Für was eine Cloud?

Ich höre überall Cloud, Cloud Cloud. Ohne gehts nicht mehr. Gerade heute habe ich mir die Keynote von Googles CEO, Eric Schmidt, auf der IFA in Berlin als Live-Stream angeschaut (zugegeben: nicht alles). Auch bei ihm waren Google-Services in der Cloud das beherrschende Thema. Ich verfolge die Cloud-Thematik anderer Hersteller sehr genau. Dabei fällt mir ein interessanter Entwicklungsprozess auf. Es geht längst nicht mehr um günstige Speicherlösungen oder virtuelle Maschinen, auf denen Kunden ihre Anwendungen hosten und betreiben können. Also kurz: Speicher und/oder Recheneinheiten in der Wolke.

Finance Cloud

In der Wolke steckt mehr als Speicherplatz… / Bild: Fi-TS, Haar

Anwendungen in virtualisierten Umgebungen
Das Angebot umfaßt komplette Anwendungen, virtuelle Anwendungen, die in ebensolchen virtualisierten Umgebungen laufen. In einer Wolke eben. Dabei kümmert sich der Kunde weder um Installation, noch den Betrieb. Das können offen zugängliche Services sein, wie die eingangs von Google vorgestellten. Unternehmen, denen die nachweisbare Sicherheit ihrer Daten viel bedeutet oder die etwa durch Behörden reguliert werden (Banken, Telekommunikation ect.) fragen hier mehr nach Lösungen, die in entsprechend geschützten Umgebungen laufen, trotzdem aber die Vorteile des Cloud Computings bieten.

Hier lassen sich große Unternehmen eigene „Private Clouds“ aufbauen, wie VW das mit der „Volkswagen-Cloud“ gerade macht. Eine Alternative sehe ich bei Anbietern, die mit ihren virtuellen Diensten, bestimmte Anforderungen erfüllen. Bleiben wir beim Beispiel der Finanzbranche. Hier wären das also Anwendungen für Banken, die in einer Cloud liegen sowie den sensiblen und hoch regulierten Anforderungen dieser Branche angepasst sind. Die Cloud wird jedoch nicht für ein einzelnes Bankhaus konzipiert, sondern eben für Banken allgemein. Für den weiteren Ausbau spielen Strategie und Vertriebserfolg eine große Rolle.  Wir sind damit weit entfernt von den Speicher- oder Hostingplattformen alá AWS.

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