Kategorie: Medien

Das NSA Utah Data Center: Wie groß ist ein Yottabyte?

Die NSA baut ein Data Center in Bluffdale, Utah, das im September 2013 fertiggestellt sein soll. Bei Spiegel Online heißt es, dass es 1 Yottabyte an Speicherkapazität bereitsstellen wird, das entspricht 140 Terabyte pro Person weltweit.
140 Terabyte reichen aus für zum Beispiel: 150 Milliarden Textseiten (ca. 1–2 kB: eine Buchseite als Text oder 52 Jahre am Stück Telefonate (5,3 Megabyte pro Minute in gängigen Audio-Formaten oder 6,5 Jahre hochauflösendes Videomaterial (eine Stunde benötigt etwa 2,5 GB). Das ist eine beeindruckende Zahl bei 7,1 Milliarden Menschen weltweit. Seit knapp zwei Jahren bin ich nun schon für die digitale Langzeitarchivierung an der ZBW zuständig und habe noch nie davon gehört, dass irgendjemanden auch nur annähernd mit so großen Zahlen arbeitet. Das bisher größte mir bekannte digitale Langzeitarchiv, das Internet Archive, hatte im Oktober 2012 die 10-Petabyte-Marke erreicht – und dafür hat es immerhin 16 Jahre und ein Budget von etwa 10 Millionen Dollar im Jahr gebraucht. 10 Petabytes sind 10.000 Terabytes – 1 Yottabyte aber sind eine Billionen Terabytes, das ist eine Zahl mit zwölf Nullen: 1 000 000 000 000 Terabytes.

Wo aber bekommen das Utah Data Center die Hardware her? Laut dem Blog eines Spezialisten für Storage und Storagekosten wird weltweit pro Jahr lediglich Hardware für 600 Exabytes Speicherkapazität hergestellt. Das Datenzetrum müsste also bei der jetzigen Produktionsstärke 1700 Jahre warten, bis die benötigten Datenträger vollständig geliefert werden können – und das ginge auch nur dann so schnell, wenn sie die einzige Kundin wären.

Bedenkt man, dass ein leistungsstarker Internetknoten etwa 200 GB/Sekunde übertragen kann, würde alleine das erstmalige Vollschreiben eines Yottabytes außerdem 150 Jahre dauern. Außerdem heißt es, dass das Utah Data Center pro Minute 65 Megawatt Strom und 4500 Liter Kühlwasser benötigen wird. Bei etwa 9 Cents pro Kilowattstunde im Bundesstaat Utah sind das rund 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Baukosten für den Gesamtkomplex sind bei “nur” 1,5 Milliarden Dollar vergleichsweise winzig.

Mit 65 Megawatt Strom pro Minute kommt man außerdem bei einem Yottabyte gar nicht aus, hier wären zur Kühlung und Lüftung 6 Terawatt Strom notwendig. Das würde bedeuten, dass man um das Utah Data Center noch 100 Kernkraftwerke bauen müsste, die alle exlusiv die Einrichtung versorgen.

Utah Data Center

Nicht nur die Kommentare bei Spiegel-Online äußerten sich hier daher schon skeptisch, auch in der us-amerikanischen Blogosphäre glaubt man eher nicht an Yottabytes. Geht man davon aus, dass der veranschlagte Stormverbrauch der Wahrheit entspricht, sind eher weniger als 10 Exabytes realistisch, was dann nur noch 1,4 GB pro Person auf der Welt entspricht. Aber auch 10 Exabytes wären eine beeindruckende Menge für ein einziges Datenzentrum. Um die gerade mal 25 Petabytes im Jahr Daten zu analysieren, die im Cern erzeugt werden, sind weltweit immerhin 140 Institutionen beteiligt. 10 Exabytes sind 400x so viele Daten und diese sollen an einem einzigen Ort gespeichert und verwaltet werden. Aus meiner Sicht bleibt es daher abzuwarten, wie groß das Utah Data Center tatsächlich werden wird und wie beeindruckend die realen Zahlen sein werden.

Autorin: Yvonne Friese (auf Twitter folgen:@YvonneFriese)
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Die weltweit größten Datenpannen schön verpackt

Unbeabsichtigtes Publizieren von Daten - Bildquelle von Information is beautiful
Unbeabsichtigtes Publizieren von Daten – Bildquelle von Information is beautiful

Haben Sie schon mal was von „Information is beautiful“ gehört?  Nein? Das sollten Sie sich aber mal ansehen.  In den Grafiken werden Infos, Fakten, Daten, Ideen, Themen, Statistiken und Fragen gekonnt visualisiert. Das dargestellte Beispiel schaut doch richtig cool aus! Nur die  eingebetteten Informationen sind es nicht. Denn hinter den Bubbles stecken die weltweit größten Datenpannen der letzten 10 Jahre.

Datenpannen passieren häufig. Am vergangenen Wochenende wurde beispielsweise Apples Entwicklerseite gehackt. Gut, in diesem Fall war es, Presseberichten zu folge, kein “böser” Hacker, sondern “nur” ein Sicherheitsexperte, der Apple auf die Schwachstelle hinweisen wollte.
Zwei Tage zuvor würde der populäre Opensource Anbieter Unbuntu gehackt und Nutzernamen, Passwörter und E-Mail Adressen geklaut. Immerhin wurden die Kennwörter bei beiden Unternehmen verschlüsselt. Aber ich finde, 1,5 Millionen Passwörter sind schon ein Wort.

Für die Finanzbranche sieht es in dieser Statistik ganz gut aus. Seit 2000 wurden kaum Angriffe verzeichnet oder bekannt. Dabei richten sich die meisten Angriffe auf Daten gegen die Finanzbranche. Nach einer Studie waren 75 Prozent der Datenangriffe finanziell motiviert und 20 Prozent waren auf den Diebstahl vertraulicher Informationen aus. Angriffe allein sind noch keine Pannen.

Die Überraschung darüber, dass die Gaming-Industrie der Sektor mit den meisten Datenpannen ist, hält sich bei mir in Grenzen. Healthcare ist ebenfalls recht unsicher auf diesem Gebiet. Die sozialen Medien sind auch immer wieder Angriffen ausgesetzt. Alles schön zu sehen in der Graphik von Information.

Grundsätzlich sollte auch immer eines bedacht werden: Bei 76 Prozent der Angriffe sind schwache oder gar gestohlene Zugangsdaten im Spiel. Also mein Passwort ist immer und überall: NadineXY007iQ4711. Total sicher, sagt auch der Passwort Test, denn da muss erst mal jemand drauf kommen!

Social Media Guidelines – Einheit von innen und außen

Wann haben Sie in Ihrem Unternehmen das letzte Mal Ihre Social Media Guidelines überarbeitet? Die Guidelines für Unternehmen sind sehr wichtig, denn die Verwendung von Social Media wächst stetig.

Nehmen wir als Beispiel nur mal die  Zahl der Facebook-Nutzer:  Sie stieg in Deutschland seit Anfang 2010 von knapp 6 Millionen auf heute schon mehr als 26 Millionen. Google+ rückt (langsam) nach. Andere Plattformen wie XING oder LinkedIn sind mittlerweile wichtige Kommunikations- und Informationsplattformen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. In Fach-Diskussionsforen können Umfragen erstellt und Daten hochgeladen werden.

Social Media macht Spaß und verantwortungsvoller Umgang ist wichtig

Auch meine FI-TS Kollegen engagieren sich in sozialen Netzwerken und teilen ihr Expertenwissen in zahlreichen Foren. Ich finde das richtig gut und freue mich jedes Mal, wenn ich einen Beitrag der Kollegen entdecke.
Es gibt aber auch ein paar Regeln zu bedenken, denn das Internet ist nun mal nicht privat. Beiträge schwirren Jahre im Netz herum und eine unbedachte Äußerung kann einem immer wieder „unter-ge-linked“ werden. Einmal hochgeladen finden die Suchmaschinen alles: Bilder, Orte, persönliche Beziehungen, berufliche Zuständigkeiten oder Einstellung zu bestimmten Themen.

Auch wenn man Social Media „nur“ privat nutzt, kann man trotzdem auf berufliche Kontakte stoßen und wundert sich, warum man beim nächsten Geschäftstermin auf seine „interessanten neuen Bilder auf Facebook“ angesprochen wird. Auch sollte man beim der Veröffentlichen von Fotos immer daran denken, dass alle abgebildeten Personen ihre Zustimmung geben müssen.

Gerade wenn wir im Internet über berufliche Dinge schreiben, sollten wir uns immer mal wieder die Empfehlungen über die Möglichkeiten und Risiken, also unsere Guidlelines ansehen. Hier geht es um Qualität, Höflichkeit, Ehrlichkeit und all die anderen Tugenden, die wir unbedingt hochhalten sollten. Es geht auch um Inhalte. Wenn ich nicht weiß, wie vertraulich eine Information über mein Unternehmen ist, dann veröffentliche ich sie lieber nicht. Oder ich frage jemanden, der sich damit auskennt.

Alles in Allem ist es wichtig und natürlich sehr schön sein Wissen über das Internet bereitzustellen und damit Kunden und Partnern einen Einblick in unsere Arbeit zu geben. Auf diese Weise entsteht ein fachlich und persönlich bereichernder Dialog.

Ein paar sehr gute Guidelines haben beispielsweise Daimler,  Fraunhofer oder DATEV. BITKOM hat sogar Tipps für Unternehmen zu Social Media Guidelines herausgebracht.

Mit diesem Hintergrundwissen können wir uns in den Foren einbringen. Viel Spaß dabei!

Bereit für die neuen Domain-Endungen?

Die Qual der Wahl: Welchen Namen soll ich mir reservieren?

Im Herbst diesen Jahres ist es soweit: Wir haben die Auswahl an hunderten neuen, generischen Top Level Domain Endungen! Welche bevorzugen Sie? Sind Sie  der heimatverbunde Typ und freuen sich über „bayern“ als Domainende, oder sehen Sie sich eher als Kosmopolit und wählen „eu“ oder gar “weltbuerger”? Ziehen Sie ein seriöses „online“ dem „sexy“ vor? Reizt Sie „services“ mehr als „party“? Hier kommen schwerwiegende Entscheidungen auf uns zu!

Für die Bankenbranche finde ich Endungen wie “bank, credit, cash” oder “finance” recht zielführend, während für Versicherungen  „versicherung“ oder auch „insurance“ griffig ist. Beispielsweise mit „carinsurance“ kann das Produkt detailgenau beschrieben werden. Dadurch haben die neuen Endungen einen Vorteil gegenüber den alten „com“ oder „de“. 
 
Damit Sie beim Startschuss nicht enttäuscht werden, können Sie bei einem der vielen Domain-Service Anbieter (wie beispielsweise Internetx, Neue Domainnamen, Domainregistry oder United Domains) die Domains bereits unverbindlich und kostenlos vorbestellen. Wenn Vergabebedingungen und Registrierungsgebühren seitens der Vergabestellen feststehen, wird Ihnen angeboten, die Vorbestellung in eine verbindliche Bestellung umzuwandeln.
Nachrichten rund um das Thema stehen für Sie bereit.

Ein netter, kleiner Film über die neuen Domainendungen im Internet:

Ein Drittel der Office-Lösungen kommen bis 2017 aus der Cloud

Gartner: Der Cloud-Office Markt wächst expotentiell

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass bis 2017 ein Drittel der Office Lösungen in Unternehmen aus der Cloud kommen. Momentan verwenden (hier wurden China und Indien weggelassen) 8 Prozent der Nutzer Cloud-Office-Systeme in ihrem Unternehmen. Bis zum Jahr 2022 soll die Zahl der Nutzer auf  60 Prozent ansteigen.

Dieser Trend überrascht mich nicht. FI-TS bietet mit seiner Finance Cloud  den Kunden aus der Finanz – und Versicherungsbranche schon lange neue Freiheiten. Schnelligkeit, Einfachheit, Flexibilität und Kostenersparnisse kann sich die Cloud auf Fahnen schreiben. Auch im Office Bereich soll die Virtuelle Lösung  zu größerer Mobilität unter den Mitarbeitern beitragen. Desktops, Apps und Daten werden den Nutzern als echte Cloud-Dienste, je nach Bedarf, in der Private oder Public Cloud individuell bereitgestellt.

Die Cloud wird umso beliebter, je höher die Zahl der Endgeräte ist. Als die Cloud 2007 aufkam, hatten die meisten von uns ein Endgerät, um auf Office Programme zuzugreifen. Heute werden schon bis zu vier Geräte eingesetzt, um mal eben die Mails im Büro, Bahn, Sofa oder, der Workaholic lässt grüßen, am Strand zu checken. Hier kommen Büro-PC, Smartphone, Privat-Laptop und das Tablet zum Einsatz. Die wachsende Endgerätezahl beschleunigt die die Nutzung von Cloud-Office-Lösungen, weil sie nach der Anbindung zur lokalen Software nicht zusätzlich gewartet, und „upgegradet“ werden muss.

Leider  ist die Office Cloud für die Banken- und Versicherungsbranche noch eine Illusion. Alle Daten werden bei den jetzigen Anbietern in den USA geparkt, was in keinster Weise den Sicherheitsstandards der Branche entspricht. Ich bin schon gespannt, wann sich hier eine Lösung anbietet. 
Anbieter von Cloud-Office Lösungen ausserhalb unserer Branche sind beispielsweise Microsoft, Google und Citrix. Dabei wächst in letzter Zeit Googles Cloud-basierte Office-Suite auf Kosten der Marktanteile von Microsoft Office 365. Wie sich die Office Lösungen unterscheiden, lesen Sie im 2. Teil des Blogs am Freitag.

Hier zuerst der How-To-Film von Google:

Gartner passt seine Prognosen für NFC Bezahldienste nach unten an

Über NFC (Near Field Communikation) wurde schon in vielen FI-TS Blog-Artikel und Gastbeiträgen berichtet. Es ist ein Standard, mit dem Daten über Strecken von wenigen Zentimetern kontaktlos ausgetauscht werden können. Ist NFC in einem Mobilphone integriert, erhält es Bezahlfunktion am POS. Das Gerät wird an die Kasse gehalten, der Betrag wird abgebucht – fertig.
Diese Bezahldienste begeistern mich, denn sie sind unschlagbar unkompliziert.  Aber leider setzt sich dieser Dienst noch nicht so gut durch.  So  musste ich neulich lesen, dass das Marktforschungsunternehmen Gardner seine Prognosen für NFC-Bezahldienste drastisch reduziert  hat.

NFC Payment Google Wallet; Quelle: Cnet.com

Der neue Transaktionswert fällt um 40 Prozent geringer aus, als 2012 prognostiziert.  Sie wird nach der aktuellen Statistik nur zu 2 Prozent zum Gesamt -Transaktionswert mobiler Zahlungen 2013 beitragen. Erst 2016 soll das Wachstum zunehmen, da dann die breite Masse an Mobiltelefonen NFC fähig sein würde. Berg Insight sagt in seinem  Mobile Wallet Service- Bericht, dass diese Dienste bislang nur für wenige Verbraucher zugänglich sind:
“With the exception of a few projects in Asia-Pacific, there are only three NFC mobile wallet services in the world that have an effective addressable market of more than 100,000 people,” says Lars Kurkinen, telecom analyst at Berg Insight.  “These three services are Google Wallet and Isis in the US and Turkcell Wallet in Turkey.”

Warum gelingt es den Anbietern solcher Dienste nicht, die Verbraucher  von einer wirklich einfacheren Bezahlung mit dem Mobiltelefon an der Ladenkasse zu überzeugen? Was würde Sie, lieber Leser, denn davon abhalten, statt Bargeld oder Karte das Handy zu zücken? Klar, erstmal müsste NFC auf jedem Ihrer Handys installiert sein.
So sagen Gartner Analysten über  Mobile Payment im Warenbereich:“ Die Menschen kaufen weltweit nicht so viel, weil die Kauferfahrung auf mobilen Geräten noch optimiert werden muss”. Dann hoffen wir mal auf einen rasche Weiterwicklung, und wem das zu lange dauert, der hole sich schon mal den NFC Sticker. Und los geht’s: Probieren, Erleben und Begeistert sein!

Vergleich Online – Präsenz Kunde und Unternehmen – Wie sind die Erwartungen?

Manche Berichte sind so interessant, dass ich sie mir dann und wann noch einmal anschaue. So auch der Comstore Report: 2013 Future in Focus – Digitales Deutschland Reports  Im März habe ich in Deutschland ist online – Fakten Zahlen und Wahrscheinlichkeiten über den allgemeinen Anstieg der Verwendung des Internets in Deutschland gesprochen.
Heute konzentriere ich mich auf Trends und die Bedeutung der Online-Anpassung, damit Unternehmen im Banken und Versicherungsumfeld Ihre Kunden besser erreichen können.

Die Online – Präsenz ist bei allen Unternehmen gegeben: Nach dem B2B Online-Monitor 2013 nutzen zwei Drittel Newsletter, 45 Prozent haben ein Intranet und über 50 Prozent betreiben Suchmaschinen-Marketing. Mit etwas Abstand folgen Online-Produktkataloge und Shops.  Viele Unternehmen haben kurzfristig ausgerichtete Landing Pages für Kampagnen. Für langfristig ausgerichteten Themen verwenden sie, zu 30 bis 40 Prozent, Produkt-Microsites.

Ein wichtiger Trend, der sich  2013 und 2014 weiter fortsetzt, ist laut Comscore Report, die plattformunabhängige Nutzung digitaler Medien. Mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablets werden immer häufiger verwendet. Knapp 10% der Seitenaufrufe in Deutschland kommen schon heute nicht von PCs. Kunden können auf Ihrem PC im Unternehmen nach Dienstleistungen und Produkten zu suchen, sie lesen auf dem Weg nach Hause auf ihrem Smartphone weiter und holen sich noch einige Informationen zu dem Thema abends auf dem Sofa auf ihrem Tablet. Webseiten müssen daher auf die gute Bedienbarkeit über Smartphones und Tablets angepasst werden. Im B2B Bereich werden mobile Vertriebspräsentationen, die auf iPads oder Tablets genutzt werden können, immer wichtiger.

Mobile Nutzung des Internets

Generell wurde im Comscore Report rausgearbeitet, dass die Online-Plattformen  nach TV das zweitstärkste Werbemedium in Deutschland sind. 2012 betrug das Brutto-Werbevolumen 6,44 Milliarden Euro. Dabei wird bei Social Media Services der höchste Anteil der Werbung platziert. Auf den 2. Platz kommen die E-Mail Plattformen.  
Eine schlechte Idee ist es sicher nicht hier zu investieren, denn deutsche Kunden verbrachten im Jahr 2012 244 Mio. Std. im Monat auf sozialen Netzwerken und Blogs. Man bedenke auch die Potenzierung der Werbebotschaften. Die Beiträge werden weitergeleitet und somit auch von Bekannten und Freunden gelesen. Die brauchen noch gar nicht mit einem „Gefällt mir“ die News von Ihrer FB-Unternehmensseite abonniert haben. Es kann sich also lohnen, die Facebook oder auch Xing Seite werbetechnisch aktiv zu nutzen. Zu beobachten ist auch die wachsendende Bedeutung von LinkedIn in Deutschland.

8,4 Millionen potentielle Kunden nutzen Social – Media Seiten täglich auf ihrem Handy. Mobile Advertising wird besonders unter den 18-24 Jährigen wahrgenommen. Ob Gutscheine, Posts von Firmen, Barcodes auf Werbeplakaten oder Bannerwerbung, junge Kunden reagieren darauf und lassen sich animieren.  Wenn Sie also dieses Klientel von Ihren Produkten und Dienstleistungen überzeugen möchten, ist das der geeignete Weg. Ganz besonders effektiv ist der Zusammenschluss von Social Media und Mobile Apps.

Was man laut B2B Online-Monitor 2013 bei FB Nachrichten und Blogs beachten sollte, ist neben der Imagebildung, zielführende Informationen für die relevanten Zielgruppen bereitzuhalten. Eine Website, Blog oder Social Media Auftritt, der sehr informativ ist, kann einen Eindruck auf die spätere Zusammenarbeit geben. Fragen Sie sich, was der Kunde von Ihnen erwartet und initieren Sie einen Dialog. Als Kunde freut es mich beispielsweise, wenn meine Meinung gefragt ist und darauf individuell reagiert wird.

Grundsätzlich kann man festhalten, dass die  Online-Kommunikation eine führende Rolle sowohl in der B2C als auch in der  B2B Gesamtkommunikation der Unternehmen übernommen hat. Social Media ist dabei ein zentraler Baustein und aus dem Kommunikationsmix nicht mehr wegzudenken. Man sollte sich bei aller Aktion immer fragen, wo man welchen Kunden antrifft, welche Inhalte man sich aussucht, und wie man die Social Media Aktivitäten im Unternehmen integriert. Danach steht die Erfolgskontrolle anhand von geeigneten Analysemethoden. Mit diesen Erkenntnissen kann man die bisherige Kommunikation noch gezielter einsetzen und hoffentlich viele neue Kunden gewinnen.

Firefox, Chrome oder Explorer? Browserlieblinge in Deutschland

Betrachte ich die StatCounter Statistik über die am meist verwendeten Browser in Deutschland, ist ganz eindeutig Mozilla Firefox der Liebling des letzten Jahres (Mai2012 – Mai2013). Firefox liegt laut StatCounter mit gut 47% vor Windows Explorer mit ca. 22% und Google Chrome ca. 19% des Jahres-Durchschnittswertes. Apple Safari folgt mit ca. 7% vor Opera mit ca. 3% und anderen Browsern mit ca. 2 %.

Top5 Browser Mai 2012-2013 in Deutschland

Warum ist Firefox so beliebt?
Er bietet alles, was man sich von einem Browser wünscht: Geschwindigkeit, Sicherheit, Komfort und Erweiterbarkeit. Ich selbst verwende Firefox und bin sehr zufrieden.
Ein Beispiel für ständige Neuerungen ist der Statusbericht, der mit Firefox 21 eingeführt wird. Mit seiner Hilfe werden automatisch Informationen zum verwendeten System, zu installierten Add-Ons und Plug-Ins, sowie das Verhalten und Abstürze des Browsers aufgezeichnet. Auftretende Probleme können mit Hilfe dieser Daten besser verstanden und schneller behoben werden. Letzten Endes helfen sie, einen noch besseren und  schnelleren Browser zu entwickeln.
Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, aus drei verschiedenen Do-Not-Track-Modi auszuwählen. Ja, nein, vielleicht. Diese Antwortmöglichkeiten haben sich ja auch schon in anderen Bereichen bewährt. Für Windows 8 hat Firefox eine angepasste Bedienung entwickelt. Bookmarks und Schnellwahl erhalten touch-freundliche Schaltflächen, die sich auch auf dem Tablet leicht treffen lassen.

Nichts desto trotz ist Google Chrome im Vormarsch.
Betrachten wir nur den letzten Monat, sehen wir, dass Chrome den Windows Explorer in Deutschland bereits überholt hat. Chrome liegt jetzt bei über 23% und Explorer ist auf 17% zurückgegangen. 
Chrome bringt eine integrierte Übersetzung von Webseiten auf der Basis von Google Translate mit. Sobald man eine Webseite aufruft, deren Sprache von der aktuellen Systemsprache abweicht, blendet der Browser eine neue Leiste mit  Translate-Button ein. Der Browser übersetzt dann die Seite in die jeweilige Systemsprache. Ein Feature finde ich ganz besonders gut: Chrome verhindert, dass Programme bei ihrer Installation gleichzeitig eine Browser-Erweiterung, Suchmaschine oder Toolbar für den Browser einrichten. Ich habe nach Downloads immer die Befürchtung, dass anschließend blinkende Eichhörnchen über meinen Bildschirm hüpfen. Was die Geschwindigkeit angeht, so soll die neueste Version 27 Webseiten rund fünf Prozent schneller laden.

 

Die weltweit beliebtesten Browser März – Mai 2013

Betrachten wir  die Statistik der letzten 3 Monate, über die verwendeten Browser weltweit, liefert Chrome ebenfalls beindruckende Ergebnisse:

Der Windows Explorer 10 möchte mit höherer Geschwindigkeit und einer Autoupdate-Funktion wieder konkurrenzfähig werden. Die Bedienoberfläche ist allerdings die alte geblieben.
Auch Opera ist komfortabel, schnell und sicher. Tabs lassen sich in Opera beliebig angeordnet als Session abspeichern. Einzigartig auch das Feature, jeder Webseite spezifische Einstellungen zu hinterlegen. Hinterlegte Tabs laden beim Neustart des Browsers dann schneller.
Und bietet mit den Mausgesten Features, die sonst keine Software standardmäßig mitbringt.

Der Apple-eigene Browser Safari verfügt über eine ausgeprägte Lesezeichenverwaltung, eine Tab-Funktion, sowie eine integrierte Suchfunktion. Zusätzlich verfügt das Tool über einen Pop-up-Blocker, einen RSS-Feed sowie eine Autovervollständigung. Während der Installation bietet sich Ihnen die Möglichkeit, weitere Apple-Dienste mitinstallieren zu lassen.

Welcher Browser ist für wen geignet?
Wie es auch bei vielen anderen Diensten ist, so ist auch die Wahl des Browsers davon abhängig, mit welchen Programmen man arbeitet. Während sich der Google-Browser sehr schnell ist und dank umfangreicher Synchronisationsdienste bestens für häufige Verwendung von Java Skript, HTML5 oder YouTube geeignet ist, glänzt Firefox mit vielen Add-ons und der Integration sozialer Netzwerke. Daher könnte ich anhand des Browsers ablesen, was der User mit seinem PC so anstellt.

Wie ist das bei den Besuchern der FI-TS Website? Was käme bei einer statistischen Erhebung der Browserverwendung wohl heraus?

The State of the Internet…

Letzte Woche fand in Kalifornien die jährliche D-Conference von AllthingsD statt. Hier trifft sich das Who-is-Who aus dem Silicon Valley und lässt sich von Walt Mossberg und Kara Swisher befragen. Neben den großen Interviews von Apple, Google, Twitter, Netflix und Co. gibt es zwischendrin auch ein paar Perlen, die oft nicht so im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Eine davon ist die Analystin Mery Meeker zu “The State of The Internet”. Sie gibt in aller Kürze einen aktuellen Abriss, was sich im Internet gerade bewegt, wohin und warum. Sehr interessant aus europäischer und US-Sicht: wir werden zunehmend unbedeutender. Die Musik beginn in Asien zu spielen…

Hier dazu das Video von AllthingsD (Wessen Browser das Video für unsicher erscheinen lässt, kann auch direkt auf die Webseite gehen)

Und wem das zu schnell geht, der kann sich das Feuerwerk an Fakten auch in Ruhe gönnen:

Deutschland ist online – Fakten Zahlen und Wahrscheinlichkeiten

Wir Deutschen sind laut des 2013 Future in Focus – Digitales Deutschland Reports sehr häufig online. 57, 4 Millionen Deutsche gehen mit ihrem PC ins Netz und verbringen 24 Stunden dort. Das ist  knapp eine Stunde pro Tag und wenn Sie mich fragen, ist das noch untertrieben.
Wenn ich mich als Durchschnittsdeutsche mal so betrachte, muss ich schon sagen, dass ich äußerst bequem geworden bin, was die Nutzung analoger Informationsmedien angeht. Wann schlage ich denn schon noch meinen Stadtplan auf? Allenfalls beim Planen einer Radtour, aber sonst sind diese Routenplaner im Internet doch viel schneller als ich. Oder ein anderes Beispiel: Wenn ich aus Unsicherheitsgründen mal lieber die Orthographie (Orthografie) nachsehe, wann habe ich da zuletzt den Duden aufgeschlagen? So traurig wie mein gelber Freund aus dem Regal zu mir herüber schaut -wohl schon lang nicht mehr. Schnell ins Suchmaschenfeld eingetragen und das Ergebnis ist da. Auch das Kinoprogram beziehe ich schon lange nicht mehr aus der Zeitung. Ach, und Zeitung überhaupt: Gerne blättere ich in ihr ganz nostalgisch an einem Sonntag, bei einem Kaffee, aber sonst hole ich mir ruckzuck den Schlagzeilenüberblick aus dem Netz. Shoppen, Chatten, Musik hören, Fotoalben betrachten…und das ist nur privater Bedarf!

Nun hat sich zu meinem Laptop auch noch ein Smartphone dazugesellt. Hier kann ich bei vollem Empfang in der U-Bahn einer Facebook-Freundin zum Geburtstag gratulieren und zur musikalischen Untermalung ein YouTube Video hochladen. Das, zusammen mit unendlichen Statusmeldungen und der Veröffentlichung vieler Blogs, haben 16 Millionen Deutsche 2012 gemacht. 8, 4 Millionen davon soagr täglich. Trotzdem klingen 16 Millionen vergleichsweise entspannt, wenn man bedenkt, dass im 4. Quartal 2012, 51 Prozent aller genutzten Handys Smartphones waren. Die meisten Smartphone Besitzer gibt es übrigens in der EU5 Gruppe (Deutschland, UK, Italien Frankreich Spanien) mit 61 Prozent in Spanien.

Mit Smartphones ins Internet: Shoppen, Spielen, Nachrichten ansehen, Social Media, die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.

Nicht nur Soziale Netzwerke werden mobil bedient, 14 Prozent der Smartphone Nutzer haben im Dezember 2012 mobil geshoppt. Produkte oder Serviceleistungen wurden erstanden. E-Bay hatte beispielsweise in diesem exemplarischen Monat beinahe so viele mobile Nutzer wie PC Nutzer!

Über das Smartphone shoppen – was für eine Inspiration! Wenn ich das nächste Mal auf den Bus warte und mir langweilig ist, dann ersteigere ich etwas Nützliches bei E-Bay. Pure Spannung während der Fahrt und wer weiß, vielleicht bin ich bis zu meiner Zielhaltestelle stolzer Besitzer von nigel-nagel-neuen Staubsaugerbeuteln oder ähnlichem. Das wird ganz sicher meinen Tag erhellen. Allerdings habe ich Bedenken, dass sich das kurze Glück auf die Dauer negativ auf meiner Kontobilanz niederschlägt. Denn sicher wird nicht jedes ersteigerte Produkt derart nützlich sein.
Darum schaue ich mir lieber ein informatives Video an. Im Laufe des Jahres 2012 ist die Zahl der Nutzer von Mobile Video um 211 Prozent gestiegen. Im Dezember gab es bereits 10 Millionen Mobile Video-Viewer in Deutschland. Interessant ist, dass das Wachstum von Online-Video Usern auf dem PC nur um 2 Prozent gestiegen ist.
Wie wichtig soziale Netzwerke auch für die Werbewirtschaft sind, sieht man an der immensen Zahl von 762 Milliarden. So viele Display Ad Impressionen wurden 2012 ausgeliefert. Display Ad Impressionen sind Werbeanzeigen, die die Webseitenbesucher gesehen haben. Fast ein Drittel der Ad Impressionen erschien auf Social Media Seiten. Damit sind sie das Privatfernsehen unter den Webseiten. Größte Online-Werber waren im 4. Quartal die Deutsche Telekom, Zalando und E-Bay.

Abschließend lade ich Sie ein, den Blick mal ganz konkret auf die weiblichen User zu richten: Einkaufen in einem großen schwedische Modehaus und Spiele a la Farmville sind laut des comScore Reports mit größter Wahrscheinlichkeit unsere Passion. Das mit der Mode kann ich sehr gut nachvollziehen, aber das mit dem Bauernhof? Ich möchte mich nicht der Verantwortung stellen, jeden Morgen Tiere zu füttern und Blumenkohl zu gießen. Sicher müsste ich viel virtuelle Währung die Hand nehmen, um das Desaster von meinem Hof fernzuhalten und einen (digitalen) Verwalter einstellen.
Aber nicht nur bei H&M und Spil Games sind Frauen aktiv: Bei dem Erwerb eines Smartphones haben wir laut Studie im Jahr 2012 unsere männlichen Kollegen übertrumpft. Die Anzahl von Smartphones unter Frauen wuchs um 60 Prozent, während die Zahl männlicher Smartphone-Besitzer nur um 35 Prozent gestiegen ist. Das kann aber auch daran liegen, dass unsere männlichen Early Adopter bereits eins haben. Wer weiß.

Quelle: comScore: 2013 Future in Focus – Digitales Deutschland Report, (Zeitraum von Oktober bis Dezember 2012). Gegenstand des Reports sind Trends im Bereich Internetnutzung, Social Media und e-Commerce. Verwendet wurden verschiede aktuelle Datenbanken und Analyseplattformen wie comScore MXX oder MobiLens. Die 60 seitige Studie kann kostenlos nach Registrierung als PDF heruntergeladen werden.