Deutsche Hypo

Zukunftssicheres Hosting für einen großen deutschen Immobilienfinanzierer.

Die Deutsche Hypo hat im Zuge einer Neuausrichtung ihrer Sourcing-Strategie ihr Kernbanksystem auf Mainframe-Basis zu FI-TS, dem IT-Dienstleister der Konzernmutter NORD/LB, migriert. Der Immobilienfinanzierer erfüllt so zum einen die regulatorischen Vorgaben, zum anderen bringt er Software und Betriebssystem auf den neusten Stand. 

Die Deutsche Hypo stand vor der Herausforderung, ihr auf Mainframe-Basis laufendes Kernbanksystem zu einem neuen Provider zu migrieren. Gleichzeitig sollten vertraglichen Regelungen und Prozesse den immer komplexer werdenden regulatorischen Anforderungen im Bankenumfeld angepasst werden. Für FI-TS sprach dabei die große Expertise im Mainframe-Bereich und die guten Erfahrungen der Konzernmutter mit FI-TS als Hosting-Partner.


Die 1872 gegründete Deutsche Hypothekenbank zählt zu den großen deutschen Immobilienfinanzierern. Sie ist ein Unternehmen der NORD/LB und bildet im Konzern das Kompetenzzentrum für den Kerngeschäftsbereich Gewerbliche Immobilienfinanzierung.

www.deutsche-hypo.de
Short Facts
  • Erfüllung der regulatorischen Vorgaben durch die neue Lösung
  • Migration auf neues Betriebssystem und neue Speichertechnologien
  • Betriebssicherheit dank neuem Betriebssystem und aktualisiertem Kernbanksystem

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Case Study Deutsche Hypo (376 KB)

Dr. Wulfgar Wagener

Leiter Organisation und IT, Deutsche Hypo

„Die Mainframe-Migration war für die Deutsche Hypo das Projekt des Jahres 2019. Dies lag insbesondere an dem hohen Stellenwert der auf Mainframe betriebenen Kernbankanwendung für den Geschäftsbetrieb unserer Bank. Herausfordernd war die Kombination aus Wechsel des Providers, des Leistungsschnitts, des Mainframe- Betriebssystems und verschiedener Tools rund um das Kernbanksystem in Verbindung mit der engen Zeitvorgabe. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war dabei die engagierte und kollegiale Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller beteiligten Häuser.“


Regulationskonformer IT-Betrieb

Die Deutsche Hypo konnte in den bereits bestehenden Rahmenvertrag mit der Konzernmutter NORD/LB einsteigen und bezieht damit die FI-TS-Leistungen indirekt über die Konzernmutter. Der große Vorteil für die Deutsche Hypo ist, dass FI-TS als neuer IT-Provider die regulatorischen Vorgaben bereits für die NORD/LB und damit automatisch auch für die Tochter erfüllt. Das erleichtert die Prüfungen enorm – unter Umständen können diese sogar komplett entfallen. Der zukunftssichere und regulationskonforme Betrieb des Kernbanksystems war für die Deutsche Hypo von entscheidender Bedeutung. Um dies sicherzustellen, empfahl FI-TS, trotz des engen Zeitplans, das Betriebssystem des Mainframes von z/VM auf die neuste z/OS-Version anzupassen und nur noch moderne Speichermedien zu verwenden. 

Dafür passte zuerst der Hersteller die Kernbankanwendung auf das neue Betriebssystem an. Im Rechenzentrum von FI-TS wurde ein Rumpfsystem geschaffen – eine Mainframe-Umgebung, die sukzessive für die Deutsche Hypo aufgebaut wurde. Auf dieser installierten die Deutsche Hypo, FI-TS und der Hersteller die Kernbankanwendung. In einem zweiten Schritt wurden die Datenbestände der Deutschen Hypo vom bisherigen Bestandsprovider zu FI-TS migriert.

Regelmäßige Sitzungen des Lenkungsausschusses mit Vertretern von FI-TS und Deutscher Hypo stellten eine lückenlose Abstimmung sicher. Nachdem die Anpassungen an die Kernbankanwendung abgeschlossen waren, konnten weitere dezentrale Komponenten durch die Deutsche Hypo angeglichen werden.
 

Herausfordernde Migration

FI-TS migrierte eine große Menge von Archiv- und Monatsultimo-Datenbeständen aus dem alten Rechenzentrum. Diese üblicherweise routiniert ablaufende Migration von Datenbeständen gestaltete sich herausfordernd: Ein einfaches Übertragen der alten Datenbestände mit unterschiedlichen Datenmodellständen des Kernbanksystems war nicht ohne eine vorherige Aufbereitung möglich. Dies erforderte eine aufwändige Konzeption. Dank seiner großen Erfahrung mit Migrationsprojekten im Mainframe-Umfeld konnte FI-TS diese Herausforderung meistern und den ambitionierten Zeitplan einhalten.

Ein sehr zeitaufwändiger Prozessschritt war die Neugestaltung des gesamten Batchablaufes. Hier werden über den Tag Datenveränderungen durch manuelle Eingaben und Zulieferungen aus anderen Systemen gesammelt. Nach Buchungsschluss erfolgt auf dieser Basis eine komplexe Nachverarbeitung, die sich aus täglichen Standardabläufen und anlass- bzw. stichtagsbezogenen Sonderabläufen zusammensetzt. Die Deutsche Hypo und FI-TS arbeiteten Hand in Hand an der Neugestaltung des Prozesses, um diesen zukunftssicher aufzustellen. Nach Abschluss der monatelangen Tests war klar, dass der neue Batchablauf alle notwendigen Bedingungen erfüllt. Auch im weiteren Verlauf des Projektes wurde durch zahlreiche Überprüfungen und entsprechende Vor- und Nacharbeiten die nötige hohe Qualität der Prozesse sichergestellt. Diese Tests waren von Anfang an Bestandteil des Projektplans. Allein für den Cutover gab es mehrere Generalproben. Einige davon nur für einzelne Bereiche, eine aber auch komplett von Ende zu Ende. Die Ergebnisse wurden dem gemeinsamen Projekt-Lenkungsausschuss vorgelegt, dort bewertet und nach Validierung freigezeichnet.

Nach Abschluss aller Tests wurden am Migrationswochenende die Datenbestände nach der letzten Tagesverarbeitung beim Altprovider in der Nacht von Freitag auf Samstag in einem relativ komplexen Ablauf migriert. So konnte die Deutsche Hypo das Wochenende für eine abschließende Qualitätskontrolle nutzen. Diese verlief ohne Beanstandungen, und am Montag konnte die Bank ihr Online-Business in der neuen Umgebung starten.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Projektes war die enge Zusammenarbeit. Auf Top-Management-Ebene wurden in wöchentlichen Telefonkonferenzen Adjustierungen am Projekt vorgenommen und wenn nötig auch kurzfristig Entscheidungen getroffen. Auf operativer Ebene stimmte sich der Lenkungsausschuss regelmäßig zum Projektstatus und dem weiteren Vorgehen ab. Definierte Kommunikationsketten stellten sicher, dass die notwendigen Informationen bei allen Projektteilnehmern ankamen. Auch das Thema räumliche Nähe spielte eine große Rolle. Zwar haben Videokonferenzen, Mailings oder Collaboration-Tools ihre Berechtigung. Doch in der Projektpraxis bleiben nach Erfahrung des IT-Dienstleisters ohne persönliche Präsenz zahlreiche Faktoren und Optionen auf der Strecke. Aus diesem Grund richtete die Deutschen Hypo vor Ort einen Projektraum ein, in dem das Team von FI-TS mehrere Tage die Woche anzutreffen war. Vor allem für den Cutover stand so im Bedarfsfall direkt eine Eskalationsebene zur Verfügung, die schnell Entscheidungen treffen konnte.


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