Der Blog von Finanz Information Technologie Service
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Diesmal nicht mit einem Stand oder sogar autarker Kaffeeversorgung sondern „nur“ als Fachbesucher ging es nach Dortmund zur DKM.

Die DKM ist eine jährliche Fachmesse für die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Das ganze findet in den Westfalenhallen in Dortmund statt. Die sogenannte „Leitmesse der Branche“ betitelt sich seit Jahren mit mehr als 20.000 Besuchern und über 300 Aussteller als die zentrale Kommunikationsplattform. Vertreten sind zu 80% Produktanbieter aus der Versicherungswelt.

Ich besuche die DKM jetzt schon zum 5. Jahr in Folge – ein Zeichen dafür, das mir die Messe gefällt? Naja – ich stelle immer wieder fest, dass mich die eigentlichen Messestände von Jahr zu Jahr weniger stark reizen – gut ich vertreibe ja auch keine Finanzprodukte oder Versicherungen. Eher reizt mich das Thema Netzwerken, die Keynotes, Vorträge und das in 2011 erstmals stark erweiterte Kongress/Workshop Programm.

Aber Hand auf´s Herz – habe ich dort etwas neues gehört? Gut die Messe ist auch nicht der Ort für IT Unternehmen oder als Plattform für große IT Trends zu sehen aber als Kommunikationsplattform der Branche war es – wenn man nach neuen Trends suchte in diesem Jahr eher schwach.

Im Bereich IT/Technologie wurden die Thema Cloud, Social Media, Mobility Lösungen und ein wenig Prozessoptimierung geboten.

SOCIAL MEDIA B2C KOMMUNIKATION – MUSS SEIN ABER BITTE NICHT VORSCHNELL!

Social Media Vortrag auf der DKM

Ein gut gemachter Vortrag von einer großen Versicherung zum Thema „Vertriebschancen durch Social Media“. Leider war dieser Beitrag sehr kurz und die Zielsetzung war wohl eher ein Grundverständnis für neue Medien/neue Vertriebswegen zu schaffen. Interessant und mich zum Nachdenken gebracht hat war der Vergleich von facebook mit einer großen Gartenparty. Jeder Versicherungsmakler muss doch alles dafür tun um bei dieser Party mit dabei zu sein. Beschrieben wurden Szenarien in denen der Makler Bestandkunden und oder Bekannte als Freunde hinzufügen und über die gelieferten Daten mehr oder weniger stark Akquise betreibt. Im Vortrag wurde eindringlich (zum Glück) darauf hingewiesen, dass “plumpes” kontaktieren nicht zum Erfolg führt.

Vielleicht schreibe ich in einem der nächsten Beiträge mal ein wenig zum Thema „gesetzliche Grundlagen die auch bei neuen Medien zu beachten sind“ Wenn auch nur zu dem Zweck, dass mich demnächst nicht aufgrund meiner Postings bei facebook ein ehemaliger Weggefährte/Freund eines Freundes oder ein sonstiger Bekannter auf eine angepasste Hundehalterhaftplicht oder “Kratzbaum-Versicherung” für meinen Kater anspricht.

ZUKUNFTSPERSPEKTIVE : QUALITÄT UND TRANSPARENZ

Podiumsdiskussion auf der DKM

Eine Podiumsdiskussion mit vier Vorstandsvorsitzenden großer Versicherungskonzerne fand am Vormittag statt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle anwesenden Vorstände das Problem der teilweise mangelhaften Qualifizierung von Vermittlern verstanden haben. Das als Fazit und Allheilmittel 4x hintereinander auf Qualität und Transparenz gesetzt wurde, fand ich ein wenig befremdlich. Zumal ich für mich Transparenz eigentlich nur in der unabhängigen Beratung und mit anderen Steuerungsmechanismen als in den klassischen Provisionsmodellen der heutigen Vertriebe sehe.

AM RANDE – DEUTSCHE FINANZNORM – POSITIVER EINDRUCK

Positiv aufgefallen im Zusammenhang bei meiner Suche zu Vertrieben die auf Social Media setzen ein Film der „DEFINO – Deutsche Finanznorm“. Den habe ich übrigens auf Facebook gefunden. Nicht nur die Art der Darstellung sondern auch die Inhalte machen Mut zur Hoffnung.

Defino – Simpel erklärt from Defino on Vimeo.

Das soll jetzt keine Werbeveranstaltung für einen Anbieter werden und ich wäre auf einen Praxistext gespannt – aber die Aussage, dass bei jedem Berater die gleichen Absicherungshöhen und Grundsatzempfehlungen auftauchen – lässt hoffen. Laut Defino endet die Unterstützung dort, wo die individuelle Produktauswahl beginnt und Honorierungsfragen zu regeln sind. Wenn ich nun noch einen Berater finde, der mir volle Transparenz auch hinsichtlich der internen Produktauswahl, seiner Produktentscheidungslogik und sämtlicher Vertriebsprovisionen gibt, dann bin ich doch eigentlich am Ziel….

FI-TS hat einen neuen Internetauftritt – das Web ist in Bewegung, und wir surfen mit. Bei der Konzeption der neuen Seite war es für und wichtig, dem Anspruch “kurze Wege” gerecht zu werden. D.h. ein Blick, ein Klick, und die entsprechenden Informationen stehen multimedial zur Verfügung.  Deshalb bestehen jetzt die Einstiegsseiten zu den einzelnen Menüpunkten aus verschiedenen Boxen, die bildlastig in die nächste Menü-Ebene führen.

f-i-ts.de: Informationsvermittlug durch bildlastige Boxen statt vieler Worte
f-i-ts.de: Informationsvermittlug durch bildlastige Boxen statt vieler Worte

Ein weiteres Modernisierungsmerkmal ist die umfassende Vernetzung mit den sozialen Medien. Besucher der Seite könne diese jetzt noch einfacher auf ihren Social Media Präsenten posten – oder die Präsenzen von FI-TS besuchen. Ganz neu dabei ist die Verknüpfung zu www.netvibes.com. Dort haben wir eine Art Newsroom für den Bereich Social Media.

Der nächste zentrale Punkt von f-i-ts.de 2.o ist die Verwendung multimedialer Inhalte. Ob Referenzen oder Lösungen – wir setzen zunehmend auf das Medium Video, um zu zeigen, was wir machen. Es macht die Informationsvermittlung unterhaltsamer und authentischer.

Die Videos sollen vor allem Spaß machen, parallel bieten wir die Inhalte im Textformat zum Download an. Diese Materialien finden Sie entweder direkt auf der Seite, wie etwa beim Geschäftsbericht 2010 oder bei den Referenzen, und gebündelt unter dem Menüpunkt “Mediencenter“.

f-i-ts.de 2.0: Lösungen, Referenzen und News als Videoclip

f-i-ts.de 2.0: Lösungen, Referenzen und News als Videoclip

Außerdem wir haben den Footer für f-i-ts.de entdeckt. Dadurch konnten wir das Hauptmenü schön schlank und übersichtlich gestalten, und gleichzeitig einen strukturierten Überblick über die FI-TS Webseiten schaffen.

f-i-ts.de 2.0 hat Hand und Fuss. Vor allem Fuß.

f-i-ts.de 2.0 hat Hand und Fuss. Vor allem Fuß.

Insgesamt war uns bei der Neugestaltung der Seite wichtig, den neuesten Stand der Technik zu verwenden und ein klares, visuell ansprechendes Design zu schaffen. Das gilt übrigens auch für unser Blog.

Jetzt würde ich am Liebsten zwei Buttons einfügen: “gefällt mir” und “gefällt mir nicht”. Aber das ist nichts Neues, deshalb lasse ich es. Ihre Meinung zu der neuen Webseite interessiert mich trotzdem!

Die SNS Bank ist im Rahmen eines Zusammenschlusses aus mehreren Niederländischen Sparkassen (saving banks) 1997 gegründet worden und ist heute unter den Top 5 der Retailbanken in unserem Nachbarland. Das Kerngeschäft sind klassische Bankleistungen für Privat- und Firmenkunden.

Die SNS Bank hat sich bereits sehr früh mit Multikanal Strategien beschäftigt und nutzt besonders das Internet massiv in der Kundenkommunikation. Funktionen die heute bei Deutschen Kreditinstituten noch nicht an der Tagesordnung sind wie z.B. ein automatisches Haushaltsbuch, online abschließbare Produkte oder auch einen sicheren online Kommunikationskanal zwischen Berater und Kunde zählen bei den Niederländern seit 2009 zum Standard.

Eine interessante Case Study mit weiteren Beispielen zur SNS Bank gibt es bei Forrester (kostenpflichtig).

Seit Mai 2011 gibt es bei der SNS Bank ein innovatives Kontenmodell SNS Payment welches nun über im Banking neue Werbeaktionen bekannt gemacht wird.

Der neueste „Coup“ der Niederländer ist eine Protestkampagne für Zinsen auf diesem Girokonto. In den Niederlanden ist nicht üblich auf Girokonten Zinsen zu zahlen. Nun ermutigt die SNS Bank in der ersten Phase der Kampagne über Radio, TV & Internetwerbung Ihre Kunden für die Einführung der Zinszahlungen „auf die Straße zu gehen“. Die Straße (zweite Phase) ist damit nur sprichwörtlich gemeint – Kunden können über eine spezielle Protestseite mit Ihrem Facebook oder Twitter Profil ein online Protestschild erstellen und wandern dann mit Ihrem persönlichen Schild durch das Web2.0! Der Protestmarch geht über die eigene Internetseite bis hin zur Niederländischen Telegraaf und auch Guerilla Aktionen in einzelnen Filialen sind vorgesehen.

Ein Video über die Aktion gibt es hier:

Bisher haben über 8.500 Kunden der Bank mitgemacht. Mit Sicherheit auch einige Neukunden – die gezielt wegen der online Aktivitäten auf die Bank aufmerksam gemacht wurden.

 

Gestern zeigte mir meine Kollegin einen FAZ-Artikel zur Nutzung Sozialer Medien im Internet. Danach ist Deutschland mit 38 Mio. Nutzern weltweit auf Platz drei, hinter den USA und China). Das bedeutet eine Steigerung um 47% im Vergleich zum Vorjahr. Knapp hinter uns liegen allerdings schon die Russen mit 35 Mio Nutzern und einer Steigerungsrate von 74 % – eine Frage der Zeit also…

Die Zahlen stammen von Comscore. Die Altersgruppe der bis 29jährigen trägt bei einem Sättigungsgrad von 90 % in der Nutzung von Sozialen Medien kaum mehr zur Steigerung bei. Es sind die “Älteren”, die nach und nach Facebook und Co. für sich entdecken.

Für Unternehmen sind beide Altersgruppen interessant. Die Jüngeren, da man sie über die herkömmliche Webseite, bei uns www.f-i-ts.de, kaum mehr erreicht. Sie kann man am Besten über Soziale Medien, je nach inhaltlicher Zielgruppe, ansprechen. Die älteren Jahrgänge sind über Web 2.0-Präsenzen in einer lockereren Umgebung, die sie meist im privaten Umfeld nutzen, erreichbar. Die berufliche Förmlichkeit entfällt also. Diese Nutzer entscheiden vermehrt persönlich, ob sie mit einem Unternehmen, mit dem sie “eigentlich” beruflich zu tun haben, über ein privates Konto Kontakt aufnehmen.

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Die FI-TS Twitter-Seite / Bild: Bildschirmkopie FI-TS

Nutzung der Web 2.0 Präsenzen von FI-TS
FI-TS hat seit Anfang 2010 seine Web 2.0 Präsenzen (Blog, Facebook, Twitter, YouTube und Slideshare). Ein Drittel der Gesamt-Webbesucher erreicht FI-TS inzwischen darüber, Tendenz steigend. Dabei beobachte ich keine Abwanderung von der Unternehmenswebseite. Die Besucher, die über Web 2.0 zu FI-TS kommen, kämen zum großen Teil nicht auf die Webseite. Es ist also ein klarer Zuwachs, statt eine Verlagerung. Auch bringen die Web 2.0 Präsenzen kaum Traffic auf die Webseite. Die Besucher sind also eher in zwei Lager zu trennen. Somit kann ich nach acht Monaten Web 2.0 sagen, daß wir Menschen erreichen, die wir sonst nicht erreicht hätten. Und das freut mich persönlich.

Thomas Hutter zeigt auf  seinem Blog auch ganz aktuell die Nutzerzahlen und Entwicklung in Deutschland (A und CH auch) auf.

Gerade eben erschien bei ethority wieder das Social Media Prisma. In einem Farbfächer, wie alte Marketiers es lieben, werden in einzelne Bereiche aufgeteilt, die jeweils wichtigsten Anbieter mit ihrem Logo gezeigt. Ich muß zugeben, daß ich viele davon gar nicht kenne. Und das sind nur die “wichtigsten”.

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Das Social Media Prisma von ethority. Link: Grafik in größerer Auflösung

Bei welchen Anbietern ist FI-TS aktiv?

  • Facebook: Vor kurzem verband sich der hundertste “Fan” mit der Facebook FI-TS-Seite. Wir nutzen Facebook, um uns mit anderen Branchenvertretern zu verbinden und mit ihnen in den Dialog zu treten. Bilder und Videos von Veranstaltungen oder Services laden wir hoch und teilen sie. Diese Seite ist der Dreh- und Angelpunkt. Die anderen Social Media-Auftritte von FI-TS sind hier jeweils eingebettet, verlinkt oder erscheinen im News-Feed.
  • Twitter: Der Kurzmitteilungs-Kanal ist eine wunderbare Sammelstelle für Neuigkeiten aus der Finanzbranche. Was gibt es Neues? Wir heissen hier übrigens FI_TS weil Twitter keinen Bindestrich ermöglicht. Lt. Talkabout sind bereits über 142 Vertreter aus der Finanzbranche bei Twitter aktiv.
  • Slideshare: Wer seine Präsentationen, Vorträge, Flyer und ähnliches Infomaterial mit der Welt teilen möchte, geht zu Slideshare. Der Name ist hier Programm. Lade deine Folien hoch und stelle sie zur Verfügung. Auch für interne Zwecke eignet sich der Dienst hervorragend. Ich muß keine Powerpoints mehr per USB-Stick durch die Welt schicken, habe kein Versions- oder Kompatibilitäts-Problem mit verschiedenen Versionen. Slideshare zeigt alles eingebettet. Und wer selbst ein Konto hat, kann sich die Präsentationen auch herunterladen.
  • Youtube: Der unagefochtete Platzhirsch unter den Videoportalen. An youtube führt bei Bewegtbildern kein Weg vorbei. Der Dalai Lama, die Monty Pythons und die Queen haben es vorgemacht. FI-TS hat auch einen eigenen Kanal. Dort liegen Videos zu unseren Services und von Events (z.B. Management-Forum).
  • Xing: Ein Muß-Profil bei Xing, mit dem sich derzeit ca. 100 meiner Kollegen verbunden haben. Hier bin ich weiter nicht für FI-TS aktiv, da ich derzeit den Mehrwert nicht recht erkennen kann. Wo könnte er liegen?

Die Frage, ob Social Media oder nicht, stellt sich längst nicht mehr. Die Anbieter haben wir im Team ausgewählt. Es handelt sich um Web 2.0 Dienste, die zumindest anfangs die wichtigsten Funktionen abdecken, die Größten auf ihrem Gebiet sind und damit auch am weitesten verbreitet. Unsere Zielgruppen beginnen, so wie wir auch, Social Media für sich gerade zu entdecken. Also fokussiere ich mich auf diese wenigen Web 2.0 Anbieter. Natürlich probiere und beobachte ich selbst noch viel mehr, teilweise unter einer privaten Kennung. Wenn ich für FI-TS als spezialiserter B2B-IT-Serivce Dienstleister für die Finanzbranche Dienste entdecke, die gut passen und das Unternehmen voranbringen können, so nehme ich sie auf. Bis dahin gilt: “bleib fokussiert”.