Wer ist der Herr der Hardware?

Das aktuelle Trend-Wort “Consumerization”  bezeichnet den Vorgang, dass Mitarbeiter ihre privaten Computer – ob Smartphone, Tablet oder Laptop -  für ihre Arbeit nutzen. Das Innovative von Consumerization besteht aus der Verbindung von zwei Trends, die die letzten Jahre gekennzeichnet haben: Cloud Computing, d.h. die Trennung von Hard- und Software und die Digitalisierung des Alltags, d.h. Computer gehören nicht mehr exklusiv an unsere Arbeitsplätze, sondern begleiten uns (fast) in jeder Lebenssituation.

Smartphones und Tablets auf Wachstumskurs

Laut Bitkom-Erhebungen von 2012 sind inzwischen 75 Prozent der Deutschen im Internet, jeder Dritte nutzt dafür auch Smartphones oder Tablets. Der Erfolg der Smartphones überrascht mich nicht, wer heute ein neues Handy braucht, nimmt eben ein Smartphone. Die zusätzlichen Kosten sind überschaubar, und der mobile Zugang zum Internet ist ein klarer Vorteil. Dass sich Tablets ebenfalls zunehmend durchsetzen, wundert mich dagegen.  Aber PriceWaterhouseCoopers prognostiziert dahingehend: 2016 sei jeder dritte verkaufte PC ein Tablet. Mal schauen.

Mein Smartphone für meinen Arbeitgeber?

Wünschen sich deutsche Arbeitnehmer, ihre privaten Geräte für ihre Arbeit zu nutzen? Immerhin verschleißen auch digitale Geräte, und die Verbindung von privaten und geschäftlichen Inhalten ist nicht unbedingt wünschenswert: private Inhalte können kompromitierend sein, geschäftliche können gegen das Datenschutzgesetz verstoßen oder den Unternehmenserfolg vital gefährden, wenn sie in falsche Hände gelangen. Dell ist dieser Frage nachgegangen und hat zusammen mit TNS Infratest für den 328 IT-Verantwortlichen zu Consumerization interviewt.

Mitarbeiter wollen eigene Geräte nutzen
Mitarbeiter wollen eigene Geräte für ihre Arbeit nutzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis: Vier von fünf Mitarbeitern nutzen ihre eigenen Geräte auch für die Arbeit, wenn es von der Unternehmensseite keine Einschränkungen gibt:

  • 89 Prozent nutzen ihre Geräte für dienstliche Telefonate
  • 88 Prozent nutzen ihre Geräte für dienstliche E-Mails
  • knapp 50 Prozent bearbeitet dienstliche Dokumente über ihr eigenes Gerät
  • Business-Apps wie SAP2, Microsoft Dynamics oder Oracle werden zudem in 53 Prozent der Unternehmen genutzt, die den Einsatz von privaten Smartphones und Tablets gestatten.

Bring Your Own Device (BYOD) wird also von der Mitarbeiterseite gewünscht – und ist damit eine neue Aufgabe für die Unternehmens-IT. Sie müssen Richtlinien entwickeln und Management-Systeme einrichten, um die Sicherheit der Unternehmensdaten und den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter zu gewährleisten. Diese Herausforderung ist anspruchsvoll – aber sie lohnt sich, den die freie Wahl des Arbeitsgerätes fördert Motivation und Produktivität der Mitarbeiter – darüber sind sich verschiedene Studien einig, auch wenn es noch keine Zahlen dazu gibt.

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