Der Blog von Finanz Information Technologie Service
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Ich gebe zu, die Überschrift klingt ein wenig boulevard-mässig. Das Thema dahinter aber ist sehr ernst. Über die Golem-Meldung wurde mir die Brisanz und Aktualität wieder bewusst. Wie die Polizei in einer Pressemeldung schreibt, gelang es einem Hacker ende Januar bereits, eine Sicherheitslücke aufzudecken und einzudringen. Weitere Tests der Behörden und von externen IT-Spezialisten brachten noch mehr Sicherheitslücken ans Licht. Seit dem 30.01.2012 ist somit der Internetauftritt der Polizei in NRW offline.

Soweit die Meldung, wie sie die NRW-Polizei selbst veröffentlicht hat. Was bedeutet das nun für andere Institutionen, Unternehmen oder Personen? Ist die Polizei was “Besonderes”, so daß sie eher Ziel von Angreifern wird? Ein wenig ja, sicher. Andererseits aber zeigen die Fälle Adidas, Pizza-Service, oder Einzelpersonen wie zu Guttenberg und Lady Gaga, daß es nicht mehr viel zum “Besonderen” oder zum Hacker-Ziel braucht. Was genau ein Hacker ist und ob es sich bei den Eindringlingen eher um Cracker handelt, kann mann bei Wikipedia oder Google nachlesen. Darum gehts hier erst mal nicht.

aufgeschaltete Info-Seite der Polizei NRW

Bin ich in einer mittelständischen Firma, betrifft mich das ja eher nicht!? Oder eine Schule oder oder oder. Nein, es kann inzwischen jedes Unternehmen treffen. Das Pizza-Service-Beispiel verdeutlicht das. Es geht dabei nicht immer um das Eindringen ins System. Es reicht schon die DoS-Attacke, um die Webseite in die Knie zu zwingen. Umsatzaufälle, Vertrauensverlust, Schadenfreude, Imageverlust, Ausspionieren interner Entwicklungsergebnisse (da wären wir wieder beim Mittelsändler) sind ebenfalls an der Tagesordnung.

Wie kann man sich dagegen schützen?
Genau hier gibt es kein Rezept. So wie auf der einen Seite die Attackierenden auf ihrem Gebiet spezialisiert sind, sollten sich Unternehmer ebenfalls an Spezialisten wenden. Mich interessiert das Thema, da ich in meiner Arbeit für FI-TS, einem IT-Service Partner für die Finanzbranche, hautnah damit befasst bin. In drei Wochen haben wir zu unserem Management-Forum dem Thema am Nachmittag viel Platz eingeräumt

Dazu haben wir uns auch zwei Spezialisten eingeladen: Daniel Domscheit-Berg, seit kurzem wieder Mitgleid beim bundesweiten Chaos Computer Club und Sebastian Garbe, Geschäftsführer beim Sparkassen Finanzportal zeigen im engeren und globalerem Fokus, wie aktuell und konkret die Bedrohung übers Netz für Institutionen und Einzelpersonen ist. Auch in unserer internen It-Security sind diese Angriffe ein Thema. So erzählt mein Geschäftsführer, Manfred Heckmeier, ein wenig darüber, wie FI-TS davon betroffen ist und welche Handlungsmöglichkeiten (keine Idealrezepte) ratsam sind. Ich freu mich drauf.

Ich erhalte bei jedem (!!!) Meeting mit neuen externen Teilnehmern Visitenkarten. Wieder im Büro angekommen lege ich sie auf dem Schreibtisch ab, bis sie langsam entgleiten und nach Wochen irgendwo wieder auftauchen. Sie dienen mir auch regelmässig als Espresso-Tassen-Untersetzer, um Kaffeeränder auf dem Tisch zu vermeiden. Gleichzeitig aber möchte ich die Kontakte natürlich irgendwie behalten. In Mäppchen einsortieren? Nein. Einscannen? Nein. Abtippen? Keine Zeit, keine Lust. Bei Xing suchen? Ja teilweise schon.

Am Besten aber wäre: ich könnte diese Papier-Visitenkarten irgendwie digitalisieren und sie dann greifbar haben. Dafür gibts zwar schon diverse Scan-Apps fürs Smartphone, aber noch keine machte mich da wirklich glücklich. Irgendwas war immer falsch. Die Lösung wäre für mich: Die Person wird online wo anders gefunden und mir als Kontakt zur Verfügung gestellt.

CardMunch App
Diese iOS App soll genau das tun. Der CardMunch ermöglicht es mir, die Visitenkarte zu scannen, also abzufotografieren. LinkedIn, das amerikansiche Gegenstück zu Xing guckt dann bei seinen Usern, ob mein Kontakt dort ein Profil hat. Wenn ja, verbinden sie mich damit. Und sie zeigen die Visitenkarte als echte Karte inkl. Logo an. Mit einer einfachen Wischbewegung kann ich zwischen den Visitenkarten wechseln.

CardMunch gibts schon länger im App-Store. LinkedIn hat die Firma vor Kurzem gekauft und bietet den Service inkl. App jezt kostenlos an. Momentan erst mal leider nur im US-Store. Man braucht also eine US-Store-Apple-ID oder wartet, bis die App auch in Deutschland zur Verfügung steht.

QR-Code

Mein QR-Code als Kontakt

Sie tauchen momentan überall auf. Wäre auch eine sexy Lösung. Auf den Visitenkarten einfach auch den QR-Code draufdrucken und schon habe ich die Kontaktdaten als Kontakt im Smartphone. Kleine Unterschiede gibts beim Code-Scanner beim Ergebnis. Die wesentlichen Punkte sind drauf. Details aber werden manchmal nicht angezeigt. Liegt aber eher an der App als am Code.

Ich nutze den QRafter Pro. Damit kann ich auch gleich QR-Codes erzeugen. Wer nur schnell die Codes auslesen will, ist mit einer kostenlosen Variante auch gut dabei oder dem Scan. Hier schießen die QR-Apps momentan aus dem Boden wie Pilze. Auch für Androide gibts gute Apps.

Fazit
Die Papiervisitenkarten werden so schnell nicht aussterben. Lt. Sid Viswanthan von LinkedIn werden jährlich immer noch ca. 10 Mrd. Karten gedruckt. Ich selbst aber möchte sie lieber wieder los sein, am besten irgendwo in der Cloud, mit Zugriff aus verschiedenen Geräten aus. Warum bietet das deutsche Geschäfts-Netzwerk Xing sowas nicht? Mir drängt sich der Verdacht auf, dass LinkedIn Xing überrollen wird, wie Facebook das mit den VZ-Netzwerken getan hat.

Die QR-Code Methode ist ebenfalls gut. Ich glaube aber nicht dran, daß sich QR-Codes auf Visitenkarten durchsetzen werden. Eher noch legen deutsche Mitarbeiter bei LinkedIn ein Profil an.

(via)

Neben den gerade berichteten Sparkassen, will nun auch die Postbank ihren Kunden die Bezahlung mittels Near Field Communication (NFC) ermöglichen. Wie die gelbe Bank berichtet, will man ab mitte 2012 erst mal die auszugebenden Kreditkarten der Gold- und Platinum-Klasse beglücken. Anschliessend entscheiden die Bänker erst noch, ob alle weiteren Kreditkarten und Debitkarten ausgetauscht werden.

 

Visa payWave
Die Postbank nutzt über Visa das payWave-Verfahren. Hier können die Nutzer Beträge bis zu 25 Euro ohne Geheimnummer (PIN) oder Unterschrift bezahlen. Kartenhinaber halten ihre Visa-Card in einem Abstand von maximal vier Zentimetern vor das Lesegerät. Sollte es mal teurer werden, so genügt, wie jetzt auch, die Unterschrift. Bei der kontaktlosen Zahlung nutzt payWave die EMV-Technologie (Chip statt Magentstreifen). Wichtigster Punkt: Der Karteninhaber muss seine Kreditkarte nicht mehr aus der Hand geben.

Positionierung gegen Sparkassen-Modell
Damit positionert sich die Postbank klar gegen die Sparkassen, bei denen man seine Karte aufladen muß und dann dieses Guthaben verbraucht. Auch hier ein kleiner Seitenhieb von Visa: „Karteninhaber behalten die volle Übersicht und Kontrolle über ihre Einkäufe, da jede Transaktion wie bisher auf der Kartenabrechnung ausgewiesen wird. Ein vorheriges Aufladen der Karte ist nicht erforderlich“, betont Ottmar Bloching, Geschäftsführer von Visa Europe in Deutschland (Zitat von der Pressemeldung der Postbank)

Fazit
Ich merke, dass die Banken untereinander das Thema ernsthaft nach vorne drücken wollen. 2012 sollen die NFC-fähigen Smartphones auf den Markt kommen, bzw. sich breit durchsetzen. Da will man als Zahlungs-Dienstleister dieses Zukunftsgeschäft nicht den Herstellern oder Providern überlassen.

Ich glaube trotzdem daran, dass das Bezahlen übers Smartphone kommen wird. Je mehr Konkurrenz allerdings herrscht, umso besser für den Verbraucher. NFC auf Smartphone wird allerdings noch mehr können, als bezahlen. Ich denke hier an Zutrittskontrollen, Autoschlüssel, Haustürschlüssel und weitere Arten der persnölichen Legitimierung. Sicherheit? Sie ist die Grundvoraussetzung, nicht nur ein “Feature”.

Bild: Visa;

(via)

Die deutschen Sparkassen wollen mitte dieses Jahres ihren Kunden das Bezahlen mittels NFC ermöglichen. NFC steht für Near Field Communication, also Datenübertragung über eine Entfernung von nur wenigen Zentimetern.

Bezahlen mit NFC
Ich fahre beispielsweise mit dem Taxi in der fremden Stadt. Am Zielort halte ich meine Sparkassen-Karte gegen ein Lesegerät und die 15,80 für den Fahrpreis werden mir direkt abgezogen. Die Sparkassen setzen auf die S-Card. Man kann sie mit bis zu 200,00 Eur aufladen und dann Stück für Stück mit maximal jeweils 20 Eur verbrauchen.  Ohne Unterschrift, ohne PIN, ohne Kosten für den Kunden. Das Geld ist also im Chip auf der Karte. Das klingt sehr nach der Geldkarte, die sich nie so ganz durchsetzen konnte.

 

Bezahlen über NFC

Die Sparkassen starten ihren Feldversuch in der Region Braunschweig, Wolfsburg und Hannover. Partner sind die Esso-Tankstellen, Thalia-Buchläden oder der Süsswarenkette Hussel. Mitte des Jahres sollen 16 Millionen S-Cards ausgetauscht werden. Die weiteren folgen in den Monaten drauf.

Warum setzen Banken oder Sparkassen auf die Karte? Ganz einfach. Sie sind Herausgeber dieser Karten. NFC-Payments über Smartphones gehört meiner Meinung nach mehr die Zukunft. Aber hier haben Banken nicht den Finger drauf. Hier droht das Geschäft mit der bargeldlosen Bezahlung über andere Anbieter zu laufen, seien es die Hersteller (Apple, Samsung ect), Provider (Vodafone, t-Mobile ect.) oder andere Anbieter wie PayPal, PayPass, PayWave, Google oder ähnliche. Hier müssen sich die Banken noch was einfallen lassen, damit der Zug nicht ohne sie abfährt.

Die Sparkassen machen einen ersten Schritt in die Richtung. Weitere sollten folgen.

(via und via)
Bild: dsgv

Tablets Tablets Tablets. Der Trend momentan schlechthin. Aber was machen die Leute damit? Brauchen wir eine Einbindung dieser Geräte in die Geschäftswelt? Google hat dazu gerade ein paar Zahlen veröffentlicht.

Wo werden Tablets genutzt?
Auffallend ist: Das Tablet ist ein Gerät für zuhause. Am häufigsten rufen wir E-Mails auf der Couch auf, gefolgt von Bett und Tisch. Noch drastischer ists beim Spielen: Hier läuft das Gerät auf der Couch und zwar zuhause. Die folgende Grafik zeigt die wichtigsten Aktivitäten an den häufigsten Orten.

Ausshalb der eigenen vier Wände werden Tablets noch nicht viel genutzt. Die Couch und das Bett sind klar führend als Platz für unsere Tablet-Nutzung. Dabei hören wir so gut wie nie Musik!

Wo werden Tablets in erster Linie genutzt

Bei den Plätzen tauchen in den ersten 6 Positionen fünf mal die eigenen vier Wände auf. Was ist mit der mobilen Gesellschaft? Kein Café, Auto, Strand/Bad, Bahn. Tablets sind klar Gadgets für zu hause.

Was wird mit den Tablets gemacht?
Mir fällt dabei ins Auge, daß die Geräte sehr viel im Gebrauch sind, während ihre Besitzer “eigentlich” was anderes machen. Multitasking könnten man sagen. Oder: Irgendwas anderes passiert im Hintergrund oder nebenbei noch. Hier steht groß an erster Stelle: Fernsehen. Die Kiste läuft im Hintergrund, während die Tablets genutzt werden. Interessant ist auch, daß Tablets sehr vielseitig eingesetzt werden. Spielen während man auf jemanden wartet, den Wetterbericht gucken, während man sich anzieht, Musik hören, während des Kochens.

Was machen wir noch nebenher?

Google hat ebenfalls noch herausgefunden, dass viele Tätigkeiten nicht tablet-exklusiv sind. Im Gegenteil, wir tun das, was wir sonst im “echten” Leben auch machen: Musik hören, spielen, in der Umgebung nach was suchen, nach dem Wetter sehen usw. Dabei nutzen die Besitzer der Geräte am liebsten an Tablets angepasste Apps oder bei Smartphone-Apps die volle Auflösung, auch wenn sie in der Darstellungsqualität etwas schlechter wird. Man will also den Bildschirm so weit es getzt ausnutzen.

Was bedeutet das für die Nutzung im Geschäftsleben? Ich denke, Tablets werden auch hier vermehrt zuhause genutzt. Eben Geschäftsmails zu hause checken, auf die Bürodaten zuhause zugreifen. Das könnte man doch auch mit dem Laptop. Ja, könnte man. Ist technisch möglich. Allein, das Bedürfnis diese Dinge auch mit dem Tablet tun zu können ist groß, die Häufigkeit, dass es getan wird ebenso. Und damit auch der Druck, den Zugang zu geschäftskritischen Daten zu regeln. Es geht weniger darum, im Büro mit dem iPad herumlaufen zu können. Vielmehr mobil und ohne Laptop diese Dinge erledigen zu können.

Quelle Grafiken: Google (via)

Gerade eben erhalte ich neueste Bitkom-Daten. Dieses Mal zum Thema Tablets. Kurz gesagt: Sie sind im Massenmarkt angekommen. Die Aussage ist noch keine Nachricht wert. Das war zu erwarten. Der Umsatz stieg innerhalb des Jahres um 163% auf mittlerweile 2,1 Mio Stück. Interessanter finde ich immer wieder die Tatsache, dass man Tablets den Computern (PCs/ Notebooks ect) zurechnet. Ich halte sie eher für eine eigene Art von Klasse. Die Zurechnung zum Gesamt-Computermarkt wird sich aber durchsetzen.

Bitkom-Zahlen zu Tablets im Deutschen Markt

Bitkom-Zahlen zu Tablets im Deutschen Markt

Tablets Marktzahlen
Demnach schaffen 2011 Tablets bereits 16% Anteil am gesamte PC-Markt. Der Gesamtumsatz beträgt 1,1 Mrd. Eur. Ein Gerät kostet also durchschnittlich 534 Eur. Die Verkaufszahlen von Tablets sollen bei uns 2012 um 29 % auf 2,7 Mio. Stück steigen. Der Umsatz legt jedoch nur um 19 Prozent auf 1,3 Mrd. Eur zu. Damit werden sie also günstiger, was dem Einstieg neuer Anbieter mit billigeren Geräten zu danken ist. Momentan ist Amazon mit seinem günstigen neuen Kindle Fire  auf dem Weltmarkt die Nr. 2 hinter dem iPad. Es wird 2012 auf den europäischen Markt kommen.

Die Geräte werden vom hippen Gadget zum alltäglichen Begleiter, ob privat oder in der Arbeit. In letzterem wirds interessant. Ich beobachte hier eine Mischung aus Angst, wenn Management und Mitarbeiter die Geräte einschleppen (Consumerization) und Goldgräberstimmung, was man damit nicht alles machen könne. Die IT-Provider bringen sich mit Service-Modellen für diese Geräteklasse in Stellung. Mobile Device Management heisst das Zauberwort. Hier zählt man die Tablets nicht zu  dem Computern sondern spendiert ihnen zusammen mit den Smartphones eine eigene Klasse: Mobile (Devices).

 

Anfang eines Monats schaue ich mir regelmässig die Browserstatistiken des Statcounter-Dienstes an. Sehr interessant fand ich dieser Tage die häufig verbreitete Meldung: Google Chrome überholt den Firefox. Das betrifft die weltweiten Statistiken, die lokal allerdings sehr schwanken. In Südamerika beispielsweise hat Chrome den Firefox schon lange hinter sich gelassen und gerade den noch führeren IE überholt. Ich habe den Zeitraum der letzten zwei Jahre von Nov 2009 bis Nov 2011 betrachtet.

Firefox führt in Deutschland
Da wollte ich es für Deutschland mal genau wissen. Und siehe da: Der Firefox führt noch mit 52% gegenüber Googles Chrome mit lediglich 12 %. Der Internet Explorer, vornehmlich von Unternehmen genutzt, liegt in der Mitte bei 25,16%. Chrome ist zwar der klare Aufsteiger, liegt aber noch weit hinter dem Firefox.

Statcounter Browserstatistik für Deutschland, Nov. 2011

Im Vergleich zu anderen Regionen sind die Kurven für Deutschland relativ moderat. Es sind zwar Entwicklungen nach oben oder unten zu erkennen, jedoch nicht so extrem und schnell wie anderswo. Warum das so ist, darüber kann ich nur spekulieren. Ist der Deutsche seinem Browser treuer? Ist er bequemer, was Veränderungen an der Benutzeroberfläche angeht und bleibt lieber bei “seinem”? Wie sehen sie das?

Mobile vs. Desktop
Vor Kurzem bekam ich von einer Agentur die Anfrage, ob sie sich nicht bei mir vorstellen dürften. Wir würden ja an sehr interessanten mobilen Lösungen arbeiten, aber unsere eigene Webseite hätte noch keine mobile Version. Ja, das stimmt, sie ist “nur” für mobil optimiert. Ist auf der Agenda, hat aber nicht die oberste Prio. Sehen wir uns also mal die Statistik für mobiles Surfen im Gegensatz zur klassischen Variante mit Mac oder PC an:

Verteilung der Internetnutzung zw. mobil und stationär

Mit mobil sind hier eher Tablets und Smartphones gemeint, nicht Laptop & Co. Und da schauts gleich wieder ganz anders aus. Der Anteil der Seitenzugriffe von mobilen Geräten aus beträgt im November 2011 2,33%. Es ist zwar eine Tendenz nach oben zu erkennen, sie ist aber sehr zart und langsam steigend.

Meine interne Web-Statistik zeigt keine großen Abweichungen zu der von Statcounter. Also liebe Agenturen, das Thema mobile Webseiten wird aktuell, brennt aber nocht nicht. Hier spielen vor allem die eigenen Ziele, die strategische Ausrichtung des Unternehmens und Fragen wie Image oder technische Führerschaft eine Rolle. Will ich den Zug mit anschieben oder rechtzeitig aufspringen?

Fazit:
Es ist viel Bewegung im Browsermarkt. Googles Chrome Browser ist klar auf dem Vormarsch. Die Entwicklungen in Deutschland verlaufen hier langsamer, es gibt weniger Ausreißer nach oben oder Verlierer nach unten. Mobiles Internet hat im Vergleich zur stationären Nutzung noch einen weiten Weg vor sich. Der kann aber sehr schnell zurückgelegt werden. Ob ein Unternehmen spezielle mobilen Webseiten anbietet ist eine eher marktgetriebene und strategische Frage, denn eine “muß man haben”-Frage.

Das Schlagwort heißt “Consumerization”. Dahinter steckt der Trend, daß Mitarbeiter private Geräte mit in die Arbeit bringen und sie dort für Ihr Unternehmen verwenden – unter der Umgehung diverser Sicherheitsrichtlinien. Wie kann und soll das Management nun damit umgehen?

Ich habe den provokanten Titel von Accenture aufgegriffen und mir die Vorschläge, die die Berater gerade veröffentlichten unter die Lupe genommen. Wie können Unternehmen die Chancen aus diesem Trend aufgreifen ohne Compliance und IT-Security über Board zu werfen.

Dem Trend ins Auge blicken
Zuerst einmal gilt es, diesem Trend ins Auge zu blicken. Nicht selten ist es eben jenes Management, das plötzlich mit iPads auf Sitzungen auftaucht. Unternehmen sollten das als Chance begreifen und umdenken. Nicht das Auftauchen von privaten Tablets und Smartphone ist die Gefahr, sondern das Verharren in den bestehenden Regularien, daß derlei Geräte nicht sicher für das Unternehmen wären. Der Trend ist so groß, daß auf dem Markt bereits zahlreiche Geschäftslösungen für die sichere Einbindung von iPad & Co. bestehen. Diese gilt es anzupassen, Richtlinien sollten verändert werden, interne Lösungen gefunden, um die Sicherheit weiterhin zu gewährleisten. Der Trend ist nicht mehr aufzuhalten.

iPad & Co. sind häufig noch Privatgeräte, die im Unternehmen eingesetzt werden

Akzeptieren: Treiber sind die Mitarbeiter
Unternehmen sind nicht mehr die Treiber. Es sind die Mitarbeiter als Menschen, als Personen – als Privatpersonen. Hardware wird zunehmend austauschbar. Selbst Applikationen. Vernetzung. Zugriffe auf Daten, sichere Schnittstellen und Datenverbindungen sind zu regeln. Über welches Programm ein Mitarbeiter Dokumente schreibt sollte unbedeutender werden, denn die Frage, ob und wie diese Dokumente sicher im Unternehmenszugriff bleiben.

Sei dem Trend einen Schritt voraus
Ein etwas ambitionierter Tip für später: Unternehmen sollten den Trends voraus sein und selbst Lösungen und Regelungen erarbeiten, bevor die Mitarbeiter mit neuen Entwicklungen und Geräten auftauchen.

Was ist zu tun?
Umdenken, statt sperren. Regelungen schaffen, statt verbieten. Die Motivation der Mitarbeiter aufgreifen und Lösungen kreiren. Das geht zum einen mit einem durchdachten Identity Management für Rollen und Zugriffe auf Daten. Zum anderen mit einem Mobile Device Management mit dem man sowohl den Zugriff auf Unternehmensdaten auf private Geräte managen kann, als auch die Geräte für Firmen selbst.