfassend über das Thema des Abends informieren möchten, steht Ihnen die Präsentation von Stefan Dieffenbacher zur Verfügung.

FI-TS Banking Lounge Auditorium

FI-TS BankingLounge Frankfurt – 100 plus!

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Das Thema „ Digitale Transformation für Banken – Mitspielen oder untergehen“ scheint für viele unserer Kunden & Interessenten eine sehr elementare Frage zu sein. Mit über 100 Personen war die regelmäßig in Frankfurt stattfindende Veranstaltung schon zwei Wochen vorher ausgebucht und wir erlebten einen spannenden Oktober-Abend in den Räumen der Deutschen Bank.

FI-TS Banking Lounge Alle Sprecher_dynamisch

 

Im ersten Teil der Veranstaltung ging es Branchenübergreifend, natürlich mit einem Schwerpunkt auf Financial Services gerichtet, um die grundlegenden Veränderungen durch Digitalisierte Geschäftsmodelle. Mit einem Rückblick auf die Veränderungen der Film & TV Industrie (vom klassischen TV Format bis zu Streaming Diensten) und der Musik Industrie begann der Vortrag mit allgemeinen Beispielen ging aber schnell auf die sich abzeichnenden Veränderungen in unserer Industrie ein.

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Schaut man sich einmal die Top 5 Banken in Europa hinsichtlich der reinen Verkaufszahlen im Vergleich der entstehenden Kanäle an, wird relativ schnell klar, dass Banken es heute noch nicht schaffen, mit Ihren Online Kunden wirklich Geld zu verdienen. Projiziert auf die nächste Generation der „online – only“ Kunden wird schnell klar, dass hier deutlicher Handlungsbedarf Seitens der Institute besteht.
Fehlen durfte natürlich auch nicht der Blick auf die großen aktuell Non Banks, die mit Ihren Services immer mehr in die Kundenbeziehung drängen.

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Der zweite Teil des rund 30 minütigen Impulsvortrags zeigte konkrete Herausforderungen der Banken, Beispiele aus der Praxis und eine Herangehensweise die Banken nutzen können um die digitale Transformation zu schaffen. Inhaltlich holten wir uns bei den beiden Vorträgen Verstärkung von Stefan Dieffenbacher – Geschäftsführer und Gründer der Firma Digital Leadership . Stefan hat in fast allen Branchen große digitale Projekte geleitet und zeigte sehr anschaulich anhand eines Banken Framework wie Institute die Themen User Experience, Marketing, Design, Business (Strategie), Commerce, Social Media, Technologie, Produktdaten und Führung, umzusetzen können.

BankingLounge_5Im Anschluss an den Impulsvortrag diskutierten wir Strategien und weitere Praxisbeispiele. Neben uns auf dem Podium waren:

Tobias Drews, Head of Operations & IT, RaboDirect Deutschland
Julian Setzer, Werbung / Kommunikation, ING-DiBa AG
Dr. Oliver Vins, Vorstand, Vaamo Finanz AG

An dieser Stelle übrigens einen “Herzlichen Glückwunsch” an die Vaamo, die in einer Finanzierungsrunde nun die Zussage über 2.5 Mio Euro Venture Capital sichern konnten.

Alles in allem ein sehr sehr spannender Abend – wir freuen uns aber umso mehr auf die weiteren Gespräche – die ausgemacht wurden. Die Folien zu den Impulsvorträgen finden Sie auf dem Slideshare Account. Für Anfragen oder konkreteren Umsetzungsbeispiele stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

FI-TS bei der BaFin: Regulatorik „Live und in Farbe“

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Das Referat „IT-Infrastrukturen bei Banken“ der BaFin informierte am 09. Oktober 2014 zum zweiten Mal über zentrale Regelungsthemen zur IT-Sicherheit und über Aufsichtsaktivitäten.

Bedeutung der IT-Sicherheit
Da diese Themen elementar mit unseren Dienstleistungen und unser Leistungsversprechen verbunden sind, waren wir vor Ort im Bonner World Conference Center – dem ehemaligen Plenargebäude des Deutschen Bundestags. Rund 250 Mitarbeiter aus unserer Branche folgten ebenfalls dem Ruf der Aufsichtsbehörde. Schwerpunkt des Tages war die Bedeutung der IT-Sicherheit vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedrohungslage durch Cybercrime. Das komplette Programm gibt es hier.

Eingerahmt wurde das Security Programm durch zwei sehr spannende Vorträge zu aktuellen Arbeitsschwerpunkten des Referats und eines Erfahrungsberichtes des Prüfungsleiters für Bankfachliche Prüfungen der Deutschen Bundesbank. In diesem Zusammenhang ebenso interessant sind Informationsrisikomanagement und Auslagerungsmanagement, Erfahrungen aus § 44 KWG Prüfungen.

MaRisk klarer fassen
Dr. Josef Kokert, Leiter des Referats IT-Infrastrukturen bei Banken, startete seinen Vortrag mit einem Überblick über die aktuellen Regulierungsbestrebungen der EU, gab einen Überblick über die nationalen Aktivitäten – wie die Erarbeitung der BAIT (Bankenaufsichtlichen Anforderungen an die IT) und die Umsetzung der Basler Papiere von 2013. Schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt wurde klar, dass das BaFin bemüht ist, die bisher eher „interpretationsfähigen“ Anforderungen der MaRisk klarer zu fassen. Eine Herauslösung der wenigen Punkte und das Verfassen in einer eigenen Richtlinie sind geplant und (nicht nur nach unserem Verständnis) unabdingbar. Angekündigt wurde von ihm auch der zuletzt verschobene Versand des Fragebogens zur IT Grunderhebung Anfang 2015. Man werde auch im nächsten Jahr weiter an dem Thema „Module zur IT Prüfung“ arbeiten.
Den Vorwurf, den ich in meinen Gesprächen in letzter Zeit oft hörte, „die Bafin redet zu wenig mit den Instituten“ kann ich nicht teilen. Denn neben den klassischen Rundschreiben berichtete Kokert auch über erste Gespräche zum Thema Notstromversorgung und beschrieb aus erster Hand Notfallübungen, die die BaFin regelmäßig bei Banken beobachtet.

Dieter Graupe COREALCREDIT BANK AG
Dieter Graupe COREALCREDIT BANK AG

Cloud Computing
Interessant – aber in Teilen auch besorgniserregend – war ein Exkurs zum Thema Cloud Computing: Es gab leider auch hier keine klare Anweisung oder zumindest keine Aussage, wann und wie Finanzdienstleister die Vorteile aus der Cloud beziehen können. Vor dem Hintergrund der Vorteile und Kosteneinsparungspotenziale ist das gegenüber den Finanzdienstleistern keine gute Strategie. Auch bei diesem Thema müssen klare Richtlinien an die Hand gegeben werden.
Das Zitat „Die Verantwortung für Cloud Computing liegt bei den Banken“ hilft an dieser Stelle leider nicht. Mehr noch: Es ist in meinen Augen wirklich fahrlässig. Auch einzelne Vertreter von Banken meldeten sich zu Wort und kritisierten die in Teilen vorhandene „Neuland“ Mentalität.

Im Folgenden beschrieb Dr. Makus Held die Regelungsvorgaben zur IT Aufsicht. Dabei ging er eindrucksvoll auf die kommenden „eisigen Zeiten“ für die Kreditwirtschaft ein.

BaFinBonn_EisigeZeiten
Dr. Markus Held, BaFin

Bevor dieser Blog Beitrag aber zu einem Buch ausufert, verweise ich bei den nächsten Programmpunkten nur auf den Download-Link der Folien.

Die Folien des Vertreters des Verfassungsschutzes zum Thema „Bedrohung durch digitale Wirtschaftsspionage“ fehlen leider. Das ist aber nicht so tragisch, denn hier waren zum einen die Folien zum Teil von 2005, zum anderen waren die Themen sehr stark oberflächlich und eher auf die allgemeine Industrie gemünzt. Auf besondere und sehr schnell agierende Angriffe – wie z.B. der aktuell vorliegende Fall bei J.P. Morgan – braucht es doch ein wenig mehr Know-how und auch bessere Folien, um Kompetenz zu vermitteln.

Lebendige Diskussion
Der Abschluss war eine wirklich gute und lebendige Diskussion mit den Teilnehmern. Gelungen fand ich die Aussage von Axel Lechner (Prüfungsleiter der Bundesbank), dass die Bundesbank unerwartete Risiken deutlich realistischer prüft als zum Beispiel externe Wirtschaftsprüfer. „Also die Bundesbank würde eine Bank, die 50 Kilometer von der Nordsee entfernt liegt, NICHT nach Vorkehrungen gegen einen Tsunami befragen“.

Ebenfalls bot Lechner Beispiele für die Risikomessung und Risikobewertung. So muss ein Verlust von Kundendaten im Zweifel in Euro als Risiko im Vorfeld benannt werden. Solche Beispiele sorgten allerdings spürbar (Nebengespräche und allgemeines Raunen) für eine gewisse Sorge im Publikum.

Auch die spätere Diskussion, dass Sparkassen und Volksbanken sich doch bitte mit der Herauslösung des Kernbankensystems aus den Verbund von Rechenzentren oder Dienstleistern beschäftigen sollen, kann ich nur mit Sorge verfolgen und dieses als eine sehr überflüssige Art der Risikobewertung kommentieren.

Fazit: Eine gute Veranstaltung der BaFin, die weiterhin regelmäßig stattfinden sollte. Inhaltlich würde ich mir an einigen Stellen eine deutlich höhere Klarheit und in Teilbereichen eine höhere inhaltliche Tiefe wünschen – aber die Entwicklung geht in die richtige Richtung!