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ENDLICH – EINE WIRKLICHE VERSICHERUNG bzw. VERSICHERUNGSVERTRIEB 2.0

Das Thema Versicherungen im Internet ist natürlich an jeder Ecke präsent. Jeder von uns hat bestimmt schon einmal seine Versicherung in einem online Beispielrechner kalkuliert und vielleicht auch über das Internet abgeschlossen. Aber was hat mir bisher ein Abschluss übers Internet gebracht ? Eigentlich nix. Außer, daß ich keinen Makler etc. in meinen 4 Wänden habe. Die Versicherungen haben sich nur eines anderen Vertriebskanals bedient.

friendsurance Broschüre

Titel Friendsurance Broschüre

Friendsurance
Zugegeben ist das Start-Up Friendsurance auch schon wieder über 1 Jahr alt (in Internetjahren eine Ewigkeit) aber mir ist es heute erst im Gespräch mit einem Freund (da kommen wir gleich noch drauf) aufgefallen.

Freunde haften für Freunde…
Klingt erst mal wenig spannend – da nur wenige meiner Freunde wohl die finanziellen Mittel haben um mich z.B. im Falle eines Haftpflichtschadens ordentlich zu unterstützen! Das ist aber auch gar nicht notwendig!

Bei Friendsurance haften Freunde für Freunde im Rahmen eines Bonus´. Das Prinzip ist recht einfach gehalten. Ich schliesse eine Versicherung ab – Ich vernetze mich mit einem Freund/Verwandten der auch diese Versicherung abschliesst. Ab dem Moment sind wir ein Versicherungsnetz und beide erhalten bei Schadensfreiheit einen Bonus. Je höher die Anzahl der Personen in meinem und je geringer die Schadensquote in meinem „micro Versicherungsnetz“ desto höher ist mein Bonus maximal bis zu 50% der Prämie.

Wie das ganze funktioniert, erklären Paul und Anna in 56 sec:

Warum ist auf diese Idee eigentlich noch kein Versicherungsunternehmen selbst gekommen?

Vorteile : Ich verhindere eine Menge „Klein- und Kleinstschäden“, ich verschlanke den Vertrieb enorm, verhindere zumindest in weiten Teilen Versicherungsbetrug oder vorschnelle Schadensmeldungen und ich habe ein 1a Marketing & Empfehlungskonzept.

Ich habe bisher noch keinen Haken gefunden – hinter den Policen stehen namhafte Versicherungsunternehmen wie z.B. AXA, ARAG, DEVK, R+V, Gothaer, BBV – und so wie ich es sehe werden auch „Standardtarife“ verwendet.

Vielleicht steckt der Teufel im Details – was aber fest steht ist, dass dieses Unternehmen es verstanden hat ein wirklich altes angestaubtes Thema ins digitale Zeitalter zu bringen und das Web nicht nur als Kanal zu nutzen. Social Media ist bei dem Geschäftsmodell nicht nur das erstellen einer Facebook Seite – sondern hier kann ich mein Netzwerk im Zweifel auch direkt adressieren und einen gemeinsamen Vorteil generieren.

„Unsere Generation hat die Musikindustrie verändert. Und die Medien. Jetzt sind die Versicherungen dran!“ Nicht von mir sondern – diese Aussage ist von der friendsurance Infobroschüre!

Saubere Umsetzung! Viel Erfolg. Ich werde das Ganze weiter beobachten und ein paar Freunde suchen, mit denen ich ein gutes Gefühl habe, in ein Boot zu steigen!

Man kennt das ja von Umzügen im privaten Umfeld: Sie sind mit viel Aufwand verbunden. Erstmal die Planung: Was soll von wo in der alten Wohnung wohin in die neue Wohnung? Wie verpacke und transportiere ich das Ganze, und wie stelle ich sicher, dass die Sachen, die ich als erstes brauche, auch als erstes da sind? Es ist ja ungünstig, wenn die Bücher vor den Bücherregalen ankommen….  

Die Herausforderungen, vor denen man bei einem privaten Umzug steht, gelten auch für Umzüge von einem Rechenzentrum ins andere. Nur gelten hierfür verschärfte Bedingungen: Es dürfen keine Daten verloren gehen, und der Betrieb muss auch während des Umzugs reibungslos weiter laufen – am Besten so, dass die Anwender davon gar nichts spühren. Das erfordert viel Planungskompetenz und technisches Know-how. Wir haben diese Kompetenz über mehr als 15 Jahre hinweg aufgebaut. Darüber haben wir aktuell einen Referenzfim gedreht.

 Dazu haben wir drei Kunden interviewt, die von ihren Erfahrungen berichten und ein sehr rundes Bild von verschiedenen, komplexen Umzugsszenarien abgeben: Sabrina Früchting, Geschäftsführerin bei der LBS IT,  Anita Markovic, Senior Business IT Analyst bei der  BayernLB und Dieter Ziegenbein, Abteilungsleiter Service- und Partnermanagement bei der Landesbank Hessen-Thüringen

Die Dreharbeiten haben mit allen drei Kunden großen Spaß gemacht.  Am Liebsten hätten wir mehr Material verwendet, denn sie konnten viele spannende Details aus den Projekten erzählen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön! 

 

amazon - logoHeute einmal kein Beitrag aus der Welt der Finanz-Dienstleistungen aber ein Bericht von einer komplett anderen Art von Outsourcing-Dienstleistung. Der von mir betrachtete Amazon Service  Mechanical Turk ist Outsourcing von einfachsten Arbeiten (ARBEITEN – nicht outsourcing von Servern/Technik) auf einer sehr effizienten und intelligenten Plattform.

Amazon Mechanical Turk
Eigentlich ist die Plattform in Internetjahren betrachtet schon sehr alt. Bereits seit 2005 online fungiert dieser Service als outsourcing Marktplatz. 2005 als der Begriff Crowdsouring noch nicht bei Wikipedia stand, beschrieb amazon das Ganze als Humans as a Service (HuaaS) bei dem einfache Arbeiten von Menschen anstelle von Maschinen ausgeführt werden.

Was dahinter steckt ist das Auslagern von einfachen Aufgaben, die von einem Programm/Software nur schlecht oder gar nicht erledigt werden können. Das sind beispielsweise Korrektur- und Übersetzungsaufgaben, Bilderkennungsaufgaben, Zuordnen von Texten oder auch das Abschreiben von Audiomitschnitten.

Eine umfangreiche Geschichte über den Ursprung den in Deutschland falsch zu verstehenden Namen gibt es bei Wikipedia: Der Schachtürke

Der Selbstversuch
Meine Neugierde trieb mich in einen Selbstversuch:

 Mechanical Turk ProzessbeschreibungDer Restrierungsprozess ist super einfach gestaltet – in meinem Fall ging es über eine vorhandene Amazon-Kennung innerhalb von Sekunden.

Ich erwartete eine Reihe von Fragen zu meinen Fähigkeiten, meinen Kenntnissen und Erfahrungen aber stattdessen landete ich direkt auf einer Übersichtsseite mit sogenannten „Hits” (Human Intelligence Tasks) – die Aufgaben.

 Für jeden Hit gibt es Summe X. Mal ist das 1 Cent, mal 3, mal 5 oder bei größeren Hits auch mal 10 oder 15 Dollar.

Mechanical Türk - HitsNach einem kleinen Test (Bilderkennung/Zuordnung) konnte ich loslegen. Und um die ganze Art und Weise kennenzulernen suchte ich mir den wohl einfachsten Job raus der in meiner Liste stand. Visitenkarten abtippen.

Größere bzw. besser bezahlte Jobs sind WORKERN mit vorhandenen Qualifizierungsprofilen vorbehalten – die Anbieter können einzelne Qualifizierungsmerkmale bei den Angeboten (z.B. Fremdsprachenkenntnisse, Standort, Erfahrung etc.) hinterlegen und damit die Auswahl der potenziellen Worker einschränken.

Für meinen ersten Test brauchte es nicht viel.

Visitenkarten abtippen
Bevor ich „echte” Visitenkarten bearbeiten durfte, wurde ich durch ein Trainingsmodul (mit Fehlerhinweis) geschickt und mußte mich dort beweisen. Das Visitenkarten Abtippen an sich gestaltete sich durch eine gute Ergonomie (rechts die Visitenkarte und auf gleicher Höhe die Eingabefelder) einfacher als gedacht.

Visitenkarten Abtippen bei Amazons Mechanical Turk

Pro Visitenkarte benötigte ich mangels Ziffernblock und der amerikanischen Adresslogik ca. 3 Minuten. Meine Ergebnisse werden an den Auftraggeber geleitet und dort vor Auszahlung nochmals hinsichtlich Qualität und Vollständigkeit geprüft.

Meine Auszahlung war am nach ein paar Stunden am nächsten morgen auf meinem virtuellen Konto. Theoretisch könnte ich mir den bisher angesammelten Betrag von 12 US-Cent auf meinen amazon account übertragen lassen und davon shoppen gehen. Auszahlungen werden, auch vor dem Hintergrund der steuerlichen und rechtlichen Komponenten, schwer.

Fazit:
Mechanical Turk funktioniert und sogar sehr gut! Artificial Artificial Intelligence der Slogan der Plattform passt hervorragend. Ich glaube das die Plattform weiterhin großes Wachstumspotenzial hat und wieder ein weiterer Beweis dafür ist das Crowdsourcing Zukunft hat! Mein Ziel/Traum zu diesen Konditionen (sowohl monetär wie auch nur noch am Rechner) zu arbeiten ist es nicht. Aber ich bin der festen Überzeugung, das die zunehmende Digitalisierung und Internet Technologie langfristig jedes Geschäftsmodell und damit auch massiv unser Leben verändern.

“Danke – wieder was gespart” oder “Hilfe, wollen sie uns alle ruinieren?” ? Aus meiner Sicht passt beides. Und seit wir „Consumerization“ zu einem Kernthema unseres 11.Management-Forums 2012 gemacht haben, stolpere ich jeden Tag über das Thema: Wie gehen Unternehmen damit um, dass ihre Mitarbeiter privaten Geräte z.B. Smartphones, Tablets, Laptops und ihre privaten Kommunikationskanäle wie z.B. Social Media an ihrem Arbeitsplatz einsetzen.

Heute sind mir zwei Studien über den Weg gelaufen, die sich damit befassen. Der Security-Anbieter Clearswift hat im Sommer die Studie Work Life Web 2011 erhoben. Dabei geht es um die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz. Citrix hat sich ebenfalls im Rahmen einer Studie mit dem Thema beschäftigt. Das Schöne an den Studien ist: Auch wenn sie nicht den gleichen Fokus haben – im Kern stimmen die Ergebnisse überein: Je mehr Freiheit bei der Wahl der Kommunikationsmedien, desto erfolgreicher die Mitarbeiter. Laut der Citrix-Studie führt BYOD (bring your own device) zu einer Produktivitätssteigerung von 30 Prozent. Laut Clearswift werden immer mehr private Geräte wie Smartphones und Tablet PCs von Mitarbeitern am Arbeitsplatz genutzt. In der Studie gaben 60% der Unternehmen an, dass sie die Nutzung zumindest erlauben oder sogar fördern.

Auch der Einzug von Web 2.0 ins Arbeitsleben wird zunächst positiv bewertet: 80 Prozent der durch Clearswift befragten gaben an, in der Nutzung von Social-Media-Anwendungen Vorteile für ihr Unternehmen zu sehen. 49% Prozent der befragten Manager in deutschen Firmen halten Web-2.0-Technologien sogar für entscheidend für den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens.

 

Sieht ganz so aus, als wäre es vorteilhaft, Mitarbeiter ihre privaten IT-Vorlieben auch bei der Arbeit ausleben zu lassen. Ich finde es auch viel schöner, wenn ich mir meine Arbeitsgeräte selbst aussuchen kann. Aber…es gibt ein ABER: So einfach ist es nicht, ergeben beide Studien. Die Privatinitiativen auf Mitarbeiterseite lassen sich nur schwer kontrollieren und stellen ein echtes Sicherheitsrisiko für die Unternehmen dar. Nach der Befragung durch Citrix haben sich in 62 Prozent der befragten Unternehmen noch nicht einmal Regeln und Prozesse etabliert, um den Einsatz von privaten Endgeräten kontrollierbar machen. Und 45 Prozent der IT-Manager wissen nicht, welche privaten Geräte Mitarbeiter überhaupt für berufliche Zwecke einsetzen. In Kombination mit den Ergebnissen von Clearswift, habe ich fast den Eindruck, von der neuen Freiheit solle man Abstand nehmen: Denn 48% der Führungskräfte fürchten den Verlust vertraulicher Daten durch Mitarbeiter und 50% der Ansicht sind, dass ihren Angestellten die Sicherheitsproblematik nicht bewusst ist.

Trotzdem müssen wir das Rad nicht zurückdrehen, darin stimmen wieder beide Studien überein: Die Technologie hat sich nicht nur dahingehend entwickelt, dass Mitarbeiter sehr frei über Kommunikationskanäle und Geräte entscheiden können. Es gibt auch Lösungen für die einfache und sichere Verwaltung und Überwachung von Geräten, Fern-Zugriff, Online-Zusammenarbeit, IT Support sowie dem sicheren Aufbewahren, Versenden und Teilen von Dateien über mobile Endgeräte. D.h. die Technik ist wieder mal nicht das Problem, sondern der Mensch. Diesen Satz habe ich schon oft von IT-Admins gehört, wenn bei mir  ein unvorhergesehener Fehler aufgetaucht ist. Deshalb gebe ich ihn jetzt gerne zurück: Consumerization ist primär kein technisches Problem, sondern sie erfordert neue Denkansätze beim IT-Management.

Die Webseite für das nächste FI-TS Management-Forum ist jetzt online erreichbar.

Unsere Webseite zum 11.FI-TS Management-Forum

Die Webseite zum 11.FI-TS Management-Forum

Den genauen Titel wissen wir noch nicht, aber fest steht, dass wir den Einfluss von Consumerization auf die Banking-IT untersuchen werden: Wie muss die IT-Strategie angepasst werden, wenn Mitarbeiter auch von eigenen Smart Phones, Tablets oder Laptops aus arbeiten wollen? Was muss passieren, um trotzdem die Sicherheit und Verfügbarkeit der Unternehmens-IT in vollem Umfang zu gewährleisten?

Dabei berücksichtigen wir auch die wirtschaftlich-politischen Rahmenbedingungen: Wie wirkt sich die Schuldenkrise auf die Arbeit der CIOs im Bankenumfeld aus?

Mit welchen Referenten wir das Thema unseren Gästen inspirierend und umfassend präsentieren, steht noch nicht komplett fest, damit setzen wir uns aktuell auseinander. Aber wir haben schon die ersten Sponsoren: Controlware, SAS, CA Technologies und Netapp.  Das ist schon mal ein sehr guter Anfang. Jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht. Welche Möglichkeiten es gibt, sich als Partner am Management-Forum zu beteiligen, steht auch auf den Seiten zum Management-Forum.

Aktuell ist die Keynote in vollem Gange, und ich freue mich, dass ich sie nicht nur im Saal mit dem schönen Namen “Harmonie” erleben kann, sondern auch vom FI-TS Stand aus – sie wird ins Foyer übertragen.

Dr. Rolf Gerlach bei der Eröffnung des FI-Kongresses

Dr. Rolf Gerlach bei der Eröffnung des FI-Kongresses

Eröffnungsrede hält  Dr. Rolf Gerlach, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Finanz Informatik und Präsident des SVWL.Er adressiert die Verantwortung von Sparkassen und Landesbanken angesichts der Wirtschaftskrise: Sparer schützen, Mittelstand fördern. Eine konstruktive Perspektive für den Bankensektor…möglich ist es schon. Und sie ist auch nötig, betont Prof. Dr. Otmar Issing, Leiter der Expertenkommission der Bundesregierung zur Reform der Finanzmärkte und Chefökonom der EZB von 1998 – 2006 in seinem Vortrag »Europäische Währungsunion am Scheideweg?«.  Er warnt davor, das die Unterstützung der Bevölkerung für Europa nicht verloren gehen dürfe, spricht von einem historisch einzigartigem Gebilde, einem großem europöischen Projekt. 

Der FI-TS-Stand auf dem FI-Kongress

Der FI-TS-Stand auf dem FI-Kongress

 

Der FI-Kongress ist gut besucht, der Fokus liegt so stark auf den Sparkassen. Das sind nicht unsere Kunden, also präsentieren wir uns nicht mit unseren Produkten sondern mit der XBox Kinect: Wer Lust hat, kann zwischendurch ein paar Tore schießen. Auch so kann man das Thema Performance angehen…Der FI-TS-Stand auf dem FI-Kongress

FI-TS mit einem Microsoft-Produkt, außerhalb unseres Produktportfolios
FI-TS mit einem Microsoft-Produkt, außerhalb unseres Produktportfolios

 

 
 
 
 

 

 

Wir haben den Feiertag genutzt, um in aller Stille über Cloud-Szenarien im Finanzsektor nachzudenken. Nicht, dass uns die Cloud-Technologie heilig wäre, wichtig aber in jedem Fall. Deshalb haben wir uns darüber Gedanken gemacht, inwiefern die Technologie nach dem enormen Anfangshype nun am Markt angekommen ist, und welche Schritte folgen werden.

Zunächst stellen wir fest, dass auf die vielen, vielen Worte, die rund um diese Technologie gemacht wurden, auch tatsächlich Taten folgen. Viele unserer Kunden haben den Cloud-Ansatz erfolgreich getestet und Pilotprojekte durchgeführt. In den meisten Fällen ist das Ergebnis vielversprechend, so dass sie in den nächsten Monaten mit dem Betrieb via Cloud produktiv gehen.


Cloud dient nicht nur zu Unterhaltungszwecken – aber auch.

Die Cloud-Technologie lässt sich in vielen Bereichen einsetzen – und das stellt IT-Leiter vor die neue Herausforderung, die verschiedenen Cloud-Komponenten und Anbieter zu koordinieren.  Dabei sind wir auf interessante Fragen gestoßen, z.B. wie sich der Datenaustausch zwischen verschiedenen Cloud-Systemen realisieren lässt. Diese Frage interessiert uns nicht nur aus der technischen Perspektive, sondern auch hinsichtlich Identity Management. 

 

Dabei gibt es noch ein besonderes Thema: Den Einsatz mobiler Endgeräte. Die Cloud-Technologie gibt eine gewisse Freitheit bei der Wahl des Endgeräts. Eigentlich ist das ein großer Vorteil: Wenn Mitarbeiter mit dem Gerät ihrer Wahl schneller, motivierter und besser arbeiten. Aber für Branchen, in denen der Schutz von Daten eine sehr große Rolle spielt, steht die IT damit auch vor einer Herausforderung: Sie muss sicher stellen, dass  auch für unmanaged Devices – z.B. private Smartphones oder Tablets – keine Daten in unbefugte Hände gelangen. D.h. wir brauchen neue Ansätze, um diese Geräte in die IT-Infrastrukturen zu integrieren.

 

Wenn ich die Begriffe “laufen”, BayernLB” und “FI-TS” in einem Satz höre, assoziere ich sofort “Server”. Am 12. Oktober wäre das ein gedanklicher Fehlgriff gewesen: Stattdessen ging es um den traditionellen Herbstlauf der BayernLB im Englischen Garten.

Bei perfekten Wetter waren wir mit acht Kollegen am Start: Armin Geyer, Armin Schmidt, Gedefa Gillo, Jörg Reinhold, Martin Lampl, Bui Duc-Thanh, Rainer Seifried und Claus Wissler.

Gut aufgestellt: FI-TS beim Herbstlauf der BayernLB

Gut aufgestellt: FI-TS beim Herbstlauf der BayernLB

 Wie auch in den letzten Jahren war FI-TS in der Mannschaft sehr stark vertreten. Wir konnten dieses Jahr sogar eine zweite Mannschaft – je 3 Läufer – stellen. Wir waren nicht nur zahl- sondern auch erfolgreich: Zwei Mannschaften in den Top Ten, die eine auf Platz neun, und die andere holte den Siegerpokal nach halbjähriger Abwesenheit wieder in die Richard-Reitzner-Allee zu FI-TS.

Die Top Ten beim Herbstlauf 2011 der Bayern LB

Die Top Ten beim Herbstlauf 2011 der Bayern LB

Auch im Einzel waren die FI-TS-Läufer gut dabei. Unsere besten drei Teilnehmer haben einen Kilometerschnitt, der deutlich unter 4 Minuten liegt. Claus Wissler war unser schnellster Mann mit 18:22 und landete damit auf dem sechsten Platz.

Der Pokal soll im nächsten Jahr bei uns bleiben! Dazu würden wir uns über Unterstützung freuen. Nur so als Benchmark: BayernBankett war mit fünf Mannschaften am Start.

Das Projekt für die Landesbank Hessen-Thüringen entwickelt sich zu einem echten Kommunikationserfolg: Wir berichten darüber  im FI-TS Geschäftsbericht 2010. Und wir haben uns  mit dem Projekt beim Best-in-Cloud Award 2011 beworben. Das mit Erfolg: Im Bereich Sonderprojekte gehören wir zu den fünf Finalisten, und am 13. Oktober schlägt dann im Capitol in Offenbach die Stunde der Wahrheit: Holen wir uns wirklich den Best-in-Cloud-Award? Auch der CIO berichtet  aktuell, dass die Helaba den Betrieb ihrer SAP-Landschaft mit FI-TS in die Cloud verlegt hat. Ich finde der Artikel lohnt sich, die Vorteile sind recht gut zusammengefasst, außerdem kommen Mitarbeiter aus beiden Unternehmen zu Wort und berichten sozusagen aus erster Quelle über das Projekt.


Das Cloud-Projekt der Helaba im FI-TS Online-Geschäftsbericht

Ist das Thema nicht langsam durch? Noch lange nicht, würde ich sagen. Erstmal sind wir einfach sehr stolz darauf, für die Landesbank Hessen-Thüringen SAP in der Cloud zu betreiben. Damit haben wir eine der größten SAP-Clouds in Europa. Und das ist schon etwas Besonderes, wenn man sich überlegt, dass wir uns im streng regulierten Bankenumfeld bewegen.

Und dann haben wir ganz interessante Zukunftspläne, etwa ein Self-Service-Portal für Cloud Services, mit dem unsere Kunden neue Funktionen mit einem einfachen Mausklick bestellen. Bis die Services dann wirklich so fließend zur Verfügung stehen, muss noch viel passieren. Zum Beispiel sind viele kaufmännischen Prozesse noch nicht auf das Cloud-Modell ausgerichtet…ich bin gespannt, wann es soweit sein wird.

Nach der Wirtschaftswoche berichtet auch der CIO von der Zwickmühle, in der amerikanischer Cloud-Anbieter stecken, die ihre Dienste auch deutschen Unternehmen anbieten wollen. Sie stehen vor einem klassichem Dilemma: Sie sind zwei Gesetzen verpflichtet, die sich gegenseitig ausschließen: Das deutsche Datenschutzgesetz und die American Patriot Act.

Nach dem deutschen Datenschutzgesetz dürfen Daten, die in der Cloud liegen,  nicht ohne ausdrückliches Einverständnis des Eigentümers weiter gegeben werden: „Das Grundrecht gewährleistet insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen“.

Auch die Weitergabe der Daten ist bei uns strikt geregelt:  “Unter den Bedingungen der modernen Datenverarbeitung wird der Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten von dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1″

Nach der American Patriot Act sind amerikanische Unternehmen verpflichtet, auf Anforderung die Daten ihrer Kunden an die US-Behörden weiterzugeben. Der Eigentümer der Daten wird nie etwas davon erfahren, aber grundsätzlich weiß er, dass es passieren kann.  Wo die Daten verarbeitet werden, spielt für die Patriot Act keine Rolle. Wenn der Cloud-Anbieter ein amerikanisches Unternehmen ist, ist er in jedem Fall zur Freigabe verpflichtet.


“Jain” zu amerikanischen Cloud-Providern

Aus meiner Sicht ist damit die Nutzung amerikanischer Cloud-Services für deutsche Unternehmen ein No-go. Gar nicht so sehr, wegen der harten Fakten: Industriespionage oder der sensiblen Kundendaten. Mich stört einfach gewaltig, dass Organisationen über meinen Kopf hinweg entscheiden, was mit meinen Daten passiert, und ich erfahre wahrscheinlich noch nicht einmal etwas davon.

Sehr fair ist dagegen, dass sich die Patriot Act zu so einem Medienthema in Deutschland entwickelt hat – wenn sich deutsche Unternehmen jetzt für amerikanische Cloud-Provider entscheiden, wissen sie zumindest, was sie tun.