Neue Messestände auf der CeBIT

Letzte Woche war ich auf der CeBIT. Dabei hielt ich nicht nach neuen IT-Trends Ausschau. Die erhalte ich über die Medien während des Jahres eh im Übermaß. Was mich interessierte waren Präsentationstrends, besser noch: nachhaltige Entwicklungen. Dabei überlege ich immer: Kann ich das für FI-TS auch einsetzen? Ist das für uns ein Thema?

Messestände gestern
Ein Messeeinheitsstand sieht so aus: Counter vorne. Hinten (und seitlich) eine Wand. Dazwischen mehr oder weniger gelungen ein paar Stelen mit Präsentationsplätzen. Daran wurde ein Monitor geschraubt. Drunter ist ein kleines Brettchen mit Platz für Maus und Tastatur und ein paar Werbemittel. Davor steht ein Barhocker für den Präsenter, manchmal auch zwei. Hier soll sich nun der Messebesucher vom Vertriebsmitarbeiter durch eine Powerpointpräsentation führen lassen. Das was mich vom Besuch eines Messestandes abhält, sind die ermüdenden Vertriebler, die darauf trainiert sind, mich 20 Minuten lang durch ihre teuren Powerpoint-Shows zu reden. Und danach wollen sie natürlich den Lead (meine Visitenkarte). Ich erhalte später Newsletter des Unternehmens. Das ist der Messestand von gestern. Nichts desto trotz habe ich zahlreiche davon gesehen.

Messestände heute? morgen
Was mir aber auffiel, sind neu gestaltete Stände. Platz für Gespräche, Kommunikation. Offenheit. Weite. Das Konzept funktioniert auch bei kleineren Ständen. Der Counter bleibt als Anlaufstelle. Die Wand hinten muß als Abgrenzung zu anderen Ständen und Gestaltungsfläche auch bleiben. Aber auf der Fläche selbst verschwinden die Präsentationsstelen. Sitzplätze kommen. Mobile Geräte zum zeigen. Jedoch keine langen Powerpoint-Bulletpoint-Shows mehr. Das Gespräch steht im Mittelpunkt. Dazu gibts Espresso (keinen deutschen Brühkaffee!) und kleine Häppchen. Ich soll mich als Besucher wohlfühlen. Mir fiel bei grösseren ständen auf, dass ich mich da einfach hinsetzen konnte, ohne mir ein Gespräch des Vertriebsmitarbeiters antun zu müssen. Ich hatte einfach Zeit, den Stand und das Unternehmen auf mich wirken zu lassen. Das bringt dem Aussteller nichts? Oh doch! Man schließt doch eh keine Verträge mehr ab. Aber der Aussteller gibt mir Zeit auf mich zu wirken. Sich mir im Gedächtnis festzusetzen. Und im besten Falle, über ihn zu berichten. Wie hier jetzt gerade geschehen mit dem Beispiel SAP:

SAP-Stand

SAP-Stand ohne Präsentationsstelen

sap_stand2

Zeit für Gespräche ohne Powerpoint

Der Stand von SAP sei hier nur als Beispiel genannt, das ich mit dem iPhone fotografiert habe. Sehr interessant war auch der Stand von TobiSoft. Er war völlig in Schwarz wie eine Rock-Pop-Bühne gehalten. Eine Treppenartige Tribüne zum Sitzen. Ganz hinten auf voller Breite eine Bar. Hier gabs Drinks und Burger. Ziel: Recruitung von neuen Talenten als Entwickler und Information über das Produkt (Software zum streamen von eigener Musik ins Internet). Alles ohne Flyer, ohne Präsentationen, ohne Visitenkarten.

Ich habe auf unserem Mangement-Forum ebenfalls bemerkt, dass sich das Standkonzept überholt hat. Hier auf der CeBIT erhielt ich nochmal die Bestätigung. Da werde ich für FI-TS jedenfalls massiv die Messeauftritte und das Sponsoren-Konzept für nächstes Jahr anpassen.

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