Blog von FI-TS über Finance- und Technologie Themen
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Nach langen Schnitt- und Tonsitzungen sind jetzt auch die Videos vom 9. FI-TS Management-Forum fertig geworden. Wir stellen sie hier nach und nach vor. Uns waren erst die Kurzfassungen wichtig, weshalb sei zuerst online sind. Zur Dokumentation des Management-Forums werden in Kürze auch die kompletten Langfassungen ins Netz gestellt.

Beginnen wir mit der Gesamt-Zusammenfassung des Management-Forums. Hier wollen wir einen kurzen Abriß über den Tag zeigen, die Stimmung auffangen und Lust auf mehr machen:

Einen herzlichen Dank hierfür an unser kleines Filmteam um Friedrich Schönig.

Wir arbeiten gerade auf Hochtouren an der Nachbereitung unseres Management-Forums. Die Webseite mit den neuen Inhalten steht. Fotos wurden ausgetauscht, die Lounge erweitert und das Archiv eingerichtet.

Zudem haben wir eine Photogalerie auf der Webseite und Facebook eingerichtet. Letztere wird nach und nach noch erweitert.

Feedback
Nun interessiert uns von den Gästen brennend, wie es ihnen gefallen hat, ob und was wir besser machen können und welches Thema sie sich für nächsten Jahr wünschen. Dazu haben wir ein Feedback-Formular online gestellt.

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Bei einem Drink den Tag ausklingen lassen / Bild: FI-TS, Bernd Ducke

Momentan finalisieren wir noch die Videos, die bis ende dieser Woche bei Youtube hochgeladen werden. Zahlreiche Teilnehmer warten schon darauf.

Hier sind die ersten Eindrücke vom 9. FI-TS Management-Forum in München am Donnerstag, 25.02.2010.

Insgesamt wurde die Veranstaltung von den Gästen, Sponsoren und Mitarbeitern sehr gut angenommen. Das freut uns als Organisatoren natürlich sehr.

Ein wenig Herzklopfen hatten wir mit unserer eigenen Key-Note. Die beiden Geschäftsführer präsentierten das von uns für eine Bank aufwändig implementierte Mobile-Tan-Verfahren. Während der Proben hat uns die Technik stets ausser Atem gehalten. Aber schließlich funktionierte es sehr gut. Auch die eingebetteten Videos liefen einwandfrei, trotz Codec-Intoleranz der verschiedenen MS-Office-Versionen.
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Anton Müller, Dr. Walter Kirchmann und Martin Klapheck

Die Gäste informierten sich an den Ständen der Spsonoren über neue Services und Entwicklungen. Es war sehr voll und mit Leben gefüllt.

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Das Foyer mit den Sponsorenständen während der Pause

Es hat viel Spass gemacht. Sobald wir mehr Bilder haben und die Präsentationen zeigen dürfen, zeigen wir hier im Blog noch mehr Details.

Nächste Woche sind wir auf der CeBIT in Hannover auf dem Gemeinschaftsstand der Sparkassen-Finanzgruppe vertreten: Halle 11, Stand E62.

“Weniger Datenschutz ist zeitgemäß.” In einem Interview von Mike Arrington bei “The Crunchies” im Januar äußerte sich Marc Zuckerberg, Gründer und CEO der Social Media Plattform Facebook. Er begründete seine Meintung damit, die Privatsphäre sei ein mittlerweile  überholtes Konzept. Mehr und mehr Nutzer wollen und werden immer mehr von sich persönlich im Internet preisgeben.

Fakt ist jedoch, daß momentan der Datenschutz in verschiedenen Ausprägungen gültig ist. Das variiert von Land zu Land und von Staatenbund zu Staatenbund (z.b. EU). Auch wird er durch die Generationen hindurch verschieden gelebt. Junge Leute scheren sich nicht viel darum und geben ihre privaten Daten gerne preis, während älteren ihre Privatsphäre sehr wohl viel bedeutet und sie dafür kämpfen würden.

Auch gelten für Wirtschaftsunternehmen nach wie vor die teilweise sehr strengen Datenschutzbestimmungen, unabhäng davon, wie die Kunden mit ihren eigenen Daten privat umgehen. Die zunehmende Anzahl von Datenpannen zeigt beim Umgang mit persönlichen Daten dringenden Handlungsbedarf: Ein paar Beispiele exemplarisch aufgezeigt und beliebig erweiterbar.

Andererseits fordern viele Experten Änderungen im Datenschutz. Die Einen wollen ihn verschärfen, andere lockern. Zuviel Datenschutz verhindert wichtige technische Innovationen. Andere Länder werden uns davonlaufen.

Prof. Dr. Heckmann beantwortet Fragen
Wir haben zu diesem Thema Dirk Heckmann zu uns aufs Management-Forum eingeladen. Er ist Professor an der Uni in Passau, Richter am bayr. Verfassungsgericht und Leiter des Center for IT-Compliance and Trust am Deutsche Telekom Institute for Connected Cities (TICC) in Friedrichshafen. Wir sind gespannt auf seine Aussagen zum Datenschutz im Spannungsfeld zwischen Innovation und Schutz der Privatsphäre.

“The World’s First Social Community Bank?” Auf der Sommesso (Corporate Social Media Summit) in Zürich stellte Matthias Kröner von Fidor sein neues Banking-Konzept vor. Er arbeitet aber bereits seit Längerem daran und konnte letztes Jahr damit an den Start gehen.

Social Community Banking
Kurze Vorstellung der Konzeption: Eine Bank – nur im Internet. Die Kunden kennen sich untereinander. Sie bilden eine “Community”. Wer Beratung braucht oder eine Frage hat, stellt sie offen in der Community. Wer sie beantwortet und dafür gut bewerbertet wird, erhält etwas Geld dafür. Die Bank hat seit Mai 2009 eine Vollbanklizenz, aber keine Filialen, keine Geldautomaten, keine Call-Center, die Abends anrufen und ihre Produkte verkaufen wollen. Die Bank ist die Community und die Community ist die Bank. Dort werden Produkte empfholen, diskutiert und wieder abgelehnt.

Omnipräsent ist die Fidor Bank AG entsprechend in den einschlägigen Social Media Portalen Facebook, Xing, Twitter und Youtube. Im bekannten Video-Kanal spricht der CEO und Gründer, Matthias Kröner, locker und hemdsärmelig über die neuesten Änderungen bei Fidor, über Erfolge und Pannen. Er kommt dabei sehr authentisch in seinem Münchner Dialekt rüber. Hier sein aktuelles Januar-Update:

Das hat uns natürlich neugierig gemacht. Was steckt dahinter? Mit einer Vollbanklizenz unterliegt er der Bankenregulierung. Basel II, Bafin, Datenschutz, Compliance… Wie setzt er das um? Wir haben ihn in unser FI-TS Management-Forum am 25.02. nach München eingeladen – ein Heimspiel für ihn. Er wird uns diese Fragen beantworten und sein Geschäftsmodell grundsätzlich vorstellen. Wir sind gespannt…

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Diese Redewendung wird oft mit Lenin in Verbindung gebracht und gewinnt mit der Finanzkrise – sozusagen dem Tribut des Turbokapitalismus – massiv an Bedeutung. Der Bezug scheint also zu stimmen.

Wir brauchen Kontrollen für ein vertrauenswürdiges Wirtschaftssystem, als Schutz vor Dilettantismus, Fanatismus, betrügerischen Absichten oder Habgier. Das bedeutet höhere Compliance-Anforderungen, verschärfte Sicherheitsregeln z.B. im Flugverkehr, mehr Datenschutz, mehr Überwachung…diese Sicherheit kostet Freiheit. Sind wir bereit zu zahlen?

Für diejenigen, die verneinen und eine gewisse Affinität zu IT haben,  leistet unser 9. Management Forum praktischen Support. Unter dem Titel „Hacking für Manager“ liefert Tobias Schrödel, Berater für IT Security und Awareness bei der Deutschen Telekom, hilfreiche Tipps, wie man trotz zunehmender Sicherheitsmaßnahmen sicher an sein Ziel kommt.

Nehmen wir mal an, wir befassen uns mit der Reisekostenabrechnung und sehen deutliches Optimierungspotenzial in dem dafür vorgesehenen Excel-Sheet: Statt 0,30 € pro gefahrener Kilometer halten wir 0,70 € für angemessen. Das Dokument ist Passwort geschützt. Hätten wir ein echtes Zugriffsproblem? Tobias Schrödel kann uns beruhigen: Excel speichert nur den Hash-Wert des Passwortes ab. Dieser Wert ist nicht eindeutig und kann durch entsprechende Tools, die Online kostenlos zur Verfügung stehen, ermittelt werden. Das Tool stellt dann ein Passwort mit dem gleichen Hash-Wert zur Verfügung, und schon können wir das Datenblatt bearbeiten.  

Auch bei weiteren Problemen, die durch die eine oder andere Sicherheitsmaßnahme entstehen, gibt der Sicherheitsexperte wertvolle Hinweise. Gelöschte Daten auf Festplatten, geschwärzte Passagen in pdf-Dokumenten – das kriegt Herr Schrödel wieder hin. Und auch für komplexere Probleme wie dem Zugriff auf ein fremdes Handy oder Zugang zu einem WLAN hat er wertvolle Tipps. Übrigens nicht mit dem Ziel, kriminelle Energien zu wecken, sondern um zu sensibilisieren.

Das verhinderte Attentat von Detroit ist die Top-Meldung zum Jahreswechsel 2010. Ein 23-jähriger Nigerianer hatte versucht, mittels Sprengsatz einen Transatlantikflug  Amsterdam-Detroit kurz vor ihrer Landung zum Absturz zu bringen. Dank einer Fehlzündung konnte der gescheiterte Selbstmordattentäter von Crew und Passagieren überwältigt werden. Damit löst der Anschlag keine Katastrophe, sondern eine Sicherheitsdebatte aus. Jetzt stehen die Sicherheitsbehörden vor der Aufgabe, die Anforderungen an die Zugangskontrolle für den Flugverkehr zu überprüfen.

Vor der gleichen Fragestellung stehen CIOs im Hinblick auf Cloud Computing: Nach welchen Kriterien wird der Zugriff auf Anwendungen geregelt, wie die Identität der Benutzer sicher ermittelt?  Tim Cole, Publizist für Wirtschaftstechnik, geht diesen Fragen auf dem 9. Management Forum „Banking-IT 2.0 – zwischen Innovation und Regulierung“ nach. Unter dem Titel „Identity Management in der Cloud“ beschreibt er, welche Sicherheitsregeln Cloud Computing erfordert.

Während Cloud als neue Lösung nach neuen Ansätzen, etwa der Kombination identitätsbasierter Security und effektiven Rollenmanagement, verlangt,  sind die Sicherheitsregeln im Flugverkehr längst etabliert: Sie verbieten sowohl Terroristen als auch Sprengstoff an Board. „Gesetze haben wir genug“ bestätigt der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz im Spiegel ONLINE.

Konsequenz in der Anwendung ist hier die Lösung, die sich auch auf den IT-Bereich übertragen lässt. In diesem Sinne kündigt das  Bundesinnenministerium kündigt „intensive Kontrollen“ an und spricht dabei von einem “hohen Grad an händischer Kontrolle”. Auch der Einsatz von Nacktscannern, steht nun wieder zur Debatte – denn Metalldetektoren finden keinen Sprengstoff. Der Einsatz des Körperscanner öffnet für die Bundespolizei das Spannungsfeld Innovation versus Regulierung, mit dem sich auch die IT-Experten kontinuierlich auseinandersetzen müssen, gerade im Bereich Virtualisierung:  Die technischen Möglichkeiten sind da, müssen aber mit den gesetzlichen Vorgaben in Einklang gebracht werden. Das ist nicht immer einfach:

Mit den Bodyscannern steht die Bundespolizei beispielsweise vor dem Problem, zwar aussagekräftige Bilder zu erhalten auf denen die Polizisten sehen, ob ein Passagier Sprengstoff bei sich trägt. Aber sie sehen mehr als das: Ihr Einblick in intime Details verstößt gegen die Persönlichkeitsrechte der Fluggäste. Ein erster Versuch den Spagat zwischen Innovation und Regulierung zu schaffen, gelang nur mäßig: Durch Verpixelung wurden die intimen Details unsichtbar gemacht. Damit konnten die Beamten allerdings auch nicht mehr erkennen, was der Passagier bei sich trug.

Drei Jahre nach der Gründung kommt das Web 2.0-Start-up Twitter in die Gewinnzone. Nach einem Blick in den Spiegel legen Google und Microsoft zusammen 25 Millionen Dollar auf den Tisch, um das Gezwitscherte des Online-Kurznachrichtendienstes künftig über ihre Suchmaschinen finden zu können. Das große Novum des Deals: Die beiden Suchmaschinen-Magnaten zahlen für Inhalte, die an sich kostenlos im Netz verfügbar sind. Zeugt dieser Schritt für eine wachsende Akzeptanz von Paid Content, die sich schließlich bis zum Endverbraucher durchsetzen wird?

In jedem Fall machen sich die Inhalte von Twitter oft bezahlt, etwa bei der Erdbebensuche. Denn die Twitter-Nutzer zwitschern, wenn die Erde bebt. Sie berichten aus erster Hand und liefern wichtige Details der Erdbeben, z.B. die Stärke und den genauen Ort. Der Geologische Dienst der USA  (USGS) setzt mit dem Projekt „Twitter Earthquake Detection (TED)“ auf den „Seismograf 2.0“.Damit avanciert der Micro-Blogging-Dienst zum Analysetool.

Diesen und weiteren relevanten Entwicklungen widmet sich Martin Gutberlet, Regional Vice President, Country Manager Germany and Head of Sales bei Gartner auf dem 9. Management Forum. Unter dem Titel „IT-Megatrends, mit denen wir uns beschäftigen müssen“ skizziert er, was die IT-Branche bewegt. Dabei geht er beispielsweise von einem Paradigmenwechsel aus, was die Rolle des CIOs betrifft: statt sich primär mit dem Thema Kostenreduktion zu befassen, werden sie zukünftig als Wachstumstreiber für die Unternehmen aktiv.

Weitere wichtige Veränderungen sieht der Gartner-Analyst durch Cloud Computing, das Beziehen von Diensten über das Internet. Der Begriff wird oft genutzt, selten definiert und die Lösung setzt sich bislang nur zögerlich durch. Martin Gutberlet erwartet ihren Durchbruch in Kürze und sieht die Bereitschaft bei Unternehmen, in das Thema zu investieren.

Welche neuen Services und Vertriebsmöglichkeiten ergeben sich aus der veränderten Internetnutzung? Wo liegen die Risiken? Diesen Fragen widmen wir unser 9. Management-Forum unter dem Titel „Banking 2.0 – zwischen Innovation und Regulierung“.
Wir wollen unseren Gästen eine Rundumsicht auf das Thema geben. Dazu haben wir acht Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft gewinnen können, die uns verschiedene Aspekte der Banking-IT 2.0 vorstellen. Seit Mitte Dezember stehen die Referenten fest – und wir stellen sie in unserem Blog vor.

„Wie reagieren Banken auf die neuen IT-Entwicklungen?” fragt Dr. Edeltraud Leibrock, CIO bei der BayernLB, zum Auftakt der Veranstaltung. Die promovierte Physikerin berichtet von ihrem täglichen Spagat, schnell auf neue Möglichkeiten zu reagieren, um sich durch innovative Services Wettbewerbsvorteile zu sichern, und gleichzeitig immer den anspruchsvollen regulatorischen Vorschriften des Finanzsektors zu genügen.

Wir erwarten einen spannenden Vortrag, der praktische Einblicke in die Banking 2.0 Strategie der BayernLB gibt und einen guten Überblick über die aktuellen Chancen und Herausforderungen des Marktes vermittelt. Ihr Werdegang verspricht ausgezeichnete Branchenkenntnisse: Vor ihrem Einstieg bei der Bayern LB war Frau Dr. Leibrock fast zehn Jahre lang Beraterin bei der Bosten Consulting Group tätig – und verantwortete IT-Projekte bei Banken und IT-Dienstleistern.

Nun haben wir den Folder (Broschüre) für unser Management-Forum nächstes Jahr veröffentlicht. Die gesamte Einladung verlagert sich zunehmend ins Internet. Dadurch sind wir etwas freier in der Gestaltung und der Form  geworden. Der diesjährige Folder ist deshalb quadratisch geworden. Das Design ist ans Web angelehnt. Unsere Texte haben wir wesentlich knapper gehalten, da wir an vielen Stellen auf die Webseite hinweisen.

Hier können sie den Folder zum Versenden, Durchblättern oder Ausdrucken bei Slideshare.com sehen: