DevOps – wer- wie- warum –Teil 2

FI-TS Blogbeitrag DevOps Teil 2

Im ersten Teil meines Blogbeitrages zum Thema DevOps habe ich den Begriff erklärt und die beiden Parteien und ihre Konflikte vorgestellt. Das Konfliktpotential aus schneller Entwicklung mit vielen Features und häufigen Releases vs. sicherer Lauf auf der Produktivumgebung des IT-Betriebs  steigt mit der Nutzung agiler Methoden nochmal weiter an.

Agile Methoden

Methoden wie Scrum setzen auf laufende Interaktion zwischen Auftraggebern und Entwicklern und kurze Releasezyklen, was den IT-Betrieb entsprechend in Alarmbereitschaft versetzt.

Durch die Prüfung des IT-Betriebs, der alle Qualitätsanforderungen einhalten und volle Verfügbarkeit garantieren muss, werden die Vorteile agiler Methoden der Softwareentwicklung wieder ausgebremst. Aufwände sollten durch den agilen Prozess gering gehalten werden. Nun werden Softwarereleases in kurzen Abständen erstellt, der geschaffene Mehrwert wird aber erst viel später auf der Produktivumgebung sichtbar. Nicht zuletzt aus diesen Spannungen entstand die DevOps-Bewegung.

Die DevOps Lösung

Mit DevOps sollen die Qualität der Software, die Entwicklungsgeschwindigkeit, die Auslieferung sowie das Miteinander der beteiligten grundverschiedenen Teams verbessert werden. Der Prozess wird also, kurz gesagt, besser und schneller.

Besser:

Softwareentwicklung und IT-Betrieb ziehen nun gemeinsam an einem Strang. Beide Teams sind nun im Softwareentwicklungsprozess gleichermaßen eingebunden. Sie entwickeln zusammen Testfälle zur System– und Einzelteilüberprüfung und können bei Fehlentwicklungen schnell einzuschreiten.
DevOps greift die Ideen der agilen Methoden auf und ergänzt sie mit den zwischenmenschlichen Komponenten. Dadurch lassen sich die Ziele von DevOps in die Bereiche Zusammenarbeit, Automatisierung und Prozesse einteilen. Im Ergebnis haben wir dann eine schnellere und nahezu fehlerfreie Softwareauslieferung. Nebenbei wird durch konsequentes Nutzen von standardisierten Tools für Automatisierung auch die Sicherheit und die Nachvollziehbarkeit administrativer Tätigkeiten optimiert.

Schneller:

Und nicht nur das, auch an der Geschwindigkeit wurde gedreht: Bedient man sich agiler Methoden im Softwareentwicklungsprozess, erhält man mehr Flexibilität und die Möglichkeit, sich schneller an die neuen Marktanforderungen anpassen zu können. Dabei wird auf Mittel wie beispielsweise Continuous-Integration-(CI-) Software zurückgegriffen. Automatisierte Software-Builds führen zu höherer Programm-Qualität und -Robustheit gegenüber Fehlern.

Unsere Erfahrungen bei FI-TS
DevOps Zyklen - Quelle: arvensystech.com

DevOps Zyklen – Quelle: arvensystech.com

DevOps bedeutet für uns die sehr enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Vor allem dort, wo wir Applikationsverantwortung übernommen haben. Fachliche Software wird nämlich bei oder von unseren Kunden entwickelt. Konflikte zwischen Entwicklern und dem IT-Betrieb betreffen direkt die User-Experience unser Kunden. Unsere Kunden sind die Entwickler (Development) und wir sind der IT-Betrieb (Operations). Damit profitieren wir beide enorm von den DevOps-Lösungs-Ansätzen! Gerade wenn der IT-Betrieb ausgelagert wurde, ist das reibungslose Zusammenspiel beider Teams und das Verständnis untereinander sehr wichtig. Insgesamt steigert das die Kundenzufriedenheit!

Wir müssen aber auch realistisch sein. DevOps-Methoden werden weitestgehend ohne die Berücksichtigung der besonderen regulatorischen Anforderungen an Banken und Finanzdienstleister entwickelt. Wir müssen DevOps-Verfahren deshalb in unserem Haus erweitern. Countinous Delivery z.B., also das ständige automatisierte Ausliefern neuer Software in der Produktion, ist einer besonderen Analyse zu unterziehen, wenn wir gleichzeitig ISO27001 oder MaRisk-Vorgaben einhalten müssen. Das Verweben unseres langjährigen Wissens über den Betrieb einer Banken-IT mit den Ansätzen von DevOps zu einem regulatorisch Konformen Ganzen ist unser Wettbewerbsvorteil.

DevOps als Prozessverbesserungsansatz

Wir sehen DevOps als das, was es ist: Einen Prozessverbesserungs-Ansatz mit einem klaren Zielbild: Softwareentwicklung und dessen Betrieb sind auf immer untrennbar verwoben. Solange wir uns darauf einlassen, können wir auch von den Ergebnissen des DevOps-Ansatzes profitieren. Die sind eine erhöhte Schnelligkeit in der Entwicklung/Innovation, eine bessere Zusammenarbeit mit unseren Kunden und eine höhere Qualität und Stabilität der Anwendungen mitsamt einer schnelleren Bereitstellung und einem dadurch insgesamt effizienteren Betrieb.

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