Die deutschen Sparkassen wollen mitte dieses Jahres ihren Kunden das Bezahlen mittels NFC ermöglichen. NFC steht für Near Field Communication, also Datenübertragung über eine Entfernung von nur wenigen Zentimetern.
Bezahlen mit NFC
Ich fahre beispielsweise mit dem Taxi in der fremden Stadt. Am Zielort halte ich meine Sparkassen-Karte gegen ein Lesegerät und die 15,80 für den Fahrpreis werden mir direkt abgezogen. Die Sparkassen setzen auf die S-Card. Man kann sie mit bis zu 200,00 Eur aufladen und dann Stück für Stück mit maximal jeweils 20 Eur verbrauchen. Ohne Unterschrift, ohne PIN, ohne Kosten für den Kunden. Das Geld ist also im Chip auf der Karte. Das klingt sehr nach der Geldkarte, die sich nie so ganz durchsetzen konnte.

Bezahlen über NFC
Die Sparkassen starten ihren Feldversuch in der Region Braunschweig, Wolfsburg und Hannover. Partner sind die Esso-Tankstellen, Thalia-Buchläden oder der Süsswarenkette Hussel. Mitte des Jahres sollen 16 Millionen S-Cards ausgetauscht werden. Die weiteren folgen in den Monaten drauf.
Warum setzen Banken oder Sparkassen auf die Karte? Ganz einfach. Sie sind Herausgeber dieser Karten. NFC-Payments über Smartphones gehört meiner Meinung nach mehr die Zukunft. Aber hier haben Banken nicht den Finger drauf. Hier droht das Geschäft mit der bargeldlosen Bezahlung über andere Anbieter zu laufen, seien es die Hersteller (Apple, Samsung ect), Provider (Vodafone, t-Mobile ect.) oder andere Anbieter wie PayPal, PayPass, PayWave, Google oder ähnliche. Hier müssen sich die Banken noch was einfallen lassen, damit der Zug nicht ohne sie abfährt.
Die Sparkassen machen einen ersten Schritt in die Richtung. Weitere sollten folgen.
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