Next Banking: Im Zeitalter der Digitalisierung

Digitalisierung auf dem Vormarsch

Digitalisierung auf dem Vormarsch

Neulich hat mich mein Kollege Ralph Schlichtmeier auf die Veranstaltung „Gespräch in der Burgstraße“ hingewiesen. Das Thema lautete: „Next Banking: Wer betreibt das Bankgeschäft von morgen?“ In Berlin diskutierten hierzu Vertreter aus Wirtschaft und von Banken.

Digitalisierung Banken
Das Thema haben wir im  FI-TS Blog auch schon des Öfteren behandelt. So beispielsweise, ganz aktuell, im Blogbeitrag Das Ripple Potential. Der Open-Source Code bietet die Möglichkeit, finanzielle Transaktionen ohne einen zentralen Betreiber wie eine Bank durchzuführen. Dieses Bankgeschäft käme schon mal ohne Bank aus. Das will es aber gar nicht. Und so war auch der Grundtenor aus der Veranstaltung des Bankenverbandes, die Nähe zum Kunden auszubauen. Das funktioniert, in dem man Kontaktmöglichkeiten auf möglichst vielen Kanälen anbietet und auch erreichbar ist.

Digitalisierung Versicherungen
Digitalisierung beeinflusst natürlich nicht nur Banken. Wir beleuchten die Veränderungen auch für Versicherungen: Versicherungen werden digital(er). Es geht darum, dass der Kunde, auf der Suche nach einem geeigenten Produkt, eher  seinen Online-Suchergebnissen oder Empfehlungen aus dem Freundeskreis vertraut, als Beratern. Bieten diese Plattformen auch noch den Abschluss an, dann bekommt ein anderer die Provision. Suchmaschinen und Empfehlungsmarketing bekommen somit mehr Einfluss denn je auf die Verbraucherentscheidung.

Quelle: banking4tomorrow.com

Quelle: banking4tomorrow.com

Mobile Banking als Beispiel
Meiner Meinung nach am besten wird das Thema Digitalisierung allerdings von unserem diesjährigen Key-Note Sprecher Brett King kommentiert.  King bezweifelt sehr stark, dass die neue Generation von Kunden, die sogenannten “Digital Natives”, noch in eine Bankfiliale gehen, um sich dort von einem Bankfachmann beraten zu lassen. Filialen, Bankautomaten und Kreditkarten seien zukünftig einfach nicht mehr gefragt, so Brett King. Stattdessen übernehme eine App den Beratungsjob, denn sie wisse besser, wie es mit den Finanzen aussehe. Schließlich liefen hier alle Einnahmen und Ausgaben zusammen. Der Argumentation lässt er auch Taten folgen. Bereits 2011 entwickelt King die Mobile-Banking-Anwendung Moven und konzentriert sich ganz auf das Mobile Business im Bankensektor. „Mobile“ heißt: Kein Online-Banking im Browser, keine PINs, keine TANs.

Fazit
Der Bankenverband fragt in der Einleitung der Veranstaltung: „Wer hat in diesem Wettbewerb welche Ausgangsbedingungen? Wie werden sich Produkte und Märkte verändern und welche Akteure werden dabei die Gewinner, wer die Verlierer sein?“

Kleine Unternehmen haben es natürlich leichter, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Sie sind  wendiger und können sich schneller an veränderte Rahmenbedingungen anpassen als beispielsweise Großbanken. Sind sie damit auch näher an den Bedürfnissen der zukünftigen Kunden?
Wie in allen Bereichen werden diejenigen Unternehmen am erfolgreichsten sein, die sich in den Kunden hineindenken und Lösungen für wahre Bedürfnisse anbieten. Doch was will der Kunde? Er wird antworten: „Die besten Produkte und Dienstleistungen 24/7.“ Mit welchem Medium die angeboten werden, entscheidet jeder nach seiner Präferenz.
Interessanter ist: Traue ich dabei einer Bank eher zu, die richtigen Produkte zu filtern bzw. am besten zu beraten? Das kommt auf meine bisherigen Erfahrungen mit ihr an. Hat mich die bisherige Performance nicht überzeugt, probiere ich was Neues aus. Sollte mich die neue, innovative Lösung begeistern, bleibe ich dabei. Dabei muss „innovativ“ nicht immer gut sein. Man kann auch recht innovativ am Kunden vorbeientwickeln.
Gefällt mir die neue Lösung nicht, dann gehe ich zurück zu einer Bank. Zu welcher? Bei welcher sind Sie denn? Sind Sie zufrieden?

Veranstaltungen wie diese in der Burgstraße sind dazu da, auf Trends aufmerksam zu machen. Blogs im Übrigen auch.

Wolke_Lupe

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