Kategorie: Medien

Happy Home Office Day 2014 mit FI-TS!

Happy Home Office-Day 2014!
Happy Home Office-Day 2014!

Sind Sie Flugbegleiter/In, Straßenarbeiter oder Astronaut/in? Na dann wird es kompliziert.
Für alle anderen: Am 15. Mai ist offizieller Home Office Day 2014!  Gerade in der IT Branche ist das Arbeiten von daheim aus gang und gäbe. Das ist auch gut so, denn mit Home Office kann Familie und Beruf vereinbart werden, Arbeitszeiten lassen sich richtig flexibel gestalten und die Work-Life Balance bleibt gewahrt. Natürlich ermöglichen auch wir von FI-TS es, von zu Hause zu arbeiten.

Die Studien „Recruiting Trends 2014“  und „Bewerbungspraxis 2014“ belegen, dass Homeoffice beliebt, aber  auch nicht unproblematisch ist. Warum? Einige Arbeitnehmer (ca. 16 Prozent) haben Bedenken, sich nicht konzentrieren zu können, also weniger zu arbeiten, andere (ca. 25 Prozent) wiederum befürchten zu viel zu tun und daheim nicht von der Arbeit abschalten zu können.

Im realen Büroalltag komme es laut Bewerbungspraxis 2014 zu Beschwerden von Mitarbeitern, die befürchten, mehr Aufgaben erledigen zu müssen, als die Kollegen im Home Office. Gut die Hälfte der Befragten sieht die Gefahr eines schlechteren Informationsaustausches.

Das wollte ich nun genau wissen und habe spontan eine kleine Umfrage bei einigen meiner FI-TS Kollegen gestartet. In unserem Unternehmen ist das Homeoffice-Modell sehr beliebt, denn wir können voll-umfänglich von zu Hause aus arbeiten. Dem Großteil meiner Kollegen ist flexible Arbeitszeit wichtig. Im Home Office könne man sich sogar besser konzentrieren als im Büro und relevante Informationen flössen genau so gut per Telefon und Mail. Die Erreichbarkeit sei ja sogar höher als im Büro. Dies gelte allerdings mit einer Einschränkung: Es sollten nicht mehr als ein, höchstens zwei Homeoffice-Days pro Woche geben. Ansonsten sei es einfach zu schwer, alle Kollegen an einen Tisch zu bekommen. Und das sei bei gemeinsamen Projekten nun mal wichtig.

Bernd Kraft, Vice President General Manager CE bei Monster meint zum Thema Informationsaustauschim Rahmen der Recruiting Trends : “Arbeitgeber sind gefordert, aktiv Kommunikation zu betreiben, um das Konzept Home Office im Betriebsalltag effizient zu integrieren und die allgemeine Akzeptanz zu erhöhen.” Na, das scheint ja bei uns geklappt zu haben.

Dann noch einen produktiven und gleichzeitig schönen Home Office Day liebe Kollegen! In der IT kann man ihn ja realisieren…:)

Bank- und Versicherungsbranche im IT-Outsourcing

Durch Outsourcing die Risikosituation verbessert und damit regulatorisches Eigenkapital gespart werden
Durch Outsourcing die Risikosituation verbessert und damit regulatorisches Eigenkapital gespart werden

“Eine Überzeugung, die alle Menschen teilen, besitzt Realität.” So sagte einst der Philosoph Aristoteles.
IT Outsourching ist real. Beide Branchen stellen sich täglich Herausforderungen wie bspw. verschärftem Ertragsdruck, neuen Organisationsstrukturen, globalen Innovationen und nicht zuletzt Veränderungen des Kundenverhaltens.
Dieser ständige Wandel erfordert Anpassungen der IT Stysteme. Arnold Wagner schreibt in seinem Blog-Artikel der Experton Group ausführlich über die Strategien und Marktpotenziale für die Finanzbranche im IT-Outsourcing. Er benennt u.a. uns dabei als  IT-Service Provider, der  sich “auf die Erfüllung aktueller Governance-Anforderungen der Bankenindustrie sowie die Umsetzung der aktuellen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen” konzentriert.

Outsourcing verbessert die Risikosituation und spart damit regulatorisches Eigenkapital
Outsourcing verbessert die Risikosituation und spart damit regulatorisches Eigenkapital

Bankaufsichtliche Regelungen
Gouvernance und Regulierungen stehen beim Outsoucing im Mittelpunkt.
Entscheiden sich Banken für IT-Outsourcing müssen sie bankaufsichtliche Regelungen beachten. Das sind Regelungen des Kreditwesengesetz (KWG) und der MaRisk – Abkürzung für Mindestanforderungen an das Risiko-Management.

Das IT-Unternehmen übernimmt Aufgaben, die normalerweise das Bankinstititut selbst erbracht hätte. Banken müssen laut MaRisk vor jeder Auslagerung eine Risikoanalyse durchführen. Verantwortlich für die (ausgelagerte) IT-Infrastruktur einer Bank ist stets die Geschäftsleitung (§ 25a KWG).

Das KWG gibt Banken Regeln vor, um Fehlentwicklungen vorzubeugen. Grundsätzlich wird von der Bankaufsicht (BaFin) darauf geachtet, dass genügend  Eigenkapital und Liquidität im Unternehmen ist  und angemessene Risikokontrollmechanismen installiert sind.  Sie prüft auf  Notfallkonzepte (BCM) und Exit-Strategien (Sonderprüfungen). Wie sich so eine Prüfung im Zeitablauf darstellt, erklärte Marc Billeb, Partner von PwC in seinem Vortrag auf dem 13. FI-TS Management Forum 2014:

Was bringt die Zukunft?
Cloud Computing wird immer mehr Einfluss auf das Outsourcing-Geschäft haben. Laut Computerwoche und einer Erhebung von der Experton Group, sollen  bis 2017 hierfür die IT-Budget Ausgaben um durchschnittlich 50 Prozent pro Jahr wachsen. Kleine Verträge sind im Kommen, so wird oft nach Cloud-Insel-Lösungen gesucht, die an einen Dienstleister ausgelagert werden sollen. Cloud Computing, Big Data, Mobility und Social Media werden laut Arnold Wagner den IT-Service Markt neu ordnen. Innovationen von Prozessen, Produkten und Geschäftsmodellen sind für die Bankenindustrie in den nächsten Jahren sehr wichtig.

Das Smartphone im Schulranzen ist heute eine Selbstverständlichkeit

Quelle BITCOM Research 2014
Ab einem Alter von 10 Jahren verwendet fast jedes Kind das Internet und das größtenteils mobil! Quelle BITCOM Research 2014

Kinder sind die Kunden von morgen. Und diese Kunden sind fast zu 100 Prozent im Internet unterwegs und das zu 89% mobil. Das hat die repräsentative  BITCOM Studie Kinder und Jungend 3.0 ermittelt. 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren wurden befragt. Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa verantwortlich.

Heute verwenden die Kinder und Jugendlichen ihre Mobile Devices noch großtenteils, um sich Nachrichten und Bilder über den Dienst WhatsApp zuzuschicken oder Freundschaften bei Facebook zu pflegen. In ein paar Jahren werden Sie das Smartphone bereits komplett in ihren Privaten und Business Alltag eingebunden haben.

Ist die Banken- und Versicherungsbranche dann auch reif für diese Native User? Die Frage ist nicht neu. Beim 13. FI-TS Management-Forum stellte unser Key Note Speaker Brett King genau diese Situation vor. King zweifelte bei den “Digital Natives” an den Gang zur Filiale, um sich dort von einem Bankfachmann beraten zu lassen. Filialen, Bankautomaten und Kreditkarten seinen  zukünftig einfach nicht mehr gefragt. Stattdessen übernehme eine App den Beratungsjob, denn sie wisse besser, wie es mit den Finanzen aussieht.  Schließlich liefen hier alle Einnahmen und Ausgaben zusammen. Als Gründer von Moven hat sich King ganz auf das Mobile Business im Bankensektor konzentriert.

Quelle BITCOM Research 2014 Alter und Smartphonenutzung
Quelle BITCOM Research 2014 Alter und Smartphonenutzung

Das ist auch sicher der richtige Weg. Laut BITCOM Umfrage besitzen  85 Prozent der 12 bis 13 Jährigen ein Smartphone. Bei jahrelangem, intuitiven Umgang mit Smartphone-Apps, wird auch die Banking App, bzw. die reine Online-Bank  auf Zustimmung stoßen. Wenn man per App zahlen kann, wozu braucht man noch Bankautomaten? Wenn ich in Sekunden meine Ein- und Ausgaben in Echtzeit aufrufen kann, wozu brauche ich noch Kontoauszüge?  Wenn ich Kapitalanlagen online vergleichen kann, warum ein Bankberater mit Termin und Öffnungszeiten-Barriere?

Das Smartphone hat man immer dabei - kommt ortsunabhängig ins Netz. Es ist das wichtigste Zugangsgerät für 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen.  Auf Platz zwei, mit 69 Prozent sind Notebooks,  danach kommen mit 52 Prozent die stationären PCs. Tablets haben Jugendliche bereits zu 26 Prozent  im Gebrauch.

Kleine Kinder ((56 Prozent) der 6- bis 7-jährigen)  lernten laut BITCOM den Umgang mit den digitalen Medien über Spiele oder Videos. Bei älteren Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren liegt die Mediennutzung gleichauf mit Kommunikation und Information. Heute schon nutzen 83 Prozent der Kunden von morgen das Internet für die Suche nach Informationen für Schule oder Ausbildung. Natürlich werden sie auch nach Dienstleitungen aus  der Banken- und Versicherungsbranche suchen.

In diesem Sinne: Es ist einiges zu tun, um die Kunden von morgen typgerecht zu beraten. Mit den richtigen Produkten und vor allem mit den richtigen, intuitiv bedienbaren Smartphone Apps. Banken und Versicherungen müssen die Entwicklungen laufend beobachten. Nur so können sie aus den geänderten Werten und Nutzerverhalten entsprechend schnell ihre Services anpassen und weiterhin erfolgreich am Markt agieren.

Quelle BITCOM Research 2014 Smartphonenutzung
Quelle BITCOM Research 2014 Smartphonenutzung

US-Behörden erhalten Zugriff auf in Europa gespeicherte Cloud-Daten

Dunkle Wolken ziehen auf: Unternehmen, die amerikanische Cloud Anbieter wie Microsoft, Salesforce oder Google nutzen, sind ab jetzt verpflichtet, diese Daten im Falle eines US-Durchsuchungsbeschlusses  herauszugegeben.
Dunkle Wolken ziehen auf: Amerikanische Cloud Anbieter wie Microsoft, Salesforce oder Google sind ab jetzt verpflichtet, die Daten ihrer europäischen Kunden im Falle eines US-Durchsuchungsbeschlusses direkt herauszugegeben.

„So viel zum Thema Datensicherheit und -schutz bei US-Internetprovidern mit Speicherorten bzw. RZ in Europa“ bemerkte unser FI-TS Datenschutzbeauftragter. Worum es geht?

Wie Reuters berichtete, ordnete ein US Bundesrichter an, dass amerikanische Internetanbieter die E-Mails ihrer Kunden offenlegen müssten, auch wenn die Daten in Rechenzentren im Ausland lagerten. Die Folgen für den europäischen IT-Markt liegen auf der Hand: Unternehmen wie bspw. Microsoft, Salesforce und Google haben zukünftig die E-Mails und sonstigen digitalen (Cloud) Inhalte ihrer Kunden an US-Behörden herauszugeben.

In Deutschland oder anderen EU-Staaten wäre das nicht möglich. Unsere Behörden können Daten, die in einem Cloud-Rechenzentrum im Ausland gespeichert sind, trotz Durchsuchungsbeschluss nicht einfach miteinsehen. Dazu müssen sie mit den Behörden im Ausland zusammenarbeiten.

US-Internetanbieter müssen laut Richterbeschluss die Daten ihrer EU-Kunden offenlegen
US-Internetanbieter müssen laut Richterbeschluss die Daten ihrer EU-Kunden offenlegen

Warum gilt das nicht auch für die USA? Das Argument hierfür sind „hybride Informationen“. Die setzten sich aus richterlicher Anordnung und Durchsuchungsbeschluss zusammen. Die richterliche Anordnung werde in den USA seit langem als örtlich nicht gebunden angesehen. Die Daten müssen offengelegt werden. Dabei sei es irrelevant, wo sie gespeichert seien. Der Aufwand mit anderen Ländern zusammen zu arbeiten sei der US Verwaltung zu hoch und würde die Strafverfolgung beeinträchtigen. Normalerweise darf amerikanisches Gesetz nicht außerhalb der Vereinigten Staaten angewendet werden. Bei online gespeicherten Daten soll das nun anders sein. Diese fielen unter das US-Gesetz “Stored Communications Act“.

In dem konkreten Fall ging es um einen Durchsuchungsbefehl für Daten, die Microsoft in einem Rechenzentrum in Irland speichert. Das Rechenzentrum  steht in Europa, damit es europäischen Kunden einen europäischen, rechtlichen Rahmen in Sachen Datenschutz bieten kann. Datenschutzbestimmungen sind hier höher als in den USA.

Sichern Sie Ihre Daten bei einem europäischen Cloud-Anbieter
Sichern Sie Ihre Daten bei einem europäischen Cloud-Anbieter

Die Europäische Union möchte verhindern, dass persönliche Informationen der Bürger der 28 Mitgliedstaaten den europäischen Rechtsraum  verlassen.

Die Anordnung wird die Nutzung amerikanischer Cloud-Anbieter in Europa nun noch weiter zurückwerfen.
Der deutsche Datenschützer Peer Schaar erklärt in seinem  Blogeintrag, dass es sich dabei um einen exterritorialen Datenzugriff handle, vor dem sich Ausländer nicht schützen könnten: “Betroffene EU-Bürger haben nicht einmal das Recht, sich vor US-Gerichten gegen die Praktiken amerikanischer Behörden beim Umgang mit ihren Daten zu wehren.” Sollte das aktuelle Urteil Bestand haben, ist das ein guter Grund zu einem europäischen Dienstanbieter zu wechseln.
Eine Möglichkeit ist für Banken, Versicherungen und Finanzanbieter die FI-TS Finance Cloud.

Neue Wege im Recruiting bei FI-TS!

Karriere bei FI-TS_Seit die Bitkom im letzten Jahr ihre Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte veröffentlicht hat, wissen wir: Es gibt in Deutschland 39.000 offene Stellen für IT-Experten. 16.000 davon in der ITK-Branche selbst. Und hier komme ich schon ohne Umschweife zum Kern: Wir suchen auch, und zwar neue IT-Kollegen, insbesondere an unserem Standort in Stuttgart.

Bekanntmachung
Doch wie machen wir auf diese Nachfrage aufmerksam? Vor ein paar Jahren hätten wir eine Stellenanzeige in einer Zeitung veröffentlicht und gewartet, bis sich die potentiellen neuen Kollegen meldeten.  Heute kann man da ganz schön lange warten.

Mitarbeiter

Zeitung
Ich vergleiche das mal mit einer Nachfrage aus dem  Privatleben: Stellte ich heute bpsw. eine “sie sucht ihn” Partnerschaftsanzeige in die Zeitung, würden sich tendentiell eher Menschen höheren Alters melden. Das ist auch logisch, denn bereits seit den 90ern wird anders gesucht. Sowohl die professionellen als auch die privaten Recruter sind von Papier auf den Bildschirm umgestiegen.

Webseite
Stelle ich als Unternehmen eine Stellenbeschreibung auf meine Webseite, ist das vergleichbar mit dem Ansinnen, ein Partnerschaftsgesuch auf meiner privaten Homepage zu platzieren. Das würden genau die Menschen sehen, die ich ja bereits kenne. Im Privaten kann diese Strategie sogar noch eher von Erfolg gekrönt sein, als im Geschäftlichen. Schließlich bedient man dadurch die menschliche Affinität zu Klatsch und Tratsch und kann somit den privaten Bekanntenkreis zum viralen Marketing animieren. Ob das allerdings dem Qualitätsanspruch der Suche  genüge tut, ist fraglich.  Also kein Zugewinn.

Kollege
Es gibt viele Wege – aber führen Sie alle zum gewünschten Ergebnis?

Online Karriereportale
Aus den Recruting Trends 2013 von Monster geht hervor, dass 68,2 Prozent aller Stellenanzeigen auf Online-Karriereportalen geschaltet werden. Man lässt Agenturen und Suchmaschinen für sich arbeiten. Findet man hierüber geeignete Talente? Scheinbar schon, aber eben nicht genug. Auch im Privaten hört man von Zeit zu Zeit von Erfolgsstories mit Online-Partner Portalen. Setzt man allerdings die Suchenden den sich Gefundenen in Beziehung – so ist das Ergebnis, zumindest mit IT-Fachleuten unbefriedigend.

Soziale Netzwerke
Die Zielgruppe für beide Ansprüche tummelt sich heute definitiv in den sozialen Netzwerken. Im Social Media Recruiting Report 2013 von Competitiverecruiting heißt es, dass eine von zehn Stellen hierüber besetzt worden seinen.

Damit sei „Social Media der Shootingstar bei den Einstellungsquellen. Dieser Kanal ist in drei Jahren von Platz 7 auf Platz 3 gestiegen und weist die höchsten Zuwachsraten auf!“ Allerdings passiert hier leider auch nichts von allein. Ich kann zwar mein Gesuch auf meinem Profil/ Unternehmensprofil posten: Gesehen wird es wiederum von meinen Kontakten und je nach Einstellung auch von den Kontakten meiner Kontakte. Soll mein Post ganz öffentlich Anklang finden, muss ich dem „Anklicker“ eine Vorab-Information geben.

Mitarbeiter werben Mitarbeiter – Social Media hilft dabei
Die Lösung liegt wie so oft ganz nah: Wer kann besser über die Vorzüge eines Arbeitgebers berichten, als die eigenen Mitarbeiter? Daher liebe Kollegen, bitte sprecht in Eurem Bekanntenkreis über die offenen Stellen von Finanz Informatik Technologie Service. Empfehlt sie über XING und LinkedIn, hebt den Daumen bei Facebook und gebt ein Plus bei Google. Zwitschert es Eurem Nachbarn: FI-TS ist ein toller Arbeitgeber!

FI-TS als Arbeitgeber. Herzlich Willkommen zum Bewerbungsgespräch!
FI-TS als Arbeitgeber. Herzlich Willkommen zum Bewerbungsgespräch!

Soziale Netzwerke all over – auch für die Finanz- & Versicherungsbranche? Teil 2

Smartphones und Tablets erleichten den Zugriff auf Social Media
Smartphone und Tablet erleichtern den Zugang zu den Sozialen Netzwerken – jederzeit an jedem Ort.

Im Teil 1 des FI-TS Blogbeitrags bin ich auf die beliebtesten Social Media Kanäle – auch auf Unternehmenssicht, eingegangen. Bei der Frage, wie die Finanzbranche Social Media nutzen kann, wurden bereits Antworten geliefert. Viele Programme sind für verschiedene Marketing-Ziele sinnvoll und jeder Kanal bedient eine gewisse Zielgruppe.
Nun gibt es neben den bekannten, auch neuere Seiten, die über eine App bedient werden. Kann man sich hier bereits als “Werbe-Pionier” etablieren? Untersuchen wir das mal:

Was kommt? Path ist recht jung (Gründung Ende 2010), hier  werden Fotos geteilt und Privatnachrichten verfasst. Letztere können mit Fotos, Musik und Emotion-Stickern getuned werden. Path konzentriert sich völlig auf die mobile Nutzung. Man darf lediglich 150 Kontakte haben, wem das nicht reicht, der verlinkt auf Facebook, Google+,  Twitter, Tumblr oder Foursqare. Daneben gibt es noch so.cl von Microsoft und MySpace, was aber den Fokus auf Musik setzt. App.net ist eine Art Zusammenführung von Facebook und Twitter, es bietet mehr Zeichen als Twitter, bei Zahlung gibt es noch ein paar mehr Zeichen obendrauf. Die Inhalte sollten allein den Nutzern gehören und damit sich das trotzdem lohnt, müssen die Nutzer bezahlen. Darum eignet sich diese Plattform nicht zur Unternehmenswerbung. Auch die anderen neueren Apps bieten das meiner Meinung nicht. Ob das regional angelegte Circle, die Flirt App ANOMO , wo man als Avatar auftritt- Aber einen Möglichkeit zu werben?

Medien_Seiten_Facebook1Sicherheit hoch- aber Werbung flau: Beim Community Project Diaspora betreibt der User einen eigenen Server/Pod mit Nutzung und voller Kontrolle über die eigenen Daten. Bei heise-online heißt es dazu: “Der Traum, Facebook zu ersetzen, ist noch lange nicht Realität. Dazu fehlen Diaspora noch die User und die einwandfrei funktionierende Software.” Friendica bietet auch einen dezentrale Architektur und Syme, die Browser Erweiterung für Google Crome, speichert so gut wie keine Daten anderer Nutzer. Bei Pidder kann man mehrere Identitäten annehmen, was alles noch etwas komplexer gestaltet. Die dezentrale Stuktur erlaubt keine Werbung – also nutzlos für und Dienstleister.

Darum konzentrieren wir uns nach wie vor auf die etablierten Kanäle.
Eines steht fest: Social Media sind ein gutes Mittel, um seine Produkte und Dienstleistungen bei bestimmten Zielgruppen  bekannt zu machen und zu bewerben. Für  die Unternehmen entsteht eine völlig neue Art der Kommunikation und Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Hier ist nicht ausschließlich die junge Zielgruppe gemeint. Smartphones und Tablets erlauben einen 24h-Zugriff der User und machen aus der Kontaktseite auch immer mehr Informationsquelle. Schließlich findet man hier alle Zeitungen online und kann sich in der Timeline die schönsten Zusammenfassungen groß-bebildert anzeigen lassen.

Für die ältere Zielgruppe ist der Schritt ins Social Media auch häufig, um mit der jungen Generation im Gespräch zu bleiben.

Banken setzen Social Media ein: Was die Banken Branche angeht, ist  Social Media laut der KPMG Studie einer der Schlüssel zum Thema Kundenbindung, Vertrauen, Interaktion und Imagebildung. Das Gleiche gilt für die Versicherungsbranche.
Ich finde das auch sehr einleuchtend: Es ist schön zu wissen, dass ich innerhalb von 24 Stunden auf meine Frage garantiert eine Antwort erhalten werde, wenn ich sie in einem sozialen Netzwerk poste.

Vor kurzer Zeit hatte ich bspw. einen privaten Haftpflicht Versicherungsfall. Meinen Ansprechparter erreichte ich telefonisch nach 4 Tagen “Sorry-war im Urlaub” und die Zahlung zog sich ca. 6 Wochen hin: “Die Kollegen müssen da noch was klären”, war ich nicht mehr so überzeugt von meinem Anbieter.

Facebook-Auftritt Volksbank Bühl
Facebook-Auftritt Volksbank Bühl

Ein Facebookpost hätte die Sache sicherlich beschleunigt. Was sich im ersten Moment nach Stress anhört, kann aber auch ein Beweis für tollen und schnellen Service liefern. Nach dem Motto- Wir reden nicht nur, wir handeln.
Konstruktive Kritik ist ein tolles Mittel zur Weiterentwicklung der Services. Und wenn daraus ein neues, innovatives Produkt entstehen sollte, ja spätestens dann, hat sich der Einsatz doch gelohnt.

Über Social Media erfährt man viel von seinem Kunden, vielleicht wird sogar einen Neue Zielgruppe entdeckt?  „Social Media werden in Zukunft Teil des Geschäftslebens sein wie heute Internet und Telefon, so die Prognose der Studie. Und im Spitzenfeld werden jene Banken stehen, die heute schon Pioniergeist haben und Innovationsfreude leben.”
Und die Kunden vertrauen gern auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten.

Genügend gute Beispiele gibt es: Nehmen wir die Deutsche Bank. Auf Ihrer Facebook Seite (ich habe mich jetzt nur mal dieses Netzwerks bedient) gibt es täglich einen Post mit nützlichen Informationen zu alltäglichen Themen wie Steuer, Preisstatistiken für Wohnimmobilien oder Energiekosten, zu Wirtschaftsthemen und Geldpolitik. Sie nutzt ihren Account natürlich auch, um auf ihr Gesellschaftspolitisches Wirken hinzuweisen. Damit steht sie nicht allein. Beispielsweise die Cortal Consors, GLS Bank, Fidor Bank, Volksbank Bühl oder  auch die LBS Bayern, sind im Social Media top und definitiv nachamenswert.
Wie wir bei der LBS sehen, eignet sich Social Media auch zum gezieltem Recrutment von neuen Mitarbeitern. Zum Beispiel für FI-TS Stuttgart. Dazu aber bald mehr.

Suchen und Finden von neuen Mitarbeitern über Social Media am Beispiel der LBS Bayern.
Suchen und Finden von neuen Mitarbeitern über Social Media am Beispiel der LBS Bayern.

Soziale Netzwerke all over – auch für die Finanz- & Versicherungsbranche? Teil 1

FI-TS_bei_Google_plusDienstleistung heißt, für den Kunden auf allen Kanälen erreichbar zu sein. Wirklich auf allen? Im Bereich Soziale Medien gibt es viele verschiedene Kanäle. Sind sie alle zur Unternehmenskommunikation relevant? Wie kann die Finanzbranche Social Media nutzen? Im ersten Teil Blogs stelle ich die beliebtesten Social Media Seiten vor.  Im 2. Teil konzentriere ich mich dann auf die kleineren Seiten und zielgerichteten Apps und gehe auf die Finanzbranche und Ihre Möglichkeiten der Interaktion mit dem Kunden ein.

Die Etablierten: Einer der stärksten Kanäle im Social Web ist Facebook. 1,23 Milliarden Menschen sind hier weltweit angemeldet. Da sich Facebook auch finanzieren muss, findet man hier auch sehr viele Unternehmen, die Sponsored Posts setzen. Damit können sie auf sich und ihre Produkte aufmerksam machen.
Daneben gibt es ja auch Google+. Google+ hat bislang 500 Millionen Nutzer und wird mehr im fachlichen als zum privaten Austausch genutzt. Die Hangouts bieten kostenlose Videokonferenzen von bis zu zehn Teilnehmern.
Bei FI-TS setzen wir auf beide Tools. Das hat auch seinen Grund, denn über Facebook erreichen wir mehr Menschen und durch Google+ kann die gleichnamige Suchmaschine  die unternehmenseigenen Inhalte noch besser beurteilen.

FI-TS_Twitter
Twitter Profil von FI-TS

Kurze Botschaften: Twitter macht es möglich, die Unternehmensbotschaft mit einer Mini-Einleitung und Verlinkung in die Welt hinauszuschicken. Mit einem Hashtag versehen, bekommen alle User die News, die sich für diesen Begriff interessieren.  Toll ist es, wenn die Follower unseren Tweet weiterleiten, also einen Retweet erstellen. Viele Unternehmen nutzen Monitoring Tools und werden so auf diese Nachrichten aufmerksam. Retweets oder Wortmeldungen auf der eigenen Facebookoder Google+ Seite  sind aber nicht alles, was Unternehmen an Kundenäußerungen registrieren sollten. Denn mal ganz ehrlich, ich freue mich sehr über ein “like”, aber kenne ich durch diese Wertschätzung auch das Verhalten oder die Vorlieben unserer Kunden und Partner? Um mehr über seine Kunden zu erfahren, sollte jedes Unternehmen Social-Media-Monitoring betreiben. Eine schöne Übersicht zu den besten Tools gibt es bei Goldbach Interactive.

Junge Zielgruppe: Will man als Dienstleister über Social Media eine ganz junge Zielgruppe erreichen (60 Prozent der User sind unter 34 Jahre), so ist sicher Tumblr- eine gute Wahl. Jeder Nutzer legt seinen eigenen Microblog an und veröffentlicht Bilder, Videos und subjektiv-wichtige Infos für seinen Umwelt. Auch hier kann man teilen, folgen und herzen. Größtenteils in Bildform. Als Unternehmen beteiligt man sich mit interessanten (und damit imageträchtigen) Fotos, oder springt auf die Welle des als lustigsten befundenen Blogs aufs und äußert sich dazu.

FI-TS_Blog_Social Media_XING
Xing Profil von FI-TS

Karriere Plattformen: Daneben gibt es für den geschäftlichen Gebrauch LinkedIn und Xing. Hier kann man sich mit Fachgruppen zu bestimmten (bank- oder versicherungsrelvanten) Themen austauschen und berufliche Kontakte pflegen. Natürlich sollte man auf diesen Plattformen auch auf seine Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen. Man kann, wie bei  Twitter, Google und Facebook, auf andere Publikationen aufmerksam machen und auf diese Weise ausgiebig Informationen streuen. Das ist eine unbedingte Handlungsempfehlung, denn laut der Studie von Goetzpartners vertrauten  43 Prozent der über 1000 befragten Bankkunden Empfehlungen von Freunden und Verwandten, 39 Prozent würden selbst Finanzprodukte über die Netzwerke empfehlen und 12 Prozent aller Kunden haben Interesse, Produkte über Social Media zu kaufen.

Hobby und Fotografie: Pinterest dagegen ist  Bild-lastig. Nutzer sammeln Fotos , Bilder, GIFs an digitalen Pinwänden. Diese Pins können dann von anderen Usern kommentiert oder geteilt werden. Kreativitivität  – insbesondere bei  Rezept- und Mode wir hier hoch honoriert. Das ist nicht verwunderlich, denn (so will es das Klischee) sind Frauen sind mit 70Prozent die Hauptuser. Möchten Sie also Ihre weibliche Zielgruppe erreichen, können Sie Ihre (toll aufbereiteten) Produktbilder über Pins verbreiten lassen (mehr Traffic über Promoted Pins).
Instagram gehört zu Facebook und ist ebenso ein beliebtes kostenlose Foto-und Video-Sharing Tool. Nutzer können Fotos, die sie mit Ihren Smartphones gemacht haben, durch Filter verfremden  und verbreiten.  Für zu verbreitende Videos nimmt man YouTube und Vimeo.
Ortsbezogen: Auf Foursquare kann man einchecken. Eher gesagt auf in die virtuelle Dependance des realen Ortes. Der Nutzer kann Bewertungen hinterlassen und das Ganze auf FB oder Twitter teilen. Und Achtung: Gute Bewertungen haben sicher noch keiner Filiale geschadet.

Teil 1 der Social Media Reise ist hier erst einmal beendet. Aber ein erstes Fazit ist schon gefällt: Es ist auch oder gerade als Finanzdienstleister wichtig, sich im Rahmen der Sozialen Netzwerke zu präsentieren und sich zu positionieren. Ob man über Empfehlungsmarketing gleich die Riesenumsätze macht, sei erst mal dahingestellt. Ein Image ist allerdings gebildet und Kunden erreicht man auf jeden Fall.

FI-TS beim Presse-Roundtable “Cloud – jetzt erst recht?”

Experten der Unternehmen Barracuda Networks, Brainloop, Finanz Informatik Technologie Service, IBM, Materna und CRISP Research
Experten der Unternehmen Barracuda Networks, Brainloop, Finanz Informatik Technologie Service, IBM, Materna und CRISP Research unter der Moderation von Christoph Witte und Wolfgang Miedl

Vor zahlreichen IT- und Wirtschaftsjournalisten diskutierten am 20. Februar im Münchner Haus der Bayerischen Wirtschaft, unter Veranstaltungsleitung von Wittcomm, IT-Experten der Unternehmen über aktuelle Entwicklungen rund um den Megatrend Cloud Computing. Neben Vertretern von Barracuda Networks, Brainloop, IBM, Materna und CRISP Research habe ich als Teilnehmer aktuelle Entwicklungen und die Sichtweise der Finanzbranche vorgestellt. Einig waren sich die Teilnehmer, dass Unternehmen trotz NSA-Abhöraffäre auf Dauer nicht um gehostete Services als Konsolidierungsmotor und Enabler für neue Geschäftsmodelle herumkommen.

Zu Beginn es zweistündigen Gespräches standen zunächst Bedenken und Hemmnisse der Cloud, wie sie speziell in Deutschland festzustellen sind, im Fokus der Gespräche. So gab es aus der Diskussionsrunde einige Beispiele und Erklärungsversuche wie etwa der im mittelständischen Umfeld verbreitete Typus „Innovations-Laggard“, der das Thema mit der Aussage „Wir werden die Cloud schon aussitzen“ abwehrt.

Finance Cloud
Warum die Cloud auch vor sensiblen Branchen wie der Finanz- und Versicherungswirtschaft nicht mehr Halt macht, konnte ich dann im Verlaufe des zweistündigen Gespräches erläutern:

Branchenspezifische Cloud-Angebote reduzieren über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand.
Branchenspezifische Cloud-Angebote reduzieren über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand.

Banken und Versicherungen stehen vor der Herausforderung stetig steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen, die sie in ihre Prozesse und Systeme integrieren müssen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach IT-Lösungen aus den Fachbereichen wie Vertrieb und Kundenservice, die nach innovativen Anwendungen etwa für die Online-Beratung verlangen. Branchenspezifische Cloud-Angebote (als SaaS) können hier punkten, da sie über die zentrale Bereitstellung den Anpassungs- und Betriebsaufwand reduzieren. Aufsichtsrechtliche Anforderungen der Finanz- und Versicherungsbranche beispielsweise werden vom Anbieter an zentraler Stelle berücksichtigt und implementiert. Fachbereiche können so ihre Lösungen schneller und flexibler nutzen. So überrascht es nicht, dass es kein IT-Projekt in Banken und Versicherungen mehr gibt, in dem nicht über die Cloud gesprochen wird – allein wegen der großen Einsparmöglichkeiten.

Das Fazit der Diskutanten fiel einhellig aus: Die Vorteile der Cloud in punkto Geschwindigkeit und Kosten sind in aller Regel eigenen Rechenzentren überlegen. Bei der Kontrolle der genutzten Services, dem Zugriff auf Daten und den Sicherheitsmechanismen hapere es in der Wolke zwar noch, aber die noch offenen Fragen scheinen lösbar, selbst aus Sicht der stark regulierten Finanzbranche.

Brett King – King of Moven Bank and Social Media!

Facebook_Brett_King_1Brett King – als einer seiner gut 1100 Facebook-Freunde sehe ich täglich, wo er in der Welt gerade Vorträge hält und mit seinem Konzept auf hohe Resonanz und Erstaunen stößt. Ich konnte auf seiner Seite sogar abstimmen, wie sein nächstes Buch-Cover aussehen soll. Keine Frage – Brett King ist eine schillernde Persönlichkeit, die weiß wie Social Media funktioniert und man sie für sich gewinnbringend einsetzt.  Auch bei Twitter verbreitet er  in hoher Taktung die neuesten Trends in bspw: “financial innovation”, “global transaction” oder generell “payment systems”.

Twitter_Brett_King_1Brett King wird auf unserem FI-TS Management-Forum  in 10 Tagen über seine Moven Bank- und generell über die Bank der Zukunft sprechen. Neben unseren Kunden und Partnern haben sich auch bereits viele Finance Blogger angemeldet. Bei uns haben sie die  Möglichkeit,  sich mit Brett King beim Business Lunch   auszutauschen und  Informationen für ihren eigenen Blog zu sammeln.

Nutzen Sie auch die Gelegenheit und melden sich noch an! Wenn Sie zudem immer up to date mit der Bank der Zukunft sein möchten befreunden Sie sich doch einfach auch: Brett King Facebook Profil. Wem das noch zu wenig ist, der folgt zusätzlich seinen Tweets.

Social Media Seiten – Aufstieg und Fall der Aufmerksamkeit

Es ist grundsätzlich und in allen Bereichen so, dass man sich niemals auf nur eine Quelle, Aktie, Versicherung, Zustand, oder Dienst verlassen sollte, wenn man abgesichert und erfolgreich sein möchte.
Das gilt natürlich auch für Social Media. Facebook kann zum einen dafür verantwortlich sein, dass ein Blog oder Website gehyped wird, zum anderen hat es aber auch die Macht den Hype zu bremsen und/oder die Seite, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder von der Bildfläche verschwinden zu lassen.

Heute hip, morgen tot
So geschehen bei Upworthy.com. Erst wurde die Unterhaltungsseite “Upworthy” rasend schnell populär, jetzt fehlt plötzlich die Hälfte der Leser. Auf- und Fall der Aufmerksamkeit haben denselben Grund: Facebook. Ein Warnsignal für andere Redaktionen. Johannes Boie von der Süddeutschen Zeitung beschreibt in seinem Artikel “What the Fu*k?” den Fall von Upworthy, der als ein Beispiel von vielen steht.

Facebook Newsfeed - hier sehen die Nutzer Meldungen ihrer Fan-Seiten und Freunde.
Facebook Newsfeed – hier sehen die Nutzer Meldungen ihrer Fan-Seiten und Freunde.

Der organische Nachrichtenstrom
Über Social Media Seiten können Unternehmen-Artikel ganz leicht einer breiten Masse zugänglich gemacht werden. Den Link mit kurzer Ankündigung posten und schon erscheint er im News Feed der eigenen Fans. Ca. 25 Millionen Deutsche surfen regelmäßig auf Facebook. Sind die Nutzer allerdings sehr gut vernetzt, oder haben viele weitere Seiten abonniert, kann die eigene Meldung auch mal im Nachrichtenstrom untergehen.

Das muss nicht  nur auf natürliche Weise geschehen. Die Nutzer haben nur begrenzt die Möglichkeit, die  Abfolge aus Bildern, Links, Texten und Videos zu beinflussen. Facebook kann seinen Algorithmus so konfigurieren, dass bestimmte Nachrichten/Absender nicht mehr prominent in den News Feeds landen. Warum aber eine Manipulation des organischen Nachrichtenstroms? Als Faktor, der das (Qualitäts-)Ranking im Feed bestimmt, wird von Facebook unter anderem genannt:
„Der Post und seine Relevanz an sich: Je mehr Aufmerksamkeit er hervorruft, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er im Newsfeed auftaucht. Bildlastige Inhalte, Videos und geteilte Links sind relevanter als reine Texposts, wobei aber auch die Attraktivität der Inhalte generell eine Rolle spielt.“

Die bezahlte Nachrichten-Reichweite
Als Unternehmen möchte man eine große Leserschaft erreichen. Über Facebook kann man sich zusätzliche Reichweite erkaufen.  Damit wird der Unternehmens-Post dann nicht nur bei den eigenen Fans, sondern beispielsweise auch deren Freunden angezeigt. Die Pessimisten unter uns könnten denken: Der blockierte organische Nachrichtenstrom wird durch monetäre  Zuwendung wieder in den Fluss gebracht.
Das man sich als (optimistisches) Unternehmen aber auch nicht vorbehaltlos über eine hohe Reichweite und interessierte Leserschaft freuen darf, zeigt der Blog von Sascha Pallenberg von Mobilegeeks. Facebook suggeriert offenbar mit gekauften “Likes” Reichweite und Engagement.  Nun man hat jedoch als Unternehmen nie Likes gekauft, sondern wollte lediglich seine Reichweite erhöhen.
Derek Muller analysiert in seinem Video die Likes auf seiner Facebook-Fanpage und gelangt dabei zu offensichtlichen Resultaten.

Darum, auch wenn es anstrengend ist: Auch im Social Media immer mehrere Eisen im Feuer haben. Läuft es auf der einen Seite nicht so gut, erfreut sich eine andere regen Zuspruchs. Das Risiko wird gestreut.
Im nächsten Blog werde ich mich weiteren bekannten und weniger bekannten Social Media-Seiten widmen, mit deren Hilfe neue Leserschaft generiert werden kann.  Die unbekannteren Seiten weisen auch allesamt ein hohes Potential auf, da sie in der Lage sind, die Schwachstellen der älteren Social Media Plattformen zu füllen.