Blog von FI-TS über Finance- und Technologie Themen
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Heute ist der Tag der Internetsicherheit (Safer Internet Day). Darüber habe ich letztes Jahr schon geschrieben. Passend zum Thema und weil wir ihn selbst auch einsetzen, stolperte ich gerade in der Blogwelt über den Facebook Like-Button (Gefällt-Mir-Knopf) und die Krux mit dem deutschen Datenschutz.

Der Facebook Like-Button
Er ist hier als Plugin eingebunden und steht unter jedem Blog-Eintrag. Der Code verweist auf die Server von Facebook. Diese stehen in den USA. Gefällt nun einem Leser ein Beitrag in diesem Blog, so klickt er auf den Like-Button. Dieses „Gefallen“ wird nun über das Plugin inklusive der Nutzeridentifikation an Facebook in die USA gesandt. In der Timeline (dem Newsfeed) des Facebook-Nutzer sieht man nun, daß ihm dieser Blogbeitrag gefallen hat. Nun können seine “Freunde” sehen, was ihm gefällt (“Social Graph”). Möglicherweise gefällt ihnen das auch. Damit kann ich für mein Unternehmensblog hier neue Besucher generieren.

Die Krux ist nun: Die Daten werden ohne ausdrückliche Zustimmung des Blog-Besuchers zu Facebook in die USA gesandt. Vielleicht will er das gar nicht? Hierzu disktutieren die Datenschützer bereits heftig. Chip.de schreibt, dass Facebook möglicherweise noch viel mehr Daten nach Hause sendet, auch die von Besuchern, die gar nicht bei Facebook angemeldet sind.

Man müsste also den Besucher der Webseite fragen, ob er den Facebook-Like Button sehen will und einverstanden ist, daß dann seine Daten (welche genau, wissen wir nicht zu 100%) in die USA gesandt werden. Erst dann kriegt er den Like-Button zu sehen. Etwas fern der Realität, aber ist so.

Datenschutzerklärung
In der Datenschutzerklärung sollte zumindest transparent gemacht werden, was die Konsequenzen des Like-Buttons und des Besuches der Webseiten sind. Das nicht autorosierte Versenden-Lassen der personenbezogenen Daten in die USA geht jedenfalls gar nicht.

Eine genaue Erläuterung schreibt Carsten Ulbricht von Rechtzweinull.de

Wie sähe also nun der datenschutz-konforme Facebook-Gefällt-mir-Button aus? Ferner-Alsdorf treiben das Spiel auf die Spitze und reizen gerade aus, was technisch geht, um einen rechtskonformen Button den Lesern bieten zu können. Wie realistisch das ist, mag jeder selbst entscheiden.

Datenschutzkonformer Facebook-Button von Ferner-Alsdorf

Datenschutzkonformer Facebook-Button von Ferner-Alsdorf

Hübsch ist er nicht. Aber die entsprechende Datenschutzerklärung liest sich richtig flott und verständlich. Die Allmedia GmbH hat den dazugehörigen Abmahnreigen eröffnet und mahn Online-Händler ab, die den Like-Button haben, aber die Datenschutzerklärung nicht die entsprechenden Passagen enthält.

Hausaufgaben
Für mich heißt das nun: Hausaufgaben machen. Am Thema dran bleiben. Facebook-Like Button umgestalten lassen, Datenschutzerklärung anpassen. Informieren. Vor Abmahmungen habe ich nun keine Angst. Wir haben eine gute Rechtsabteilung. Zudem sehe ich durch den Like-Button keinen Wettbewerbsvorteil.

Unser Datenschützer (Datenschutzbeauftragter offiziell) bei FI-TS ist sehr ob unseres (auch privaten) Wohles bemüht und versorgt auch mich regelmässig mit hilfreichen Informationen, Links und Anregungen rund um das Thema Datenschutz. Das folgende Video aber ist derart hilfreich, dass ich es hier einfach zeigen muß. Es geht um die zahlreichen – auch versteckten – Einstellungen bei Facebook.

Anleitung – wie schütze ich meine Daten bei Facebook:

Nun verfolgt jeder bei Facebook seine eigene Strategie (oder nicht?). Ich beispielsweise möchte durchaus, daß bestimmte Daten von mir sichtbar und auffindbar sind. Mein Facebook-Konto ist aber auch nur ein halbprivates, da ich damit auch die offiziellen FI-TS-Seiten bei Facebook als Admin bretreue. Fotos meiner Kinder, Parties, Urlaubsgrüße oder dergleichen stelle ich da eh nicht ein. Meine E-Mailadresse jedoch sollte nicht an App- oder Spielebetreiber weitergreicht werden. Deshalb werde ich das Video in einer ruhigen Stunde mal durcharbeiten und gucken, was für mich hier interessant ist.

Alles völlig abschirmen? Zum einen läßt Facebook das gar nicht zu. Zum anderen: Warum bin ich dann bei Facebook? Es sollte also jeder gemäß seiner Vorstellungen, seinen eigenen Weg finden, was er zeigen will und was nicht – und sich vorab mal überlegen, was er dort postet und hochlädt. Datenschutz fängt vor dem Veröffentlichen an, nicht erst, wenns schon online ist…

Seit längerer Zeit schon suche ich nach einer Möglichkeit, Bilder für FI-TS online zu stellen. Dabei möchte ich auch große, wirklich große Mengen an Bildern aus den letzten Jahren hochladen. Eine gewisse Auswahl daraus sollte als öffentliches Album sichtbar sein. Meine Marketing-Partner (z.B. Agenturen) sollen darauf zugreifen können, sonst bitte niemand, auch nicht Google!

Und da hat mich ein netter Kollege vom SIZ auf flickr gebracht. Kenne ich natürlich privat und nutze es. Manche Unternehmen nutzen flickr auch. Aber als Media-Datenbank? Das geht. Heute also der erste Test, mit den Bildern vom FI-Forum als öffentliche Galerie: das FI-TS flickr-Konto

Was ich nun noch suche ist ein einfaches und gutes WordPress-Plugin, um flickr-Alben hier in Artikeln zu zeigen (keine Sidebar Widgets). Ich will auch nicht unbedingt eine Slide-Show zeigen. Hat jemand einen guten Tip? Ich verwende für die Slide-Show hier den Anbieter slideflickr.com. Das läuft auf Flash-Basis. Tut mir leid, liebe iPhone/iPad-Freunde, aber für euch gibts die flickr-App.

Seit heute ist FI-TS bei Facebook Places verifiziert, genau genommen: Der Standort Haar. Damit habe ich den Claim abgesteckt. Der Standort Haar kann somit von niemanden mehr gekapert werden, was bei anderen Unternehmen ja bereits geschehen ist.

Was ist Facebook Places?
Einfach ausgedrückt ist Facebook Places ein Dienst bei Facebook, an dem ich zum Einen, geografische Orte anlegen kann, beispielsweise das Cafe xy in München oder eben der Standort Haar von FI-TS. Zum Anderen können nun Leute, die sich dort oder in der Nähe befinden mit Laptop, besser aber mobilen Geräten wie iPhone, Blackberry und Co., “einloggen” und damit zeigen: “Ich bin jetzt im Cafe xy” oder “Ich bin bei FI-TS”.

Manche mögen jetzt denken: Holla, Stasi 2.0 würde frohlocken, über solche Möglichkeiten zu verfügen. Wo bleibt die Privatsphäre, Überwachung und und. Nein. Das entscheidet jeder selbst. Da es derlei Dienste bereits bei Foursquare und Gowalla gibt und diese Anbieter erfolgreich sind, zeigt eben, dass der Markt besteht. Geo Location ist einer der großen Trends jetzt und in den nächsten 2-3 Jahren im mobilen Internet.

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FI-TS Seite bei Facebook Places / Bild: FI-TS

Was bringt Facebook Places?
Facebook wird den Servcie noch ausbauen. Momentan besteht die Möglichkeit, den Place mit Anzeigen zu verbinden. Zudem können auch Events (z.B. Management-Forum in der BMW-Welt) mit FB-Places verbunden werden. Ich kann meine Places-Seite mit der Unternehmensseite verbinden. Das klappt momentan nur in die eine Richtung. Erfahrung sammelte damit Walters Säfte. Vielen Dank dafür, ich warte dann lieber noch, bis ich Places in die Unternehmensseite einbinden kann.

Sehr praktisch ist die Kartenfunktion. Facebook arbeitet hier mit Microsofts Suchmaschine Bing zusammen. Ich kann hier FI-TS eingeben und anschliessend die Route von meinem jetzigen Standort (geo locating!) zu FI-TS in Haar berechnen lassen.

Gestern zeigte mir meine Kollegin einen FAZ-Artikel zur Nutzung Sozialer Medien im Internet. Danach ist Deutschland mit 38 Mio. Nutzern weltweit auf Platz drei, hinter den USA und China). Das bedeutet eine Steigerung um 47% im Vergleich zum Vorjahr. Knapp hinter uns liegen allerdings schon die Russen mit 35 Mio Nutzern und einer Steigerungsrate von 74 % – eine Frage der Zeit also…

Die Zahlen stammen von Comscore. Die Altersgruppe der bis 29jährigen trägt bei einem Sättigungsgrad von 90 % in der Nutzung von Sozialen Medien kaum mehr zur Steigerung bei. Es sind die “Älteren”, die nach und nach Facebook und Co. für sich entdecken.

Für Unternehmen sind beide Altersgruppen interessant. Die Jüngeren, da man sie über die herkömmliche Webseite, bei uns www.f-i-ts.de, kaum mehr erreicht. Sie kann man am Besten über Soziale Medien, je nach inhaltlicher Zielgruppe, ansprechen. Die älteren Jahrgänge sind über Web 2.0-Präsenzen in einer lockereren Umgebung, die sie meist im privaten Umfeld nutzen, erreichbar. Die berufliche Förmlichkeit entfällt also. Diese Nutzer entscheiden vermehrt persönlich, ob sie mit einem Unternehmen, mit dem sie “eigentlich” beruflich zu tun haben, über ein privates Konto Kontakt aufnehmen.

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Die FI-TS Twitter-Seite / Bild: Bildschirmkopie FI-TS

Nutzung der Web 2.0 Präsenzen von FI-TS
FI-TS hat seit Anfang 2010 seine Web 2.0 Präsenzen (Blog, Facebook, Twitter, YouTube und Slideshare). Ein Drittel der Gesamt-Webbesucher erreicht FI-TS inzwischen darüber, Tendenz steigend. Dabei beobachte ich keine Abwanderung von der Unternehmenswebseite. Die Besucher, die über Web 2.0 zu FI-TS kommen, kämen zum großen Teil nicht auf die Webseite. Es ist also ein klarer Zuwachs, statt eine Verlagerung. Auch bringen die Web 2.0 Präsenzen kaum Traffic auf die Webseite. Die Besucher sind also eher in zwei Lager zu trennen. Somit kann ich nach acht Monaten Web 2.0 sagen, daß wir Menschen erreichen, die wir sonst nicht erreicht hätten. Und das freut mich persönlich.

Thomas Hutter zeigt auf  seinem Blog auch ganz aktuell die Nutzerzahlen und Entwicklung in Deutschland (A und CH auch) auf.

Gerade eben erschien bei ethority wieder das Social Media Prisma. In einem Farbfächer, wie alte Marketiers es lieben, werden in einzelne Bereiche aufgeteilt, die jeweils wichtigsten Anbieter mit ihrem Logo gezeigt. Ich muß zugeben, daß ich viele davon gar nicht kenne. Und das sind nur die “wichtigsten”.

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Das Social Media Prisma von ethority. Link: Grafik in größerer Auflösung

Bei welchen Anbietern ist FI-TS aktiv?

  • Facebook: Vor kurzem verband sich der hundertste “Fan” mit der Facebook FI-TS-Seite. Wir nutzen Facebook, um uns mit anderen Branchenvertretern zu verbinden und mit ihnen in den Dialog zu treten. Bilder und Videos von Veranstaltungen oder Services laden wir hoch und teilen sie. Diese Seite ist der Dreh- und Angelpunkt. Die anderen Social Media-Auftritte von FI-TS sind hier jeweils eingebettet, verlinkt oder erscheinen im News-Feed.
  • Twitter: Der Kurzmitteilungs-Kanal ist eine wunderbare Sammelstelle für Neuigkeiten aus der Finanzbranche. Was gibt es Neues? Wir heissen hier übrigens FI_TS weil Twitter keinen Bindestrich ermöglicht. Lt. Talkabout sind bereits über 142 Vertreter aus der Finanzbranche bei Twitter aktiv.
  • Slideshare: Wer seine Präsentationen, Vorträge, Flyer und ähnliches Infomaterial mit der Welt teilen möchte, geht zu Slideshare. Der Name ist hier Programm. Lade deine Folien hoch und stelle sie zur Verfügung. Auch für interne Zwecke eignet sich der Dienst hervorragend. Ich muß keine Powerpoints mehr per USB-Stick durch die Welt schicken, habe kein Versions- oder Kompatibilitäts-Problem mit verschiedenen Versionen. Slideshare zeigt alles eingebettet. Und wer selbst ein Konto hat, kann sich die Präsentationen auch herunterladen.
  • Youtube: Der unagefochtete Platzhirsch unter den Videoportalen. An youtube führt bei Bewegtbildern kein Weg vorbei. Der Dalai Lama, die Monty Pythons und die Queen haben es vorgemacht. FI-TS hat auch einen eigenen Kanal. Dort liegen Videos zu unseren Services und von Events (z.B. Management-Forum).
  • Xing: Ein Muß-Profil bei Xing, mit dem sich derzeit ca. 100 meiner Kollegen verbunden haben. Hier bin ich weiter nicht für FI-TS aktiv, da ich derzeit den Mehrwert nicht recht erkennen kann. Wo könnte er liegen?

Die Frage, ob Social Media oder nicht, stellt sich längst nicht mehr. Die Anbieter haben wir im Team ausgewählt. Es handelt sich um Web 2.0 Dienste, die zumindest anfangs die wichtigsten Funktionen abdecken, die Größten auf ihrem Gebiet sind und damit auch am weitesten verbreitet. Unsere Zielgruppen beginnen, so wie wir auch, Social Media für sich gerade zu entdecken. Also fokussiere ich mich auf diese wenigen Web 2.0 Anbieter. Natürlich probiere und beobachte ich selbst noch viel mehr, teilweise unter einer privaten Kennung. Wenn ich für FI-TS als spezialiserter B2B-IT-Serivce Dienstleister für die Finanzbranche Dienste entdecke, die gut passen und das Unternehmen voranbringen können, so nehme ich sie auf. Bis dahin gilt: “bleib fokussiert”.