Deutschland ist Bargeldland – mit abnehmender Tendez

Der Anteil an Barzahler in Deutschland nimmt ab, langsam und vom hohen Niveau. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage steigt die Quote der Zahlungen in Geschäften, Bars oder Events mit Giro- oder Kreditkarten. Man kann das aber auch anders herum lesen: Immer noch 62% aller Zahlungen werden mit Bargeld abgewickelt – Der Deutschen liebstes Zahlungsmittel und eindeutiger Sieger gegenüber dem Kartengeld.

Gründe für einzelne Zahlungsmittel
Für das Bargeld spricht ganz klar die Kontrolle über die eigene Liquidität (in der Hosentasche). Die Konsumenten sehen und spüren deutlich, wenn sie einen Geldschein ausgeben und nur Münzen wieder bekommen. Hier spielt das Gefühl noch eine große Rolle. Alte Muster greifen ganz deutlich.

Der Ruf von Giro- oder Kredikkarten in Punkto Sicherheit ist besser als Medienberichte über Betrugsfälle uns weismachen wollen. 55% sehen darin klar den Vorteil gegenüber dem Bargeld. Und schließlich spielt das Angebot der Händler und Gastronomen eine ausschlaggebende Rolle: Bargeld wird überall akzeptiert, diverse Karten nicht so gerne.

Mobile Payment spielt noch eine sehr untergeordnte Rolle. Lediglich 3% der Befragten gaben an, am liebesten mobil zu bezahlen.

Zahlungsmittel in Deutschland

Bewegung weg vom Bargeld -hin zu mobilen Bezahlangeboten
An der Kasse wollen viele Verbraucher künftig verstärkt das Smartphone einsetzen. Laut Umfrage kann sich jeder Fünfte in Deutschland (20 Prozent) ab 14 Jahren vorstellen, keine Geldbörse mehr mitzunehmen und nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen. Dies entspricht rund 14 Millionen Bundesbürgern. Vor einem Jahr gab dies erst jeder Siebte (10 Millionen) an. BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Das Smartphone ist immer dabei und wird mit den entsprechenden Apps die Bargeldzahlungen im Geschäft mehr und mehr ersetzen.“ Besonders für Jüngere ist dies attraktiv. Gut zwei von fünf der 14- bis 29-jährigen (43 Prozent) würden nur noch per Smartphone bezahlen.

Für mich ist das noch Zukunftsmusik. Ich sehe unsere Gesellschaft nicht in einem solch schnellen Änderungsprozess. Neben dem Nachfrager gehört immer die Anbieterseite dazu. Die ist momentan noch unschlüssig, auf welches der vielen Mobil-Bezahl-Pferde es setzten soll. Im Flächengeschäft fallen mir momentan Yapital bei Rewe auf oder die Edeka-Gruppe mit eigenen Apps ein. Letzteres halte ich für unattraktiv. Und schließlich wäre da noch die augenverdrehende Kassiererin, wenn man sein Smartphone zückt, und sich mit ihr durch die App quälen will. Es dauert einfach noch, bis wir das Bargeld verabschieden können…
Quelle: Bitkom

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