Gestern war der Cloud Tag für Privatnutzer. Wie die Pilze schossen sie aus dem Boden. Den Anfang machte Microsoft mit SkyDrive. Ein paar Stunden später folgte Google mit dem GoogleDrive. Dropbox kennen wir schon lange, sie erweiterten ihren Cloud-Service mit Share-Funktionen. Die Dienste sind übrigens nicht neu, sondern lediglich um wichtige Funktionen erweitert. Eine Liste mit weiteren Online-Speicher-Anbietern hat Jürgen Vielmeier bei basicthinking zusammen gestellt.
Enführung in GoogleDrive:
Was ist los im Cloud-Speicher Universum?
Google bettet seinen Speicherdienst direkt in Google Docs ein. Microsoft macht das Selbe in Windows live. Apples iCloud bevorzugt den eigenen Apple-Kosmos. Hinter diesen Diensten stecken große Konzerne, die sich für das mobile Zeitalter positionieren. Fotos, Videos, Mails synchronisieren ist längst Standard. Dokumente teilen, in die Systeme einbetten, vom Windows, Mac, Linux, iOS, Android, Windows Phone Plattformen aus jederzeit zugreifen, Daten teilen, in Echtzeit damit verteilt arbeiten scheint mehr und mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Etwas zurück bleibt der Pionier Dropbox, hinter dem kein Konzern steckt, keine Collaboration Plattform wie bei Google oder MS. Mal sehen, wie es mit denen weiter geht.

Cloud Speicher integriert
Was heisst das für den User?
Langsam sollte man sich für einen Dienst entscheiden, damit die Daten nicht bei vielen Cloud-Anbietern herumliegen. Dokumente bei fremden Firmen hinterlegen ist was anderes als z.B. E-Mailadressen verwaisen lassen. Worauf kommts an?
- Speichergröße? Die Bandbreite geht bei Kostenlosangeboten von 2GB (Dropbox ohne Upgrades und Werbung) bis zu 25 GB (Google Bestandsnutzer, Telekom Cloud)
- Funktionen. Von der Integration als Laufwerk in Windows- oder Mac Rechnern bis zum Online Zugriff via App auf Android, iOS und ggf. Windows Phone. Bilder, Videos, Dokumente teilen, verteilen, offline Zugriff ect.
- Standort der Cloud? Datenschutz? Wer seine gescannten Versicherungs- Zeugnis oder Gehaltsdokumente bei Clouddiensten ablegt, könnte ein Interesse daran haben, ob der Anbieter dem dt. Datenschutzrecht (Stratos HiDrive, Telekom Cloud) oder dem amerikanischen (Google, Apple, MS, Dropbox) unterliegt. Letztere geben offen zu, Behörden auch Zugriff auf die Kundendaten zu geben, bzw. sind dazu verpflichtet. Wen das stört, der sollte das bedenken!
Auswirkungen auf die Geschäftswelt?
Die genannten Cloud-Dienste sind noch sehr auf den Privatnutzer bzw. kleine Unternehmen ausgerichtet. Aber die enorm schnelle Verbreitung, die Selbstverständlichkeit, die deren Nutzung mit sich bringt, drängt sicher auch in die Geschäftswelt. Hier sind in Kürze ähnliche Dienste gefragt. Für manche sind Upgrade-Modelle bei MS, Google und Co. eine gute Lösung. Für viele Unternehmen aber kommt das so nicht in Frage. Also brauchts eine Art Dropbox für Unternehmen? Ich denke ja. Sharing- und Storage-Plattformen, unternehmensweit und -übergreifend, inkl. mobiler Anbidung und Integration als z.B.Laufwerk in das Rechnersystem.
Ein paar Ansätze gibt es bereits. Hier hakt es aber an der Einfachheit, Benutzerfreundlichkeit. Designed by Engineers, sag ich da nur. Momentan macht das (noch) keinen Spass was hier geboten wird. Aber der Druck über Consumerization durch die Mitarbeiter, die einfache Cloud-Dienste selbstverständlich privat nutzen wird sicher bald die Geschäftsanwendungen vereinfachen und deren Implementierung beschleunigen. Kann ja nicht sein, dass wir Daten weiterhin per E-Mail versenden, um sie anderen zur Verfügung zu stellen.
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Das Logo von Google Drive erinnert mich übrigens an ein Recycling des alten Dresdner Bank Logos als Joint Venture von Dresdner- Deutscher und Commerzbank. Das aber nur so nebenbei.
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