Kategorie: Technologie

Mobile Banking-Apps und Mobile Payment: England gegen Deutschland (Teil 2)

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Im August habe ich den ersten Teil dieses Vergleichs zwischen Mobile Banking in England und Deutschland geschrieben. Ich habe die App für mein englisches Konto überprüft und über die Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Mobile Payment allgemein in England geschrieben. Also jetzt werde ich das gleiche für Deutschland machen.

German flagIch wohne jetzt seit drei Monaten hier in München und deshalb habe ich schon mein deutsches Konto oft verwendet. Als ich in der Bank war, um mein Konto zu öffnen, musste ich zwischen drei verschiedene Methoden für Online Banking entscheiden. Ich habe push-TAN gewählt, weil es mir ermöglicht, alles online mit meinem Smartphone zu machen. Aber dies braucht eine zusätzliche App zu der normalen App. Deshalb musste ich die S-push-TAN App und die Sparkasse App herunterladen.

 

Sicherheit
Die S-push-TAN-App nutzte ich nur für Sicherheitszwecke. Wenn ich eine Überweisung im Online Banking auf meinem Laptop mache, bekomme ich eine Benachrichtigung auf die S-push-TAN-App mit einem TAN-Code, der ich auf der Online Banking Seite eintippen muss, um die Überweisung zu bestätigen. Diese Methode finde ich gut, weil es stellt sicher, dass ich die Überweisung wirklich gemacht habe. Für den Fall, dass jemand mein Konto Online zugreifen würde, könnte er kein Geld umbuchen. Es gibt kurze Videos über die S-push-TAN-App auf dem YouTube Kanal der Sparkasse.

Die Sparkassen App entspricht so ziemlich meiner englischen App, d.h. ich kann alles auf meinem Smartphone machen, was ich sonst auf meinem Laptop mit Online Banking erledige. Jedoch glaube ich, dass die Sicherheit nicht so gut wie die in der englischen App ist. Ich muss nur ein Kennwort vergeben und kann dann die App nutzen. Es ist schneller, aber nach meiner Meinung wäre es besser und sicherer, wenn es einen anderen Schritt gäbe. Aber was gut ist: Wenn man die App sperrt, meldet sie mich automatisch ab.

Benutzerfreundlichkeit
Die erste Anmeldung bei diesen Apps hat länger gedauert als bei meiner englischen App. Es war komplizierter, da es unterschiedliche Methoden für beide Apps gab. Zudem musste ich ein verschiedene Kennwörter für beide vergeben. Aber nach der Anmeldung ging es ganz schnell und einfach. Auch ist die Struktur der App ist ähnlich wie in meiner englischen. Ich kann einfach den Kontostand und vorherige Überweisungen prüfen. Es gibt die Kontostände von allen Konten auf einer Seite. Ich kann mir auch einen detaillierten Überblick von jedem spezifischen Konten machen. Es gibt daneben eine Funktion mit Google Maps, mit der man den nächste Geldautomat oder eine Filiale finden kann. Dies ist besonders nützlich, wenn man in einer fremden Stadt ist.

Mobile Payment
Wie ich in dem ersten Teil dieses Beitrags gesagt habe, nutze ich Mobile Banking auf meinem Smartphone, aber ich habe nie kontaktlos Mobile Payment in einem Geschäft benutzt. Auch fand ich in meinem letzten Artikel aus, dass Mobile Payment in England nicht so beliebt ist. Ich interessiere mich dann auch für Mobile Payment in Deutschland und seine Verbreitung. Olaf Taupitz berichtetbei ChannelPartner, dass rund 15 Prozent der Deutschen mit ihrem Smartphone bezahlen und, dass nahezu jeder Supermarkt oder Laden derzeit andere Bezahlsysteme anbietet. Also sieht es aus, als ob Mobile Payment hier immer häufiger benutzt wird, als in England. Jedoch berichtet er auch, dass es interessanterweise üblicher in Entwicklungsländern ist, wo etwa jeder Dritte Mobile Payment nutzt. Warum dann sind wir zurückhaltender als die Entwicklungsländer Mobile Payment zu nutzen? Der Autor des Artikels gibt an, dass Mobile Payment keinen großen Vorteil bringt, wenn man Online Banking oder eine EC- bzw Kreditkarte nutzt. . Ich stimme ihm zu, weil es für mich ausreichend einfach ist, mit meiner Girokarte zu zahlen. Was wäre wenn mein Akku auf dem Smartphone leer ist oder, gerade die Technologie nicht funktioniert?

Insgesamt denke ich, dass die deutsche App sehr gut ist. Im Verbleich zu meiner englischen ist es ein bisschen komplizierter wegen der Sicherheitsmaßnahme durch zwei Apps. Ich würde nicht sagen, dass eine besser als die andere ist. Ich mache lieber die Push-TAN Methode statt des automatischen Anrufs von meiner englischen App, um Geld zu überweisen. Aber finde ich die Struktur und Kontostandseite klarer auf der englischen App.

Apple pay – one more thing?! (Teil 2)

Visa Apple Pay – Visa
Visa Apple Pay – Visa

Am Donnerstag habe ich im ersten Teil dieses Beitrags den Bezahldienst  Apple pay bereits kurz vorgestellt. Auch die ersten zwei Unterschiede zu anderen Payment-Services  habe ich Ihnen genannt. Heute werde ich weitere Argumente aufzählen, die Apple pay meiner Meinung nach so erfolgreich machen:

- Apple als Marke und die potenziellen Nutzer von Apple pay
Über die reine Anzahl und ob es nun mehr Android NFC Telefone als iPhone 6 gibt, will ich an dieser Stelle nicht schreiben. Das Augenmerk möchte ich eher auf die durchschnittliche Kaufkraft und Experimentierfreudigkeit der Apple-Kunden werfen. Statistiken zu diesem Thema gibt es viele, eine interessante stammt allerdings von Ebay aus dem letzten Jahr.

Weiterhin wird es sich Apple nicht nehmen lassen, sofort bei Start von Apple pay entsprechende Spots zu schalten und so die weitere Verbreitung zu sichern

- User Experience, Flexibilität und mehr als nur Payment
Dass Apple Benchmarks in Punkto User Experience setzt ist Fakt. Allein die jetzt schon vorhandenen Screenshots z.B. über die Aufnahme von neuen Kreditkarten in Passbook oder der Check Out Prozess, zeigt erneut das Apple immer noch an dem Credo „You have to start with the customer experience and work backwards to the technology“ von Steve Jobs festhält. Da Apple pay keine reine Wallet Lösung werden wird, bietet es eine sehr hohe Flexibilität im Vergleich zu klassischen Wallets wie z.B. von Google oder Paypal. Dass Paypal Gerüchten zufolge nicht bei Apple pay dabei sein wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Ich denke, Paypal sollte alles dafür tun, hier keine Marktanteile aufs Spiel zu setzen. Spätestens zum Marktstart wird Apple auch wieder die Integration von zahlreichen Loyalty Cards (die ja heute schon in Passbook integriert werden können) bewerben und damit weitere Mehrwerte bieten.

- Gebührenmodell und Features für Händler
Hier gibt es aktuell noch keine wirklich verlässlichen Aussagen, ob Apple auch eigene Komplettlösungen wie z.B. eine direkte Zahlung über den iTunes Account mit einer eigenen Gebührenstaffel für Händler oder sogar eigene Kassen-/Bezahltechnologie als Konkurrenz zu den iZettles und iSquares dieser Welt anbieten will. An einer Übernahme von Square scheiterte Apple zwar kürzlich – die iOS 8.1 Beta 1 Version zeigt aber, dass Apple auch das iPad mit NFC ausstatten wird. Dann ist der Schritt zur „voll integrierten“ Apple pay”- Kasse nur noch eine Frage von Wochen.

- Freigabe der Apple pay & touch id API (Schnittstellen) für Entwickler
Somit können eigene Apps sehr schnell um Sicherheitsfeatures und Zahlungsfunktionalitäten erweitert werden. Allein der Markt bzw. die Anbieter von Apps/Browser Games, die sich über „In-Game“- Käufe finanzieren, dürfte händeringend nach Vereinfachungen im Payment Bereich schauen. Ketten, die weiterhin mit eigenen Apps aufwarten, können den Payment-Prozess übernehmen.

Apple ist für einen Erfolg und einen wirklichen Umbruchprozess im Payment und Mobile Payment bestens gerüstet. Wird das Eingangszitat von Tim Cook in Erfüllung gehen ? Ich glaube ja – wie schnell sich das Ganze in Europa und Deutschland abspielen wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht noch zwei Dinge über die wir nachdenken sollten:
Was passiert wenn Apple weitere Talente von großen etablierten Finanzdienstleistern abzieht – Mary Carol Harris (Head of Mobile Payment Strategy) von Visa wechselte im September zu Apple?
Was passiert, wenn Apple sein Patent bereits fertig konzipiert zur Umsetzung mit Apple pay in der in der Schublade hat?

In diesem Sinne gehe ich mir jetzt mein Mittagessen in der FI-TS Kantine noch mit einer separaten Aufladekarte kaufen.

Apple pay – one more thing?! (Teil 1)

Apple Pay 2014 - Apple Inc
Apple Pay 2014 – Apple Inc

“Apple pay will forever change the way we pay for things”, sagte Apple CEO Tim Cook bei der Präsentation des neuen iPhones am 09. September 2014.

Ich persönlich würde keine höher dotierte Wette dagegen abschließen – denn seit diesem Datum vergeht kaum ein Tag in dem ich in meinem Newsfeed nichts über das neue Zahlungssystem lese. Bevor ich allerdings zu meiner Einschätzung komme und auf aktuelle Meldungen eingehe, ein kurzer grundsätzlicher Abriss über die Neuentwicklung aus Cupertino.

Apple pay
Apple pay ist ein neues Zahlungssystem welches Apple für die neue 6er iPhone Produktreihe ab Oktober 2014 in den USA starten will. Es erlaubt iPhone Nutzern den Bezahlvorgang über ihr Smartphone durch Near Field Communication (NFC) sowie der heute schon vorhandenen Passbook App von Apple auszulösen. Zur Erhöhung der Sicherheit muss der Nutzer für jeden Zahlungsvorgang seinen Fingerabdruck über den eingebauten Scanner (touch id) identifizieren lassen.
Wer die Keynote nicht gesehen hat, kann sich den Ausschnitt mit der Apple pay relevanten Passage noch einmal anschauen.

Unterstützung für online Einkäufe
Neben den Bezahlmöglichkeiten am Point of Sale wird Apple auch eine Unterstützung für online Einkäufe liefern, um auch diese teils nervenaufreibenden Prozesse einfach auf die „Apple Art“ zu gestalten.
“Sicherheit und Datenschutz stehen im Mittelpunkt von Apple Pay. Nutzt man Apple Pay in einem Geschäft, Restaurant oder bei einem anderen Händler, werden die Kassierer nicht länger Namen, Kreditkartennummern oder Sicherheitscodes sehen, was dabei helfen wird die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs zu verringern”, sagt Eddy Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services von Apple. Weiterhin betonte der US Konzern, das sie keinerlei Daten sammeln und das auch beim hinzufügen von neuen Karten in die App weder die Kartennummern auf dem Gerät noch auf Apple Servern gespeichert wird.
Auf der Hardware Seite setzt Apple neben der touch id hinsichtlich Sicherheit bei seinem Verfahren auf NFC.

NFC
Technologisch ist der Einsatz von NFC keine Innovation und seit Jahren bereits in Android Telefonen oder auch in letzter Zeit mit Karten wie z.B. girogo, PayPass, payWave möglich. Dadurch existiert sogar heute schon ein relatives großes Ökosystem hinsichtlich Akzeptanzstellen da auf bestehende Zahlungsterminals z.B. die auch in Deutschland schon weit verbreiteten Geräte u.a. von Verifone aufgesetzt werden kann.

Das Wallet Konzept
Auch die Art der Umsetzung als eine Art Wallet ist nicht wirklich neu. Zum einen setzt Apple auf die bereits bestehende Passbook App. Das zugrunde liegende Wallet Konzept ist ebenfalls keine Evolution. PayPal und google Wallet sind bekannte Beispiele.
Was macht Apple bei der Einführung mehr, anders oder besser? Was für Unterschiede gibt es im Vergleich zu den zahlreichen Payment –Services die in den letzten Jahren entwickelt wurden?

Der Unterschied zu anderen Payment-Services

- Strategische Partnerschaften mit Kreditkartenfirmen und Banken!

Strategische Partnerschaft mit großen Banken
Strategische Partnerschaft mit großen Banken

Bereits bei der Präsentation wurden große Namen und geschlossene Abkommen zur Unterstützung von Apple pay genannt. Darunter Visa, Mastercard, American Express, Bank of America, Capital One Bank, Chase, Citi und Wells Fargo. In den letzten Tagen scheinen sich aber weitaus mehr Banken aktiv um eine Partnerschaft zu bemühen um diese ihren Kunden gegenüber zu bewerben! In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen einen interessanten Artikel von thefinancialbrand.com zum Thema wie sich Banken auch mit und durch Apple positionieren.

Eine Zusammenarbeit mit Banken lässt Apple sich voraussichtlich Transaktionsbasiert von selbigen bezahlen. Noch nicht offiziell bestätigt sind 0,15% vom Zahlungsvorgang.

Strategische Partnerschaft mit großen Händlern
Strategische Partnerschaft mit großen Händlern

Kreditkartenfirmen werden in meinen Augen im ersten Schritt keine Gebühren an Apple zahlen, da Apple noch auf einen Teil deren Ökosystem angewiesen ist.

- Strategische Partnerschaften mit den großen Händlern
Auch hier hat Apple bereits vor dem Start ein gutes Akzeptanznetz aufgebaut einige große Ketten wie MC Donalds, Starbucks, Target, Bloomingdales, Disney sind bereits aktiv genannt. Die Zahl der Akzeptanzstellen liegt zum Start bei 220.000, ohne die zahlreichen Apps in die Apple pay sehr schnell integriert werden wird.

 
Weitere Unterschiede wie besipielsweise Apple als Marke, Apples Flexibilität, seine Features für Händler, oder auch die Touch ID beschreibe ich am Mittwoch, im zweiten Teil dieses Beitrags.

Info-Tag: EBA Stresstests und BCBS 239

SAP-Lösungen für EBA Stresstests und BCBS 239

Wenn ich die (Online) Zeitung aufschlage, fällt mir derzeit immer häufiger das Wort “Stresstest” ins Auge. In mir löst das Wort “Stress” Unbehagen aus. Wie geht es den systemrelevanten Banken, mit den neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften? Wie gut bewältigen sie die zu erfüllenden Regularien, um Stresssituationen aus dem Finanzsektor erfolgreich zu verarbeiten?

Die Umsetzung von BCBS (“Basel Committee on Banking Supervision”) stellt eine Herausforderung dar. BCBS 239 soll Finanzinstitute dazu bringen, ihre Prozesse zu ordnen, homogene Systemlandschaften zu bilden und Modernisierungsmaßnahmen umzusetzen. Sie konkretisiert somit auch die Anforderungen der IT- und Datenarchitektur der Institute.  Die national systemrelevanten Banken sind zwar erst 3 Jahre nach Benennung in der Pflicht, aber aus Erfahrung weiß ich, dass drei Jahre manchmal ganz schon schnell vorbei sein können.
Für alle anderen Banken ist BCBS 239 zwar nicht zwingend, es werden sich aber Teile der Grundsätze in den MaRisk wiederfinden. Es stellt sich die Frage, wie hoch der finanzielle und zeitliche Investitionsbedarf sein wird? Genauso interessant ist, welche Vorteile sich im Gegenzug bezüglich der Effizienz und Effektivität bieten und mit welcher Lösungsarchitektur sich die Finanzinstitute diesen Herausforderungen möglichst entspannt stellen können.

Ein Info-Tag zu den Themen BCBS 239 und Stresstest ist daher willkommen.
Wir freuen uns, in einer Kooperation mit unserer Schwester Finanz Informatik Solution Plus (FI-SP) und SAP einen Info-Tag zu gestalten, an dem wir Lösungen von SAP vorstellen. Mit diesen SAP-Lösungen werden die Aufwände zur Erfüllung der Grundsätze eingrenzt. Es werden im ersten Schritt die regulatorischen Anforderungen von Stresstest und BCBS 239 aufgezeigt, anschließend Beispiele demonstriert und schließlich im 2. Schritt die SAP Lösungen präsentiert.
Im Zusammenschluss mit SAP und FI-SP bieten wir unseren Teilnehmern ein Gesamtpaket und konkretisieren gern mit Ihnen bereits die nächsten Schritte.

Seien Sie am Dienstag, den 7. Oktober in Frankfurt dabei! Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie auf unserer Webseite.
Alle Teilnehmer, die bereits am Montag Abend anreisen, sind herzlich zum Abendessen eingeladen. Ich freue mich, Sie am Info-Tag begrüßen zu können!

 

 

 

 

“Social Network für Finanzthemen”- moneymeets stellt sich vor

Das Team von moneymeets, v.l.: Johannes Cremer , Dirk Vonden und Dieter Fromm
Das Team von moneymeets, v.l.: Johannes Cremer, Dirk Vonden und Dieter Fromm

Als innovations-getriebenes Unternehmen interessieren wir uns von FI-TS sehr für die Finance 2.0 Szene und Fin Tech Startups. Die Recherche allein reicht uns aber nicht, wir diskutieren mit.
Darum freuen wir uns sehr, dass wir in der letzten Woche Dieter Fromm, Geschäftsführer & Gründer des Kölner Startups moneymeets, für ein kurzes Interview gewinnen konnten.

moneymeets kann man am besten als ein „Social Network“ und neuartigen Marktplatz für Finanzthemen beschreiben. Auf der Plattform kann ich als Kunde von dem Wissen und Erfahrungen anderer Anleger profitieren und innovative Tools nutzen um meine eigenen Finanzentscheidungen zu verbessern.
Customer Experience und Transparenz wird bei dem Kölner Unternehmen groß geschrieben. Bestandteil des Services ist eine komplette Vermögensübersicht. Man erhält vollständige Kostentransparenz moderner Optik, kann über einen integrierten Marktplatz multibankfähig handeln und in der Community von der Schwarmintelligenz profitieren. Ausgabeaufschläge für Finanzprodukte fallen nicht an und auch große Teile der Innenprovision bekomme ich je nach meinem eigenen Aktivitätsgrad zurück. Die Abwicklung erfolgt über bereits sieben und zukünftig mehr als zehn bekannte Kooperationsbanken von moneymeets.

Emminger: „Herr Fromm, wie beschreiben Sie die Vision und die Strategie von moneymeets?“
Fromm: „Wir helfen privaten Kunden, ihre Finanzentscheidungen zu verbessern. Bessere Finanzentscheidung trifft man, wenn man seine (finanziellen) Ziele kennt, die passende Lösung zur Erreichung seiner Ziele findet, einen kompletten laufenden Überblick über seine Finanzen hat und das alles zu niedrigen Kosten, sprich zu günstigen Preisen umsetzen kann.“

Emminger: Was hebt den Service von moneymeets von dem einer klassischen Bankberatung ab?“
Fromm: „Unsere Kunden können ihre Ziele mit smarten Tools sehr einfach definieren und quantifizieren. Die für sie passenden Lösungen finden sie in unserer Community, wo andere Privatkunden und Finanzprofis ihre Lösungen, z.B. ihre Wertpapierportfolios und ihre Versicherungen veröffentlichen. Darüber hinaus führen wir das finanzielle Leben unserer Kunden in einer einzigen Übersicht zusammen – egal mit welcher Bank, Versicherung etc. unsere Kunden zusammenarbeiten. Schließlich gewährleisten wir niedrige Kosten dadurch, dass wir die Vertriebsprovisionen, die wir von den Produktanbietern erhalten, mit unseren Kunden teilen und auf sonst übliche Kostenpositionen (z.B. Ausgabeaufschläge oder Depotgebühren) vollständig verzichten.“

Emminger: „Warum sollte ich als Anlagekunde Ihrem Service den Vorzug geben?
Fromm: „Wenn Sie Alternativen zur klassischen Beratung und zum bisher erlebten Service kennenlernen möchten, haben Sie auf moneymeets.com die Möglichkeiten dazu. Die oben beschriebene Vision/Strategie haben wir realisiert. Jeder Anlegerkunde kann dies alles oder auch Teile davon kostenlos nutzen.“

Emminger: „Kürzlich haben Sie in einer Finanzierungsrunde einen neuen Investor, die Dieter von Holtzbrinck Ventures gewonnen. Was war deren Motivation in Ihr Unternehmen zu investieren?
Fromm: „DvH Ventures, die Beteiligungsgesellschaft der DvH Medien (Verlagsgruppe Handelsblatt, Tagesspiegel Gruppe und Die ZEIT Verlagsgruppe), beschreibt Ihre Motivation zum Einstieg bei moneymeets in ihrer Pressemitteilung u. a. wie folgt:
„Mit DvH Ventures suchen wir nach innovativen Geschäftsmodellen für die Finanzindustrie. Mit moneymeets haben wir ein weiteres Portfoliounternehmen mit diesem Ansatz gewonnen. Private Investoren können auf moneymeets erstmals ihre gesamte Vermögenssituation umfassend abbilden. Durch die Rückerstattung der Provisionen an den Kunden gehören intransparente Vergütungsstrukturen der Vergangenheit an“, sagt Fabian von Trotha, Mitglied der Geschäftsleitung.
Die hohe Überschneidung der Zielgruppen von moneymeets und den Medien der DvH Ventures ist eine weitere wesentliche Motivation.“

Dieter Fromm, Geschäftsführer & Gründer des Kölner Startups moneymeets
Dieter Fromm, Geschäftsführer & Gründer des Kölner Startups moneymeets

Emminger: „moneymeets ist kein klassischer Produktanbieter. Dennoch müssen Sie sich sicher auch in Ihren Services mit dem Thema Regulierung beschäftigen? Gab es Hürden/Herausforderungen und wie haben Sie diese genommen?”
Fromm: „Auch für moneymeets gelten die jeweiligen Regulierungsvorschriften, z. B. für die Vermittlung von Investmentfonds oder Versicherungen. Dementsprechend haben wir die notwendigen Zulassungen beantragt und erhalten.“

Emminger: „Wie sehen Ihre Zukunftsvisionen aus? Welche Veränderungen werden sich aus Ihrer Sicht in der Bankbranche im Allgemeinen und moneymeets im Speziellen in 5 und 10 Jahren ergeben?“
Fromm: „Hinsichtlich der Veränderungen im Finanzbereich rechnen wir nicht mit großen „Überraschungen“. Die in den nächsten 5-10 Jahren vor uns liegenden sehr massiven Veränderungen der Finanzindustrie dürften eigentlich niemanden mehr „überraschen“. Überrascht sein werden nur die Teilnehmer der Finanzbranche, die den Veränderungsdruck und die bereits laufenden Veränderungen nicht wahrhaben wollen.
Bereits im Januar 2013 hat mein Mitgründer, Johannes Cremer, in der Fachzeitschrift „Bank und Markt“ fünf Thesen zum „…neuen Wert der Beratung“ zur Diskussion gestellt.
Diese Thesen und weitere Einschätzungen finden Sie auch in unserem Blogbeitrag von Februar 2013.
Wir glauben an diese Thesen und haben moneymeets konsequent darauf ausgerichtet, dass wir – wenn es zumindest in Teilen so kommt – an der Spitze der Veränderungsbewegung stehen können.“
Emminger: „Vielen Dank für Ihre Ausführungen.“

Mobile Payment gewinnt mit Amazon Local Register an Gewicht

Besonders für kleinen Bars ist der Smartphoneaufsatz nützlich. Der Gast kann mit Kreditkarte bezahlen undn die Transaktionskosten belaufen sich auf einen Mini-Prozentsatz der zu zahlenden Rechnung.
Besonders für kleinen Bars ist der Smartphoneaufsatz nützlich. Der Gast kann mit Kreditkarte bezahlen undn die Transaktionskosten belaufen sich auf einen Mini-Prozentsatz der zu zahlenden Rechnung.

Wieder ein neuer Anbieter, der Mobile Payment pusht. Wie t3n und Re/code berichten, ist es dieses mal der Gigant Amazon und das momentan nur in den USA. Wir kennen bislang sein Produkt, die Smartphone App Amazon Wallet, über deren Launch ich erst im Juli bei pcmag gelesen habe. Sie ist eine sogenannte „proximity-only digital wallet“, in der lediglich Kundenkarten gespeichert und per mobile App abgefragt werden können.
Damals, also letzten Monat, hieß es noch, die App würde leider keine Zahlungen oder Kreditkarten unterstützen. Das hat sich, zumindest in den USA, geändert.

Amazon Local Register
Amazon hat nun die Hardware Local Register auf den Markt gebracht. Aber was ist das genau? In meinem Lieblingslokal in München kann ich meine Rechnung ganz locker über das Smartphone oder das Tablet des Lokalbetreibers zahlen.
Der kleine Smartphone-Aufsatz von Amazon Local Register erlaubt das nun auch. Die Kreditkarte wird über die App ausgelesen, die Zahlungen werden übermittelt und die Spaghetti sind bezahlt. Diese Lösung ist insbesondere für kleine Lokale und Dienstleister interessant, die somit ihren Kunden Kartenzahlungen ermöglichen. Nun, das ist aber nicht neu. Die Payment-Dienste Square und PayPal bieten seit 2009 und 2012 diese Lösung an. Was neu ist, sind die niedrigen Gebühren für Schnellentschlossene, die günstige Hardware und natürlich der Großkonzern, der dahinter steht. Letzterer verleiht Mobile Payment wieder neues Gewicht.

Ein weiteres Standbein aufbauen
Dass nun auch Amazon tiefer in den Mobile Payment Markt einsteigt, zeigt das Potenzial, das in der Dienstleistung gesehen wird. In einem Interview erklärte Jeff Bezos (Amazon-Gründer) gegenüber dem Online-Magazin Re/code, wie wichtig es ist, die große Anzahl an Kundendaten und Zahlungsinformationen für ein weiteres Business zu nutzen. Amazon bietet beispielsweise seinen Zahlungsdienst auf den Shop-Seiten anderer Anbieter an. Man meldet sich also mit seinen Amazon-Kontodaten auf der Shop-Seite an und muss hier nicht nochmal seine Zahlungs- und Adressdaten hinterlegen. Der Shop-Betreiber zahlt Amazon für diese Dienstleistung eine kleine Gebühr.

Laut Amazon sind die Daten über die gekauften Produkte verschlüsselt. Auch wenn es nicht um Produktdaten geht, gibt es dennoch genügend Metadaten, die über solche Transaktionen gesammelt werden können. Amazon weiß immerhin, wann und wo und wieviel ich an Geld ausgebe. Dahingehend werden gezielte Werbebotschaften auf mein Konsumverhalten zugeschnitten. Ob das wiederum gut oder schlecht ist, hängt von der Taktung der Werbebotschaften ab und ob ich mich dazu verleiten lasse, mehr zu konsumieren als bisher.
Diese gesammelten Kundendaten können natürlich auch verkauft werden.

Zukunftsaussichten
Dem Produkt Amazon Local Register sage ich einen guten Start voraus. Auch wenn nach venturebeat und einer Befragung durch Forrester, PayPal in Sachen Vertrauenswürdigkeit und Beliebtheit (logischerweise) noch an der Spitze rangiert.
Doch selbst mit seiner Amazon Wallet nimmt der Großkonzern schon den 3. Platz auf der Beleibtheitsscala ein. Amazon bietet sein Magnetkartenlesegerät für günstige 10 Dollar an. Gleichzeitig übernimmt der Konzern die ersten zehn Dollar an Transaktionsgebühren. Die Hardware ist damit kostenfrei. Auch die Transaktionskosten fallen bei Spontan-Abschluss bis Ende Oktober, bis Januar 2016 mit 1,75 Prozent der Transaktionssumme einen Prozentpunkt niedriger aus als die der Wettbewerber. Auch nach diesem Datum bleibt man noch knapp unter den Konkurrenz-Gebühren. Gerade für kleine Unternehmen ist das sehr attraktiv.
In meiner kleinen Lieblings-Trattoria würde die App sicher auch Anklang finden. Schließlich wird der Großteil der Gäste ein Amazon Konto besitzen. Wann Amazon mit der Lösung nach Deutschland kommt, bleibt aber noch vage.

Einen Einblick, wie die Hardware funktioniert, gibt folgendes Video:

Mobile Banking-Apps und Mobile Payment: England gegen Deutschland (Teil 1)

Mobile Banking über meine Bank TSB in UK
Mobile Banking über meine Bank TSB in UK


Da ich jetzt hier in Deutschland für fünf Monate wohnen werde
, muss ich mich an viele Veränderungen anpassen. Nicht nur die Sprache, das Essen und die Verkehrsmittel, sondern auch das Geld und Banking sind anders als in UK. Ich habe in Deutschland ein Konto eröffnet. Aber was noch wichtiger ist: Ich kann auch in Deutschland über eine App in meinem Smartphone Mobile Banking nutzen.
Deshalb werde ich gerne einen Vergleich zwischen Mobile Banking-Apps in England und Deutschland machen.
In diesem Beitrag werde ich mich auf mein englisches Konto konzentrieren. Später, in vielleicht zwei Monaten, werde ich über mein deutsches Konto schreiben, wenn ich es häufiger verwendet habe.

SicherheitsSchlossSicherheit
Die Anmelde-Methode für eine Mobile Banking-App hängt von der jeweiligen Bank ab. Meine Bank benutzt eine ziemlich komplizierte Methode, aber das stört mich nicht weiter, weil ich glaube, dass sie sicher ist. Die Chance, dass jemand auf meinem Konto zugreifen kann, ist minimal.
Man muss einen Benutzernamen und Passwort eingeben und dann nur bestimmte Buchstaben und Nummern von einem vorher ausgewählten Kennwort. Es ist nicht so schnell, aber es funktioniert gleich wie der Online-Banking Website und deshalb ist es sehr einfach zu benutzen. Eine andere Funktion, die die Sicherheit garantiert, ist, dass sich die App nach einem bestimmten Zeitraum automatisch abmeldet. Also wenn man vergisst sich auszuloggen, wird mein Konto trotzdem geschützt. Meinen Bank hat auch eine Kontrollstufe eingebaut, damit bei fehlerhaften Eingaben, die Zahlung trotzdem an den richtigen Empfänger gesendet werden kann. In dem Fall wird man automatisiert angerufen und muss ihnen einen Code nennen, der einem auf der App angezeigt wird.

Benutzerfreundlichkeit
Ich habe bereits angemerkt, dass der Anmelde-Prozess etwas kompliziert ist. Die App ist aber klar strukturiert. Es gibt ein deutliches Menü, wo man alle seine Konten der Bank sehen kann. Klickt man auf eines seiner Konten, kann man den Kontostand, das verfügbare Geld, die eventuelle Überziehung und vorherige Überweisungen überprüfen. Um Geld zu überweisen, oder eine Rechnung zu bezahlen, gibt es deutliche Anweisungen in der App. Das einzige Problem ist, dass die Überweisungen bei neunen Empfängern, bedingt durch den Sicherheitscheck, etwas länger dauern. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man im Restaurant die Teilrechnung bezahlen und seinem Freund das Geld überweisen möchte. Dafür ruft ein automatischer Anrufdienst am Handy an, um die Überweisung an den Freund freizuschalten. Jedoch muss man das nur bei neuen Empfängern tun. Überweise ich ihm ein weiteres Mal Geld, bekomme ich den Anfuf nicht mehr.

Wie benutze ich Mobile Banking?
Ich finde die Mobile Banking-App am nützlichsten, wenn ich unterwegs bin und wissen möchte, wie viel Geld ich noch auf meinem Girokonto habe. Oft überweise ich schnell Geld zwischen meinem Hauptkonto und meinem Sparkonto. Auch benutze ich Mobile Banking, um meine bereits getätigten Überweisungen zu sehen, um zu sehen, wann mir meine Mitbewohner Geld für getätigte Einkäufe überweisen, oder meine Handyrechnung gelichen wurde. Somit kann ich immer meinen Kontostand überprüfen, denn das ist als Studentin wichtig! Außerdem kann ich mir den Gang zur Bank, mit ihren rigiden Öffnungszeiten, ersparen, weil ich fast alles online oder mit meinem Smartphone machen kann.

Mobile Payment
Obwohl ich regelmäßig mein Smartphone für Überweisungen benutze, habe ich nie kontaktlos in einem Geschäft bezahlt. Aber in diesem interessanten Artikel von mobile-zeitgeist.com steht, dass man das in England immer häufiger machen kann. Ich kann in der Tat bestätigen, dass es immer mehr Schilder an den Kassen gibt, die mit kontaktlosen und PIN-losen Bezahlungen werben.
Aber in Wirklichkeit gibt es nicht viele Leute, die kontaktlos bezahlen. Der Autor des Artikels hat sogar bemerkt, dass er oft irritiert angeschaut wird, wenn er z.B. in einem Supermarkt gefragt hat, ob er kontaktlos bezahlen könnte. Es ist in England schon möglich, aber noch nicht sehr beliebt.

British flagAlso meine Erfahrungen, mit meiner Mobile Banking-App in England, sind wirklich gut. Sie ist schnörkellos, aber das macht sie nicht zwangsläufig zu einer schlechten App. Schließlich ist sie einfach zu benutzen. Am wichtigsten für mich ist die Sicherheit, die in der App definitiv durch Passwort, Kennwort und automatische Abmeldung, gut gewahrt wird.
Aber jetzt richte ich mein Augenmerk erst mal auf die deutschen Apps und vergleiche sie mit den englischen.

Die Vorteile innovativer IT in der Bankenbranche in unruhigen Zeiten

Eine aktuelle Studie aus Europa und Nordamerika über „Die Vorteile innovativer IT in der Bankenbranche in unruhigen Zeiten“  dokumentiert die Wichtigkeit und die Auswirkungen von Innovationen in der Bankenbranche.

In Zeiten der Veränderung und Verbesserung in der Finanzbranche sind Innovationen unerlässlich für eine erfolgreiche Überarbeitung des aktuellen Geschäftsmodells. Das gilt auch für die Differenzierung von künftigen Geschäftsmodellen der Wettbewerber.

Innovationen sichern das Geschäftsmodell von morgen

Ein leitender Manager einer befragten US-Bank gab dazu an, dass Innovation nicht nur über technologische Fähigkeiten der nächsten Generation entscheidet, sondern auch strategische Verbesserungen in Talent- und Prozessmanagement mit sich bringt.

Die Resultate der Studie haben gezeigt, dass Banken jetzt langfristige Geschäftsmodelle umsetzen müssen, statt sich auf kurzfristige Profitmaximierung zu konzentrieren.  Die wichtigsten Faktoren für die Umsetzung sind:

Die regulatorischen und Risikomanagement-Anforderungen anpassen
Für die Finanzhäuser gibt es große Herausforderungen zu bewältigen. Neue Anforderungen an das Risikomanagement und neue Regulierungsvorschriften binden die IT-Budgets in Euro und Mitarbeiter. Gebundene IT Budgets sind beispielsweise automatische ad-hoc Stresstests, Pflege von Produktdaten, rechtzeitige und vollständige Bereitstellung von Bilanzdaten für die gesamte Bank oder –Gruppe. Deshalb müssen die internen Systeme der Banken weiter verbessert werden. Jede dieser neuen Anforderungen wird  mit IT umgesetzt.

Technologie- und Prozess-Innovationen
Laut Studie gibt es mehrere Schwerpunkte für Innovationen.
Der Kunde muß die Bank anders „erleben“ und wieder über mehr Kanäle mit ihr in Kontakt sein .
Nach innen gerichtet sorgt Innovation für eine höhereProduktivität und Leistungskraft und soll Risiken reduzieren.  Es ist klar, dass IT ein wesentlicher Teil der Bankenbranche ist. Ein Teilnehmer der Studie sagte: „Es gibt viel IT ohne Banking, aber es gibt kein Banking ohne IT“.
Die Hauptthemen für IT sind nach Angaben der Befragten:
- Big Data
- mobile Technologie und
- Cloud Computing.
Die große Bedeutung von Big Data wurde von einem leitenden Manager einer US-Bank bestätigt. Er meinte, dass  Big Data Kosten reduzieren würden, neue Methoden für Risikominderung entwickelt und neue Chancen und Services für seine Kunden generiert würden.

Veränderungen im  Kundenverhalten und neue Präferenzen
Um Vertrauen wieder aufzubauen und Kundenbeziehungen zu verbessern, müssen Banken das Produkt- und die Dienstleistungs-Portfolio wesentlich mehr den geänderten Bedürfnissen der Kunden anpassen.  Der Vertreter einer Filial-Bank gibt dazu an: „Die Digitalisierung des Privatkundengeschäfts, beispielsweise mobile Zahlungen, muss wesentlich vereinfacht werden“.

Es ist klar zu sehen, dass Innovationen in der Finanzbranche nur mit Hilfe der IT umgesetzt werden. Die folgenden Antworten eines leitenden Managers einer befragten Bank über seine Projekte und Auswertungen von Kunden zeigen dies deutlich auf:

  • Mehr als 25% der Smartphone-Benutzer greifen auf Finanzdienstleistungen mit ihrem Smartphone zu.
  • Die Anzahl von Finanzdienstleistungs-Apps hat sich im Jahresvergleich um 53% erhöht.
  • Im abgelaufenen Quartal wurden 30% mehr Kreditkarten-Abrechnungen per Smartphone bezahlt.
  • 24% der aktuellen Banking-Kunden mit Smartphones überweisen damit Geld.

Von diesen Zahlen sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Das gibt den Finanzhäusern Zeit, die Trends rechtzeitig in Services und Produkte umzusetzen.  Die Verwendung von Big Data, mobiler Technologie und Cloud Computing wird helfen, die regulatorischen und Risikomanagements- Anforderungen umzusetzen. Sie kann wieder mehr Nähe zu den Kunden schaffen und helfen, Prozesse zu verbessern. Insgesamt hat die Finanzbranche es nach wie vor in der Hand, auch in Zukunft erfolgreich und direkt mit den Kunden zu agieren und dessen geänderten Bedürfnisse zu befriedigen..

Auslaufmodell Outsourcing? Nicht bei der RSU!

FI-TS_RSU_Gebaeude
Heute lesen Sie einen Gastbeitrag von Harald Gergen, von RSU Rating Service Unit GmbH & Co. KG

Harald Gergen, RSU
Harald Gergen, RSU

“Zurzeit mehren sich die Stimmen, die in der Bankenbranche eine Rückwendung vom Outsourcing beobachten. Ursache dafür sind immer strenger werdende Regulierungsvorgaben im Bankensektor. Zu diesem Fazit kommt etwa auch die aktuelle Studie „Outsourcing und Insourcing in der Finanzwirtschaft“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Die Experten konstatieren, dass bei Banken die Bereitschaft sinkt, Prozesse auszulagern.

Sollte uns das nachdenklich machen?
Schließlich haben wir bei der RSU Rating Service Unit schon frühzeitig die Verantwortung für den Betrieb unseres zentralen Produktes LB-Rating an FI-TS ausgelagert. Mit dieser Software ermitteln aktuell 7.500 Endnutzer gemäß den Vorgaben von Basel II standardisierte und objektive Bonitätsurteile über Unternehmen und Projektfinanzierungen. Seit Einführung der Anwendung wurden bereits rund 800.000 Ratings erstellt, die für die Bewertung von Kreditrisiken genutzt werden. LB-Rating wird zentral betrieben und basiert vollständig auf Internet-Technologien. Sämtliche Installations- und Wartungsarbeiten sowie neue Releases oder Updates werden zentral auf den Server eingespielt und stehen damit allen Kunden gleichzeitig zur Verfügung.
Soweit die Fakten.

Um die eingangs gestellte Frage kurz und knapp zu beantworten:
Wir stehen auch weiterhin zum Outsourcing-Modell und haben aktuell die Zusammenarbeit mit FI-TS langfristig verlängert.

Das haben wir gemacht, weil wir auf folgende Dinge vertrauen können:
Als branchenspezialisierter IT-Provider weist FI-TS eine große Nähe zum Bankensektor auf und verfügt dabei über ein tiefes Verständnis bei bankfachlichen Themen.
Mit der Nutzung der dedizierten IT-Infrastruktur in den Rechenzentren von FI-TS greifen wir auf IT-Ressourcen zu, die die umfassenden regulatorischen Vorgaben der Finanzbranche erfüllen.

Gleichzeitig hat FI-TS viele Erfahrungen im Umgang mit Prüf- und Zertifizierungsverfahren durch die Aufsichtsbehörden wie etwa der BaFin gesammelt.
Um den IT-Betrieb in Eigenregie durchzuführen benötigen Unternehmen entsprechendes Personal und müssen das notwendige Know-how aufbauen oder teuer einkaufen. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel ein gewichtiges Argument für die Zusammenarbeit mit einem Spezialisten.
Infolge von Skaleneffekten und einem klar definierten Leistungsschnitt können wir entsprechend Kosten senken.

Im Laufe der langjährigen Zusammenarbeit haben die RSU und FI-TS standardisierte und automatisierte Arbeitsprozesse entwickelt, die uns helfen, die beiden jährlichen Relasewechsel bei LB-Rating während des laufenden Betriebes problemlos umzusetzen.

Wir werden auch in Zukunft von den umfangreichen Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten profitieren, um LB-Rating weiter durch Standardisierungen und Automatisierungen zu optimieren. Auf diesem Wege werden sich Skaleneffekten bei uns bemerkbar machen.”

Das Ripple Potenzial

FI-TS_motiv_technologie_rippleDigitale Zahlungsmittel erleichtern, als sogenannte Komplementärwährungen bzw. Kryptowährungen, den globalen Geldtransfer, indem sie ihn schnell und günstig gestalten. Heute widmen wir uns im FI-TS Blog dem Open-Source-Protokoll Ripple.

Der Open-Source-Code Ripple
wurde, wie bitcoinmoney.net berichtet, vom Unternehmen Ripple Labs entwickelt und fungiert als dezentrale Handelsplattform für Währungen und Vermögenswerte. Ripples (auch XRP genannt) können weltweit, elektronisch  beliebig und  direkt zwischen einzelnen Teilnehmern (peer-to-peer) überwiesen werden. Dabei ist diese virtuelle Währung als “Brückenwährung” zu verstehen. Zwischenschritte, die Banken oder Behörden involvieren, fallen dabei weg. Das macht die Transaktionen kostengünstiger und schneller als bisher.
Prinzipiell sind alle realen Währungen wie Euro, USD oder Yen, sowie auch digitale Währungen wie Bitcoins und Treuepunkte, bei Ripple komplett austauschbar.
“Ripple bietet die  Möglichkeit, finanzielle Transaktionen ohne einen zentralen Betreiber  durchzuführen”, wird  Chris Larsen, CEO von Ripple im Artikel von American Banker zitiert.

Trotzdem sollen Banken und andere Finanzinstitute ihre gut ausgebaute Zwischenhändlerrolle behalten. Mit dem integrierten Ripple-System werden die Abläufe dynamischer und wettbewerbsfähiger, so Richard Samson in seinem Artikel “SUPERMONEY” bei World Future Society. Ralf Keuper fasst in seinem Beitrag in Bankstil die Aussagen zu Ripple zusammen. Bank und Ripple ergeben zusammen genommen ein hybrides, modifiziertes, effizientes System.
Wollte bisher eine Person einen Betrag in einer, bspw. afrikanischen Währung einer anderen Person im Euroraum zukommen lassen, musste sie bisher Wartezeiten des internationalen Geldtransfers in Kauf nehmen. In dieser Zeit wurden die Devisen-Transaktionen überprüft. Das geht nun schneller.

Funktionsweise Ripple
Mit der Ripple-Technologie werden diese Prozesse umgangen. Die afrikanische Währung wird in XRPs konvertiert und ein Partner gesucht, der seine Euros in  XRPs umwandeln möchte. Die Währung kann über verschiedene Handelsplattformen erworben werden. Man erstellt sich dafür vor der Transaktion eine Ripple-Wallet auf ripple.com.

Fidor als erste Anwenderbank
Als weltweit erste Bank will die Fidor AG das Ripple-Protokoll einsetzen. Mit Ripple können Fidor-Kunden Überweisungen in jeder Währung zu guten Konditionen bei der Fidor Bank  aufgeben und verschicken. Ein separater Ripple-Account ist dabei voraussichtlich nicht nötig.

Meinung
Ziel von Ripple ist, einen schnellen und kostengünstigen Weg von Transaktionen zwischen weltweiten Währungen von Person zu Person über das Internet zu kreieren. Funktioniert das komplikationsfrei, ist das Netzwerk eine tolle Neuerung  und das Unternehmen dahinter wird sehr erfolgreich werden. Verwendet man das Protokoll, um Transaktionen effizienter zu gestalten, können Banken im Hinblick auf Schnelligkeit und Kostenersparnis profitieren. Sehr schön finde ich die zugegebenermaßen werbeträchtige Idee von Ripple Labs, den Kunden derzeit die Möglichkeit zu bieten, XRP auch durch soziales Engagement zu erhalten.

Wie das Ripple-Protokoll funktioniert, zeigt dieses kurze Video: