Blog von FI-TS über Finance- und Technologie Themen
Header image

Author Archiv: Maria Dröghoff

FI-TS: ein fruchtbares, innovatives Umfeld

Erstellt von Maria Dröghoff in intern - (0 Kommentare)

In der Regel schreibe ich hier über technische Innovationen,  die für uns und unsere Kunden interessant sein könnten. Über neue Entwicklungen bei FI-TS, Veranstaltungen oder Schlagzeilen, die für den Bereich Finance IT inspirierend sind.

Dieses fruchtbare, innovationsgerichtete Umfeld hat sich ganz offensichtlich auf mich auch privat übertragen. Das freut mich sehr, heißt aber für mich als Bloggerin bei FI-TS eine deutliche Unterbrechung – ich wechsele auf die Leserseite und konzentriere mich auf eine nachhaltige Nachwuchsförderung. 

Auch dazu habe ich bei FI-TS wertvolle Impulse bekommen, zuletzt auf dem Managment-Forum von Herrn Professor Dr. Spitzer: Durch Fingerspiele entwickelt sich das kindliche Gehirn in Richtung Leistungsträger, nicht durch das Berühren eines Touch Pads. Ich hoffe, dass ebendiese Fingerspiele auf bei Erwachsenen positive Folgen haben…

 Spitzers Vortrag “Digitale Demenz” ist weniger eine Absage an die IT, als ein Impulsgeber zur Förderung der mentalen Leistungsfähigkeit – und damit auch ein Erziehungsratgeber

Ich bin also nicht so ganz unvorbereitet auf die neue Aufgabe, und dank der familienfreundlichen Ausrichtung von FI-TS stehen die Chancen auf ein Comeback auch gar nicht schlecht. Es könnte also sein, dass Sie 2014 wieder von mir lesen.

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute, weiterhin eine spannende Lektüre des FI-TS Blogs und danke Ihnen für Ihr bisheriges Interesse, Ihre Anregungen und Kommentare!

FI-TS nach PCI-DSS zertifiziert

Erstellt von Maria Dröghoff in FI-TS - (0 Kommentare)

FI-TS ist nach internationalem Kreditkartenstandard zertifiziert

ARD, ZDF, C&A, BRD, DDR und USA, BSE, HIV und DRK, GbR, GmbH – oder ausformuliert: Finanz Informatik Technologie Service ist seit Februar 2013  nach dem internationalen Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) zertifiziert.

Unsere Entscheidung für den Kredikartenstandard: mehr Kundenservice

Für Unternehmen aus der Finanzbranche haben wir damit ein weiteres interessantes Angebot: wenn sie mit mit uns zusammenarbeiten, können sie die anspruchsvollen Vorgaben von PCI-DSS einhalten – ohne selbst den Aufwand zur Einhaltung des internationalen Kreditkartenstandards zu betreiben. Und die Anforderungen des Standards sind erheblich,  denn natürlich handelt es sich bei Kreditkartendaten um hochsensible Informationen, die entsprechende Sicherheitsanforderungen verlangen.

PCI-DSS – ein aufwändiger Kompetenznachweis

Wir haben für die Zertifizierung entschieden, weil wir darin einen deutlichen Vorteil für unserer Kunden sehen, und weil wir uns schon seit Jahren mit dem Thema befassen: wir betreiben die Kreditkarten-Umgebung für das Unternehmen Bayern Card-Services (BCS). Dabei halten wir natürlich die Bedingungen des Standards ein, auch wenn wir bislang nicht selbst zertifiziert waren. Durch die Zertifizierung haben wir einen offizielle Bestätigung unseres Know-hows, von der Unternehmen der Finanzbranche, die mit uns zusammenarbeiten, klar profitieren können: Sie arbeiten PCI-DSS konform, ohne den Aufwand rund um die Vorgaben des PCI-DSS selbst betreiben zu müssen.

PCI-DSS rocks!

Dieser Aufwand ist nicht zu unterschätzen: Für uns bedeutete das den Aufbau einer eigenen PCI-DSS Service Zone in unseren Rechenzentren, die den anspruchsvollen Sicherheitsvorgaben des Standards entspricht. Demnach  dürfen beispielsweise Kreditkartennummern nie auf dem gleichen Server wie die Daten der Kreditkarteninhaber gespeichert werden. Die Arbeit hat sich gelohnt: Unsere PCI-DSS Service Zone wurde Ende Februar von der usd AG, einem unabhängigen Beratungsunternehmen für IT Sicherheit, geprüft und für gut befunden.

Das Thema des 12. Management-Forums “Finance IT 2013 – mehr Evolution als Revolution?” bleibt natürlich auch nach der Veranstaltung aktuell. Dabei geht es um die Fragestellung, welche Themen CIOs langfristig begleiten sollten und nachhaltige Auswirkungen haben werden.

Dazu gaben die Referenten auf der Veranstaltung einen umfassenden Überblick aus verschiedenen Blickwinkeln, die wir gerne auch längerfristig mit Ihnen teilen wollen.

Ein Highlight auf dem FI-TS Management-Forum: Prof. Dr. Thomas Hoeren die rechtlichen Fragen rund um den Einsatz von Smartphones.

Wir laden Sie herzlich ein, den Tag noch einmal anhand von Kurzvideos und Bildimpressionen Revue passieren zu lassen, wenn Sie an der Veranstaltung teilgenommen haben, oder das Programm im Nachhinein kennenzulernen:

  • In diesem Jahr sorgte beispielsweise Dr. Kai Simon, Associate Director bei Gartner, für einen Marktausblick mit Fokus auf die Anforderungen von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern.
  • Dr. Walter Kirchmann,  Geschäftsführer von FI-TS, zeigte, wie CIOs im Zusammenspiel mit einem IT-Provider diesen Entwicklungen erfolgreich begegnen können.
  • Der Rechtsexperte Thomas Hoeren griff ein konkretes Thema auf: den zunehmenden Einzug von Smartphones und Konsorten in den Unternehmensalltag.
  • Im Anschluss widmete sich Dr. Manfred Spitzer der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags und informierte über die Auswirkungen auf das menschliche Gehirn.
  • Das Schlusswort lag bei dem 18-jährigen Philipp Riederle, der das selbstverständliche Aufwachsen in einer digitalen Welt positiv bewertete, und die Bedürfnisse seiner Generation als Kunden skizzierte.

Wenn Banking IT ein Thema ist, das Sie bewegt, würden wir uns sehr freuen, Sie auf dem Management-Forum 2014 begrüßen zu dürfen - teilen Sie uns einfach mit, wenn wir Sie auf die Einladungsliste setzen sollen.

Helfen Sie uns dabei, besser zu werden!

Wir machen das Management-Forum für Sie. Es geht uns darum, ein aktuelles Thema zu entwickeln, das die IT der Banken- und Versicherungsbranche bewegt und durch ausgewählte Sprecher die wichtigsten Perspektiven dazu zu geben. Darüber hinaus wollen wir einen Rahmen schaffen, in dem unserer Gäste fruchtbare Gespräche führen und Kontakte knüpfen können. Ist uns das gelungen? Was können wir besser machen? Was wünschen Sie sich für 2014?

Mit den Antworten auf diese Fragen können Sie erheblich zum Gelingen der nächsten Veranstaltung beitragen. Dafür haben wir ein Feedback-Formular eingerichtet.

Die Verbreitung von Mobile Payment skizziert auch den Erfolg von NFC

Die Verbreitung von Mobile Payment skizziert auch den Erfolg von NFC

Spätestens seit Girogo, der Ausstattung von EC- und Kreditkarten mit einem Chip für Near Field Communication (NFC), dürfte sich der Begriff NFC etabliert haben.

Dabei geht es um die Möglichkeit, den Bezahlvorgang zu vereinfachen und zu beschleunigen, in dem man an der Kasse nur noch seine Plastikkarte mit NFC-Chip an den Terminal hält. 2012 starteten erste Sparkassen in ausgewählten Bundesländern mit dem Projekt, bis 2015 planen die Sparkassen, ihren  rund 45 Millionen Kunden diese Technik anzubieten.Wir beobachten,wie sich die Verbreitung und Akzeptanz entwickelt.

  Ich bin gerade in einem ganz an deren Zusammenhang auf die Technologie gestoßen: beim Bestellen von Visitenkarten, genau genommen von Mini Moo Cards. Sie sind halb so groß wie Visistenkarten, und ich setze sie gerne bei Events ein,  um in Verbindung mit QR-Codes oder Augmented Reality auf bestimmte Inhalte im  Netz hinzuweisen. So haben wir z.B. auf dem 12.Management-Forum Moo Cards mit einem QR-Code verteilt, der zu dem Rezept unseres Cocktail Partners Concat, den “Concat Cooler“, führte.

Die Moocard zum Concat Cocktail

Die Moocard zum Concat Cocktail

Dabei habe ich gesehen, dass Moo Cards jetzt auch Karten mit integriertem NFC-Chip anbietet, unter dem Stichwort “a third side – inside”. Wenn man eine dieser Karten verteilt, kann der Empfänger mit seinem Smartphone – sofern es über NFC verfügt – direkt weiteres Input abrufen – und zwar das gesamte Spektrum: Musik, Videos, Webseiten, Apps, Kontaktdaten. Mal schauen, wo ich den ersten kreativen Einsatz dieser Möglichkeit finde. Oder wir übernehmen das einfach selbst…

 

 

 

Neue Entdeckungen machen einfach Spaß – egal ob es sich dabei um Restaurants oder Technologien handelt. Ausprobieren, verstehen und einordnen – diese Schritte finde ich immer wieder bereichernd. Alles soll so bleiben wie es ist? Nein, besser werden!

bluebee - fleißige blaue Bienen liefern raumbezogene Infos

bluebee – fleißige blaue Bienen liefern raumbezogene Infos

Zum Glück gibt es dafür viele gute Beispiele, eines davon hat einer meiner Kollegen gefunden: Das Unternehmen bluebee.mobi. Dabei handelt es sich um ein Start-up aus Frankfurt, das raumbezogene Informationen während  Events auf Smartphones und Tablets liefert. Das wäre doch etwas für unser Management-Forum, dachten wir uns.  Gesagt, getan. Deshalb bekommen unserer Gäste heute in der BMW Welt weitere Informationen direkt auf ihr Smartphone – wenn sie das möchten. Wenn sie sich im Auditorium befinden, sind das zusätzliche Angaben zu den Referenten. An der Espresso-Bar erfahren sie mehr über das Angebot unseres Espresso-Partners hp, und wenn sie sich an der Bar befinden, erfahren sie mehr über die Menükarte – zum Beispiel die exklusive Rezeptur des Concat Coolers.

Die Technologie dahinter:  Pro Raum sendet mindestens ein bluebee “Beecon” (Bluetooth Sendestation) die Raumkennung per Bluetooth in einem Radius von 10 – 20 Metern. Diese Beecon-Kennungen landen auf allen iPhone®- und Android-Endgeräten, auf denen die bluebee App installiert ist… und schon werden raum- und zeitbezogene Informationen über die Beecon-Kennung per Internet aus der bluebee Cloud abgerufen und angezeigt. Der Ablauf ist automatisch - unsere Gäste erhalten die aktuell gültigen Informationen – z.B. zu dem jeweiligen Referenten – nach einigen Sekunden wie von Zauberhand. Sofern sie die Bluebee App installiert haben.

Ich bin mal wieder sehr gespannt, wieviele unserer Gäste das Angebot annehmen und ihr Smartphone für die blauen Bienen öffnen. Das Unternehmen bluebee spricht auf seiner Webseite von Nutzungsquoten bis zu 50 Prozent.

Auf gute Partnerschaft!

Erstellt von Maria Dröghoff in FI-TS - (0 Kommentare)
Unser neuer strategischer Partner: das Institut für Cloud Computing

Unser neuer strategischer Partner: das Institut für Cloud Computing

Wir haben uns für eine  strategische Partnerschaft mit dem  Institut für Cloud Computing (IFCC) entschieden und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Unser erstes gemeinsames Projekt: die Schaffung eines Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsprogramms zum Cloud Computing Engineer.

Auch abgesehen davon stehen die Chancen gut, dass beide Seiten dauerhaft von der Zusammenarbeit profitieren: Denn während wir als IT-Dienstleister mit Fokus auf Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister immer die Bedürfnisse dieser Zielgruppen im Auge haben, ist das Institut branchenübergreifend aufgestellt. Und während die Cloud Technologie für uns ein interessanter Ansatz ist, beschäftigt sich das IfCC ausschließlich mit dem Thema und deckt dabei ein viel breiteres Forschungsspektrum ab als wir. Damit ist die Kooperation ist eine weitere gute Gelegenheit für uns, Innovationen rund um die Cloud-Technologie zu verfolgen und mit zu gestalten.

Unser Analyst auf dem FI-TS Management-Forum: Dr. Kai Simon, Associate Director bei Gartner

Unser Analyst auf dem FI-TS Management-Forum: Dr. Kai Simon, Associate Director bei Gartner

Dieser Frage widmet sich der Dr. Kai Simon, Associate Director bei Gartner auf dem FI-TS Management Forum am 28.Februar 2013. Die Antwort wird spannend – schließlich beschäftigt sich der Berater täglich mit aktuellen Marktentwicklungen.

Seine Schwerpunkte sind dabei die Entwicklung von IT-Stratgien, Governance, Enterprise Architecture und das Management von Prozessen. Diesen Themen widmet sich Dr. Simon schon seit mehr als 15 Jahren – sowohl als Forscher, als auch als Berater. Bevor er 2007 zu Gartner ging, arbeite er bei Unternehmensberatungen sowie auf Unternehmensseite in Deutschland, der Schweiz und Schweden. Zudem war er als Gastdozent an verschiedenen Universitäten tätig, und er ist einer der Gründer des Forschungsinstituts für angewandte Informatik in Göteborg.

In seinem Vortrag wertet er sein umfassendes Know-how im Hinblick auf das Interessengebiet unserer Gäste aus: Welche Bedeutung haben die aktuellen Markt- und IT-Trends für Unternehmen der Finanz- und Versicherungsindustrie?

Ich bin sehr gespannt, welche neuen Impulse uns Dr. Simon mit seinem Vortrag geben wird. Die meisten Prognosen, die in zur Zeit veröffentlicht werden, tendieren zu einer Fortsetzung der letzten Jahre – gemäß dem Titel unserer Veranstaltung “Finance IT 2013 – mehr Evolution als Revolution?”

Inhaltlich handelt es sich dabei unter anderem um Cloud Computing, Internet der Dinge, Big Date, Mobile Geräte, Collaboration – aber natürlich ist damit noch lange nicht alles gesagt. Denn die Frage, wie Unternehmen diese Trends erfolgreich nutzen, bleibt interessant, insbesondere wenn es um konkrete Anwendungsbeispiele bei Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern geht.

Wir laden Sie herzlich ein, an dem Vortrag teilzunehmen – am Besten, Sie melden sich gleich an!

Big Data – große Daten, oder was?

Erstellt von Maria Dröghoff in Technologie - (0 Kommentare)

Big Data ist einer der IT-Trends 2013, den wir auch schon aus 2012 kennen. Natürlich reden wir darüber, aber worüber reden wir dabei genau? Um Datenvolumina, die zumindest mein quantitatives Vorstellungsvermögen überfordern. Deshalb gabe ich mich sehr gefreut, als ich heute ein neues Video zu dem Thema von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfahlen (LfM NRW) gesehen habe, das die beschleunigte Vermehrung der Daten anschaulich macht: Demnach hat die Menschheit bis 2003 ein Datenvolumen von 5.000.000.000 GB erzeugt,  2013 erzeugen wir dieses Volumen in gerade mal zehn Minuten.

Das nenne ich Wachstum! Aber ist ein Wachstum in diesem Tempo, ein solches Volumen etwas Positives, oder vielmehr Grund zur Sorge? Das LfM NRW geht auf Chancen und Risiken ein – von den Vorteilen bei der Alltagsbewältigung bis hin zum gläsernen Menschen.

Big Data Erklär-Video der LfM NRW

Wir stehen nicht vor der Frage “Big Data or no Big Data?” Dafür ist das digitale Leben viel zu umfassend etabliert, von der SMS bis zum Internet der Dinge. Die amerikanische Ökonomin Shoshana Zuboff äußert sich sehr entspannt zu der Entwicklung, die sie in ihrem Buch  „In the Age of the Smart Machine“, das 1988 veröffentlicht wurde, unter „Zuboffs drei Gesetze“  als drittes erklärt:

  1. Zuboffs erstes Gesetz: Alles, was digitalisiert und in Information verwandelt werden kann, wird digitalisiert und in Information verwandelt.
  2. Zuboffs zweites Gesetz: Was automatisiert werden kann, wird automatisiert.
  3. Zuboffs drittes Gesetz: Jede Technologie, die zum Zwecke der Überwachung und Kontrolle kolonisiert werden kann, wird, was immer auch ihr ursprünglicher Zweck war, zum Zwecke der Überwachung und Kontrolle kolonisiert.

    Potenziale von Big Data (Quelle: bigdata.de)

    Potenziale von Big Data (Quelle: bigdata.de)

Entwicklungen, die sich nicht aufhalten lassen, sollten verstanden und genutzt werden. Nach einer Studie, die die Exporton Group 2012 durchführte, sehen Unternehmen vor allem Potenzial in besseren Informationen über das Konsum- und Informationsverhalten ihrer Kunden. Ebenfalls als wesentlich beurteilen sie den Wert der Informationen für ihre Vertriebs- uns Marketingkampagnen und eine Optimierung ihrer Logistikprozesse. 

Und der Verbraucher?
Wir stehen ganz am Anfang von Big Data. Das enorme Potenzial wird erkannt und erschlossen, weil es wirtschaftliche Interessen dahinter gibt. Der Preis für neue digitale Dienste sind stehts unsere Nutzerdaten, unser Nutzerverhalten. Die Crux daran: Der Verbraucher hat nicht die Wahl zwischen z.B. einem höheren Preis oder  dem Absaugen seiner Nutzer-verhaltensdaten. Der Mehrwert der Dienste im Sinne von Effizienz oder Spaß wird uns so gut verkauft, daß die Preisgabe unserer persönlichen Daten nicht mehr weh tut. Und was man schon 45x getan hat, schmerzt beim 46. mal auch nicht mehr. Und so gehen wir sehenden Auges in die völlige Transparenz.

Der Apfel der Innovation

Erstellt von Maria Dröghoff in Medien - (0 Kommentare)
Spekulationen über die aktuelle Apple-Innovation...

Spekulationen über die aktuelle Apple-Innovation… (Quelle: dottech.org)

Tragen Sie noch eine Armbanduhr? Ich schon lange nicht mehr; ich habe so gut wie immer mein Telefon dabei. Natürlich kann das die oft Schweizer Statussymbole nicht ersetzen, die für ein tieferes Verständnis von ausgeklügelter Handwerks- und Ingenieurskunst stehen und ihren Träger als einen der glücklichen Menschen auszeichnet, der über Stil und das nötige Kleingeld verfügt.

Dafür kann mein Telefon noch einiges mehr, kein Wunder, es handelt sich um ein Smartphone. Der Trend von der Uhr zum Mobiltelefon könnte sich dem nächst umkehren, allerdings nicht dank Schweizer Tradition sondern dank Kalifornischer Innovation: Nach Medienberichten aus den USA, die auch hier zulande gerne aufgegriffen wurden, plant Apple als nach iPod, iPhone und iPad eine iWatch.

Smartwatch statt Smartphone? Neu ist die Idee nicht. Aber “Neu” ist ja auch nicht der Maßstab von Apple…

Uhr an sich wäre nicht innovativ genug für Apple. Und über die neuen Ideen rund um die iWatch ist fast nichts durchgesickert. Gut, der Hersteller der iPhone-Touchscreens, hat biegsames Glas entwickelt – das wäre zum Beispiel was für den Einsatz am Handgelenk.

Mehr wissen wir aktuell noch nicht. Eine Uhr passt zu dem Trend, kleine Computer unterwegs zu nutzen, z.B. um beim Sport Tempo, Strecke und Kalorienverbrauch zu messen. Aber wirklich neu ist das nicht.

Vielleicht lohnt sich ein Blick auf James Bond’s Uhren ? Da wäre das Modell aus Feuerball mit einem eingebauten Geigerzähler, die Uhr aus „Leben und Sterben lassen“, die ein Magnetfeld erzeugt, das stark genug ist, um die Bahn einer Pistolenkugel abzulenken, und die sich darüber hinaus als Minikreissäge einsetzen lässt. Oder die Uhr aus Moonraker, die über ein Geheimfach mit Sprengstoff verfügte – immerhin genug, um ein Loch in eine Wand zu sprengen. Ein interessantes Feature – aber ob es auch am Markt zum Durchbruch führt? Eigentlich ist die Frage einfach: Was macht eine Uhr so sexy wie ein iPhone? Oder noch attraktiver? Ein einfaches Überzeugungsargument wäre der Preis – allerdings erwarte ich gerade jetzt mehr von Apple.

Es geht darum, Innovationsfähigkeit in der Post-Jobs-Aera zu beweisen. Das ist eine echte Herausforderung, denn selbst die besten Ideen stoßen nicht unbedingt am Markt auf Akzeptanz, schon gar nicht unmittelbar. Dabei ist ein großer Name eine große Hilfe – solange er die Erwartungen erfüllt. Apple ist ein Rockstar, dessen Fans tagelang vor den Apple Stores auf neue Produkte warten. Aber die Produke müssen rocken – und ob sie das auch künftig können, ist eine extrem spannende Frage: Die Ausgangsbasis ist ausgezeichnet, aber entsprechend hoch ist der Erwartungsdruck…

Sonntagslektüre: Die Gesetze der Macht

Erstellt von Maria Dröghoff in Medien - (0 Kommentare)

Sonntag ist der einzige Tag in der Woche, an dem ich gerne Papier auf dem Tisch habe: Die FAZ Sonntagszeitung. Dann kann es meinetwegen draußen auch grau sein, und ich blättere gemütlich bei einem Latte Macchiato von Seite zu Seite auf der Suche nach einer interessanten Schlagzeile. Lange suchen muss ich dabei nie. 

Die Gesetze der Macht auf dem Schreibtisch

Die Gesetze der Macht auf dem Schreibtisch

Einen Artikel aus der Ausgabe vom 3. Februar möchte ich sogar in diese Woche mitnehmen: “Die Gesetze der Macht”. Leider liegt der Beitrag nicht so schnell mal eben digital vor – deshalb fasse ich ihn kurz zusammen: Die Autoren stellen darin 30 Gesetze der Macht vor, die sie aus dem Buch “Power” des amerikanischen Schriftstellers Robert Greene ausgewählt haben. Dabei gehen sie davon aus, das Leben sei ein Kampf um Macht, und wer verstanden habe, wie Macht funktioniert, profitiere davon.

Naja, dachte ich mir. Schauen wir uns die Regeln doch einmal an. Einige halte ich für fragwürdig. Da wäre die Regel Nummer zwei: ”Vertraue Deinen Freunden nie zu sehr – bediene Dich Deiner Feinde”. Wer stellt den bitte seine Freunde – nicht sein Netzwerk – unter seine Machtinteressen? Oder die Regel 16: “Scheue Bindungen, wo immer es geht”  - dabei hat sich Vitamin B seit Jahren bewährt! Auch die Regel 18 ist nur bedingt anwendbar “Versetze andere in ständige Angst: Kultiviere eine Aura der Unberechenbarkeit”. Nichts gegen eine Aura der Genialität – aber Unberechenbarkeit ist schwer mit Zuverlässigkeit in Einklang zu bringen. Insbesondere für Angestellte ist Unberechenbarkeit eher ein Todesstoß – welche Führungskraft will (oder kann) das schon verantworten?

Es gibt auch Regeln, die mir sofort einleuchten, etwa “Denke, was Du willst, aber verhalte Dich wie die anderen” oder “Brauchst Du Hilfe, denke an den Eigennutz” auch sehr bewährt “Lass andere für Dich arbeiten, doch streiche immer die Anerkennung dafür ein”. Oder “Alles muss ganz leicht aussehen” – ein gutes Mittel, um Überlegenheit zu beweisen.

Es macht Spaß die Gesetze der Macht an Machtmenschen und dem Büroalltag zu überprüfen. Vielleicht macht diese Perspektive Ihre Arbeitswoche noch interessanter?