FI-TS beim Presse-Roundtable „Cloud – jetzt erst recht?“

Experten der Unternehmen Barracuda Networks, Brainloop, Finanz Informatik Technologie Service, IBM, Materna und CRISP Research

Experten der Unternehmen Barracuda Networks, Brainloop, Finanz Informatik Technologie Service, IBM, Materna und CRISP Research unter der Moderation von Christoph Witte und Wolfgang Miedl

Vor zahlreichen IT- und Wirtschaftsjournalisten diskutierten am 20. Februar im Münchner Haus der Bayerischen Wirtschaft, unter Veranstaltungsleitung von Wittcomm, IT-Experten der Unternehmen über aktuelle Entwicklungen rund um den Megatrend Cloud Computing. Neben Vertretern von Barracuda Networks, Brainloop, IBM, Materna und CRISP Research habe ich als Teilnehmer aktuelle Entwicklungen und die Sichtweise der Finanzbranche vorgestellt. Einig waren sich die Teilnehmer, dass Unternehmen trotz NSA-Abhöraffäre auf Dauer nicht um gehostete Services als Konsolidierungsmotor und Enabler für neue Geschäftsmodelle herumkommen.

Zu Beginn es zweistündigen Gespräches standen zunächst Bedenken und Hemmnisse der Cloud, wie sie speziell in Deutschland festzustellen sind, im Fokus der Gespräche. So gab es aus der Diskussionsrunde einige Beispiele und Erklärungsversuche wie etwa der im mittelständischen Umfeld verbreitete Typus „Innovations-Laggard“, der das Thema mit der Aussage „Wir werden die Cloud schon aussitzen“ abwehrt.

Finance Cloud
Warum die Cloud auch vor sensiblen Branchen wie der Finanz- und Versicherungswirtschaft nicht mehr Halt macht, konnte ich dann im Verlaufe des zweistündigen Gespräches erläutern:

Branchenspezifische Cloud-Angebote reduzieren über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand.

Branchenspezifische Cloud-Angebote reduzieren über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand.

Banken und Versicherungen stehen vor der Herausforderung stetig steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen, die sie in ihre Prozesse und Systeme integrieren müssen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach IT-Lösungen aus den Fachbereichen wie Vertrieb und Kundenservice, die nach innovativen Anwendungen etwa für die Online-Beratung verlangen. Branchenspezifische Cloud-Angebote (als SaaS) können hier punkten, da sie über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand reduzieren. Aufsichtsrechtliche Anforderungen der Finanz- und Versicherungsbranche beispielsweise werden vom Anbieter an zentraler Stelle berücksichtigt und implementiert. Fachbereiche können so ihre Lösungen schneller und flexibler nutzen. So überrascht es nicht, dass es kein IT-Projekt in Banken und Versicherungen mehr gibt, in dem nicht über die Cloud gesprochen wird – allein wegen der großen Einsparmöglichkeiten.

Das Fazit der Diskutanten fiel einhellig aus: Die Vorteile der Cloud in punkto Geschwindigkeit und Kosten sind in aller Regel eigenen Rechenzentren überlegen. Bei der Kontrolle der genutzten Services, dem Zugriff auf Daten und den Sicherheitsmechanismen hapere es in der Wolke zwar noch, aber die noch offenen Fragen scheinen lösbar, selbst aus Sicht der stark regulierten Finanzbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anti-Spam *