Mehr Verständigung dank Computerwoche: Heute liefert das IT-Magazin Definitionen für aktuelle IT-Begriffe. Unter anderem setzen sich die Experten mit der Bezeichnung Cloud-Computing auseinander, um den Nimbus um die Clouds zu lösen. Die Frage ist nur, ob sich der Nebel mit den drei Definitionen, die das Magazin liefert, wirklich lösen lässt:
Die erste Definition stammt aus dem Hause Forrester: Cloud Computing ist ein “Pool aus abstrahierender, hochskalierbarer und verwaltbarer IT-Infrastruktur für Kundenanwendungen, dessen Dienste nach Verbrauch abgerechnet werden.”
Wer über Bestandteile dieser Definition stolpert, beispielsweise da er ”verwaltbare IT-Infrastruktur” für kein klares Differenzierungsmerkmal hält oder weil er sich unter “abstrahierender IT-Infrastruktur” wenig vorstellen kann, findet eine weitere Begriffsklärung von Saugatuck Technology. Das Beratungshaus versteht “unter Cloud Computing eine Kombination aus On-Demand-Infrastruktur (Rechner, Speicher, Netze) und On-Demand-Software Betriebssysteme, Anwendungen, Middleware, Management- und Entwicklungs-Tools), die jeweils dynamisch an Geschäftsprozesse angepasst werden.”
Demnach wäre Cloud-Computing schon eine feine Sache: Hardware und Software ganz nach Bedürfnis. Allerdings braucht man keine Wolken, um maßgeschneiderte Modelle anzubieten.
Die dritte Definition kommt vom Fraunhofer ISST und beschreibt Cloud-Computing aus drei Perspektiven:
- Service-Provider stellen beim Cloud Computing das Modell von On-Demand-Services in den Mittelpunkt.
- Softwareanbieter verstehen unter dem Konzept vor allem das Hosting von Geschäftsanwendungen, meistens in Kooperation mit Service-Providern.
- Anbieter von Virtualisierungslösungen und -modellen interpretieren die Wolke als Virtualisierungssoftware, die zugleich Cluster für ein dynamisches Computing enthält.

Wäre noch die Anwendersicht zu ergänzen: Seine Daten und seine Software liegen nicht mehr auf seinem Rechner oder einem bestimmten Server, sondern irgendwo. Die Frage “wo?” ist für ihn nicht relevant, denn seine Daten und seine Anwendungen kann er jederzeit und von jeder Hardware aus nutzen. Deshalb ist Cloud-Computing aus seiner Sicht mit einer neuen Kostenstruktur verbunden: Anschaffungskosten entfallen weitgehend, stattdessen zahlt er für die sichere Bereitstellung und für die tatsächliche Nutzung.