Blog von FI-TS über Finance- und Technologie Themen
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Würden Sie gern einen Überblick über alle Ihre Bankverbindungen inkl. Kreditkarten in einer Übersicht erhalten und damit Einnahmen und Ausgaben in Echtzeit sehen und verwalten? Ja, ich möchte das. Darum freue ich mich über alle Entwicklungsschritte, die in diese Richtung vorgenommen werden. So schaue ich auch gespannt auf die Zusammenarbeit von CREALOGIX und FI-TS. Sie haben eine intensive Zusammenarbeit vereinbart, um Banken in Deutschland einen professionellen und sicheren Einstieg in das neue Persönliche Finanz-Management (PFM) für deren Kunden zu bieten. FI-TS bietet hierbei seine IT-Dienstleistungen in der Finance Cloud.

Persönliches Finanzmanagement (PFM) / Quelle: Meniga

Personal Finance Management (PFM) gibt mir einen Überblick über die Umsätze meiner Bankkonten und somit auf meine finanzielle Situation in einem einzigen Online-Tool. Hier werden meine Ein- und Ausgaben automatisch kategorisiert, ich erhalte grafische Auswertungen und kann mir meine persönliche Finanzstatistik ansehen. Zudem habe ich die Möglichkeit, Sparpläne anzulegen, um mir einen größeren Wunsch zu erfüllen. Möchte ich wissen, wie gut meine Finanz-Performance ist, kann ich meine Statistik auch mit der anderer Bankkunden vergleichen. Ein erster (subjektiver) Impuls sagt: Nein, das möchte ich nicht. Aber wer nicht vergleicht, sieht auch nicht die Möglichkeit für Einsparungen.

Die Herausforderung bei PFM ist, die Hausbank und andere Finanzanbieter auf einer Plattform zu vereinen. Auf Basis der webbasierten PFM-Software des skandinavischen Anbieters Meniga bieten FI-TS als Technologieanbieter und Crealogixfür den deutschen Markt eine PFM-Plattform, die den technischen, rechtlichen und regulatorischen Anforderungen der Finanzwirtschaft an einen sicheren Umgang mit sensiblen Daten entspricht. Zeitgemäße Banken können sich somit bedenkenlos über die zunehmende Bindung zu Ihren Online-Kunden freuen und ich freue mich über meinen neuen Finanzplan im Web. Eine klassische Win-Win Situation!

Ein Überblick über Persönliches Finanz Management (PDF)

Viel Spaß mit der Demonstration von Personal Finance Management auf der Finovate Europe

Die Bank of America gab vor wenigen Tagen die Markteinführung ihrer neuesten Geldautomaten bekannt. Diese Technologie bietet dem Kunden einen über die öffentlichen Banköffnungszeiten hinaus einfachen Zugang zu einer Reihe von Dienstleistungen für die Abwicklung seiner täglichen Bankgeschäfte. Neu ist, dass er am Geldautomaten über eine Live Video Chat Funktion direkten Kontakt zu einem Bankangestellten haben kann und damit die gleiche Qualität der persönlichen Unterstützung erhält, wie wenn er zu einem Bankschalter gehen würde. Hier kann er Unterstützung in englischer oder spanischer Sprache anfordern.

Über diese Geldautomaten mit persönlicher Ansprache können Kunden beispielsweise Barschecks einlösen und den exakten Geldbetrag (inklusive Kleingeld) erhalten. Auch sind sie bei der Auszahlung nicht mehr an vorgegebene Stückelungen von Geldscheinen gebunden, sondern bestimmen selber, in welcher Form sie den Betrag erhalten möchten.

Das nachfolgende Video von TCU Financial Group veranschaulicht diesen neuen Service:

Weiterhin plant die Bank of America  in Zukunft Live Video Chat-Unterstützung bei komplexeren Transaktionen, wie:

  • Einzahlungen von Schecks
  • Einzahlungen auf verschiedene Konten
  • Aufnahme von Darlehen
  • Kreditkartenzahlungen

Das eine persönliche Ansprache jedoch auch mal daneben gehen kann, zeigt das folgende nicht allzu ernst zu nehmende Video:

Die Bank of America wird die neuen Geldautomaten in seinen Bankfilialen wie auch an externen Standorten einrichten. Die Markteinführung beginnt in Boston und wird sukzessive in 2013 auf weitere amerikanische Standorten ausgebaut.

An dieser Stelle frage ich mich, wie lange es noch dauern wird, bis auch wir in Deutschland einen solchen persönlichen Bankenservice in Anspruch nehmen dürfen. In einer Zeit, in der mit fortschreitender Automatisierung auch die Anonymität zunimmt und nicht jeder damit zurechtkommt, wäre eine persönliche Unterstützung über die üblichen Geschäftszeiten hinaus und in Nähe des eigenen Standortes sicherlich sehr wünschenswert.

Dieser Gedanke führt mich auch zum Thema Co-Browsing. Ich frage mich, wie viel Geschäft den Banken täglich entweicht, weil Kunden ihre Online-Transaktionen aufgrund von Schwierigkeiten und fehlender Unterstützung abbrechen. Zum Glück gibt es hierfür auch in Deutschland inzwischen sichere  Co-Browsing-Lösungen für Banken und Versicherungen. Mit dieser Technologie erhalten Kunden beim Online-Banking per Mausklick Echtzeit-Unterstützung von einem Berater. Kunde und Berater können den Mauszeiger des Partners sehen und somit die einzelnen Online-Schritte nachvollziehen.

Natürlich bietet FI-TS ihren Kunden als erfahrener Dienstleister für Banken und Versicherungen eine solche kundenfreundliche Lösung an. Vielleicht muss ich dann ja auch gar nicht mehr lange warten, bis auch mein Geldautomat mich freundlich unterstützen kann, wenn ich bei der Auszahlung meines angeforderten Geldbetrags unbedingt 1 Euro Stück für den Einkaufswagen benötige!

Welche Hinweise sprechen dafür, dass Financial Services in das Portfolio von Apple Einzug erhalten?

Ich habe gerade Google bemüht: 2010  gab es ein erstes Patent von Apple, das die meisten von uns heute schon wieder vergessen haben. Es ging im allgemeinen Patentkrieg unter und war eher eine Art Interface-Ersatz für Geldautomaten. In den letzten Wochen wurde eine Nachricht verbreitet, nach der Apple schon über einen halben Bank-Service verfügt. Konkret geht es um  iTunes und die dort hinterlegten Zahlungsdaten.  Demnach wäre es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis diese entweder von Apple selbst oder von einem Partner genutzt werden.

Worum geht es eigentlich genau?

Am 31. Januar 2013 wurde der Patentantragfür das sogenannte «Ad hoc Cash Dispensing Network» eingereicht. Kurz zusammengefasst beschreibt es ein P2P Netzwerk zum Geldtransfer. Neben der reinen Nutzung als Dienst, um  über seinen  iTunes Account Geld zu überweisen á la PayPal, beschreibt der Antrag insbesondere die Bargeldverfügung:  Der Apple Nutzer startet die App und sucht einen Geldautomat in der Nähe.  Nur, dass es sich bei der Geldautomatensuche nicht um physische Automaten, sondern um reale Menschen oder Geschäfte handelt, die aktuell über Bargeld verfügen und bereit sind, dieses gegen eine Gebühr auszuzahlen.

Eine erste Skizze des Apple-ad-hoc-cash-network

Eine erste Skizze des Apple-ad-hoc-cash-network

Würde ich diesen Service nutzen? 

Als Einzelperson kann ich mir aktuell nicht vorstellen, jemand Fremden meinen Standort zu nennen, um mich mit ihm zu treffen um Geldtransaktionen durchzuführen. In meinem persönlichen Netzwerk oder bei Arbeitskollegen sähe das aber schon anders aus. Wenn ich sehen würde, dass die entsprechende Person 250 positive Bewertungen hat und von einem Dienst wie iTunes offiziell legitimiert wurde – was dann?

Ich glaube, dass Apple die angedachte Lösung aber primär bei kleinen Shops platzieren möchte, für die Bargeldtransaktionen eh Alltag sind. Die großen haben ja bereits Lösungen in der Richtung platziert – siehe Rewe & Shell.  In einem solchen Umfeld sehe ich keinen Unterschied zu einem heute stationären Geldautomat und würde sorglos Transaktionen durchführen.

Beobachten wir das ganze mal weiter und vielleicht habe ich ja bald ein iTunes / iBank Girokonto – denn so unrealistisch ist der Gedanke dann auch nicht mehr!

Noch eine Sache am Rande…..Thematisch passt die oben skizzierte Lösung wieder gut in eine Trendanalyse die sich mit dem Thema „OTT, over-the-top-Geschäftsmodelle“ beschäftigt. Diese Analyse vom 2bahead think! Tank ist Ende des Jahres erschienen und zeigt auf,  dass eine vorhandene Infrastruktur (in unserer Branche wäre das z.B. ein Geldautomatennetz oder flächendeckende Bargeldversorgung) nicht zwangsläufig strategische Macht über die Branche bedeutet. Den kostenfreien Download finden Sie hier bei 2b.ahead

Die Verbreitung von Mobile Payment skizziert auch den Erfolg von NFC

Die Verbreitung von Mobile Payment skizziert auch den Erfolg von NFC

Spätestens seit Girogo, der Ausstattung von EC- und Kreditkarten mit einem Chip für Near Field Communication (NFC), dürfte sich der Begriff NFC etabliert haben.

Dabei geht es um die Möglichkeit, den Bezahlvorgang zu vereinfachen und zu beschleunigen, in dem man an der Kasse nur noch seine Plastikkarte mit NFC-Chip an den Terminal hält. 2012 starteten erste Sparkassen in ausgewählten Bundesländern mit dem Projekt, bis 2015 planen die Sparkassen, ihren  rund 45 Millionen Kunden diese Technik anzubieten.Wir beobachten,wie sich die Verbreitung und Akzeptanz entwickelt.

  Ich bin gerade in einem ganz an deren Zusammenhang auf die Technologie gestoßen: beim Bestellen von Visitenkarten, genau genommen von Mini Moo Cards. Sie sind halb so groß wie Visistenkarten, und ich setze sie gerne bei Events ein,  um in Verbindung mit QR-Codes oder Augmented Reality auf bestimmte Inhalte im  Netz hinzuweisen. So haben wir z.B. auf dem 12.Management-Forum Moo Cards mit einem QR-Code verteilt, der zu dem Rezept unseres Cocktail Partners Concat, den “Concat Cooler“, führte.

Die Moocard zum Concat Cocktail

Die Moocard zum Concat Cocktail

Dabei habe ich gesehen, dass Moo Cards jetzt auch Karten mit integriertem NFC-Chip anbietet, unter dem Stichwort “a third side – inside”. Wenn man eine dieser Karten verteilt, kann der Empfänger mit seinem Smartphone – sofern es über NFC verfügt – direkt weiteres Input abrufen – und zwar das gesamte Spektrum: Musik, Videos, Webseiten, Apps, Kontaktdaten. Mal schauen, wo ich den ersten kreativen Einsatz dieser Möglichkeit finde. Oder wir übernehmen das einfach selbst…

 

 

 

Big Data ist einer der IT-Trends 2013, den wir auch schon aus 2012 kennen. Natürlich reden wir darüber, aber worüber reden wir dabei genau? Um Datenvolumina, die zumindest mein quantitatives Vorstellungsvermögen überfordern. Deshalb gabe ich mich sehr gefreut, als ich heute ein neues Video zu dem Thema von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfahlen (LfM NRW) gesehen habe, das die beschleunigte Vermehrung der Daten anschaulich macht: Demnach hat die Menschheit bis 2003 ein Datenvolumen von 5.000.000.000 GB erzeugt,  2013 erzeugen wir dieses Volumen in gerade mal zehn Minuten.

Das nenne ich Wachstum! Aber ist ein Wachstum in diesem Tempo, ein solches Volumen etwas Positives, oder vielmehr Grund zur Sorge? Das LfM NRW geht auf Chancen und Risiken ein – von den Vorteilen bei der Alltagsbewältigung bis hin zum gläsernen Menschen.

Big Data Erklär-Video der LfM NRW

Wir stehen nicht vor der Frage “Big Data or no Big Data?” Dafür ist das digitale Leben viel zu umfassend etabliert, von der SMS bis zum Internet der Dinge. Die amerikanische Ökonomin Shoshana Zuboff äußert sich sehr entspannt zu der Entwicklung, die sie in ihrem Buch  „In the Age of the Smart Machine“, das 1988 veröffentlicht wurde, unter „Zuboffs drei Gesetze“  als drittes erklärt:

  1. Zuboffs erstes Gesetz: Alles, was digitalisiert und in Information verwandelt werden kann, wird digitalisiert und in Information verwandelt.
  2. Zuboffs zweites Gesetz: Was automatisiert werden kann, wird automatisiert.
  3. Zuboffs drittes Gesetz: Jede Technologie, die zum Zwecke der Überwachung und Kontrolle kolonisiert werden kann, wird, was immer auch ihr ursprünglicher Zweck war, zum Zwecke der Überwachung und Kontrolle kolonisiert.

    Potenziale von Big Data (Quelle: bigdata.de)

    Potenziale von Big Data (Quelle: bigdata.de)

Entwicklungen, die sich nicht aufhalten lassen, sollten verstanden und genutzt werden. Nach einer Studie, die die Exporton Group 2012 durchführte, sehen Unternehmen vor allem Potenzial in besseren Informationen über das Konsum- und Informationsverhalten ihrer Kunden. Ebenfalls als wesentlich beurteilen sie den Wert der Informationen für ihre Vertriebs- uns Marketingkampagnen und eine Optimierung ihrer Logistikprozesse. 

Und der Verbraucher?
Wir stehen ganz am Anfang von Big Data. Das enorme Potenzial wird erkannt und erschlossen, weil es wirtschaftliche Interessen dahinter gibt. Der Preis für neue digitale Dienste sind stehts unsere Nutzerdaten, unser Nutzerverhalten. Die Crux daran: Der Verbraucher hat nicht die Wahl zwischen z.B. einem höheren Preis oder  dem Absaugen seiner Nutzer-verhaltensdaten. Der Mehrwert der Dienste im Sinne von Effizienz oder Spaß wird uns so gut verkauft, daß die Preisgabe unserer persönlichen Daten nicht mehr weh tut. Und was man schon 45x getan hat, schmerzt beim 46. mal auch nicht mehr. Und so gehen wir sehenden Auges in die völlige Transparenz.

Ruhig, sogar sehr ruhig ist es zwischen den Jahren in Deutschland. Weihnachtsstress, sofern überhaupt vorhanden, ist nun überstanden, ebenfalls die verschiedenen Rituale rund um das Fest. In vielen Häusern gibt es in dieser Zeit Betriebsferien, in anderen läuft die Arbeit zwar weiter, aber deutlich ruhiger als im Jahresverlauf. Nicht so in Hamburg. Hier legt der Chaos Computer Club ein anderes Tempo vor: Er veranstaltet von 27. bis 30. Dezember den 29. Chaos Communication Congress (29C3).

Der Deutschlandfunk berichtet über den Hacker-Kongress

29C3 klingt überschaubar, hat aber eine gewisse Dynamik: 6.000 Hacker aus aller Welt reisen nach Hamburg, um sich vier Tage lang von insgesamt 123 Speakern informieren und inspirieren zu lassen. Das Programm unter dem Titel “Not my Department”, was ungefähr heißt “geht mich nichts an” bietet mit Vorträgen und Workshops, einen kritischen wie auch kreativen Blickwinkel auf die aktuellen IT-Entwicklungen mit einer klar Praxis-orientierten Komponente: Als Hacker-Elite gehen uns politische und gesellschaftliche Fragen etwas an. Wie könnte unsere Antwort aussehen?

Jacob Appelbaum hielt die Keynote auf dem 29C3

Jacob Appelbaum hielt die Keynote auf dem 29C3

Die Keynote heute lag bei dem Hacker-Promi: Jacob Appelbaum. Der Netzaktivist ist Mitglied der Hackergruppe “Cult of the deaf Cow“, Kernmitglied von Torproject, das anonymes Surfen ermöglichen soll und ein bewährter Redner auf dem Chaos Communication Congress. Entsprechend stießen seine Worte auf ein großes Medienecho- allerdings hat der Netzaktivist auch wirklich Einiges zu sagen. Die Aussagen erinnern mich an ein aude sapere für Hacker: Appelbaum appelliert an einen verantwortlichen Umgang mit Hacking Know-how, an die Möglichkeit an jeden Einzelnen, zu entscheiden, welche Ergebnisse er mit seiner Arbeit erzielen will: Mitarbeit am Überwachungssystem, oder Einsatz für mehr Freiheit? Letzteres etwa durch die Möglichkeit, anonym zu surfen oder freie Software zu schreiben. Der Netzaktivist philosophiert nicht, es geht ihn konkret um die drohende Gefahr eines Überwachungsstaates, die er beispielsweise in dem  gigantischen Datencenters, das die National Security Agency (NSA) aktuell in Utah einrichtet, sieht. Er fordert sien Publikum auf, Maßnahmen zur Überwachung aufzuspüren und zu stören. Genauso nennt er Positiv-Beispiele: Einzelne Aktivisten,  das Anonymisierungsprojekt Tor, WikiLeaks, mutige Whistleblower und Programmierer, die aller Gefahren zum Trotz weiter an freier Software arbeiten.

Ich gehe davon aus, dass das weitere Programm weniger politisch als technisch orientiert sein wird. Wer den Kongress aus der Ferne mitverfolgen will, kann das über das 29C3-Blog sowie über Twitter und Facebook.

Als IT-Dienstleister für Banken und Versicherungen finden wir es immer extrem spannend zu sehen, wie Banken und Versicherungen neue Produkte auf Basis von neuen Technologien entwickelt. Ein sehr gängiges Beispiel ist Online-Banking.

Ich bin heute durch die Spiegel-Kolumnevon Sascha Lobo auf ein weiteres Beispiel gestoßen: KfZ-Haftpflichtversicherungen auf Basis von ”pay as you drive” (PAYD).  Die Idee dahinter ist einfach: Warum sollen vorsichtige Autofahrer den gleichen Beitrag für ihre Versicherung zahlen wie leichtsinnige Raser? Menschen, die wenig fahren, die gleiche Summe wie Vielfahrer? Eigentlich ist das ungerecht. In Deutschland, wo Datenschutz und Privatsphäre großgeschrieben werden, richtet sich der Preis nach statistischen Werten. Im anglo-amerikanischen Raum schreibt man die Begriffe klein, und kann damit auf statistische Mittelwerte verzichten, indem man die Daten individuell erhebt – auf Basis der PAYD-Technologie. Dabei wird eine kleine Box im Wagen des Versicherungsnehmers installiert, die die Fahrweise aufzeichnet und an die Versicherung bzw. einen Dienstleister sendet. Die Daten werden ausgewertet und können – im Falle positiven Fahrverhaltens – zu Rabatten von 20 Prozent bei der Versicherungspolice führen.

“Big Brother is watching you” war mein erster Eindruck. Wer macht denn bei so etwas mit? Um hier ein Gefühl zu entwickeln, habe ich mich im Netz umgeschaut und bin auf das Versicherungsunternehmen Progressive aus Cleveland gestoßen. Immerhin seit 1937 am Markt und auf Versicherungen für Fahrzeuge spezialisiert. PAYD bei Progressive läuft unter dem Produktnamen Snapshot.


Nach Angaben des Unternehmens ist Snapshot bei über 900.000 Versicherungsnehmern im Einsatz. Haben diese Menschen kein Gefühl für die Sensibilität ihrer Daten? Was wird denn überhaupt gemessen? Progressive beschränkt sich darauf zu messen, wie oft man bremst, welche Strecken man zurücklegt und wie oft man zwischen Mitternacht und 04:00 Uhr morgens unterwegs ist – auf Basis dieser Daten wird ermittelt, inwiefern der Versicherungstarif reduziert werden kann.

Und diese Einsparungsmöglichkeiten sind den Versicherungsnehmern wichtiger als ihre Freiheit? Ganz so bedroht scheint letztere nicht zu sein: Snapshot verfügt angeblich über kein GPS,ermittelt keine Informationen bezüglich des Standorts und des Tempos. Und man kann die Daten die erhoben werden schnell und einfach per Login einsehen.

Aber kann man wirklich kontrollieren, wofür die Daten sonst noch verwendet werden, oder wie lange sie gespeichert werden? Und welcher Schaden kann dadurch entstehen? Es ist schön, wenn man bei seiner KfZ-Haftpflichtversicherung sparen kann. Aber unter Umständen hat es einen Preis, der vielleicht sogar über dem eingesparten Betrag liegt.

Wundert mich eigentlich, dass wir uns bei Gelegenheit immer noch Visitenkarten in die Hand drücken. Ich habe weder Lust, mir Papier in die Taschen zu stecken, noch steht auf meinem Schreibtisch ein Visitenkartenhalter. Warum auch, schließlich habe ich ein digitales Adressbuch. Und das brauche ich nicht separat einzupacken, sondern habe ich einfach immer dabei: auf dem Smartphone, Tablet, Laptop oder PC. Praktisch, schnell und bequem. Das Gleiche gilt für die Übergabe der Kontaktdaten. Ob mit einer oder zwei Händen ist völlig egal, entweder ich verknüpfe mich mit dem Kontakt auf einem Business Portal, oder ich speichere die Signatur aus einer E-Mail, die ich bekommen habe – fertig.

Xing-App mit Visitenkartenscanner

Xing-App mit Visitenkartenscanner

Das hält die Leute aber keineswegs davon ab, mir Visitenkarten zu überreichen. Nicht, dass es mich stören würde, ich freue mich natürlich über neue Kontakte. Aber mit dem Papierkärtchen muss ich mich leider hinsetzen und Zeile für Zeile in mein Adressbuch abtippen. Deshalb bin ich sehr froh, wenn auf den Visitenkarten ein QR-Code ist: Einmal scannen, und ich kann die Daten einfach in meinem Adressbuch speichern. Klare Arbeitserleichterung. Aber QR-Codes sind nur auf  wenigen Visitenkarten, außerdem sehen sie nicht besonders schön aus – so wenigstens meine persönliche Meinung.

Aber als ich gelesen habe, dass die Xing-App für Android-Geräte eine neue Funktion hat – einen Visitenkartenscanner – habe ich sofort getestet.  Und bin von der neuen Funktion “Kartenscan” begeistert. Sie funktioniert reibungslos, und zwar bei allen Karten, mit denen ich getestet habe. Und zwar einfach so:

  1. Visitenkarte mit der Funktion “Kartenscan” fotografieren. Alternativ kann man auch gleich mit der Kamera fotografieren, und das Bild mit dem Kartenscan einlesen lassen
  2. Die Daten werden komplett in das Adressbuch eingetragen
  3. Parallel überprüft Xing, ob der Kontakt auf Xing ist und bietet ggf. an, sich direkt mit dem Kontakt zu verknüpfen.
Ich hatte allerdings nur Visitenkarten zur Hand – wie gesagt, ich sammle sie ja nicht – von Kontakten, die auf Xing sind. Ob das Business-Portal die Funktion auch verwendet, um an neue Kontaktdaten zu kommen? Spannendes Thema, das ich noch untersuchen werde. Jetzt bin ich erstmal froh, dass ich eine Visitenkarten mehr abschreiben muss.

 

Bei mir fallen Tablets immer noch in die Kategorie “nice but not necessary”. Aber es scheint eine Menge Verbraucher zu geben, die gerade auf Nettigkeit Wert legen - das liegt wenigstens nahe, wenn ich mir die aktuelle Studie von ABI Research anschaue. Die Studie prognostiziert den Absatz von rund 100 Millionen Tablets in 2012. Rückblickend auf das zweite Quartal wirkt die Zahl nicht mehr so utopisch: Tatsächlich wurden von April bis Juni über 25 Millionen Stück verkauft. Dabei beeindruckt nicht nur die Zahl, sondern auch das Wachstum: 36 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2012, 77 Prozent verglichen mit dem zweiten Quartal 2011.

Tablet-Markt auf Wachstumskurs

Tablet-Markt auf Wachstumskurs

Aktuell profitiert Apple am meisten von dieser Entwicklung: Bei 69 Prozent der Tablets, die im zweiten Quartal verkauft wurden, handelt es sich um iPads. Einen echten Konkurrenten gibt es aktuell nicht, auf Platz zwei folgt Samsung mit 8,1 Prozent, dahinter kommen Amazon und Asus.

Kann sich Big Apple damit auf seinen Erfolgen ausruhen? Die Analysten von ABI-Research sehen das anders. Denn langsam wacht die Konkurrenz auf, und neue Wettbewerber kommen auf dem Markt, darunter Giganten wie Microsoft und Google. Ob darunter ein so nettes Gerät sein wird wie das iPad? Oder sogar etwas, das wirklich etwas Neues bringt?

Stellen Sie sich vor, Sie produzieren seit Jahren eine erfolgreiche Software an, plötzlich kommt eine neue Technologie auf den Markt, und Sie sind gezwungen, diese in Ihre Produktstrategie zu integrieren! Ein unangenehmer Gedanke, wenn Sie sich lieber auf Ihren Lorbeeren ausgeruht hätten. Aber so ging es in den letzten Jahren den Herstellern von Online Collaboration Software mit Cloud Computing. Wie sie diese Herausforderung gelöst haben, berichtet Forrester in der aktuellen Publikation ” The Forrester Wave™: Cloud Strategies Of Online Collaboration Software Vendors, Q3 2012″.

Forrester Wave: Cloud Strategies Of Online Collaboration Software Vendors, Q3 2012

Dazu bewerten die Analysten anhand von 38 Kriterien, welche Cloud-Strategien die verschiedenen Anbieter von Online Collaboration Software verfolgen, um IT-Entscheidern bei der Wahl des passenden Anbieters zu helfen. Dabei ist die Anzahl der Anbieter, die Forrester als signifikant betrachtet, mit acht durchaus überschaubar: Box, Cisco Systems, Citrix Online, Google Apps, IBM, Microsoft, salesforce.com, Yammer.

Forrester untersucht, inwieweit diese acht Anbieter die Kernkriterien (weltweite Verfügbarkeit, SLAs, Mobile Services etc.) erfüllen, und wie sie sich voneinander unterscheiden. Um konkrete Details bei Forrester zu erfahren, ist ein doch etwas signifikanterer Betrag in Höhe von $ 2495 fällig. Man bekommt das Geld zwar wieder, wenn man mit dem Report nicht zufrieden ist, aber ich finde, dass sich in diesem Fall eine Runde surfen lohnt – vielleicht bekomme ich auch so weitere Einblicke. Ja, CMS Wire hat eine Zusammenfassung des ersten Teils der Studie veröffentlicht. Ich finde, das ist so gut gelungen, dass ich die Kurzportraits der Unternehmen nur wiederholen würde.

Stattdessen geht es mir um die Frage, wer aktuell das Feld anführt. Forrester hat das Online Collaboration Angebot der acht Unternehmen – Moment, das sind nur noch sieben, Google Apps fehlt, also der sieben Unternehmen – in den Rubriken „Aktuelles Angebot“, „Strategie“ und „Marktpräsenz“ untersucht und auf einer Skala von null (schwach) bis fünf (stark) bewertet. Was das aktuelle Angebot betrifft, liegen Microsoft (4,4), IBM (4,32) und Salesforce (3,96) vorne, Citrix liegt mit einer Bewertung von 2,65 in diesem Bereich hinten, wobei seine Hauptschwäche im Bereich Sicherheit und Compliance liegt.

Anders fällt die Bewertung hinsichtlich der strategischen Ausrichtung aus: Hier liegt Yammer (4,09) vorne, gefolgt von Box (3,94). Beide Unternehmen punkten insbesondere durch den Höchstwert fünf bei der Bewertung ihrer Entwicklungsteams, der Release-Planung und der Preisstruktur.

Die beste Präsenz am Markt hat IBM (4,9) gefolgt von Microsoft (4,5) und dicht dahinter Cisco (4,45). Dabei geht ihr Erfolg teils auf ihre Erfahrung zurück, teils auf ihr Partner-Netzwerk. Forrester gewichtet die Rubrik Marktpräsenz nicht, bei der Bewertung der Online Collaboration Services. Wenn man nur die Positionierung hinsichtlich Angebot und Strategie vornimmt, ergibt sich folgendes Ranking:

  1. IBM (8,01)
  2. Microsoft (7,55)
  3. Salesforce.com (7,47)
  4. Box (7,32)
  5. Yammer (7,27)
  6. Cisco (6,29)
  7. Citrix (5,38)

Hilft das, für eine Kaufentscheidung?
Ich glaube eher, das ist Hintergrundwissen, mit dem man entspannt beobachten kann, wie sich der Markt entwickelt, um dann im richtigen Moment die Welle zu nehmen.