Sberbank Conference Euro Finance Week

SBERBANK

Im Rahmen der Euro Finance Week lud die Sberbank am 22.11.2012 im Frankfurter Congresscenter zur SBERBANK Confernce 2012 zu 4 unterschiedlichen Panel- Diskussionen ein.

Eine so hochkarätige und spannende Besetzung von den Teilnehmern und Themen habe ich in der Form noch auf keiner Veranstaltung gesehen! Die Themen/Teilnehmer und eine kurze Zusammenfassung gibt es schon heute. Da die Veranstaltung gerade in den Panels 2-4 für mich persönlich zu viele spannende Inhalte hatte, werde ich in den nächsten Tagen mal mehr zu den einzelnen Themen schreiben.

Panel 1 : «New Economy in Europe: Between a Rock and a Hard Place»
Dieses Panel mit 5 Staatsoberhäuptern und einem ehmaligen Bundeskanzler hat denke ich in der Form noch nicht stattgefunden. Dr. h.c. Gerhard Schröder, Ivica Dacic, Dr. Viktor Orbán, Prof. Václav Klaus, Milorad Dodik, Dr. Zlatko Lagumdzija diskutierten über die Euro-Entwicklung, die Währungsunion und die Zukunft der Banken von der politischen Seite aus. Das Statement von Herman Gref, das er in der jetzigen Form der europäischen Währungsunion keine Zukunft sieht, teile ich zwar nicht – aber interessant waren die teilweise sehr kritischen Statements der Regierungschefs zu Europa und insbesondere zum Euro.

Das erste Panel und die Eröffnung von Gerhard Schröder

Das erste Panel und die Eröffnung von Gerhard Schröder

Panel 2: IT Innovation in Banking: The Impact of Social Computing and Big Data
Die einzelnen Positionen der Teilnehmer hätten nicht unterschiedlicher sein können. Brett King der mit seiner neuen Movenbank komplett auf mobilen Zugang zu einer Bank setzt, Anthony Thomson der mit der Metro Bank gerade in England die Filialen neu erfindet, Sir Terence P. Leahy als ehmaliger CEO der „Supermarkt/Online Bank“  Tescobank und Victor Orlovskiy der als Vertreter der SBERBANK der auch die Kleinstfiliale mit 2 Personen auf dem Land hochhalten muss, diskutierten nach einem Impulsvortrag von Brett King über Neue Wege an den Kunden zu gehen. Einig waren sich alle, dass in der Zukunft nur Banken überleben können, die dem Kunden online oder offline Mehrwerte bieten können die weit über das hinausgehen was wir heute und die letzten 20 Jahre von Banken gesehen haben. Zum Thema Big Data und die Verwertung in Banken war das Statement von P.Leahy in meinen Augen sehr treffend: „before banks try to deal with big data – they should learn how to operate with small & daily business data“.

Keynote zum Einstieg von Brett King

Panel 3: Innovative Approach to Banking the Small Business: Trend or Utopia
Auch in diesem Part der Veranstaltung schaffte es die SBERBANK das Who ist Who der großen Player an einen Tisch zu bringen. Die größte Italienische Bank Intesa Sanpaolo spricht mit der Deutschen Bank, der Royal Bank of Scotland und der ABN Ambro über das Klein- und Mittelständische Firmenkundengeschäft. Moderiert wurde diese Diskussion von dem Managing Director der Banking Unit von Accenture und auch die Kundensicht wurde durch den Vertreter einer türkischen Mittelstandsvereinigung eingebracht. Interessant war, dass fast alle Institute in den nächsten Jahren eine deutliche Verbreiterung des Consulting Angebots für KMUs sehen. Was mich erstaunte ist, das die RBS unter einen eigenen Portal ihren Kunden heute schon Software und Platform as a Service Produkte wie z.B. Abrechnung & Steuersoftware, Content Management Systeme und Emailzugänge kostenfrei anbietet!

Panel 4: Changing Landscape of Retail Banking: Trends that Reshape the Future of Financial Services
Interessanterweise hat sich Laurent Le Moal, Vice President CEMEA von Paypal (hier ein spannendes und langes Video), diesmal mit Innovationen zurückgehalten und eher in Richtung Paypal als Kooperationspartner für Banken gespielt – Interessant wären mal die Offlinepläne von Paypal für Europa gewesen. Die Kooperation in USA mit Discover, die Debit Kreditkarte mit Mastercard in 7-Eleven Stores und die Kooperation mit Moneygram als „Filialnetz“ finde ich spannend aber auch gleichzeitig aus Sicht der Banken bedrohlich. Die Meinung vom CEO Central and Eastern Europe einer Commerzbank Tochter, dass Firmen wie Apple und Google kein Know How im Banking haben und daher auch keine Ambitionen in der Finanzdienstleistungsbranche haben – halte ich für sehr mutig.

Also – mehr zu den einzelnen Themen gibt es in den nächsten Tagen.

Über die Sberbank
Die SBERBANK wurde 1841 in Russland als Verbund von Sparkassen gegründet und ist heute über 250 Millionen Privatkunden und ca. 19.000 Filialen die größte und führende Bank in Russland. International aggiert die Bank in Weisrussland, Kasachstan, Ukraine in der Türkei. Durch den Zukauf der Volksbanken International AG aus Österreich ist das Institut mittlerweile auch in der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien vertreten. Representanzen gibt es in China und in Deutschland. Auch in Indien gibt es eine sogenannte „Branch“.

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