Ich erhalte bei jedem (!!!) Meeting mit neuen externen Teilnehmern Visitenkarten. Wieder im Büro angekommen lege ich sie auf dem Schreibtisch ab, bis sie langsam entgleiten und nach Wochen irgendwo wieder auftauchen. Sie dienen mir auch regelmässig als Espresso-Tassen-Untersetzer, um Kaffeeränder auf dem Tisch zu vermeiden. Gleichzeitig aber möchte ich die Kontakte natürlich irgendwie behalten. In Mäppchen einsortieren? Nein. Einscannen? Nein. Abtippen? Keine Zeit, keine Lust. Bei Xing suchen? Ja teilweise schon.
Am Besten aber wäre: ich könnte diese Papier-Visitenkarten irgendwie digitalisieren und sie dann greifbar haben. Dafür gibts zwar schon diverse Scan-Apps fürs Smartphone, aber noch keine machte mich da wirklich glücklich. Irgendwas war immer falsch. Die Lösung wäre für mich: Die Person wird online wo anders gefunden und mir als Kontakt zur Verfügung gestellt.
CardMunch App
Diese iOS App soll genau das tun. Der CardMunch ermöglicht es mir, die Visitenkarte zu scannen, also abzufotografieren. LinkedIn, das amerikansiche Gegenstück zu Xing guckt dann bei seinen Usern, ob mein Kontakt dort ein Profil hat. Wenn ja, verbinden sie mich damit. Und sie zeigen die Visitenkarte als echte Karte inkl. Logo an. Mit einer einfachen Wischbewegung kann ich zwischen den Visitenkarten wechseln.
CardMunch gibts schon länger im App-Store. LinkedIn hat die Firma vor Kurzem gekauft und bietet den Service inkl. App jezt kostenlos an. Momentan erst mal leider nur im US-Store. Man braucht also eine US-Store-Apple-ID oder wartet, bis die App auch in Deutschland zur Verfügung steht.
QR-Code

Mein QR-Code als Kontakt
Sie tauchen momentan überall auf. Wäre auch eine sexy Lösung. Auf den Visitenkarten einfach auch den QR-Code draufdrucken und schon habe ich die Kontaktdaten als Kontakt im Smartphone. Kleine Unterschiede gibts beim Code-Scanner beim Ergebnis. Die wesentlichen Punkte sind drauf. Details aber werden manchmal nicht angezeigt. Liegt aber eher an der App als am Code.
Ich nutze den QRafter Pro. Damit kann ich auch gleich QR-Codes erzeugen. Wer nur schnell die Codes auslesen will, ist mit einer kostenlosen Variante auch gut dabei oder dem Scan. Hier schießen die QR-Apps momentan aus dem Boden wie Pilze. Auch für Androide gibts gute Apps.
Fazit
Die Papiervisitenkarten werden so schnell nicht aussterben. Lt. Sid Viswanthan von LinkedIn werden jährlich immer noch ca. 10 Mrd. Karten gedruckt. Ich selbst aber möchte sie lieber wieder los sein, am besten irgendwo in der Cloud, mit Zugriff aus verschiedenen Geräten aus. Warum bietet das deutsche Geschäfts-Netzwerk Xing sowas nicht? Mir drängt sich der Verdacht auf, dass LinkedIn Xing überrollen wird, wie Facebook das mit den VZ-Netzwerken getan hat.
Die QR-Code Methode ist ebenfalls gut. Ich glaube aber nicht dran, daß sich QR-Codes auf Visitenkarten durchsetzen werden. Eher noch legen deutsche Mitarbeiter bei LinkedIn ein Profil an.
(via)
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Oh ja, digitale Visitenkarten sind in der Tat etwas feines. Leider scheint mir die Technologie noch nicht völlig ausgereift, auf meinem Android Handy gab es manchmal Probleme… Ich denke jedoch, dass sich diese “Problematik” in naher Zukunft beheben lässt, wodurch ich auch meine Zettelage getrost weglassen kann!