Blog von FI-TS über Finance- und Technologie Themen
Header image

Man kennt das ja von Umzügen im privaten Umfeld: Sie sind mit viel Aufwand verbunden. Erstmal die Planung: Was soll von wo in der alten Wohnung wohin in die neue Wohnung? Wie verpacke und transportiere ich das Ganze, und wie stelle ich sicher, dass die Sachen, die ich als erstes brauche, auch als erstes da sind? Es ist ja ungünstig, wenn die Bücher vor den Bücherregalen ankommen….  

Die Herausforderungen, vor denen man bei einem privaten Umzug steht, gelten auch für Umzüge von einem Rechenzentrum ins andere. Nur gelten hierfür verschärfte Bedingungen: Es dürfen keine Daten verloren gehen, und der Betrieb muss auch während des Umzugs reibungslos weiter laufen – am Besten so, dass die Anwender davon gar nichts spühren. Das erfordert viel Planungskompetenz und technisches Know-how. Wir haben diese Kompetenz über mehr als 15 Jahre hinweg aufgebaut. Darüber haben wir aktuell einen Referenzfim gedreht.

 Dazu haben wir drei Kunden interviewt, die von ihren Erfahrungen berichten und ein sehr rundes Bild von verschiedenen, komplexen Umzugsszenarien abgeben: Sabrina Früchting, Geschäftsführerin bei der LBS IT,  Anita Markovic, Senior Business IT Analyst bei der  BayernLB und Dieter Ziegenbein, Abteilungsleiter Service- und Partnermanagement bei der Landesbank Hessen-Thüringen

Die Dreharbeiten haben mit allen drei Kunden großen Spaß gemacht.  Am Liebsten hätten wir mehr Material verwendet, denn sie konnten viele spannende Details aus den Projekten erzählen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön! 

 

Seit ein paar Tagen erlaubt Google auf seinen Google Plus-Seiten auch Multi-Admins. Das heißt, eine Google+ Seite, die z.B. einer Firma gehört, hängt nicht mehr an nur einer Person, also einem Admin. Man kann nun mehrere angeben. Das habe ich gleich genutzt und neben meinem eigenen Profil unseren FI-TS Google-Account drangehängt.

Und – E voilá. Hier ist die FI-TS Google+ Seite (Shortcode: http://tiny.cc/google_fi-ts)

Die neue FI-TS Google+ Seite

Warum auch noch in Google+? Reicht denn da nicht dieses Facebook-Dings? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen bevorzugt Google bei der Suche nach Begriffen die Einträge in den eigenen Services. Das lässt sich natürlich nicht offiziell beweisen, weshalb die Aussage rein subjektiv  zu betrachten ist. Zum Anderen habe ich die Erfahrung gemacht, daß man als Unternehmen die wichtigsten Plattform selbst besetzt muß, bevor es ein anderer tut. Mit Anderen meine aktive eigene Mitarbeiter, die die eigene Firma schon mal anlegen und dort Beiträge posten. Aber auch findige Profilbesetzer oder Automatismen können einem das Leben schwer machen. Profilbesetzer sind ähnlich wie Domainbesetzer. Sie legen einfach mal an und warten ab, ob und bis sich der “rechtmässige” Besitzer meldet. Sie sind durch die aktuelle Rechtsprechung rarer geworden, da sich damit kaum mehr Geld verdienen lässt. Automatismen sind vom Betreiber eingestellte Profile, die “sich selbst” generieren, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Das kann eine grössere Anzahl an Usern sein, die angeben bei FI-TS zu arbeiten (so geschehen bei Xing).

Und natürlich ist die Entwicklung momentan so schnelllebig, dass man schwer vorhersehen kann, welche Plattform sich für Unternehmen besser eignet und welcher Anbieter sich darauf besser einstellt.

 

 

Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern, Folgern, Freunden und Interessierten frohe und ruhige Weihnachten – und viel Freude und Erfolg im neuen Jahr.

Tablets Tablets Tablets. Der Trend momentan schlechthin. Aber was machen die Leute damit? Brauchen wir eine Einbindung dieser Geräte in die Geschäftswelt? Google hat dazu gerade ein paar Zahlen veröffentlicht.

Wo werden Tablets genutzt?
Auffallend ist: Das Tablet ist ein Gerät für zuhause. Am häufigsten rufen wir E-Mails auf der Couch auf, gefolgt von Bett und Tisch. Noch drastischer ists beim Spielen: Hier läuft das Gerät auf der Couch und zwar zuhause. Die folgende Grafik zeigt die wichtigsten Aktivitäten an den häufigsten Orten.

Ausshalb der eigenen vier Wände werden Tablets noch nicht viel genutzt. Die Couch und das Bett sind klar führend als Platz für unsere Tablet-Nutzung. Dabei hören wir so gut wie nie Musik!

Wo werden Tablets in erster Linie genutzt

Bei den Plätzen tauchen in den ersten 6 Positionen fünf mal die eigenen vier Wände auf. Was ist mit der mobilen Gesellschaft? Kein Café, Auto, Strand/Bad, Bahn. Tablets sind klar Gadgets für zu hause.

Was wird mit den Tablets gemacht?
Mir fällt dabei ins Auge, daß die Geräte sehr viel im Gebrauch sind, während ihre Besitzer “eigentlich” was anderes machen. Multitasking könnten man sagen. Oder: Irgendwas anderes passiert im Hintergrund oder nebenbei noch. Hier steht groß an erster Stelle: Fernsehen. Die Kiste läuft im Hintergrund, während die Tablets genutzt werden. Interessant ist auch, daß Tablets sehr vielseitig eingesetzt werden. Spielen während man auf jemanden wartet, den Wetterbericht gucken, während man sich anzieht, Musik hören, während des Kochens.

Was machen wir noch nebenher?

Google hat ebenfalls noch herausgefunden, dass viele Tätigkeiten nicht tablet-exklusiv sind. Im Gegenteil, wir tun das, was wir sonst im “echten” Leben auch machen: Musik hören, spielen, in der Umgebung nach was suchen, nach dem Wetter sehen usw. Dabei nutzen die Besitzer der Geräte am liebsten an Tablets angepasste Apps oder bei Smartphone-Apps die volle Auflösung, auch wenn sie in der Darstellungsqualität etwas schlechter wird. Man will also den Bildschirm so weit es getzt ausnutzen.

Was bedeutet das für die Nutzung im Geschäftsleben? Ich denke, Tablets werden auch hier vermehrt zuhause genutzt. Eben Geschäftsmails zu hause checken, auf die Bürodaten zuhause zugreifen. Das könnte man doch auch mit dem Laptop. Ja, könnte man. Ist technisch möglich. Allein, das Bedürfnis diese Dinge auch mit dem Tablet tun zu können ist groß, die Häufigkeit, dass es getan wird ebenso. Und damit auch der Druck, den Zugang zu geschäftskritischen Daten zu regeln. Es geht weniger darum, im Büro mit dem iPad herumlaufen zu können. Vielmehr mobil und ohne Laptop diese Dinge erledigen zu können.

Quelle Grafiken: Google (via)

Mit der Finance Cloud sorgen wir dafür, dass Banken und Finanzdienstleister die Cloud Technologie erfolgreich und sicher einsetzen können. Dabei gibt es immer wieder neue Aspekte, Features und Versionen, die für uns und unsere Kunden interessant sind.

Natürlich haben wir dabei den Markt im Auge, verfolgen Entwicklungen und potenzielle Partner. Eine der Maßnahmen dazu ist der Beitritt zu EuroCloud Deutschland_eco und beim Verband der Internetwirtschaft eco. Wir wollen einfach wissen, was sich in den Arbeitsgruppen tut, wie sich Internet- und Cloud relevante Themen verknüpfen und welche Potenziale sich daraus für uns und unsere Kunden ergeben.

EuroCloud verspricht mehr als das: Transparenz für die Anwender,  die Einführung eines SaaS Gütesiegels, Beratung bei Cloud-relevanten Rechtsfragen, ein internationales Netzwerk sowie den Zugriff auf interne Kompetenzinhalte. Letztere Formulierung stammt von dem Verband selbst. Und ich bekomme auch direkt Lust, mich intensiver mit so einem „Kompetenzinhalt“ zu befassen. EuroCloud verspricht viel: „topaktuelle Informationen durch Kooperationen mit führenden Research-Unternehmen…wichtige Entscheidungshilfen aus den vielfältigen Quellen der Cloud-Szene“.  Sehr vielversprechend, unser Beitritt. Weitere Vorteile habe ich noch gar nicht erwähnt: Lobbyarbeit über den Verband, Partizipation an seiner Presse – und Öffentlichkeitsarbeit, Experten-Know-how und Wissenstransfer.

 

Was wir davon haben? Steht noch in den Sternen, wahlweise der Kristallkugel oder auch den Wolken. Aber die Chancen stehen gut, hier auf wertvolle Inspirationen zu stoßen…

Warum gerade diese Videowahl? Bei 2:07 tritt eine Mumie auf – sprich Verband wie z.B. Eco und Eurocloud, und zudem hilft Musik dabei, Inhalte nachhaltig zu vermitteln.

 

Gerade eben erhalte ich neueste Bitkom-Daten. Dieses Mal zum Thema Tablets. Kurz gesagt: Sie sind im Massenmarkt angekommen. Die Aussage ist noch keine Nachricht wert. Das war zu erwarten. Der Umsatz stieg innerhalb des Jahres um 163% auf mittlerweile 2,1 Mio Stück. Interessanter finde ich immer wieder die Tatsache, dass man Tablets den Computern (PCs/ Notebooks ect) zurechnet. Ich halte sie eher für eine eigene Art von Klasse. Die Zurechnung zum Gesamt-Computermarkt wird sich aber durchsetzen.

Bitkom-Zahlen zu Tablets im Deutschen Markt

Bitkom-Zahlen zu Tablets im Deutschen Markt

Tablets Marktzahlen
Demnach schaffen 2011 Tablets bereits 16% Anteil am gesamte PC-Markt. Der Gesamtumsatz beträgt 1,1 Mrd. Eur. Ein Gerät kostet also durchschnittlich 534 Eur. Die Verkaufszahlen von Tablets sollen bei uns 2012 um 29 % auf 2,7 Mio. Stück steigen. Der Umsatz legt jedoch nur um 19 Prozent auf 1,3 Mrd. Eur zu. Damit werden sie also günstiger, was dem Einstieg neuer Anbieter mit billigeren Geräten zu danken ist. Momentan ist Amazon mit seinem günstigen neuen Kindle Fire  auf dem Weltmarkt die Nr. 2 hinter dem iPad. Es wird 2012 auf den europäischen Markt kommen.

Die Geräte werden vom hippen Gadget zum alltäglichen Begleiter, ob privat oder in der Arbeit. In letzterem wirds interessant. Ich beobachte hier eine Mischung aus Angst, wenn Management und Mitarbeiter die Geräte einschleppen (Consumerization) und Goldgräberstimmung, was man damit nicht alles machen könne. Die IT-Provider bringen sich mit Service-Modellen für diese Geräteklasse in Stellung. Mobile Device Management heisst das Zauberwort. Hier zählt man die Tablets nicht zu  dem Computern sondern spendiert ihnen zusammen mit den Smartphones eine eigene Klasse: Mobile (Devices).

 

Es ist uns gelungen für das 11. FI-TS Management-Forum Daniel Domscheit-Berg als Sprecher zu gewinnen. Er wird am 08. März 2011 in der BMW Welt München über ”Angriffe aus dem Netz, Bedrohungen und neue Herausforderungen für Unternehmen” sprechen. Er zeigt die Entwicklungen auf, die sich hier in den letzten Jahren aufgetan haben. Wie sollten Unternehmen sie bewerten, wie kam es dazu und wie sollten Unternehmen sich davor schützen? Sind es nur technologische Herausforderungen oder ist das etwas zu kurz gedacht?

Daniel-Domscheit-Berg spricht auf dem FI-TS Managment-Forum

Daniel Domscheit-Berg
Er ist Gründer und Sprecher der Whistleblowing Plattform OpenLeaks. Davor war er Sprecher von WikiLeaks. Domscheit-Berg ist Mitglied des örtlichen Chaos Computer Clubs Berlin. Er studierte angewandte Informatik und arbeitete bis anfang 2009 als Netzwerkingeniuer mit den Schwerpunkten IT-Sicherhit und WLAN-Technologien bei Electronic Data Systems

 

Ende des Jahres geben die Beraterfirmen gerne ihre Trendeinschätzungen fürs nächste Jahr ab. Das hat Tradition, wie die Jahresrückblicke im Fernsehen im Dezember. In Beiden liest oder sieht man häufig das Gleiche. Da kann man sich oft nur durch die Darstellung und Leserfreundlichkeit unterscheiden.

Und so kam mir der Goldmedia Trendmonitor 2012 in die Finger. Kurz. Prägnant und eine Infografik dazu.

Der Goldmedia Trendmonitor 2012

Was kommt, bzw. setzt sich durch

  • Social Intelligence: Social Media-Einsatz im Geschäftsleben erreicht eine breite und kritische Masse. Die Zeiten der Pioniere gehen dem Ende zu. Die Masse der Folger und Zug-Aufspringer in den Unternehmen kommt in fahrt.
  • Mobile Video/TV: Fernsehsendungen werden zunehmend auf versch. Geräten gesehen, auch ein und die selbe Sendung von ein und den selben Personen. Zeitversetztes Fernsehen, Einzelkauf von Sendungen oder Serien trotz Free-TV Sendung
  • Smart TV: Die Verbindung von TV und Internet durch z.B. internetfähige Fernsehgeräte. Steckt noch in den Kinderschuhen, wird einen Schub erleben, aber noch nicht den Durchbruch
  • Social TV: Erlebt hingegen den Durchbruch. TV-Zuschauer wählen sich über ein Social-Media Portal direkt in eine TV-Sendung ein, kommunizieren untereinander, mit den TV-Machern, wünschen sich, bewerten… Hier haben die Privatsender die Nase vorne.
  • Musik: Download schlägt CD: legale Musikdownloads, Abo-Modelle, Streaming-Anbieter werden die CD-Produktion überflügeln. Die CD entwickelt sich zum Sammlerobjekt für Liebhaber oder Audiophile. Hier werden v.a. neue Modelle wie Cloud- oder Streamingdienste zu Buche schlagen. Das Ende der CD wird nicht kommen, aber eingeläutet.
  • Smartphone wird zur Lebens-Fernbedienung: Auch hier naht der Durchbruch durch extrem steigende Abdeckung der Bevölkerung durch Smartphones, die fast vollständige Ablösung von Handys zugunsten von Smartphones und den Beginn von LTE.
  • E-Reader setzt sich durch: Endlich? Fast jedes Jahr wird sein Durchbruch prophezeit. Autoren können sich übers Internet selbst vermarkten, analog den Musikern. E-Reader werden über Abo-Modelle von Verlagen stark subventioniert an die Leser ausgegeben. Amazons Kindle deckt auch das Niedrigpreissegment ab. Die Bildschirmqualität lässt längeres Lesen zu.
  • Online-Werbung: Die Werbebudgets wandern weiter richtig Internet. Nicht bei Print, da beobachten wir das schon lange. Nein, bei der Fernsehwerbung kommt Bewegung rein. Durch Online-Angebote wie die Mediatheken der Sender, Live-Übertragungen von Sportereignissen auf der einen und die Verbreitung der Geräte auf der anderen Seite, werden immer mehr TV-Sendungen mobile und online geguckt. Da lässt sich natürlich vor und während der Sendung Werbung schalten.
  • Cloud-Dienste kommen beim Endverbraucher an: Sind sie das nicht längst? Goldmedia meint, nein. Das kommt erst 2012. Telekom, Amazon, Strato, Goolge oder Apple locken mit Komplett-Paketen wie beispielsweise die iCloud. Sie gehen weit über Mail- Video- Foto oder Storagedienste hinaus.
  • NFC- Near Field Communication: Hier sieht Goldmedia ebenfalls einen großen Schritt nach vorne. Neben der Logistikbranche kommen viele Dienste beim Verbraucher zum Durchbruch durch die breite Bereitstellung von NFC-fähigen Smartphones und die verschlüsselte aber einfache Kommunikation der Geräte/Leser untereinander. Szenarien: Automatischer Kauf von Bahntickets, schlüsselloses Öffnen von Türen, Bezahlfunktionen in Gastronomie und Einzelhandel.

Was geht bzw. wird abgelöst

  • Glasfasertechnik: Sie geht natürlich nicht, sondern kommt weiterhin nicht – beim Endverbraucher an. Der Ausbau bis zum Haus, bzw. Wohnung kommt den Netzbetreibern zu teuer. Hier wird sich vermutlich LTE schneller durchsetzen als die Kabeltechnik im Boden in einem bereits erschlossenem Land wie unserem.
  • Bluethooth: Im Vergleich zu NFC (siehe oben) ein alter Zahn und komplizierter zu bedienen, einzustellen oder administrieren.

Was ist davon zu halten?
Ich kann hier nur meine persönliche Einschätzung entgegenhalten: Die Entwicklung geht weiter, wird aber nichts davon radikal ablösen. NFC wird kommen. Ich sehe den Durchbruch im Massenmarkt aber definitiv nicht 2012. Da fehlt es an Geräten auf der Verbraucherseite und v.a. auf der Händer- bzw. Anbieterseite. Auch glaube ich nicht an den Durchbruch von LTE. Die Dienste werden auf den Markt kommen. Erst mal sehr teuer, für Unternehmen oder private High-End-User. Damit steht und fällt aber die Verfügbarkeit von schnellem kabellosen Internet. Und damit auch die mobilen Dienste wie Musik- Film- oder TV-Streams oder diverse Cloud-Dienste. Werbung in Mediatheken erlebe ich jetzt schon. Unterbrecherwerbung während der Sendung wird zunehmend nervig (bsp. Stromberg bei Myspass.de). Hier fällt den Machern nichts besseres ein, als die verhassten Werbeunterbrechungen aus Fernsezeiten ins Internet zu transferieren. Was ich aber insgesamt dazu sagen kann: Diese Vielzahl an Entwicklungen beschleunigen unser Leben weiter. Sie kommen schneller, als alles was wir in der Vergangenheit erlebt haben, egal ob Telefon, Fernsehen oder das gute alte Ich-geh-ins-Internet am PC.

Anfang eines Monats schaue ich mir regelmässig die Browserstatistiken des Statcounter-Dienstes an. Sehr interessant fand ich dieser Tage die häufig verbreitete Meldung: Google Chrome überholt den Firefox. Das betrifft die weltweiten Statistiken, die lokal allerdings sehr schwanken. In Südamerika beispielsweise hat Chrome den Firefox schon lange hinter sich gelassen und gerade den noch führeren IE überholt. Ich habe den Zeitraum der letzten zwei Jahre von Nov 2009 bis Nov 2011 betrachtet.

Firefox führt in Deutschland
Da wollte ich es für Deutschland mal genau wissen. Und siehe da: Der Firefox führt noch mit 52% gegenüber Googles Chrome mit lediglich 12 %. Der Internet Explorer, vornehmlich von Unternehmen genutzt, liegt in der Mitte bei 25,16%. Chrome ist zwar der klare Aufsteiger, liegt aber noch weit hinter dem Firefox.

Statcounter Browserstatistik für Deutschland, Nov. 2011

Im Vergleich zu anderen Regionen sind die Kurven für Deutschland relativ moderat. Es sind zwar Entwicklungen nach oben oder unten zu erkennen, jedoch nicht so extrem und schnell wie anderswo. Warum das so ist, darüber kann ich nur spekulieren. Ist der Deutsche seinem Browser treuer? Ist er bequemer, was Veränderungen an der Benutzeroberfläche angeht und bleibt lieber bei “seinem”? Wie sehen sie das?

Mobile vs. Desktop
Vor Kurzem bekam ich von einer Agentur die Anfrage, ob sie sich nicht bei mir vorstellen dürften. Wir würden ja an sehr interessanten mobilen Lösungen arbeiten, aber unsere eigene Webseite hätte noch keine mobile Version. Ja, das stimmt, sie ist “nur” für mobil optimiert. Ist auf der Agenda, hat aber nicht die oberste Prio. Sehen wir uns also mal die Statistik für mobiles Surfen im Gegensatz zur klassischen Variante mit Mac oder PC an:

Verteilung der Internetnutzung zw. mobil und stationär

Mit mobil sind hier eher Tablets und Smartphones gemeint, nicht Laptop & Co. Und da schauts gleich wieder ganz anders aus. Der Anteil der Seitenzugriffe von mobilen Geräten aus beträgt im November 2011 2,33%. Es ist zwar eine Tendenz nach oben zu erkennen, sie ist aber sehr zart und langsam steigend.

Meine interne Web-Statistik zeigt keine großen Abweichungen zu der von Statcounter. Also liebe Agenturen, das Thema mobile Webseiten wird aktuell, brennt aber nocht nicht. Hier spielen vor allem die eigenen Ziele, die strategische Ausrichtung des Unternehmens und Fragen wie Image oder technische Führerschaft eine Rolle. Will ich den Zug mit anschieben oder rechtzeitig aufspringen?

Fazit:
Es ist viel Bewegung im Browsermarkt. Googles Chrome Browser ist klar auf dem Vormarsch. Die Entwicklungen in Deutschland verlaufen hier langsamer, es gibt weniger Ausreißer nach oben oder Verlierer nach unten. Mobiles Internet hat im Vergleich zur stationären Nutzung noch einen weiten Weg vor sich. Der kann aber sehr schnell zurückgelegt werden. Ob ein Unternehmen spezielle mobilen Webseiten anbietet ist eine eher marktgetriebene und strategische Frage, denn eine “muß man haben”-Frage.

Peter Hinssen wird die Eröffnungs-Keynote auf dem 11. FI-TS Management-Forum halten. Hinssen ist einer der führenden Denker in Europa wenn es um die Auswirkungen von Technologien auf unsere digital vernetzte Gesellschaft geht. Er ist Mitbegründer der Across-Gruppe und Vorstandschef von Across Technology. Derzeit trainiert er Führungskräfte in der Entwicklung von Innovationsperspektiven für die Zukunft.

Peter Hinssen spricht auf dem FI-TS Management-Forum “The New Normal”.

The New Normal
Mit New Normal beschreibt er die Phase des Weges der Digitalisierung, in der sie zum “Normalen” geworden ist. Wir sind auf dem Weg dorthin genau in der Mitte. Bisher haben wir jede Entwicklung in der IT als “neu” aufgenommen, adaptiert oder sogar abgelehnt. Künfitig aber wird das “Digitale” uns überall umgeben, nichts Besonders mehr sein, einfach das “Normale”.

Definition von Arbeit
Ein wunerbarer Satz, der leider oft zutrifft, ist seine Defintion von Arbeit: “Arbeit ist die Zeit des Lebens, in der sich die Menschen mit veralteter und langsamer Technologie herumschlagen müssen.” Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Weitere Infos zu Peter Hinssen:

Twitter
Facebook
Youtube
Webseite

Und ein sein Kurzvortrag auf der TEDx in Brüssel vor ein paar Tagen zum Thema Entwicklungen im Gesundheitsmarkt.