dwpbank

Single-Sourcing als idealer Ansatz zur Modernisierung der IT-Plattform

Die Deutsche WertpapierService Bank AG (dwpbank) wechselt im Rahmen ihrer strategischen Fokussierung im IT-Outsourcing von einer Multi-Sourcing- hin zu einer Single-Sourcing-Strategie. Der Dienstleister für Wertpapierservices überträgt dazu den Betrieb seiner IT-Infrastruktur sowie seiner Anwendungen an FI-TS. FI-TS hat bisher ausschließlich die Mainframe-Anwendungen der dwpbank betrieben. Zur Umsetzung der Single-Sourcing-Strategie übernahmen wir auch die Verantwortung für die Office-Anwendungen, die SAP-Anwendungen sowie weitere, nicht auf dem Mainframe betriebene bankfachliche Anwendungen.
 

  • Professionelle IT-Betriebsdienstleistungen aus einer Hand
  • Umsetzung regulatorischer Vorgaben im IT-Betrieb
  • Voraussetzungen für die spätere Nutzung moderner Cloud-Technologien geschaffen
  • Umstellung der Anwendungen auf Container-Technologie
  • Einsatz von DevOps-Prozessen an der Schnittstelle zwischen Entwicklung und IT-Betrieb
  • Neue CI/CD-Pipeline automatisiert das Deployment von Anwendungen 
  • GitLab bringt Transparenz in die Versionsverwaltung


Die dwpbank ist Deutschlands führender Dienstleister für Wertpapierservices. Vom Order Routing bis zur Verwahrung erbringt sie Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Drei Viertel aller Banken in Deutschland haben ihre Wertpapierprozesse an sie ausgelagert. Mit 1.288 angeschlossenen Volks- und Raiffeisenbanken, Privat- und Geschäftsbanken sowie Sparkassen vertrauen Institute aus allen drei Banksektoren ihrer Kompetenz in Kernbereichen wie Migration und Regulatorik. Als systemrelevantes Unternehmen ist die dwpbank vollreguliert.

www.dwpbank.de
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Case Study dwpbank (370 KB)

Markus Neukirch

Vorstand IT & Operations, dwpbank

„Als ein auf die Finanzwirtschaft fokussierter IT-Dienstleister stellt FI-TS einen stabilen, performanten und regulationskonformen IT-Betrieb sicher. Die Übertragung unseres gesamten IT- und Anwendungsbetriebs an FI-TS zeigt unser Vertrauen in das Unternehmen. Wir verstehen dieses Projekt auch als Signal an andere Verbundunternehmen. Je mehr von ihnen ihre IT-Dienstleistungen bei FI-TS konsolidieren, umso größer sind die zu erzielenden Synergien und Skaleneffekte.

Unser langfristiges Ziel ist es, im Verbund mit einem kompetenten IT-Partner zu arbeiten. Im Kontext der Digitalisierung soll er eigene Ideen entwickeln, uns aktiv beraten und immer wieder neue Lösungen zu einem angemessenen Preis-/ Leistungsverhältnis liefern.“


Erfahrungen bei IT-Sicherheit und Regulatorik von FI-TS entscheidend

Bei der Wahl eines kompetenten IT-Dienstleisters zur zentralen Bündelung ihrer IT entschied sich die dwpbank für FI-TS. Die Kompetenzen im Bereich IT-Sicherheit und die langjährigen Erfahrungen im Umgang mit den Regulierungsinstanzen der Finanzwirtschaft waren entscheidende Gründe für die Wahl des neuen Single-Sourcing-Providers. Im Rahmen des Projekts TransIT migrierte die dwpbank ihre Office-Anwendungen und die nicht auf dem Mainframe betriebenen bankfachlichen Anwendungen zu FI-TS. Beides wurde zuvor von zwei unterschiedlichen IT-Dienstleistern betrieben. Speziell bei der Umstellung der Bank-Anwendungen wurde dabei großer Wert auf die Einführung von modernen Technologien und Prozessen gelegt. Denn die Migration war gleichzeitig auch der Grundstein für die Modernisierung der zentralen IT-Plattform für die Wertpapierabwicklung.

 

Perspektivisch: Aufbau einer auf Kubernetes-basierenden IT-Plattform

Während die Migration der standardisierten Office-Anwendungen weitgehend routiniert ablaufen konnte, stellte die dwpbank bei der Umstellung der Bank-Anwendungen besondere Anforderungen an eine moderne IT-Architektur. Die Anwendungen sollten performant, stabil, regulationskonform und vor allem zukunftssicher betrieben werden. Dazu gehörte, dass die Plattform von Beginn an ein automatisches Deployment von Software ermöglichen sollte. Perspektivisch sollte der IT-Dienstleister eine moderne, Kubernetes-basierte IT-Plattform für die Orchestrierung der zunehmend containerisierten Software der dwpbank aufbauen.

FI-TS hat die Migration auf Basis des eigenen Vorgehensmodells geplant und dieses in enger Zusammenarbeit mit den IT-Experten der dwpbank auf die spezifischen Anforderungen des Kunden abgestimmt und durchgeführt. Im Zuge dessen hat der IT-Dienstleister 54 Mitarbeiter der dwpbank übernommen, die mit dem Anwendungs- und Systembetrieb sowie weiteren IT-Aufgaben betraut waren. Zunächst wurden die weitgehend standardisierten Office- und SAP-Anwendungen übernommen. Herausfordernd war lediglich, dass nahezu jeder dwpbank-Mitarbeiter von der Migration betroffen war.

Größere Vorarbeiten fielen vor der Übernahme der bankfachlichen Anwendungen an. Dafür hat FI-TS gemeinsam mit der dwpbank die Voraussetzungen für die Modernisierung der IT-Plattform geschaffen. Beim Aufbau der neuen IT-Plattform wurden stets die regulatorischen Anforderungen an Unternehmen aus der Finanzwirtschaft berücksichtigt. Als erstes entwickelte und implementierte der IT-Dienstleister eine CI/CD-Pipeline für das automatisierte Deployment von Software. Darüber hinaus begann die dwpbank auf Empfehlung von FI-TS hin, die Linux-Komponenten des Abwicklungssystems mithilfe von Docker zu containerisieren. In einem Co-Development-Projekt schufen beide Partner die Voraussetzungen für den Betrieb von Docker-Containern. Im Zuge des Neuaufsetzens der Anwendungen arbeiteten sie gemeinsam an der Schnittstelle zwischen Entwicklung und IT-Betrieb auf der Basis von DevOps-Prozessen. Das sicherte eine hohe Agilität und Handlungsfähigkeit. FI-TS hat Docker ins Standardportfolio aufgenommen und das Versionsverwaltungssystem GitLab eingeführt. Die Softwaredokumentation erfolgt damit vollautomatisch.

 

Operation am offenen Herzen

Die Migration glich einer Operation am offenen Herzen. Denn über die migrierten Anwendungsbestandteile werden Teile des deutschen Wertpapierhandels abgewickelt: FI-TS hat die Migration entsprechend besonders abgesichert. Tests, Vorproduktionsumgebung und Produktionsumgebung wurden auf die besonderen Anforderungen hin abgestimmt. Auch nach der Migration zeigte sich, dass professionelle Vorarbeit geleistet wurde. Die containerisierte Software der dwpbank wird in der klassischen Infrastruktur erfolgreich betrieben. Dabei ist der IT-Betrieb der Anwendungen gegenüber früher performanter geworden. Die von FI-TS entwickelte CI/CD-Pipeline hat ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die Anwendungen der dwpbank werden vollautomatisiert kompiliert und verteilt. 

Die enge Zusammenarbeit beider Unternehmen ist auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Projekt. Durch die Wahl von DevOps-Prozessen ist die Zusammenarbeit agil und erfolgt auf Augenhöhe. Ein weiterer Erfolgsfaktor war die hohe Motivation der Entwickler. Sie nutzen moderne Architekturstandards, um auf Basis moderner Verfahren zu arbeiten. Gemeinsam mit FI-TS arbeiten sie daran, eine regulationskonforme und moderne IT-Plattform für Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe und Landesbanken aufzubauen. Als systemrelevantes Institut bringt die dwpbank dazu alle Anforderungen ein, die FI-TS bei dem Betrieb einer solchen Plattform berücksichtigen muss. Der IT-Dienstleister verfügt über eine langjährige Erfahrung im Umgang mit diesen Anforderungen und hat seine Prozesse und Verfahren darauf abgestimmt.


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