NFC – New Field for Crime?

Über NFC (Near Field Communication) haben wir gelegentlich berichtet. Ich bin vom Potenzial überzeugt. Gerade wenn es schnell gehen soll, ist NFC eine einfache und bequeme Lösung. Außerdem gefällt mir die Idee, kein Portemonaie sondern einfach nur mein Handy mitzunehmen, wenn ich aus dem Haus gehe.

Natürlich bietet auch die Datenübertragung mit NFC, auch wenn es sich um eine kurze Strecke von nur ein paar Zentimentern handelt, Gefahren. Es lohnt sich, diese genauer zu betrachten, den immer mehr Handys, Kreditkarten oder EC-Karten verfügen über einen NFC-Chips – und immer mehr Anbieter akzeptieren NFC als Bezahlmodus:
Ein Beispiel ist Touch & Travel, das z.B. die Berliner Verkehrsbetriebe und die Deutsche Bahn einsetzen.

Weitere Beispiele sind Geschäfte von Douglas, DM, Edeka und Thalia oder Restaurants von McDonalds. Das klingt alles sehr schick, sehr modern, und eigentlich stört es mich, dass weder mein Handy ein NFC-Chip hat, noch meine Bank- oder Kreditkarte. Wobei ich letztere problemlos austauschen könnte. Man müsste halt nur….

Aber vorher sollte man kurz nachdenken, welche Nachteile so ein Chip haben könnte. Kriminelle können moderne NFC Smartphones anscheinend leicht so umprogrammieren, dass sie Kreditkarten arten auslesen können und zwar die Kreditkartennummer und das Verfallsdatum. Diese Gafahr lässt sich aber leicht umgehen, wenn man sie kennt: denn erstmal muss der Kriminelle ja bis auf 4cm herankommen. Wenn ich die Karte in meinem Portemonaie und dieses in meiner Handtasche habe, hat er keine Chance. Andere Maßnahmen können die Online-Verkäufer durchführen: Wenn sie nicht nur Kreditkartennummer und Ablaufdatum sondern auch den Namen sowie den 3-stelligen Sicherheitscode der Kreditkarte abfragen, haben die Kriminellen keine Chance: Diese Daten lassen sich nicht per NFC erfassen.

Noch sicherer wird der Online-Kauf, wenn der Veräufer zusätzlich auf das System MasterCard SecureCode setzt. Dabei muss sich der Kunde zusätzlich authentifizieren. Aus der Perspektive Sicherheit eine gute Idee, dafür umständlich für den Kunden, der dann gerne auch mal auf den Online-Einkauf verzichtet.

 

Gefahr hin oder her: NFC kommt. Für MasterCard Kunden mit dem Pay-Pass, für die Inhaber von VisaCards mit payWave, die Sparkassen-Kunden können ihre EC-Karten mit bis zu 200 Euro aufladen, mit denen dann per NFC bezahlt werden kann, und auch Telekom, Vodaphone und O2 starten ein NFC-basiertes Bezahlsystem für das Handy.

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