Kategorie: Technologie

Das Ripple Potenzial

FI-TS_motiv_technologie_rippleDigitale Zahlungsmittel erleichtern, als sogenannte Komplementärwährungen bzw. Kryptowährungen, den globalen Geldtransfer, indem sie ihn schnell und günstig gestalten. Heute widmen wir uns im FI-TS Blog dem Open-Source-Protokoll Ripple.

Der Open-Source-Code Ripple
wurde, wie bitcoinmoney.net berichtet, vom Unternehmen Ripple Labs entwickelt und fungiert als dezentrale Handelsplattform für Währungen und Vermögenswerte. Ripples (auch XRP genannt) können weltweit, elektronisch  beliebig und  direkt zwischen einzelnen Teilnehmern (peer-to-peer) überwiesen werden. Dabei ist diese virtuelle Währung als “Brückenwährung” zu verstehen. Zwischenschritte, die Banken oder Behörden involvieren, fallen dabei weg. Das macht die Transaktionen kostengünstiger und schneller als bisher.
Prinzipiell sind alle realen Währungen wie Euro, USD oder Yen, sowie auch digitale Währungen wie Bitcoins und Treuepunkte, bei Ripple komplett austauschbar.
“Ripple bietet die  Möglichkeit, finanzielle Transaktionen ohne einen zentralen Betreiber  durchzuführen”, wird  Chris Larsen, CEO von Ripple im Artikel von American Banker zitiert.

Trotzdem sollen Banken und andere Finanzinstitute ihre gut ausgebaute Zwischenhändlerrolle behalten. Mit dem integrierten Ripple-System werden die Abläufe dynamischer und wettbewerbsfähiger, so Richard Samson in seinem Artikel “SUPERMONEY” bei World Future Society. Ralf Keuper fasst in seinem Beitrag in Bankstil die Aussagen zu Ripple zusammen. Bank und Ripple ergeben zusammen genommen ein hybrides, modifiziertes, effizientes System.
Wollte bisher eine Person einen Betrag in einer, bspw. afrikanischen Währung einer anderen Person im Euroraum zukommen lassen, musste sie bisher Wartezeiten des internationalen Geldtransfers in Kauf nehmen. In dieser Zeit wurden die Devisen-Transaktionen überprüft. Das geht nun schneller.

Funktionsweise Ripple
Mit der Ripple-Technologie werden diese Prozesse umgangen. Die afrikanische Währung wird in XRPs konvertiert und ein Partner gesucht, der seine Euros in  XRPs umwandeln möchte. Die Währung kann über verschiedene Handelsplattformen erworben werden. Man erstellt sich dafür vor der Transaktion eine Ripple-Wallet auf ripple.com.

Fidor als erste Anwenderbank
Als weltweit erste Bank will die Fidor AG das Ripple-Protokoll einsetzen. Mit Ripple können Fidor-Kunden Überweisungen in jeder Währung zu guten Konditionen bei der Fidor Bank  aufgeben und verschicken. Ein separater Ripple-Account ist dabei voraussichtlich nicht nötig.

Meinung
Ziel von Ripple ist, einen schnellen und kostengünstigen Weg von Transaktionen zwischen weltweiten Währungen von Person zu Person über das Internet zu kreieren. Funktioniert das komplikationsfrei, ist das Netzwerk eine tolle Neuerung  und das Unternehmen dahinter wird sehr erfolgreich werden. Verwendet man das Protokoll, um Transaktionen effizienter zu gestalten, können Banken im Hinblick auf Schnelligkeit und Kostenersparnis profitieren. Sehr schön finde ich die zugegebenermaßen werbeträchtige Idee von Ripple Labs, den Kunden derzeit die Möglichkeit zu bieten, XRP auch durch soziales Engagement zu erhalten.

Wie das Ripple-Protokoll funktioniert, zeigt dieses kurze Video:

Video- statt Postident?

FI-TS_Blog_Alternative_Postident
Identifizierung duch Videoübertagung: Ist das Verfahren unkomplizierter als Postident?

Das Postident-Verfahren ist bei einer Online-Kontoeröffnung eine zwingende, aber auch umständliche Maßnahme. Als angehender Kunde muss man persönlich zu einer Postfiliale gehen und seine Identität überprüfen lassen. Diese Überprüfung ist nach der Abgabenordnung  obligatorisch. Ich hätte ja auch gar nichts dagegen, wenn bloß nicht dieser umständliche Gang zur Post wäre. So muss ich eher von der Arbeit weg (Öffnungszeiten) und rein in die Schlange, die es in einer Postfiliale ja immer gibt. Zumindest ist es so, wenn ich eine betrete.

Von analog zu digital
Aber es soll bald eine andere Möglichkeit der Identifizierung geben. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, kann ich das bald auch per Videoübertragung erledigen. So muss ich mich via Skype mit einem Bankmitarbeiter verbinden, meine Dokumentennummer nennen und meinen Ausweis in die Kamera halten. Bitte leicht schräg halten, so dass die Hologramme gut sichtbar sind. Das ist aber anscheinend nicht sicher genug. Um das Verfahren noch sicherer zu gestalten, muss ich also zusätzlich noch eine TAN Nummer angeben, die mir vorher per SMS oder Mail zugeschickt wurde. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat diese Schritte in ihrem Rundschreiben erklärt.

Das klingt ok, aber trotzdem noch komplex. Hoffentlich ist die Bildübertragung ausreichend gut. Denn beim Skypen erkenne ich meinen Freund manchmal nur an der Stimme.
Eine andere und aus dem Gesichtspunkt der Bildqualität sicher bessere Möglichkeit ist die Identifizierung per Smartphone-Kamera. Unsere FI-TS Kunden IngDiba und DKB möchten sich dieser Methode öffnen.

Meinung
Ich würde auf diesen Dienst zurückgreifen, wenn ich mir dabei Zeit spare. Dafür muss ich den Bankmitarbeiter ständig erreichen können und nicht, wie bei so vielen Diensten, beim Verbindungsversuch minutenlag Warteschleifenmusik hören. Ein 24/7 Service wurde zwar zugesagt, interessant wird es dann aber beim Praxistest. Natürlich soll auch die Datensicherheit gewährleistet sein.
Was es der Bank bringt? Sie gewinnt Kunden und bindet sie. Die Fälle, in denen Kunden einen Online-Abschluss vornehmen und sich anschließend nicht identifizieren, werden durch die Videoidentifizierung minimiert. Außerdem bieten den Dienst noch nicht viele Banken an und neue Dienstleistungen sind beim Wettstreit um die Gunst des Kunden oft das Zünglein an der Waage.

 

Bracelet-Payment!

Das bPay-band birgt einen integrierten Chip, auf dem Geld und (Fahr-, Eintritts-, Membership-) Karten hinterlegt werden können.     Das bPay-band birgt einen integrierten Chip, auf dem Geld und (Fahr-, Eintritts-, Membership-) Karten hinterlegt werden können.
Das bPay-band birgt einen integrierten Chip, auf dem Geld und (Fahr-, Eintritts-, Membership-) Karten hinterlegt werden können.

Im FI-TS Blog beschäftige ich mich ja häufig mit Mobile Payment. Bargeldlos bezahlen, Smartphone an den Counter halten-fertig.
Die Großbank Barclays kommt bald mit einem Bracelet/Armband – dem bPay-band auf den Markt. Mit diesem Armband ist das Bezahlen ähnlich unkompliziert. Es birgt einen integrierten Chip. Besitzt man ein Konto bei der englischen Bank, kann man Bargeld auf den Chip laden und an speziellen Terminals abbuchen lassen. Dazu wird kein Pin benötigt. Einfach das Armband an den Counter halten und fertig.

Einsatzplätze
Besonders nützlich ist ein bPay-band auf Festivals: Das Ticket und Geld für Getränke sind auf dem Chip hinterlegt. Nach dem Festival fahre ich mit eingescannter Monatskarte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause. Damit habe in nur noch meinen Haustürschlüssel in der Tasche. Positiver Effekt ist, die Zeitersparnis, die eine Abbuchung per Chip mit sich bringt. Vorausgesetzt natürlich, alle Betroffenen kennen sich aus. Negativ: Kommt das Band abhanden, ist man ohne Geldbörse recht eingeschränkt unterwegs. Damit der monetäre Verlust in so einem Fall nicht allzu sehr schmerzt, ist die Auflade-Summe auf 20 Pfund begrenzt.

Einsatzmöglichkeit WM
Eine super Einsatzmöglichkeit ist nun auch, ganz aktuell, ein Besuch im Fußballstadion beim Public Viewing. Eintrittsticket ist auf dem Chip, Geld für Bier und Bratwurst auch und die Hände frei für Fähnchen, Tröten, Rasseln und weitere Fanutensilien. Allerdings ist das bPay-band mit Barclays und damit mit England verknüpft. Mal schauen, wie das Fußballteam morgen beim Spiel gegen Uruguay und am 24. Juni gegen Costa Rica abschneidet. Allerdings dürfte das für die Verwendung des Bezahl-Armbandes irrelevant sein. Sein Launch steht zwar noch in diesem Jahr an, wann genau, ist aber noch nicht bekannt.

Großbank als Betreiber
Ist das nun eine Lösung mit der Chance sich durchzusetzen oder nur eine von vielen? Ein großer Unterschied zu den vielen anderen mobilen Zahlungsmöglichkeiten ist der Betreiber: eine Großbank. Hier steckt von Anfang an mehr Power dahinter. Das betrifft sowohl das „Werbe“- bzw. Verbreitungsbudget als auch die potentielle Zielgruppe bei den Kunden (man hat schon eine Geschäftsbeziehung zu ihnen) als auch der Vertrauensfaktor.
Bringt eine große Bank oder eine Banken-Organisation eine Lösung heraus, sind deren Chancen einfach größer als bei einem Startup, das erst Klingelputzen gehen muß.

Nutzen der Lösung
Die andere Seite sind die Kunden. Brauchen Sie so eine Lösung? Macht das irgendetwas einfacher oder schneller? Warum setzen sich mobile oder allgemein gesagt, alternative Bezahlmöglichkeiten so langsam bis gar nicht durch? Julian Achleitner von den Bankingnews brachte das vor kurzem gut auf den Punkt: Weil wir in einem gesättigten Markt sind und bereits genügend Zahlungsmöglichkeiten haben, die wir eh nicht annähernd ausschöpfen. Eine neue Lösung zusätzlich wird wohl nur von einer kleinen affinen Gruppe aufgenommen. Das Angebot, das ein bereits etabliertes ablöst, muß wirklich erst noch gefunden werden. Und viele glauben, dass wir momentan gar keine neue Lösung brauchen.

 Meine Einschätzung dazu: Es ist eine coole weitere Bezahlmöglichkeit, die wie alle anderen auch drei Faktoren benötigt: einen starken Anbieter bzw. Herausgeber, eine Vielzahl von Bezahlmöglichkeiten/Partnern und die kritische Masse an Usern, die gerne wechseln wollen. Bis das nicht erreicht ist, sehe ich auch hier noch nicht den Durchbruch.

Auf Festivals, beim Public Viewing oder auch im Urlaub am Strand finde ich das bPay-band sehr nützlich.
Auf Festivals, beim Public Viewing oder auch im Urlaub am Strand finde ich das bPay-band sehr nützlich.

Mainframe Know-how weiterhin gefragt (Teil2)

Mainfame mit all seinen Vorteilen wird sich noch lange am Markt halten
Mainfame mit all seinen Vorteilen wird sich noch lange am Markt halten

Im ersten Teil unserer Reihe hat mein Kollege Andreas Mäkel auf die Entwicklungen der Plattform Mainframe und ihren heutigen Stand in der IT hingewiesen. Heute beschreibt er die Zukunftsaussichten. Würde ich mein Studium im Bereich IT beginnen, käme mir sicher nicht automatisch in den Sinn, mich auf Mainframe-Systeme zu spezialisieren. Warum das aber doch eine gute Idee sein kann, lesen Sie jetzt:

Mainframe Bereiche
Der Mainframe bietet diverse Möglichkeiten, die Berufskarriere zu starten. Das müssen nicht unbedingt nur die systemnahen Bereiche wie Systemprogrammierung und Hardwarearchitektur sein. Auch Bereiche wie beispielsweise Security, Netzwerk, Middleware (dazu gehören DB2, CICS uvm.), Automation, Speichermanagement, Produktionsplanung, Produktionssteuerung oder Output Management gehören dazu.

Mit Mainframe durchstarten: Andreas Mäkel erklärt warum.
Mit Mainframe durchstarten: Andreas Mäkel erklärt warum.

Output Management Mainframe
Greifen wir uns mal das Output Management heraus. Hier haben Datensicherheit, Performance und Ausfallsicherheit für unsere Kunden höchste Priorität. Und das stellen wir ihnen selbstverständlich 7×24 zur Verfügung.
Mainframe bildet für uns mit seinem Betriebssystem z/OS  die Basis, um unsere Outputanwendungen bereit zu stellen. In den Outputanwendungen archivieren wir Daten und stellen die auch wieder zur Verfügung.

Oberflächen
Die Bereitstellung von Daten läuft nicht nur unter der “alten” 3270-Oberfläche. Wir bieten Outputmanagement auch unter modernsten Web-Oberflächen, bei denen man nicht erwartet hätte, dass sich dahinter ein Mainframe verbirgt. Die neuen Oberflächen laufen dann bspw. unter z/Linux.

Ausblick
Darum kann ich abschließend sagen, dass sich Mainframe mit all seinen Vorteilen noch lange am Markt halten wird. Datenintegrität, Sicherheit und Kompatibilität sprechen einfach für sich. Informatik-Studenten empfehle ich daher unbedingt, sich mit Mainframe zu befassen. Bei Fragen zu Mainframe und seine Praxisanwendungen können sie sich auch gern an mich und meine FI-TS-Kollegen wenden.

Mainframe ist immer noch State of the Art! (Teil1)

Mein Kollege Andreas Mäkel aus der Abteilung Output Management Mainframe schreibt heute über die Entwicklung und die Vorteile der Plattform Mainframe. Das System gibt es schon seit ein paar Jahrzehnten.

Andreas Mäkel50 Jahre Mainframe
Vielleicht haben Sie es auch mitbekommen: Am 7. April 2014 wurde der Mainframe 50 Jahre alt. Wer hätte das gedacht? Ich erinnere mich noch gut an die Artikel in der Computerwoche in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. Die sagten dem Großrechner der IBM ein nahes Ende voraus.
Stattdessen sollten Distributed Systeme, die seit späten 80er Jahren auf Erfolgskurs waren, die als proprietäre Plattform bezeichneten Großrechner ablösen.

Heute sind es zwar weniger Mainframe Installationen weltweit, aber immer noch genügend Nutzer vorhanden, um die Weiterentwicklung der Plattform bei IBM voranzutreiben.

State of the Art
Warum ist ein System dem selbst von IBM nur eine Lebenserwartung von 20 bis 25 Jahren prophezeit wurde, noch immer bei vielen Banken und Versicherungen im Einsatz? Gerade in der Finanzbranche sind Themen wie Hochverfügbarkeit, Performance, Security und Datenintegrität unverzichtbar. Und gerade in diesen Punkten ist der Mainframe auch heute noch „State of the Art“.

Warum ist Mainframe so beliebt?
Die Basis liegt in der Kompatibilität der Rechnergenerationen. Die bestehende Architektur wurde all die Jahre beibehalten. Damit ist es bis heute noch möglich, Programme die 1964 entwickelt wurden, auf neuer Hardware mit neuesten Betriebssystemen laufen zu lassen.

Ebenso unerreicht ist die Sicherheit des Betriebssystems, Viren haben hier keine Chancen.Die Ressource Access Control Facility (RACF) bietet umfassenden Schutz für Daten und andere Ressourcen. Auch sind Skalierbarkeit der Anwendungen und Modelbreite der angebotenen Hardware ausreichend, um auch für kleinere Unternehmen eine echte Alternative darzustellen.

Junge Mainframer
Sorgen macht uns Mainframern nur der Nachwuchs. Es wurde jahrelang versäumt, auch jungen Menschen diese Technologie näher zu bringen. IBM stellte den Universitäten keine Rechner mehr zur Verfügung. Deswegen geht seit mehreren Jahren der Trend auch im Mainframe zu Web basierenden Oberflächen. Die haben das gleiche „look and feel“ der PC-Oberflächen. Die kennt der Nutzer ja bereits ganz gut.

Nur noch wenige Unis bilden noch Studenten am Mainframe aus. Momentan ist App-Entwicklung cool. Aber selbst bei mobilen Apps liegen die Daten, auf die sie zugreifen, beispielsweise bei Banken und Versicherungen, im Mainframe!

Im zweiten Teil schreibe ich über die Zukunftsaussichten und erkläre, warum sich auch heute noch Informatik Studenten des Themas Mainframe annehmen sollten.

Bewegende Technologie und Displays von morgen

Haben Sie schon mal einen Gegenstand angebrüllt, damit sich endlich was bewegt? Bestimmt, oder? Leider bringt bei Gegenständen das Anschreien normalerweise nicht so viel – bis jetzt. Denn, wie Kyle VanHemertin seinem Artikel bei Wired.com beschreibt, nutzen Wissenschaftler der Uni von Tokio Schallwellen, um Gegenstände zum Schweben bringen.

Im Film kann man sehen, wie sich kleinen Kügelchen in Formation in der Luft schweben. Der Einsatz von Ultraschallwellen macht das schon seit einigen Jahren möglich, aber neu ist, dass sich die Gegenstände nun auch in drei Dimensionen bewegen. Die Lautsprecher wurden einfach anders angeordnet. Angst vor Lärmbelästigung braucht dabei niemand zu haben, denn unser menschliches Gehör kann die Schallwellen nicht wahrnehmen.
In der neuesten Version werden die Teilchen in einem leuchtenden Bildschirm gedreht. Es werden einzelne Objekte herausgegriffen.

Im zweiten Film sehen wir, wie ein flächiges Netz von Sand wegfällt und nur ein Kreuz übrig bleibt.
Technologische Entwicklungen zu beobachten ist immer spannend. Noch spannender ist die Umsetzung- in diesem Sinne: Mal sehen wie die nächste Generation von Displays ausschaut!

Mit VeroPay mobil bezahlen – doch eine Erleichterung?

Geschäftsführer Dr. Michael Suitner, VeroPay
Geschäftsführer Dr. Michael Suitner, VeroPay bei Innovations for Banks

Der Kongress  INNOVATIONSforBANKS 2014 fand vom 14.-15.Mai in Köln statt. Das Motto war:  “Die Finanzbranche ist alles andere als innovationsfrei!”. Das wollten wir wissen, sind hingefahren und haben u.a. das österreichische Unternehmen VeroPay getroffen. Als Startup Partner vom Banking Club präsentierte VeroPay seine mobile  Bezahl-App.

Kritik am Mobile Payment – Es macht das Bezahlen nicht einfacher!
Mobile Bezahlsysteme werden oft kritisiert. Schließlich hat es keinen richtigen Mehrwert, wenn man an der Kasse statt der Karte das Smartphone zückt, oder? Maik Klotz, meint in seinem Artikel bei t3n dazu: „Schon heute dauert der Bezahlvorgang mit der herkömmlichen Kreditkarte nicht lange. Die Authentifizierung, also die Eingabe der PIN oder die Unterschrift, dauert im Gesamtvorgang noch am längsten. Natürlich ist es nett, wenn das alles wie bei NFC noch schneller geht, aber das alleine reicht nicht“.
Die Experten sich darüber einig, dass das Bezahlen mit dem Smartphone einen Zusatzwert bieten muss. Das können Gutscheine, Check-In-Möglichkeiten oder gar eine Verknüpfung zum Online-Banking sein, wo der Kunde den Kontoüberblick nach Abzug des Einkaufes erhält. Das wichtigste: Der Bezahlvorgang muss am Ende der Kette mit integriert sein.“

Das scheint bei VeroPay ganz gut zu funktionieren, schließlich kann man mit dieser App schon in rund 1500 österreichischen Geschäften bezahlen. Also eine einzige App für mehrere Märkte bzw. Supermarktketten. Das ist schon mal der erste Vorteil. Den Mehrwert könne der Händler laut VeroPay Gründer Michael Suitner, für futurezone.at gern selbst hinzufügen.  „Wir sehen uns dabei nur als neutraler Vermittler, der die Lösung einbinden kann.“  VeroPay möchte sich nicht an Kundenbindungsprogrammen von Händlern beteiligen. Somit bleibt die Unabhängigkeit der Bezahllösung bestehen. Für Händler wiederum bietet die mobile Lösung einen Mehrwert, wenn sie dadurch an die Kundendaten kommen und Auswertungen vornehmen können.
Die Zielgruppe der VeroPay App sind die Digital Natives – in Österreich laut Suitner 30 Prozent der Bevölkerung, derzeit ihre  Finanz-Geschäfte mit dem Smartphone erledigten.

VeroPay kann mit jedem österreichischen Girokonto genutzt werden. Man öffnet die App mit seinem Sicherheits-PIN, und lässt den Code am Handscanner der Kasse auslesen. Fertig.  Das geht genau so schnell, wie das Scannen eines Artikels. Das wäre der zweite Vorteil. Das Einrichten der App gestaltet sich ähnlich unkompliziert.
Wichtig für die Sicherheit: In der App werden keine Daten abgespeichert, die einen Rückschluss auf das Bankkonto des Benutzers zulassen. Sobald die NFC-Funktechnologie ausreichend verbreitet ist, will die VeroPay seine App auf diesen Standard erweitern.

Die Lösung hört sich ganz gut an, meinen wir. Was sagen Sie?

Wie das Bezahlen mit der App von VeroPay genau funktioniert, ist in diesem Kurzfilm zu sehen.

Ihr Fahrstil bestimmt die Versicherungsrate

fi_ts_racing_car
Sie sind ein guter Autofahrer? Sie halten sich immer konsequent an die vorgeschriebene Geschwindigkeit? Dann lassen Sie sicher gerne Ihre Versicherungsprämie anhand der eingebauten Blackbox/ Telematik-Box errechnen?

Die Deutsche Sparkassen-Direktversicherung bietet seit dem 1. Januar eine Kfz-Versicherung an, bei der es einen Rabatt von fünf Prozent auf die Prämie gibt, wenn man eine Blackbox ins Auto einbauen lässt. Diese kontrolliert das Fahrverhalten und bescheinigt dem Fahrer im günstigen Fall einen vorsichtigen Fahrstil.

Das Gute daran ist, dass dieses schwarze, Zigarettenschachtel-große Kästchen das Fahrverhalten des Versicherten nachhaltig positiv verändert. Laut F.A.Z. nimmt in den Ländern, wo die Telematik-Box bereits zum Alltag gehört, die Schadensfrequenz zwischen 20-40 Prozent ab. Christian Siedenbiedel spricht bei  faz.net sogar von einer Revolution.  Bei einer Umfrage Beratungsgesellschaft Towers Watson, haben 51 Prozent der Befragten in Deutschland angegeben, an einer solchen Box interessiert zu sein, wenn man damit Geld spart.

Funktionsweise
Die Telematik-Box wird an die Bodenelektronik des Autos angeschlossen und sendet die Daten des Fahrverhaltens per Internet an ein Rechenzentrum der Telefongesellschaft Telefónica in London. Die Nutzerdaten werden dabei verschlüsselt. Die Telefongesellschaft meldet der Versicherung in regelmäßigen Abständen  die errechneten Punkte (höchstens 100). Fahren Sie also sehr gewissenhaft und leben dabei auf dem Lande, haben Sie die besten Chancen auf eine hohe Punktezahl. Und das zahlt sich aus: Erreichen Sie in einem Monat mehr als 80 Punkte, erhalten Sie fünf Prozent Ermäßigung auf Ihre Versicherungsprämie. Zudem wird der “Fahrer des Monats” ein Quartal lang kostenlos versichert.
Natürlich kann der Kunde über seinen Internetzugang die gesammelten Daten der Box einsehen.

Nützliche Zusatzfunktionen
Die Black-Box übermittelt nicht nur Daten des Fahrverhaltens. Ein Aufprallsensor erkennt Unfälle, über das Internet löst er automatisch den Ruf nach einem Krankenwagen aus. Ein Satellit kann dann nachvollziehen, wo sich das Fahrzeug befindet. Diese Zusatzfunktion kommt auch zum Einsatz, wenn das Auto gestohlen wurde.
Auch Eltern können aufatmen: Die kleinen Technikboxen im Auto erlaubten es, das Fahrverhalten ihrer gerade erst fahrtüchtigen Kinder zu kontrollieren.

Datenschutz
Die Krux an der Geschichte:  Keine Fahrt bleibt mehr geheim. Datenschützer sehen das trotz der verschlüsselten Daten zwischen Telefonbetreiber und Versicherung mit Sorge. Die Lösung läge darin, sich die Box selbst im Handel zu kaufen. Hier könne man bspw. nur den Diebstahlschutz und die Notfallmeldung aktivieren.

Noch ist die Blackbox ein Pilotprojekt, denn sie kostet erst mal, bevor sie sich rechnet. Ist Interesse des Verbrauchers vorhanden, dann bleibt das nicht so.

Dr. Andreas Totok von FI-SP referierte  auf unserem 13. FI-TS Management-Forum unter dem Thema Big Data auch über die Telematik-Box.  Er bekräftigt, dass nur die errechneten Scores/Punktezahl an den Versicherer weitergegeben würden. Spannend ist nun die Umsetzung.

13. FI-TS Management-Forum am Start!

Unsere Gäste sind größtenteils  IT-Experten aus der Banken- und Versicherungsbranche, die an den Entscheidungsprozessen in ihren Unternehmen beteiligt sind.
Unsere Gäste sind größtenteils IT-Experten aus der Banken- und Versicherungsbranche, die an den Entscheidungsprozessen in ihren Unternehmen beteiligt sind.

In drei Tagen ist es soweit! Die Pforten der BMW-Welt öffnen sich und wir begrüßen Sie zum 13. FI-TS Management Forum. Kernthema in diesem Jahr ist “Digitalisierung und Compliance – wie können Banken und Versicherungen als Gewinner hervorgehen”. Um dieses Thema umfassend darzustellen, haben wir wieder eine aussagekräftige Mischung aus Praxisberichten, Vorträgen aus Kunden- und Anwendersicht sowie Beiträgen von prominenten Experten zusammengestellt.

Die Mischung macht´s: Innovative Imulsgeber, Praxisberichte und Unterhaltung-FI-TS MF´14
Die Mischung macht´s: Innovative Imulsgeber, Praxisberichte und Unterhaltung: FI-TS MMF´14

Unser FI-TS Forum ist bereits  mehr als zehn Jahre eine exklusive Gesprächsplattform für die Finanzbranche. Denn neben zahlreichen Möglichkeiten zum Networking, werden jedes Jahr konkrete, innovative Impulse gegeben, wie Banken und Finanzdienstleister die Herausforderungen des Wettbewerbs erfolgreich begegnen können.

Unsere Geschäftsführer Dr. Walter Kirchmann, Manfred Heckmeier und Günter Mattinger sind sowohl auf der Bühne präsent, als auch in den Pausen jederzeit zu einem Themenaustausch ansprechbar. Also zögern Sie nicht!

Unsere Sponsoren: Auch haben wir wieder zahlreiche Sponsoren gewinnen können, die unser FI-TS Forum mit tollen Highlights unterstützen: Die beginnen mit einem Muntermacher:  Unser Espresso-Partner auf dem Management-Forum ist HP.

Unsere Hauptsponsoren.
Unsere Hauptsponsoren.

Ein Kaffee allein ist für einen guten Start in den Tag zu wenig. Darum unterstützt unser Networking Partner Informatica das Management-Frühstück ab 9 Uhr.
So viel getwittert und nun ist der Akku leer? Kein Problem: denn mit den kompakten Unify-Powerblocks für Smartphones sind Sie den ganzen Tag unter Srom. Cisco ist unser Connectivity Partner und versorgt Sie mit Highspeed WLAN. Damit können Sie dann kurz mal abtauchen in der entspannten Atmosphäre der inforsacom-Lounge.
Nervenkitzel gewünscht? Dann nehmen Sie doch an an der Verlosung mit unserem Winning-Partner Symantec teil! Und sollte das Glück ausnahmsweise mal nicht hold gewesen sein: Dann knüpfen Sie bei einem netten Drink weiter an Ihrem Netzwerk - an der NextStride Bar!

Sind Sie dabei? Wir freuen uns auf Sie!

FI-TS beim Presse-Roundtable “Cloud – jetzt erst recht?”

Experten der Unternehmen Barracuda Networks, Brainloop, Finanz Informatik Technologie Service, IBM, Materna und CRISP Research
Experten der Unternehmen Barracuda Networks, Brainloop, Finanz Informatik Technologie Service, IBM, Materna und CRISP Research unter der Moderation von Christoph Witte und Wolfgang Miedl

Vor zahlreichen IT- und Wirtschaftsjournalisten diskutierten am 20. Februar im Münchner Haus der Bayerischen Wirtschaft, unter Veranstaltungsleitung von Wittcomm, IT-Experten der Unternehmen über aktuelle Entwicklungen rund um den Megatrend Cloud Computing. Neben Vertretern von Barracuda Networks, Brainloop, IBM, Materna und CRISP Research habe ich als Teilnehmer aktuelle Entwicklungen und die Sichtweise der Finanzbranche vorgestellt. Einig waren sich die Teilnehmer, dass Unternehmen trotz NSA-Abhöraffäre auf Dauer nicht um gehostete Services als Konsolidierungsmotor und Enabler für neue Geschäftsmodelle herumkommen.

Zu Beginn es zweistündigen Gespräches standen zunächst Bedenken und Hemmnisse der Cloud, wie sie speziell in Deutschland festzustellen sind, im Fokus der Gespräche. So gab es aus der Diskussionsrunde einige Beispiele und Erklärungsversuche wie etwa der im mittelständischen Umfeld verbreitete Typus „Innovations-Laggard“, der das Thema mit der Aussage „Wir werden die Cloud schon aussitzen“ abwehrt.

Finance Cloud
Warum die Cloud auch vor sensiblen Branchen wie der Finanz- und Versicherungswirtschaft nicht mehr Halt macht, konnte ich dann im Verlaufe des zweistündigen Gespräches erläutern:

Branchenspezifische Cloud-Angebote reduzieren über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand.
Branchenspezifische Cloud-Angebote reduzieren über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand.

Banken und Versicherungen stehen vor der Herausforderung stetig steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen, die sie in ihre Prozesse und Systeme integrieren müssen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach IT-Lösungen aus den Fachbereichen wie Vertrieb und Kundenservice, die nach innovativen Anwendungen etwa für die Online-Beratung verlangen. Branchenspezifische Cloud-Angebote (als SaaS) können hier punkten, da sie über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand reduzieren. Aufsichtsrechtliche Anforderungen der Finanz- und Versicherungsbranche beispielsweise werden vom Anbieter an zentraler Stelle berücksichtigt und implementiert. Fachbereiche können so ihre Lösungen schneller und flexibler nutzen. So überrascht es nicht, dass es kein IT-Projekt in Banken und Versicherungen mehr gibt, in dem nicht über die Cloud gesprochen wird – allein wegen der großen Einsparmöglichkeiten.

Das Fazit der Diskutanten fiel einhellig aus: Die Vorteile der Cloud in punkto Geschwindigkeit und Kosten sind in aller Regel eigenen Rechenzentren überlegen. Bei der Kontrolle der genutzten Services, dem Zugriff auf Daten und den Sicherheitsmechanismen hapere es in der Wolke zwar noch, aber die noch offenen Fragen scheinen lösbar, selbst aus Sicht der stark regulierten Finanzbranche.