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FI-TS integrierter Compliance Ansatz

FI-TS Compliance Ansatz

Christian Stemmer, Abteilungsleiter Compliance & Organisation berichtet über den integrierten Compliance Ansatz von  FI-TS.
Christian Stemmer, Abteilungsleiter Compliance & Organisation berichtet über den integrierten Compliance Ansatz von FI-TS.

Mein Kollege Roland Maier und ich nehmen regelmäßig an Erfahrungsaustauschkreisen von Chief Information Security Officers (CISOs) teil. Die CISOs sind die Verantwortlichen für Informationssicherheit in einer Organisation. Sie setzen sich wie bei dem letzten Treffen meist aus mittelständischen Unternehmen bis hin zu internationalen Großkonzernen aus verschiedensten Branchen zusammen.

Für mich ist es immer wieder interessant, auch mal die Security Fokussierung anderer Unternehmen zu sehen und mich über die verschiedenen Hürden und Lösungen mit den Spezialisten aus anderen Sparten auszutauschen. Naturgemäß werden bei unseren Kunden aus der Banken- und Versicherungsbranche die Sicherheitsanforderungen im Datenschutz priorisiert. Bei anderen Unternehmen wird beispielsweise der höchste Fokus darauf gelegt, dass der Jahresabschluss funktioniert. Wieder andere haben bereits in der Praxis schwerwiegende Hackerangriffe durchlaufen und referieren darüber, wie sie damit umgegangen sind.

Der integrierte Compliance Ansatz von FI-TS
Dieses Mal durfte ich auch einen FI-TS Vortrag beigesteuern. Ich habe mich dem integrierten Compliance Ansatz gewidmet. Den werde ich Ihnen nun kurz erläutern:
Bei Fi-TS bündeln wir in  einer integrierte Management-Abteilung die Verantwortung für Risiko, Sicherheit und Compliance an zentraler Stelle. Für Abgrenzung der Aufgaben und Definition entsprechender Abteilungen haben wir das marktübliche „Three Lines of Defense-Modell“  herangezogen.

Die erste Abwehr-Linie mit Kontrolle über Organisation und Qualitäts-Management wird von unserem Geschäftsführer Manfred Heckmeier geleitet. Hier werden Identifizierung, Beurteilung und  Kontrolle im operativen Geschäft sichergestellt, sowie Risiken des Tagesgeschäftes minimiert.
Die zweite Abwehr-Linie beinhaltet Risikomanagement-, Controlling- und Compliance-Funktionen und wird von unserem CEO Dr. Walter Kirchmann an oberster Stelle sichergestellt. In der zweiten Linie werden die Kontrollen der ersten Verteidigungslinie themenbezogen noch ausgebaut und überwacht.
Die dritte Verteidigungslinie ist dann die interne Revision. Sie gibt Sicherheit über die Angemessenheit und Wirksamkeit der Überwachungs-, Risikomanagement- und Kontrollstrukturen der 1. und 2. Linie und arbeitet dabei prozessunabhängig.

Im FI-TS Compliance Gesamtansatz ist das Anforderungsmanagement integriert.

Der Compliance Gesamtansatz von FI-TS
Der Compliance Gesamtansatz von FI-TS

Im Blogbeitrag aus der letzten Woche hat mein Kollege Frank Bitzer über unserer Business Process Management (BPM) geschrieben. Dieser wird im FI-TS Compliance Gesamtansatz mit dem Qualitätsmanagement und der schriftlichen Ordnung gut abgebildet. Als wichtigster Teil der 1. Abwehrlinie ist hier auch das interne Kontrollsystem zu nennen, dass jetzt ebenso in unserer Abteilung Organisation beheimatet ist. Deren Wirksamkeit wird jährlich durch ein Testat der Wirtschaftsprüfer bestätigt.

Prüfungen nach ISAE 3402 und PS951
Unsere Kunden möchten sich hinsichtlich der Prozesse und Prozesssicherheit bei ihrer „outsourced“ Dienstleitungsorganisation informieren und immer auf dem aktuellen Stand bleiben. Das ist auch wichtig, denn schließlich werden bei einem Outsourcing die Aufgaben abgegeben, aber die Verantwortung bleibt beim Kunden. Zwei Standards nach denen diese Prüfungen durchgeführt werden, sind für uns wesentlich. Beide legen fest, auf welche Art und welche Informationen durch Wirtschaftsprüfer abgefragt werden müssen, damit sie den Informationsbedarf der Kunden erfüllen. Man unterscheidet Prozesse, die mit Hilfe des internationalen Standard ISAE 3402 oder des deutschen Prüfungsstandards  PS 951, herausgegeben vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., berichtet werden.

Die Prüfungsstandards sind grundsätzlich darauf ausgerichtet, einem Abschlussprüfer einer Kundenorganisation ein Urteil über die betrachteten internen Kontrollen zu ermöglichen, so dass er in der Lage ist, das interne Kontrollsystem des Unternehmens als Ganzes, also einschließlich der ausgelagerten Teile davon, zu beurteilen. Dabei wird entweder lediglich das Kontrolldesign und die Implementierung der Kontrollen überprüft (Typ1 ISAE 3402 bzw. Typ A PS 951) oder es werden zusätzlich auch noch Stichproben erhoben und damit die Kontrollmechanismen auf ihre Wirksamkeit hin untersucht (Typ 2 ISAE 3402 bzw. Typ B PS 951).

Nach meinem Vortrag wurde wieder viel zum Thema diskutiert und natürlich gab es auch wieder Raum für den weiteren Austausch. Besonders das Thema Aufbau und Umsetzungstand von Security Operation Centern ist hier eines der hochaktuellen Themen, aber hier ist Roland Maier unser CISO der FI-TS-Spezialist. Verlässliche und hochsichere Geschäftsprozesse sind für unsere Kunden aus der Banken- und Versicherungsbranche die grundlegende Bedingung einer Partnerschaft. Mit unserem integrierten Ansatz können wir die Erwartungen und den Informationsbedarf sehr gut erfüllen. Ich hoffe Ihnen einen Einblick in meinen Bereich der IT-Security und natürlich des integrierten FI-TS Ansatzes  gegeben zu haben.

FI-TS mit Digitalisierung und Cloud Computing auf der solutions.hamburg

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FI-TS (Vertreter DR. Walter Kirchmann) während der Podiumsdiskussion auf der solutions.hamburg. Hier durften wir unsere Positionen zu Digitalisierung und Cloud Computing erklären. Mit dabei von re.n.li.: R. Büst, M. Geier, P. Jaeger, Dr. W. Kirchmann, A. Reichel, T. Pelka

Am 11.09.2015 durfte ich als Repräsentant von FI-TS auf einer Podiumsdiskussion anlässlich der „solutions“ in Hamburg  teilnehmen und unsere Positionen zu Digitalisierung und Cloud Computing vertreten. Auf dem Podium waren noch 2 Kollegen aus der Public Cloud Fraktion (Amazon, Microsoft) und ein weiterer anwenderorientierter IT-Dienstleister – Dataport, ein Gemeinschaftsunternehmen der öffentlichen Verwaltungen von 6 Bundesländern im Norden Deutschlands.

Diskussions-Part Cloud Computing
Der Start der Diskussion war wieder typisch für „unter Männern“ (leider war keine einzige Teilnehmerin auf dem Podium): Wer ist der größte im Land, d.h. welcher Public Cloud Anbieter ist weltweit führend. Mein Kollege von Dataport und ich konnten dazu nur entspannt grinsen, wie die Marktführer um den ersten Platz stritten. Wir klassische IT-Outsourcer waren uns dagegen schnell einig, dass wir uns nicht mit Größe, Marktanteil bei Fortune 500 etc. differenzieren, sondern für uns der Kunde mit seinen individuellen Anforderungen im Vordergrund steht – wir differenzieren uns mit unserem Branchen Know-how. Für viele Zuhörer (und auch für den Moderator) war dann anscheinend relativ überraschend, dass wir die Konkurrenzsituation zu Public Cloud Angeboten gar nicht so bedrohlich empfinden. Wir beobachten die Trends um Public Cloud dagegen intensiv, ob, wann und wie sie für unsere Kunden einsetzbar werden. Konsens unter allen bestand darin, dass Cloud Computing schnell bei den Anwendern Verbreitung finden wird, die auf der grünen Wiese Systeme implementieren können. Für diejenigen, die eine komplexe und historisch gewachsene Anwendungslandschaft mit modernen Technologien fortschreiben müssen, wird es dagegen schon deutlich schwieriger. Hierfür haben auch die Public Cloud Anbieter keine Patentrezepte.

Spannende Diskussionsrunde um Digitalisierung und die disruptiven Kräfte
Spannende Diskussionsrunde rund um Digitalisierung

Diskussions-Part Digitalisierung
Spannender und kontroverser war dann das zweite Thema Digitalisierung und welche Branche als nächstes umgekrempelt wird. Die Aggressivität im Einzelhandel und die „disruptiven“ Kräfte, insbesondere von Amazon, kennen wir alle ja schon seit Jahren. Daher war die Frage interessant, wann  Vergleichbares bei Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern sowie auch in der öffentlichen Verwaltung passiert. Ich bin überzeugt, dass das, was wir heute real sehen, wie beispielsweise ein digitales Girokonto von number26, noch keine Lawine bei den Kunden lostreten wird. Ein Girokonto mit sehr eingeschränkten Bankdienstleistungen drum herum ist noch nicht der „tipping point“, der massenhaft Kunden von den etablierten Banken zu den Fintechs treibt. Zumal es abgesehen von der „User Experience“ bei den Online- und Mobile Interfaces für mich kaum handfeste Gründe für einen Wechsel gibt. Verglichen mit anderen Branchen wie Einzelhandel oder Musik/Entertainment sind die Preise für Finanzdienstleistungen in Deutschland auf Grund des hohen Wettbewerbs unter den Etablierten ohnehin sehr niedrig. Da macht ein kostenloser digitaler Service nicht den Unterschied. Auch sind die Kunden in Deutschland verglichen mit anderen Ländern eher  „konservativ“, nicht nur die älteren, sondern – wie eine in der letzten Woche veröffentlichte Studie der Postbank zeigt – trifft dies auch für die „Digital Natives“, d.h. die Online-affinen 18-24 Jährigen zu: über 45% besitzen ein Sparbuch.

Fazit
Auf die Gefahr hin, dass man sich seine Nische schön redet … für mich war die Diskussion wieder einmal hoch spannend. Für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister in Deutschland tut sich im Moment ein kontroverses und doppeldeutiges Feld auf: Sehr viel Hype um Digitalisierung und Cloud Computing auf der einen Seite, sehr viel Regulierung, viele komplexe Altwelten und eher verhaltene Kunden auf der anderen Seite. Für den „first mover“ gibt’s in der Regel nicht viel zu holen, aber wehe man verliert den Anschluss. … und dies gilt auch für Dienstleister wie FI-TS.  fi-ts_solutions_hamburg_dr._walter_kirchmann (3)

 

Rückblick: Banking Lounge mit Splunk und FI-TS

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Herzlich Willkommen zur Banking Lounge mit FI-TS und Splunk!

Am Mittwoch, den 22.07.2015 haben wir zusammen mit dem BANKINGCLUB und Splunk die Banking Lounge zum Thema Cyber Crime in Frankfurt veranstaltet. Ca. 50 interessierte Branchenexperten kamen zu Bloomberg LT in die Neue Mainzer Landstraße, um sich Vorträge von Splunk und FI-TS anzuhören und anschließend mit zu diskutieren.

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Was für ein sensationeller Ausblick im 17. Stock bei Bloomberg!

Willkommen bei Bloomberg
Fast alle Teilnehmer haben vorab an der Führung durch die Räume von Bloomberg LP teilgenommen. Werner Kolb, bereits seit 15 Jahren Sales Manager bei Bloomberg, begrüßte uns gut gelaunt und führte uns durch die Arbeitsräume im 18. Stock. Bei Bloomberg arbeitet man nach dem System des mobilen Arbeitsplatzes mit modernstem Equipment und ansprechendem Farbkonzept in Weiß, Grau und Violett. Meinem weiblichen Auge sind auch gleich die stilvollen Blumen-Arrangements in den Farben des Unternehmens aufgefallen. Zurück im Seminarraum mit sensationellem Blick über die Bankenmetropole stellte uns Werner Kolb den Bloomberg Terminal vor. Kurz vor 19 Uhr beendete er seinen kurzweiligen Vortrag übers „Daily Business“ und der Philosophie von Bloomberg.

dirk emminger vortrag
Wer sind diese Cyber-Kriminellen und wie kann man sich schützen? Der erste Schritt ist, dass Cyber Security zum Focus-Thema des Vorstandes und Aufsichtsrates bei Banken und Versicherungen werden muss, fordert Dirk Emminger.

Die Szenarien des Cyber Crime
Dirk Emminger, Sales Manager von FI-TS startete seinen Vortrag mit einem Kurzfilm. Es wurde ein Szenario veranschaulicht, in dem eine Gang mit Hilfe einer Mobile-App Kreditkartendaten durch Auslesen eines Geldautomaten kopieren kann. Die Person, die vorher Geld am Automaten gezogen hat, hat damit leider der Gang ihre Kontodaten überlassen. Auf die Frage: „Wer glaubt dass die Szene gestellt, also nicht real ist?“- meldeten sich drei Teilnehmer. Alle anderen, einschließlich mir, konnten sich sehr gut vorstellen, dass so ein Vorgehen technisch möglich ist. Tatsächlich konnten wir aber aufatmen, denn es war ein fiktives Beispiel. Dirk Emminger zählte einige Cyber Crime Beispiele vom EZB Hackerangriff,  über JP Morgan Kundendaten , über den Fall der Genfer Kantonalbank  bis hin zum cleveren Tinba Trojaner auf.
Wer sind die Angreifer? Es sind Staaten, Hacktivisten, Insider oder Wirtschaftskriminelle. Alle haben sie ihre Gründe, wobei das Geld verdienen ganz oben auf der Liste steht.
Die Herausforderungen für Banken und IT- Dienstleister sieht Dirk Emminger in den stagnierenden IT Budgets. Bei den neuen Arten von Angriffen versagt die traditionelle Schutztechnologie, denn die Angriffsziele werden breiter und komplexer. Daher empfiehlt Dirk Emminger die Cyber Security zum Focus-Thema des Vorstandes und Aufsichtsrates bei Banken und Versicherungen zu machen. Abschließend lieferte er dem interessierten Publikum Vorschläge zu nötigen Handlungsschritten.

matthias Maier splunk bezug
Spannender Vortrag: Matthias Maier, Produkt Marketing Manager bei Splunk, präsentierte den Teilnehmern die Big Data Tools für den Bereich Security

Splunk und Big Data
Das nächste große Thema der Veranstaltung beschäftigte sich mit der Frage, wie Big Data bei der Entdeckung und Abwehr von Cyber-Crime-Angriffen eingesetzt werden kann. Matthias Maier, Product-Marketing Manager bei Splunk präsentierte den Teilnehmern die Big Data Tools für den Bereich Security. Splunk ist ein Start Up aus San Francisco, hinter dem ehemalige Such- und IT-Spezialisten von Infoseek, SourceForge.net und Yahoo stehen. Da bestehende Sicherheitstools heute nicht mehr ausreichen, Cyber Crime abzuwehren, wird Big Data zur Aufdeckung von Anomalien eingesetzt. Damit können gezielte Attacken schon frühzeitig erkannt und Datenklau verhindert werden. Wie funktioniert das genau? Mit beispielsweise dem Produkt Splunk Enterprise übertragen Kunden ihre Daten auf das lokal installierte Splunk Systeme. Die Software generiert einen Index aus sämtlichen Maschinendaten, von Logfiles des Servers, über Kundendatenbanken bis hin zur Netzwerkhardware. Dieser Index wird dynamisch aktualisiert und liefert dem System-Administrator die verschiedenen Stadien einer Bedrohung. Mit diesen Infos verfolgt der Admin dann die Lage und verknüpft die Ereignisse mit einer Suche in jedem Index. Zu leichteren Kommunikation werden die gewonnenen Daten visuell aufbereitet.
Matthias Maier nannte uns einige Fraud Beispiele über IP-Adressen und Logins. Die Splunk-Software deckt auf, wo die häufigsten Login-Fehlversuche stattfanden und von wo sich eine Person eingeloggt hat. Geschieht das in Mexiko und eine halbe Stunde später in Taiwan, weiß man: Hier stimmt was nicht.

Splunk kann aber nicht nur Fraud-Attacken aufdecken. Die Software wird auch im Applikationsbereich für Entwicklungen eingesetzt, um damit Business-Trends aufzuspüren. Matthias Maier veranschaulichte uns abschließend das riesige Potential von Big Data gerade in der Banken- und Versicherungsbranche, denn schließlich haben Banken genauso wie Google, Facebook und Amazon die meisten Informationen über ihre Kunden.

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Aktives Publikum bei der Banking Lounge: Unsere Sprecher Dirk Emminger (FI-TS) und Matthias Maier (Splunk) stellten sich vielen Fragen.

Fragerunde
Es gab zahlreiche Wortmeldungen zu Cyber Crime und dem Splunk-System. Leider kann ich sie nicht alle aufzählen, doch ich kann exemplarisch drei Beispiele nennen:
1. “Was sagt der Betriebsrat, wenn Logins überwacht werden?” – Antwort: Das ist eine gute Frage, aber Sicherheitsvorschriften müssen sogar laut Gesetz eingehalten werden. Die BaFin fordert, dass der Zugriffe von privilegierten Nutzern protokolliert werden.
2. “Ist Datenweitergabe an Outsourcing Dienstleister nicht kritisch zu beurteilen?”-Nein, denn meistens fallen diese Daten ja auch bei Outsourcing Dienstleister an. FI-TS unterliegt zudem genau so strengen Datenschutz Bestimmungen, wie die von ihren Kunden.
3. “Ist auch eine Überwachung im Sinne von – Welcher Sales Mitarbeiter ruft wie schnell den Kunden zurück und meldet sich in welchen Abständen bei ihm - möglich?” (Gelächter im Publikum). – Möglich ist es, die Grenzen hierzu müssen allerdings individuell geklärt werden.

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Wunderbare Location der Banking Lounge vom 22.07.2015 mit FI-TS und Splunk.

Networking
Nach diesem schönen Schlusssatz ging die Veranstaltung in ihren Networking-Teil über. Es gab angeregte Diskussionen mit Blick über die Frankfurter Skyline. Matthias Maier kam gar nicht zum Essen, so viele Fragen musste er beantworten. Schließlich ermahnte  sogar die Security zum Gehen, denn bei solch aktuellen Themen vergisst man schon mal die Zeit.

Vielen Dank nochmals an alle Teilnehmer für das große und aktive Interesse, an unsere Speaker für die tollen Vorträge , dem BANKINGCLUB für die perfekte Organisation und Bloomberg mit Werner Kolb für die Bereitstellung der wunderbaren Location.

Banking Lounge mit Splunk und FI-TS

Die Banking Lounge findet dieses Mal bei Bloomberg in der Mainzer Straße 75 statt. Wer früh genug kommt (18:20 Uhr), kann an einer Führung durch die Räume teilnehmen.
Die Banking Lounge findet dieses Mal bei Bloomberg in der Mainzer Straße 75 statt. Wer früh genug kommt (18:20 Uhr), kann an einer Führung durch die Räume teilnehmen.

Am Mittwoch, den 22.07.2015 laden wir zusammen mit Splunk zum Thema „Cyber Crime in Banken“ nach Frankfurt. Die Banking Lounge wird vom BANKINGCLUB als Gastgeber und uns als Themenpate bei Bloomberg ausgerichtet. Wir zeigen unter anderem, wie man Herr der Lage in Sachen Cyber Crime bleiben kann. Zusammen mit Splunk, demonstrieren wir, wie große Datenmengen, die sich täglich über Banken-IT-Systeme anhäufen, leicht durchsucht, analysiert, verknüpft und visualisiert werden können.

Normalerweise gehe ich nach der Arbeit gern direkt nach Hause – außer es erwartet mich ein interessanter Abend, an dem ich mit wichtigen Informationen in entspannter Atmosphäre und dazu noch in einem der coolsten Büros der Stadt, versorgt werde.

Das Thema ist hoch aktuell, denn schließlich haben wir alle bereits von Cyber Gangs gehört, die verschiedene Banken und Institute um eine Menge Geld bringen. Das Vorgehen ist perfide wie clever, nehmen wir als Beispiel das der Carbanak-Gang: Zuerst verschaffte sie sich durch Spear-Phishing Zugang zu einem Angestellten-PCs und infizierte sie mit Schadsoftware. Dadurch konnten diese PCs der Bank-Administratoren überwacht und alle Geldtransfers beobachtet werden. Mit den daraus gewonnenen Informationen konnte die Gang die Arbeitsschritte der Bankangestellten imitieren und sich selbst das Geld per Online Banking oder E-Payment überweisen, gefälschte Kontensaldi-Überschüsse buchen und Bankautomaten zur Termin-Auszahlungen bewegen. Die Banken wurden innerhalb weniger Wochen um Millionen USD betrogen.

Das liest sich auch für deutsche Banken besorgniserregend, denn Cyber Crime kennt keine Grenzen. Am 22.Juli wird mein Kollege Dirk Emminger als erster Sprecher alles Wissenswerte über Cyber Crime und verschiedene Angreifer-Typen zusammenfassen. Danach veranschaulichen die Kollegen von Splunk, wie Sie Big Data optimal für Ihre Bank einsetzen können. Denn wie Sie bereits geahnt haben, ist Big Data ein Schlüssel zur Entdeckung und Abwehr von Cyber Crime. Wie Sie das von Banking Lounge -Veranstaltungen bereits kennen, können Sie in der anschließenden Fachdiskussion Fragen stellen und mit den Fachexperten diskutieren. Danach gibt es eine Stärkung am Buffet und natürlich weitere Möglichkeit zum Networking. Die Banking Lounge findet dieses Mal in den Räumen von Bloomberg in der Mainzer Straße 75 statt. Wer früh genug kommt (18:20 Uhr), kann an einer Führung durch die Räume mit Werner Kolb teilnehmen und sich die Blomberg Hardware vorstellen lassen. Thorsten Hahn vom BANKINGCLUB wird die Lounge um 19:00 Uhr eröffnen. Vorträge und Diskussion werden gegen 20.30 Uhr beendet sein. Das Ende der gesamten Veranstaltung wird voraussichtlich gegen 22.00 Uhr sein.

Alle gebündelten Infos zur Veranstaltung und natürlich auch noch die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf unserer FI-TS Webseite.

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

 

It was safe! Rückblick Between the Towers Veranstaltung in Frankfurt

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FinTech Community meets! Am 5. Mai zog es mal wieder über 120 FinTech-Interessierte in die FinTech City nach Frankfurt am Main auf den Campus Westend der Goethe Universität – dieses Mal zum Thema „ Is it safe? – FinTechs und IT-Security“.

Als Partner vom MainIncubator führten wir auf der monatlich stattfindenden Veranstaltung diesmal ein Panelgespräch, in dessen Fokus Fragen rund um IT-Security Gesichtspunkten standen.

Moderiert wurde das Podium von STEFFEN VON BLUMRÖDER, Bereichsleiter Banking und Financial Services der BITKOM, neben mir waren Herr PROF. DR. (TU NN) NORBERT POHLMANN, Geschäftsführender Direktor des Institut für Internet-Sicherheit, FRANE BANDOV, Mitgründer und CTO von Cringle und DR. IGOR PODEBRAD, dem Leiter für Information Security in der Commerzbank AG mit von der Partie.

Da das Thema Sicherheit ja recht breit ist, unterschieden wir in der Runde erst mal grundlegend zwischen Compliance Management und klassischer IT Sicherheit.

Der Abend und die Diskussion war wirklich ausgesprochen gut – leider gab es, bzw. auch gut, keine wirklich kontroverse Diskussion. Alle Teilnehmer und auch das Publikum waren einer Meinung, dass die Sicherheit, egal ob physisch oder seitens des Regulators, einen extrem hohen Stellenwert sowohl bei Banken wie auch FinTechs haben muss.

Eine gute Zusammenfassung und die Möglichkeit, sich für den nächsten Between the Towers Event anzumelden, gibt es auf der Eventseite.

Gleichzeitig war an diesem Abend auch das IT-Finanzmagazin vor Ort, welches kurz nach dem Event noch folgendes Interview passend, zum Abend, veröffentlichte : FinTech: Acht beliebte Irrtümer und Fragen an die Betreiber der IT.

Vielen Dank an meine Kollegen Torsten Wegmann und Pascal Rennert, die mich mental und inhaltlich bei der Vorbereitung unterstützten! Danke, Gentlemen – we are all alike!

re:publica 2015: Security, neue Arbeitswelten und Weltraumfahrt

Letzte Woche fand in Berlin die größte europäische Online-Konferenz re:publica 2015 statt. Ich war zum dritten mal dabei und habe wieder viele tiefgreifende persönliche und berufliche Momente erlebt.

re:publica 2015
re:publica 2015

Neues Europa, Neue Arbeitswelt – Wie, Wann und Wo passiert das?
Die von Microsoft gesponserte Session zeigte sehr lebendig, worauf es mehr und mehr Menschen im (Arbeits)leben ankommt: Die Verwirklichung des eigenen Lebens. Dazu gehört mehr als der Job als sozialversicherungspflichtiger Angestellter. Man hat mehrere “Jobs”, arbeitet nur noch 3 oder 4 Tage bei einem “Arbeitgeber” im klassischen Sinne und verbringt die restliche Zeit mit eigenen Projekten oder Themen, die aber auch monetarisiert werden. Das gilt natürlich nicht für alle, trotzdem lässt sich hier eine nachhaltige Entwicklung vermehrt bei jungen Leuten absehen.

Ist unsere Online-Zukunft es wert, Privatleben und Sicherheit über Bord zu werfen?

re-publica 2015 Miiko Hyppönen
re-publica 2015 Miiko Hyppönen

Etwas provokant aber doch sehr zutreffend formulierte Mikko Hyppönen, den wir bereits vom diesjährigen Management-Forum kennen, seine Frage. Der Privacy- und Securtiy Spezialist von F-Secure zeigt an vielen Beispielen auf, wie Unternehmen auf legalem Wege, von Millionen und Abermillionen einzeln zuordenbare Personenprofile erstellen lassen. An den Beispielen von Twitter und What´s app zeigt Hyppönen, wie durch die Verknüpfung von eigenen User-Daten und dem Zukauf der Daten von Data Mining Unternehmen, exakte Personenprofile erstellt werden.

Talks with Netflix – von Glück und Zufällen
Reed Hastings, CEO von Netflix hat kein eigenes Büro. Im Video erklärt er warum. Und, warum man ARD und ZDF nicht mehr braucht. Seiner Meinung nach gehören zu einem langem Erfolgsweg viele Glückmomente, die man nicht planen kann. Er meint, er hatte einfach ein paar mal Glück. Sonst nichts.

Völlig losgelöst schwebt das Raumschiff – Alexander Gerst

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re:publica 2015 – Alexander Gerst vor vollem Haus

Ein Astronat aus Deutschland ist doch noch so selten, dass wir ihn schnell für uns vereinnahmen :”Unser Astronaut”. Alexander Gerst erzählte über eine Stunde über seine Zeit auf der ISS. Mit seiner, lockeren Art hielt er einen kurzweiligen, hochspannenden und auch witzigen Vortrag über das Leben in der Raumstation – bis hin zur Unterwäschebestellung und der Sendung mit der Maus. Muss auch sein, bei so einer Konferenz.

Die kurzweilige Juristen-Show mit Henning Krieg und Thorsten Feldmann und ihrem Social Media Rechts-Rückblick reiche ich nach, sobald er online ist.

Fazit 2015: Spannend, kurzweilig und viele viele Eindrücke, die ich für meine Arbeit hier anwenden werde.

Fin-Techs und IT-Security: FI-TS bei “Between the Towers”

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Dirk Emminger, Panel-Sprecher bei “Between the Towers”

Kennen Sie die Frankfurter Abendveranstaltungsreihe “Between the Towers”? Bestimmt, denn erst vor ein paar Wochen hat mein Kollege Dirk Emminger in seinem FI-TS Blogbeitrag ganz enthusiastisch von den monatlichen Events auf dem Campus der Goethe Universität gesprochen.

Jeweils am ersten Dienstagabend im Monat werden Startups, Wirtschaft, Wissenschaft und Startup-Financiers vom mainincubator zusammengebracht. Morgen ist es wieder soweit und dieses Mal sitzt Dirk nicht vor, sondern auf der Bühne.

Im Panelgespräch geht es darum, welchen IT-Sicherheitsherausforderungen sich FinTechs und Banken stellen müssen, wenn sie unter unter IT-Security-Gesichtspunkten zusammenarbeiten wollen und darum, welche Lösungen für diese Zusammenarbeit möglich sind.

Treffpunkt ist der Casinoanbau auf dem Campus Westend in Frankfurt am Main. Einlass ab 18:30 Uhr und los geht es dann um 19:00 Uhr.

Im anschließenden Networking-Teil des Abends können Sie unter anderen meinen Kollegen Dirk Emminger ansprechen und weiter diskutieren. Wer die anderen Gäste sind, welche Fin-Techs zu Wort kommen und was noch so Innovatives präsentiert wird, lesen Sie in der offiziellen Einladung vom mainincubator Team.

Um am Event teilzunehmen, registrieren Sie sich bitte über die Between the Towers-Website.
Viel Spaß und einen tollen, informativen Abend!

FI-TS Gastvortrag auf dem Schweizer BPM Forum

Frank Bitzer sprach auf dem Swiss BPM Forum 2015 in Zürich
Frank Bitzer sprach auf dem Swiss BPM Forum 2015 in Zürich

Mein Kollege Frank Bitzer war neulich auf dem Swiss BPM Forum in Zürich. Er war geladen, um über unsere FI-TS Erfahrungen im Bereich Geschäftsprozess-Management mit BPM zu referieren und während einer Podiumsdiskussion seine Meinung zum Thema zu vertreten.

Business Prozess Management (BPM)
Was ist BPM eigentlich? Frank Bitzer erklärt: “BPM ist ein Verfahren, mit dem  die  Prozess-Abläufe in Unternehmen auf Effizienz geprüft und entsprechend angepasst werden. Mit Hilfe von BPM werden fachliche Prozesse umgesetzt und IT-gestützt ausgeführt. Man kann auf diese Weise verschiedene Prozesse unternehmensweit standardisiert modellieren, ausführen und überwachen. Aus der Sicht des Benutzers erfolgt die „Interaktion“ mit dem Prozess immer über dasselbe Portal.”

BPM hat viele Talente. Frank Bitzer ist von der Methode überzeugt.
BPM hat viele Talente. Frank Bitzer ist von der Methode überzeugt.

Benutzergruppen
Das finde ich interessant. Wer übernimmt welche Aufgaben? “Die Modellierung eines Prozesses geschieht durch den Fachbereich, der Prozessablauf wird in Zusammenarbeit zwischen allen Prozessbeteiligten erarbeitet. Wenn es um Schnittstellen zu IT-Systemen und komplexe Integrationen geht, ist die Unterstützung durch die IT-Abteilung gefragt”, erzählt Frank.

Symposium
Im letzten Jahr war Frank Bitzer als Redner bereits auf einem ähnlichen Symposium in Deutschland bei IBM im Wiesbadener Kurhaus. Was wie hat sich das Symposium in diesem Jahr von dem in letzten Jahr unterschieden? Gastgeber des Schweizer BPM-Forums war bereits das fünfte Jahr in Folge uvision, die auf Executive Management Events und Community-Plattformen spezialisiert sind. Die knapp 300 Besucher setzten sich aus  Entscheidungsträgern mittelständischer und auch großer Schweizer Firmen verschiedener Branchen zusammen. Auch Franks Teilnahme an der Podiumsdiskussion ist neu.

Podiumsdiskussion
Er war nämlich am Nachmittag Mitglied der Panel-Diskussion, wo BPM im Bankensektor thematisiert wurde (mehr dazu bei computerworld.ch) .  Das strukturierte Management von Geschäftsprozessen sei zwar in der Industrie, aber noch recht wenig im Bankensektor vertreten, sagte Markus Bührer (Leonteq Securities AG). Beat Hugelshofer, (SIX Financial Services AG) warnte vor  Ängsten der Mitarbeiter vor Standardisierung und zu wenig Innovation.

Frank Bitzer, BPM-Experte bei FI-TS
Frank Bitzer, BPM-Experte bei FI-TS

Frank Bitzer hielt dagegen: „Systematische Messungen dienen der Prozessverbesserung und müssen nicht in einem Big-Brother-Szenario enden.“
Frank ist der Meinung, dass BPM eine Methode und ein Tool ist, um  Prozesse zu automatisieren, die auch dafür geeignet sind. Das seien in unserem Business beispielsweise administrative Prozesse und häufig wiederkehrende Arbeitsabläufe in der Server-Bereitstellung. Kreative Prozesse sollten weiterhin frei von Standardisierung bestehen können.

Vortrag
Neben seiner Rolle als Verfechter von BPM, hat Frank Bitzer in seinem Vortrag auch eines unserer aktuellen BPM-Projekte in der Expertenrunde vorgestellt und von unseren Erfahrungen berichtet, die wir mit BPM als Methode zur Analyse, Modellierung, Steuerung und Optimierung von Prozessen gemacht haben.

Beim anschließenden Networking konnten sich Anwender branchenübergreifend untereinander über ihre Erfahrungen mit BPM Anwendungen austauschen. Das war dem Veranstalter mindestens genauso wichtig wie die Präsentationen, Sessions und Roundtables. Der Termin fürs nächste BPM Forum steht auch schon fest: Am 3. März 2016, wiederum im Mövenpick Hotel Zürich-Regensdorf. Frank hat seine Teilnahme bereits bestätigt.

 

Rückblick FI-TS Management-Forum Teil 3 (von3)

FI-TS Management-Forum Teil drei: Zwei weitere tolle Sprecher und ein super Networking Event.
FI-TS Management-Forum Teil drei: Zwei weitere tolle Sprecher und ein super Networking Event. Fotos: Bernd Ducke

Nach Teil 1 und Teil 2  mein Teil 3 zum Rückblick auf das 14. FI-TS Management-Forum 2015. Thema: “Regulatorik in der IT-Aufsicht” und “Cyber Crime”.

Nach der Kaffepause geht es weiter mit den „Aktuelle Regelungsvorhaben in der IT-Aufsicht“. Dr. Markus Held, Referent im Geschäftsbereich Bankenaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), startet ganz locker auf der FI-TS Bühne.

Dr. Markus Held
Dr. Markus Held über über Nachhaltigkeit, Planungssicherheit und Standard der MaRisk

MaRisk
Er stellt uns die Frage: “Wie funktioniert Regulierung überhaupt?” Die Antwort folgt umgehend, indem er die Aufsichtspraxis umschreibt. Für uns als IT-Dienstleister und natürlich für unsere Kunden,  ist die MaRisk interessant. “MaRisk” ist das Kürzel für “Mindestanforderung an das Risikomanagement”, die alle Großbanken einhalten müssen. Dabei trage die Banken-Geschäftsleitung Verantwortung für alle wesentlichen Risiken. Die, wie man sich leicht vorstellen kann, nicht gerade wenige sind. Dr. Held klärt uns über Nachhaltigkeit, Planungssicherheit und Standard der MaRisk auf. Eine Teilbestimmung ist auch die Notfallvorsorge mit Konzepten und regelmäßigen Tests.

Die mittelalterliche Burg
Um den Vortrag nicht zu theoretisch zu halten, vergleicht er die Bestimmungen der MaRisk mit den Gesetzen auf einer mittelalterlichen Burg. Damals hatte der Burgherr die volle Verantwortung über die Sicherheit der Ländereien und natürlich auch über die Burg selbst. Es wurden Karten gezeichnet, das Gebiet beobachtet und ständig nachkontrolliert. Je wertvoller die Güter, die der Burgherr angesammelt hatte, um so tiefer musste der Burggraben und umso höher mussten die Mauern sein, um diese Güter entsprechend gut zu schützen. Natürlich waren Burgen und ihr Unterhalt teuer. Dennoch wurde investiert, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Mir gefällt der bildliche Vergleich. Doch bedeutet das auch: Mal eben umziehen, und sich schnell (FinTech-artig) etwas Neues aufbauen, ist nicht möglich, denn Eigentum verpflichet.

Was bedeutet das für uns?
Die Geschäftsleitung einer Bank trägt die Verantwortung für IT-Risiken auf allen Ebenen. Wir, FI-TS, unterstützen unsere Kunden in den Belangen der IT-Strategien, IT-Prozessen, IT-Systemen und IT-Regulierung. Wenn ich jetzt das mittelalterliche Beispiel weiter verfolge, bedeutete das: Der Burgherr würde Überwachung und Beobachtung seiner Burg outsourcen. Er hat jemanden gefunden, auf den er sich verlassen kann. Nun muss er sich nicht mehr um den Schutz seiner Burg kümmern, sondern sich ganz den  Belangen der Menschen, die in seinem Herrschaftsgebiet wohnen, widmen und schauen, dass sie zufrieden mit ihm sind.

Mikko Hyppönen gibt uns ein paar Tipps, wie wir sicherer durchs Leben surfen

Cyber Crime
Schluss-Redner Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure und Cyber-Crime Experte, betritt die Bühne. Sein Thema: “Cyber Crime and User Privacy in a Connected World”. Damit steigt er auch direkt ein: “Ich jage Hacker. Mein Job ist es, herauszufinden, wo die vielzähligen Online-Attacken herkommen und sie abzustellen. ” Das klingt für mich nach einem ganz modernen Hero.

Datensicherheit in Unternehmen
Hyppönen erklärt, dass Datensicherheit mit wenigen Schritten realisiert werden könne. Als erstes sollten Unternehmen eine Policy aufgesetzen. Anhand derer, wüssten dann alle Mitarbeiter, wie sie sich verhalten sollten. Daneben seien einfache drei Dinge zu berücksichtigen:

1. Back-up Strategie erstellen, die sicherstellt, dass alle Daten  gespeichert und gesichert werden. Das sollte nicht nur am PC, sondern auch auf Smartphones und Tablets vorgenommen werden.  Auf diese Weise können alle Daten zurückgeholt werden, auch wenn das Unternehmen abbrenne.
2. Patching-Strategie erstellen, die  sicherstellt, dass alle Devices “up to date” sind. Dadurch verhindert ein Unternehmen, dass es sich von etwaigen Sicherheitslücken angreifbar mache.
3. Sicherheitslösungen wie Firewalls und Anti-Virus Programme einrichten.

Das diesjährige Ausstellungsobjekt auf unserem 14. FI-TS Management-Forum: Der Händlerarbeitsplatz, vorgestellt von Steffen Rhode
Das diesjährige Ausstellungsobjekt auf unserem 14. FI-TS Management-Forum: Der Händlerarbeitsplatz, vorgestellt von Steffen Rhode, Abteilung Application Services Financial Markets

Wenn man diese Dinge alle beachte, könne man sich, laut Mikko Hyppönen, ganz sorglos im Netz bewegen.

Was Hyppönen im Arbeitsalltag immer wieder überrasche, sei die Unbekümmertheit der Mitarbeiter im Umgang mit Daten.
Er malt ein sehr schönes Bild, indem  er erzählt: “Man kann quasi die Glühbirnen sehen, die sich über den Köpfen plötzlich anknipsen, wenn sie darüber nachdächten, dass sie beispielsweise zwei Million Euro im Monat über den selben PC transferieren, mit dem sie Facebook besuchen oder im Internet surfen.“ Mikko Hyppönen hält auch gleich die Lösung für dieses Problem bereit: “Computer sind günstig, warum also nicht Geldgeschäfte auf einem separaten PC tätigen? Ich erledige Bankgeschäfte oft auf dem Tablet. Tablets haben alle Funktionalitäten, um Online Banking zu betreiben und sind dabei sicherer, als PCs.”

Manfred Heckmeier, Geschäftsführer FI-TS spricht herzliche Abschiedsworte
Manfred Heckmeier, Geschäftsführer FI-TS spricht herzliche Abschiedsworte

Abschied und Networking
Abschließend dankte unser FI-TS Geschäftsführer Manfred Heckmeier allen Beteiligten für ihre tolle Zusammenarbeit und Mitwirkung.
Danach war wieder Zeit zum Netzwerken und Diskutieren. Das wird reichlich ausgenutzt, ich sehe noch bis spät in den Abend hinein unsere Kunden, Kollegen und Partner beim regen Austausch.
Um dem gerecht zu werden, haben wir in diesem Jahr das abendliche Networking  kulinarisch ausgebaut. Es gab neben der Cocktail Bar und dem Fingerfood auch drei Live-Cooking-Stations! Das begrüßte nicht nur unser Moderator Martin Klapheck, der die Neuerung treffend kommentierte: “Jetzt können Sie nicht nur Drinks kippen, sondern auch Ihren Magen füllen.”

Für Sie zum Abschluss noch ein Kurz-Video mit Mikko Hyppönen, der uns keine Angst vor dem Internet machen möchte, aber ein paar Tipps an de Hand gibt, wie wir sicherer durchs Leben surfen:

Rückblick FI-TS Management-Forum Teil 2 (von 3)

 

FI-TS_Management-Forum-2015-Mittag mit Desserts
Auch kulinarisch tipp topp – unser 14. FI-TS Management-Forum 2015. Fotos: Bernd Ducke

Unser 14. Management-Forum in der BMW-Welt München: Am Freitag habe ich im ersten Teil des Rückblicks die Vorträge von unserem Geschäftsführer Günter Mattinger, Florian Gschwandtner von Runtastic und CEO Dr. Walter Kirchmann beschrieben.

Mit den Themen “Standardisierung und Individualisierung”, “Digitalisierung, Wandel & innovative Lösungen bei Versicherungen“ und der Podiumsdiskussion „Regulierung als Bremser von Innovationen“ geht es nun im zweiten Teil weiter.

Unser Moderator Martin Klapheck hatte es vor der Pause bereits angekündigt: Nach dem Essen wurden erstmals zwei Sessions weitergeführt. Die Vertreter der Bankenbranche blieben im großen Auditorium und  die der Versicherungsbranche wechselten in den BMWi Bereich der BMW-Welt.

Dr. Christian Thiel startete die Banking-Session mit dem Thema Standardisierung.
Dr. Christian Thiel startete die Banking-Session mit dem Thema Standardisierung.

Die Banking -Session
Im großen Auditorium betrat Dr. Christian Thiel, mit seinem Thema: „IT-Dienstleister und Kunden im Spannungsfeld zwischen Standardisierung und Individualisierung“ die Bühne. Dr. Thiel ist bei FI-TS verantwortlich für Unternehmensentwicklung, liest dementsprechend viele Analysen und kennt die Themen für 2015: „Auf der einen Seite haben wir die ganz klassischen Themen: Cloud Computing, Big Data, Mobility, Security. Aber ein Thema sticht für 2015 heraus: Das ist das Thema Standardisierung.“ Wir bieten unseren Kunden technische Standardisierungslösungen an, die ihnen helfen, ihre Unternehmensprozesse zu optimieren. Um diese Prozesse optimal einzuleiten, sagt Christian Thiel, sollten Kunden und Dienstleister im ständigen Dialog sein.

FI-TS_Management-Forum-2015-Diskussion
Podiumsdiskussion auf dem 14. FI-TS Management-Forum: Sind die Vollbanken “Sicherhheits-paranoid”? Laufen FinTechs den Banken den Rang ab? Sind die Regulierungen schuld? Oder ist die Branche zu fantasielos? – Viele Fragen, viele Argumente.

Im zweiten Teil der Banking–Session, stand die Podiumsdiskussion „Regulierung als Bremser von Innovationen“ auf dem Programm. Ich werde einfach mal einen Teil der Diskussion wiedergeben:
Thorsten Hahn vom Bankingclub leitete die Diskussion mit der Frage „Schützt Regulierung die Banken oder werden sie in ihrer Entwicklung behindert?“ ein. Die Meinungen dazu gingen auseinander: Sie schützt die Banken, da sie eine Barriere für Wettbewerber aus dem non-banking Sektor darstellt, sagte sinngemäß Thomas F. Dapp, Senior Economist, DB Research. Stefan Krebs, Zentralbereichsleiter Informationssicherheits- und Risikomanagement bei der FI war anderer Meinung: Vollbanken müssten die komplette Regulierung abdecken und hätten daher nicht die Agilität, wie ein FinTech-Unternehmen. FinTechs brauchten für ihr Spezialbusiness nur einen Teilbereich der Regulierung abdecken. Schließlich brachte es Ramin Niroumand, Partner und Geschäftsführer bei FinLeap auf den Punkt: „Regulierung macht uns langsamer, es hält uns aber nicht auf.“ Niroumand weiß: „Wir Start-ups…können viel schneller Neues ausprobieren.“ Haben Banken zu hohe Sicherheitsbedenken, um innovative Geschäftsmodelle zu implementieren? Dr. Walter Kirchmann, CEO von FI-TS warnte: Cyberangriffe könnten durch das Öffnen von E-Mail Anhängen initiiert werden. Daher müsse vor allem bei Usern in Unternehmen, die hohe Administrationsrechte haben, ein ganz anderes Sicherheitsniveau angelegt werden.

Was ist, wenn Regulierung gar nicht die Schuld an mangelnder Innovation trägt? Was könnte dann die Ursache sein? Dr. Kirchmann tippte auf Fantasielosigkeit in der Branche. Dabei sind „Die Angebote von den FinTechs ja nicht wirklich super innovativ neu, sie sind halt einfach digital”, so Thomas Dapp. Niroumand stellte klar: Start Ups wie Finleap können einfach mal neue Wege ausprobieren. Stefan Krebs schränkt ein: In der Bankenlandschaft leben wir auch von Solidität. Hier ist „einfach mal ausprobieren“ nicht möglich.  

FI-TS_Management-Forum-2015-Thorsten Pelka
Thorsten Pelka, Geschäftsführer direkt gruppe, sieht zwei große Trends in der Versicherungsbranche.

Die Versicherungs-Session
Im BMWi Bereich der BMW-Welt fand zeitgleich zur Banken-Session die Versicherungs-Session statt.  Thorsten Pelka, Geschäftsführer direkt gruppe, sieht zwei große Trends in der Versicherungsbranche: „Wir haben auf der einen Seite den Trend, mit neuen innovativen Angeboten, wie beispielsweise mobilen Apps, weitere junge Kunden zu erreichen. Gleichzeitig gibt es eine neue Start-up-Szene, die in den Markt einbricht. Sie versucht zum Beispiel mit Schutz-Click oder Control Expert in eher etablierte Felder, wo bislang die Versicherer zu Hause waren, Geschäftspotentiale abzugreifen.“ Doch wie sollte die Branche reagieren? Thorsten Pelka gibt die Antwort: „ Wir müssen mit neuen, schlankeren, und einfacher zu verstehenden Produkten an den Markt zu kommen. Diese Produkte soll man,wie in jedem amazon, wie in jedem App-store einfach kaufen können und damit einen guten, Rundumversicherungsschutz haben. Das wäre gut, das wäre konsumentenfreundlich und würde in das Jahr 2015 passen.“

FI-TS_Management-Forum-2015-Thomas Baumbach lachend
Thomas Baumbach, Gschäftsführer der OEV, fragt: „Digitalisieren wir unser heutiges Geschäftsmodell, oder entwickeln wir ein digitales Geschäftsmodell?

Thomas Baumbach, Geschäftsführer der OEV,  stellte uns die Frage: „Digitalisieren wir unser heutiges Geschäftsmodell, oder entwickeln wir ein digitales Geschäftsmodell? Der Kunde muss sich wohl fühlen. Baumbach erklärte am Beispiel Apple. 2001 sagte Jobs: “Ich habe nicht die Art und Weise des Musikhörens geändert, sondern gleich die gesamte Musikindustrie.“
Mit neuen Produkten (beispielsweise der Apple Watch), würde Gesundheit checken  so einfach wie Uhrzeit ablesen. Über die Funktion der digitalen Patientenakte, könnten Kunden leicht an ein Produkt gebunden werden.  Heute würden bereits viele medizinische Daten in der Cloud gesammelt. Es sei heute so einfach, schnell online nach einer geeigneten Versicherung zu suchen. Dabei vertrauten Interessenten den Ergebnissen der Suchmaschinen. Höher - Schneller -Besser – so lautete der amerikanische Weg. Dabei bedeutete Privatsphäre wenig, wenn sie dem technischen Fortschritt im Weg stünde.

Versicherungen bieten alle die gleichen Produkte an, aber bei wem schließt der Kunde ab? Beim Service Versicherer, Direktversicherer , Dienstleister (Beratungen) oder bei den branchenfernen Mitbewerbern? Baumbach stellte das Vertrauen in den Versicherungsberater aus der alten Welt, der Orientierungslosigkeit des Kunden aus der neuen Welt gegenüber. Der Weg führt zur digitalen Versicherung. Hier hat Thomas Baumbach praktischerweise gleich die Lösung parat und stellte uns ein eigenes Produkt iCare vor.
“Look and Feel” der Versicherungs-Session können Sie nun in unserer Video-Zusammenfassung erleben: