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Author Archiv: Maria Dröghoff

Neuer Run: Online-Videos to go

Erstellt von Maria Dröghoff in Services - (0 Kommentare)

Von meinem Schreibtisch im Marketingbüro aus betrachtet, ist Multimedia eine sehr positive Entwicklung. Früher haben wir Broschüren produziert und Präsentationen erstellt, um unsere Lösungen vorzustellen. Heute ist das Spektrum viel breiter: Wir drehen Referenzvideos, um Services zu beschreiben, Kurzfilme oder Animationen. Wir können mit Screencasts arbeiten, Podcasts oder QR-Codes. Damit haben wir einen deutlich größeren kreativen Spielraum -  und das macht einfach Spaß.  

Und es macht Sinn, wie eine aktuelle Studie von comScore belegt:  46,9 Millionen Internet-User in Deutschland haben im März 2012 mindestens ein Video online angeschaut. Das sind deutlich mehr als die Hälfte aller Deutschen, und es entspricht einen Anstieg von 2,3 Prozent im Vergleich zum März 2011. Gravierender zeigt sich die Erfolgsstory Online-Video, wenn man die Entwicklung der Nutzungszeit betrachtet: Aktuell liegt sie bei etwa 27 Stunden im Jahr – das entspricht einem Zuwachs von 33, 7 Prozent. 

Dank YouTube ist Google klar vorne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Großteil - 35, 4 –  der 46,9 Millionen Online-Video-Nutzer, schaut Videos bei Google, wobei Google eigentlich für YouTube.com steht:  hier sehen 99,7 Prozent der Google Besucher ihre Videos. An zweiter Stelle kommt ProSiebenSat1 inklusive der Portale MyVideo und Maxdome - hier sahen sich im März 2012 14 Millionen Menschen Videos online an. Danach folgen United Internet (9,87 Mio.) , Facebook (9,29 Mio.) und RTL Group (9,18 Mio). 

Ein Teil der comScore Studie beschäftigt sich mit der Nutzung von Online-Videos von mobilen Endgeräten. Da die Verbreitung von Smartphones aktuell deutlich steigt, war das Ergebnis zu erwarten:  Immer mehr Menschen sehen Online-Videos über ihre mobilen Endgeräte. In den ersten drei Monaten 2012 waren es 3,2 Millionen – das sind 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Und das Wachstum geht nicht primär von Kindern und Jugendlichen aus – die höchste Zuwachsrate (117%) findet sich bei den 45-54 Jährigen. Das könnte ein weiterer Indikator für die Verbreitung von Smartphones in Unternehmen sein – und damit auch ein Hinweis für die steigende Bedeutung von Mobile Device Management.

Microsoft kehrt zurück in die dunklen Jahre des digitalen Zeitalters, als es noch keine Wahlfreiheit hab, und der Anwender machen musste, was ein digitaler Diktator vorgab – ungefähr so steht es in einem Blogbeitrag von Mozilla. Doch dann kam Firefox in 2004, weitere Browser folgten und das goldene Zeitalter der Wahlfreiheit brach an.

Das scheint jetzt bedroht, denn die Version von Windows 8 für ARM Prozessoren, Windows RT,  unterstützt genau einen Browser – und das ist weder Firefox noch Chrome. Microsoft war es offensichtlich einen Versuch wert – dieser kostet aber eine Kleinigkeit. Nicht etwa, weil Google und Mozilla vor Gericht ziehen wollen, sondern weil das Image leidet. Ob Wall Street Journal, InformationWeek, SZ oder bei heise.de – wirklich gut kommt Microsoft dabei einfach nicht weg.

Der Image-Schaden könntw teurer werden, als die Vorteile, die das Exklusivrecht des Explorers bringt. Und dieses Exklusivrecht bezieht sich ausschließlich auf Windows RT, das an sich nicht käuflich ist, sondern nur in Verbindung  mit Hardware mit ARM-Prozessor geliefert wird. Diese Verbindung verspricht allerdings recht attraktiv zu werden, den sie enthält ein Office-Paket, das für den Touchscreen optimiert wurde und gängige MS-Office Programme wie  Word, Excel oder PowerPoint enthält. Das klingt für mich nach einem Schritt nach vorne in Richtung Tablet, während die Verpflichtung zum Explorer einen klaren Rückschritt bedeutet. Offenheit ist doch eine schöne Sache….

Am Donnerstag, den 10. Mai 2012  ist  Home Office Day. Leider allerdings nicht weltweit, sondern in der Schweiz. Dort findet er schon zum dritten Mal statt – für mehr Lebensqualität, mehr Zeit und weniger CO₂-Belastung. Noch haben wir keinen Firmensitz in der Schweiz, aber wir sind von dem Ansatz schon voll überzeugt: Home Office spart An- und Abfahrtzeit und -stress, hilft Familie und Beruf in Einklang zu bringen und ermöglicht flexibleres Arbeiten, mehr Motivation und Produktivität - ganz abgesehen davon, dass der Ansatz umweltfreundlich ist.


 
Ich bin froh für ein Unternehmen zu arbeiten, das demgegenüber aufgeschlossen ist. Aus technischer Sicht haben wir es sicher einfacher als andere Unternehmen, weil wir das Know-how für für die IT-Basis gleich im Haus haben. Aber auch über die Technik hinaus stellt der Ansatz, Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen, vor viele Fragen, die im Vorfeld geklärt werden sollten, zum Beispiel: Leiden die Entspannungsphasen der Mitarbeiter darunter, wenn sie auch zu Hause arbeiten können? Wird  von zu Hause arbeiten “können” schnlel zu “müssen”? Werden die vereinbarten Arbeitszeiten eingehalten? Welche versicherungstechnischen Fragen müssen im Falle eines Unfalls geklärt sein? Ist die Erreichbarkeit des Mitarbeiters gesichert? Leidet die interne Kommunikation unter der räumlichen Trennung?

Sind diese Fragen geklärt, bringt Home Office viele Vorteile für Mitarbeiter wie Unternehmen. Der Ansatz ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir von den aktuellen technologischen Entwicklungen profitieren können wie Cloud Computing, Consumerization und den permanenten Verbesserungen der Netz-Infrastruktur. Darüber hinaus ist es umweltfreundlich – im Rahmen des Schweizer Home Office Day kann man die Einsparungen errechnen, die sich durch das gelegentliche Arbeiten von zu Hause ergeben. Ich fahre zum Beispiel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro und brauche für einen Weg etwa 60 Minuten. Wenn ich an zwei Tagen im Home Office arbeiten kann, spart das 94,62 CO² KG/Jahr. Würde ich stattdessen mit dem Auto fahren, brauche ich nur 40 Minuten für eine Strecke – habe aber wesentlich mehr CO² Verbrauch – und damit Einsparungen in Höhe von 971 CO² KG/Jahr.

Kein Tag vergeht, an dem ich nicht ein paar mal über BYOD stolpere. Ungefähr 4.110.000 Einträge liefert Google, nachdem ich gerade ”BYOD” eingegeben habe - ich denke, dann kann ich auf weitere Erläuterungen verzichten.  Klar ist: Wieder mal ein Trend, vielleicht sogar einer, der sich gerade zum Hype entwickelt.

Pflichtprogramm für uns zu verfolgen, welche Möglichkeiten sich dadurch für unsere Kunden, die Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister ergeben. Dabei beschäftigen wir und allerdings lieber mit Consumerization – der Privatmann entdeckt für sich Technologietrends und bringt sie ins Unternehmen – als nur mit der Integration von externer Hardware in das IT-Management. Dazu gibt es gerade einen interessanten Beitrag in Bank, Systems & Technology: Was bringt Consumerization den Banken? Sowohl intern als auch beim Kundenmanagement? Die Autorin Katherine Burger sieht hier großes Potenzial: Die Beziehung mit den Kunden wird  intensiver, profitabler, passgenauer; die Zusammenarbeit besser und produktiver.

Das ist Consumerization – bzw. der TV-Spot für das neue Samsung Galaxy S3
Dabei geht es allerdings weniger um die Hardware, die sich jeweils in der Hand von Kunde und Kundenbetreuer befindet, als um die Realisierung des alten Traumes: Immer und überall am Kunden sein. Das ist online problemlos möglich, zudem einfach und bequem für Banker wie Kunde. Und, besonders vorteilhaft: Personalisiert. Schließlich ermöglicht Social Media einen weiteren Schritt Richtung transparenter Kunde. Damit lassen sich Produkte passgenauer und damit profitabler als bisher anbieten – und auch entwickeln.

Soweit die Vorteile, Nachteile sieht Burger allerdings auch: Sicherheitsrisiken in Bezug auf Unternehmensdaten, und Kosten, speziell wenn es um BYOD geht. Dabei verweist sie auf das Blog von Aberdeen Research. Demnach muss ein Unternehmen, das 1000 mobile Geräte nach dem BYOD-Ansatz verwaltet, im Durchschnitt pro Jahr mit Mehrausgaben in Höhe von 170.000 USD rechnen. Allerdings hat Aberdeen nur 100 Unternehmen dazu befragt. Und diese machen gerade ihre ersten Erfahrungen. BYOD bedeutet einen neuen Ansatz für die IT-Administration, genauso wie Consumerization allgemein. Wenn dieser Ansatz ausgereift ist, überwiegen die Vorteile überdeutlich.

Eigentlich ist der Standard für die Übertragung von Daten ohne direkten Kontakt – Near Field Communication -  schon 10 Jahre alt. Aber erst jetzt erwacht sie aus ihrem Schönheitsschlag – 90 Jahre schneller als andere. Wird die Technologie ein Sommermärchen?

Einsatzmöglichkeiten gibt es viele. Man muss einfach mal überlegen, an welchen Stellen es sich lohnen könnte, Daten über die Distanz von 4 cm auszutauschen. Z.B. kann der NFC-Chip in Mobiltelefone und Kreditkarten integriert werden – und das wird er auch. Die Sparkassen statten ab August ihre Karten mit einem NFC-Chip aus, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) geht davon aus, dass bis zum Jahresende 16 Mio. Sparkassenkarten über NFC verfügen.

Aktuell läuft dazu ein groß angelegter Test unter dem Namen GiroGo: Insgesamt haben die Volks- und Raiffeisenbanken sowie den Sparkassen in der Region Hannover, Braunschweig und Wolfsburg 1,45 Mio. Girokarten mit NFC-Chip augegeben. Die Karteninhaber können zum Beispiel bei Edeka und Netto, an Esso-Tankstellen, bei McDonalds oder Douglas per Chip bezahlen. Ähnlich wie bei der Geldkarte brauchen sie dazu weder einen PIN, noch eine Unterschrift. Und sie müssen noch nicht einmal stecken. Das ist schnell und bequem. Voraussetzung dafür ist, dass der Handel entsprechende Lesegeräte einführt. Nach einem Bericht der Computerwoche sollen die Geräte gewisse Vorteile haben – geringe Störungsanfälligkeit, wenig Verschleiß.

 Nicht nur Karten sind geeigente Träger für NFC Chips – auch Mobiltelefone kommen in Frage. In vielen neuen Geräten ist der Chip bereits integriert, andere lassen sich mittels NFC-Sticker nachrüsten. Damit erhalten Mobiltelefone eine Bezahlfunktion am POS – interessant, so kann das Portemonaie in vielen Fällen zu Hause bleiben. NFC lässt sich nicht nur im Bereich Payment einsetzen. Das  NFC-Forum , gegründet durch NXP Semiconductors, Sony und Nokia im Jahre 2004, verfolgt das Ziel den Standard weiter zu entwickeln und seine Verbreitung in neuen Produkten voranzutreiben. 

Einsatzszenarien für Near Field Communication

Einsatzszenarien für Near Field Communication

Das NFC-Forum bringt einige Anwendungsbeispiele von NFC im Alltag am Beispiel von Eric:

  • Bezahlen im öffentlichen Nahverkehr
  • Download von Informationen auf das Mobiltelefon über das N-Mark-Logo, z.B. auf Postern um sich Informationen für eine Verstaltung zu ziehen
  • Zugangskontrolle im Büro
  • Bezahlen über eine Kreditkarte, die auf dem Mobiltelefon gespeichert ist
  • Austausch digitaler Visitenkarten von Telefon zu Telefon
  • Verbraucher können NFC Services sofort deaktivieren, das macht z.B. Sinn, wenn sie ihr Handy verlieren.

Bring Your Own Device – für Banken?

Erstellt von Maria Dröghoff in FI-TS | Services - (0 Kommentare)

Ja, BYOD ist auch für einen Bereich mit so hohen Sicherheitsanforderungen wie dem Finanzsektor machbar. Das heißt jedoch nicht, dass auch bei Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern jeder vom Gerät seiner Wahl aus arbeiten kann, wie es ihm gerade passt. Dazu sind die Daten, mit denen in diesen Branchen gearbeitet wird, oft zu sensibel.

Deshalb stehen die IT-Abteilungen vor einer neuen Herausforderung, wenn es um BYOD geht. Die Geräte-beschaffung wird ihnen von den einzelnen Mitarbeitern abgenommen, dafür wird die Administration aufwändiger: Wie hält man die Balance zwischen der größtmöglichen Freiheit für die Benutzer im privatem Bereich, und den Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien für die Unternehmensdaten, zwischen Persönlichkeitsrechten und Datenschutz? 

Erfolg mit BYOD: Ein auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnittenes Mobile Device Management

 Gibt es Apps, die grundsätzlich nicht mit den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens vereinbar sind, und deshalb nicht auf dem Gerät installiert sein dürfen, das im Rahmen von BYOD verwendet wird? Was passiert, wenn das private Gerät nicht mehr für geschäftliche Zwecke genutzt werden soll, z.B. weil es gestohlen wurde, oder weil der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt?

Wir beschäftigen uns mit diesen Fragen – klar, Mobile Device Management ist ja Teil unseres Portfolios.  Dabei haben wir sechs Punkte entwickelt, die CIOs bei ihrer Mobile-Device-Strategie mit BYOD berücksichtigten sollten, um Sicherheitsrisiken zu minimieren – mehr dazu finden aktuell im CIO-Magazin.

Smartphones werden noch smarter

Erstellt von Maria Dröghoff in Services | Technologie - (0 Kommentare)

Smartphones und Handys werden immer interessanter – nicht nur wegen der gigantischen Auswahl an Apps, der höheren Geschwindigkeit und des größeren Speichers – es gibt auch neue Technologien, die die Nutzung verbessern. Wir verfolgen diese Entwicklungen mit Interesse und untersuchen, in wiefern sie für unser Mobile Device Management Angebot relevant sind.

Der smarte Nachfolger der SMS: JOYN

Der smarte Nachfolger der SMS: JOYN

Diesen Sommer kommt der Nachfolger der SMS auf den Markt: Joyn - bzw. Rich Communication Suite-enhanced (RCS-e). Das IP-basierte Nachrichtensystem wurde von dem Verband GSMA entwickelt.  Mit der Technologie lassen sich Sprache, Text, Bilder und Videos übertragen – auch während eines Gespräches.  Die Lösung könnte eine erstzunehmende Konkurrenz für Apple Messages oder Whatsapp werden: Man  kann für alle Mobiltelefone und Netze verwenden. Der Nutzer sieht im Telefonbuch seines Telefons, welche seiner Kontakte welche Features unterstützen – und kann sich für die jeweils passende Variante entscheiden. Zunächst kommt Joyn bzw. RCS-e als App auf den Markt, künftig werden Netzbetreiber und Gerätehersteller zusammenarbeiten, so dass RCE-s schon beim Kauf in das Adressbuch des jeweiligen Geräts integriert ist.

Auch wenn es um Bezahlungsmöglichkeiten mit dem Telefon geht, gibt es interessante Innovationen. Eine Variante bietet Near Field Communictaion (NFC). Über einen Abstand von ca. vier Zentimenter hinweg können mit dieser Technologie Informationen ausgetauscht werden – ohne Berührung. Damit kann man per Handy schnell und einfach bezahlen: das Gerät an die Kasse halten, der Betrag wird abgebucht – fertig. Über die Transaktion wird man umgehend per SMS benachrichtigt. Aktuell fährt McDonalds in Österreich dazu einen Pilot in ausgewählten Filialen in Wien. Klingt gut, finde ich. Jetzt nur die Frage: Wie bekomme ich NFC auf mein Handy? Dafür braucht man keine App, sondern einen NFC-Sticker. Dieser Aufkleber hat etwa die Dicke einer Scheckkarte und wird auf der Rückseite des Telefons angebracht - wenn er unter den Akkudeckel passt, funktioniert er auch von dort aus. Neue Smartphones sind oft schon mit NFC ausgestattet – z.B. RIM verspricht sich viel von diesem Feature, integriert es in die aktuellen Blackberries und arbeitet zusammen mit Mastercard daran, eine Zahlungsmethodik zu etablieren. NFC muss aber nicht auf das Handy beschränkt sein. Die Deutscce Kreditwirtschaft nutzt die kontaktlose Bezahlfunktion für die Girokarten der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Sparkassen im Großraum Hannover, Braunschweig und Wolfsburg – allerdings nur für Beträge bis zu 20,00 €.

Ein weiterer Vorteil bei der Smartphone-Nutzung: schnellere Verbindungen durch den UMTS-Nachfolger LTE und den Ausbau der mobilen Breitband-Netze. Ende 2012 soll LTE in über  300 Städten LTE verfügbar sein. Surfsticks und Smartphones für den Standard kommen aktuell auf den Markt.

Clean Clouds, please!

Erstellt von Maria Dröghoff in Cloud Services - (0 Kommentare)

Greenpeace geht in der aktuellen Studie ”How clean is your Cloud?”auf den Erfolg der Cloud-Technologie ein. Dabei legt die internationale Umweltorganisation den Fokus auf die Kehrseite des rasanten Anstiegs der zentral gespeicherten Daten: Sie benötigen gigantische Speichermengen, das heißt riesige Rechenzentren, die einen entsprechend hohen Energieverbrauch haben: Zusammengenommen verbrauchen alle Cloud-Rechenzentren der Welt mehr als Indien, das immerhin 800 Millionen Einwohner hat – damit rangiert das “Cloudland” weltweit im Ländervergleich auf Platz 5 (seine Einwohnerzahl dürfte allerdings auch deutlich über 800 Millionen liegen). Tendenz steigend: Nach Schätzungen der Umweltschützer  wird das Volumen der digitalen Informationen bis zum Jahr 2020 das 50 mal so hoch sein.

Greenpeace-Studie: Nachhaltiges Cloud-Computing

Greenpeace-Studie: Nachhaltiges Cloud-Computing

Der Zusammenhang von Rechenzentren und Energieverbrauch ist nichts Neues. Die Greenpeace-Studie steigt jedoch tiefer ein und untersucht, welche Anbieter sich besonders für einen geringen Energieverbrauch und die Nutzung von regenerativen Energien einsetzen – und wer diese Aspekte vernachlässigt.

Drei namhafte Unternehmen mit erfolgreichen Geschäftsmodellen in der Cloud traten dabei als Negativbeispiele hervor: Amazon, Apple und Microsoft. Alle drei setzen auf einen Wachstumskurs ohne ausreichend Wert auf Nachhaltigkeit zu legen: Amazon deckt noch fast 30 Prozent seiner Energie durch Atomstrom ab. Apple rangiert mit 28 Prozent knapp dahinter bei der Kernkraft und hat den höchsten Energieverbrauch in Bezug auf den Energiemix insgesamt: Rund 55 Prozent des Energiebedarfs werden mit Kohle abgedeckt.

Besonders positiv treten die Unternehmen Yahoo und Google hervor:  Sie geben Erneuerbaren Energien bei der Versorgung ihrer Rechenzentren eine so hohe Priorität ein, dass sie Standortentscheidungen von ihrer Verfügbarkeit abhängig machen – damit setzen sie für ganze Regionen Anreize, die Erzeugung regenerativer Energien voranzutreiben. Auch Facebook setzt komplett auf Erneuerbare Energien beim Betrieb der eigenen Plattform. Als ersten Schritt in diese Richtung hat die 800-Millionen-Nutzer-OnlineCommunity ein neues Rechenzentrum in Schweden aufgebaut, das komplett durch regenerative Energien betrieben werden kann – allerdings kommen aktuell noch 40 Prozent seines Energiemixes aus Kohlekraftwerken.

Sehr positiv geht Dell aus der Studie hervor: Nur 6,4 Prozent seines Energiemixes kommen aus Atomkraft-, 20,1 Prozent aus Kohlekraftwerken. Auch das Unternehmen Akamai, das für die Durchführung eines gewaltigen Volumens an Internetverkehr verantwortlich ist, geht positiv aus der Studie hervor. Es hat als erstes IT-Unternehmen begonnen, seine CO2-Bilianz im Rahmen der neuen CUE-Norm (Carbon Utilization Effectiveness) zu veröffentlichen.

Mit Transparenz zu sauberen Clouds – ein plausibler Ansatz für die bewusste Energienutzung – einerseits durch die Betreiber von Rechenzentren, andererseits, was uns Anwender betrifft: Unnötigen Datenverkehr vermeiden. Das spart nicht nur Energie und Kosten, sondern auch noch Zeit.

Wer ist der Herr der Hardware?

Erstellt von Maria Dröghoff in Technologie - (0 Kommentare)

Das aktuelle Trend-Wort “Consumerization”  bezeichnet den Vorgang, dass Mitarbeiter ihre privaten Computer – ob Smartphone, Tablet oder Laptop -  für ihre Arbeit nutzen. Das Innovative von Consumerization besteht aus der Verbindung von zwei Trends, die die letzten Jahre gekennzeichnet haben: Cloud Computing, d.h. die Trennung von Hard- und Software und die Digitalisierung des Alltags, d.h. Computer gehören nicht mehr exklusiv an unsere Arbeitsplätze, sondern begleiten uns (fast) in jeder Lebenssituation.

Smartphones und Tablets auf Wachstumskurs

Laut Bitkom-Erhebungen von 2012 sind inzwischen 75 Prozent der Deutschen im Internet, jeder Dritte nutzt dafür auch Smartphones oder Tablets. Der Erfolg der Smartphones überrascht mich nicht, wer heute ein neues Handy braucht, nimmt eben ein Smartphone. Die zusätzlichen Kosten sind überschaubar, und der mobile Zugang zum Internet ist ein klarer Vorteil. Dass sich Tablets ebenfalls zunehmend durchsetzen, wundert mich dagegen.  Aber PriceWaterhouseCoopers prognostiziert dahingehend: 2016 sei jeder dritte verkaufte PC ein Tablet. Mal schauen.

Mein Smartphone für meinen Arbeitgeber?

Wünschen sich deutsche Arbeitnehmer, ihre privaten Geräte für ihre Arbeit zu nutzen? Immerhin verschleißen auch digitale Geräte, und die Verbindung von privaten und geschäftlichen Inhalten ist nicht unbedingt wünschenswert: private Inhalte können kompromitierend sein, geschäftliche können gegen das Datenschutzgesetz verstoßen oder den Unternehmenserfolg vital gefährden, wenn sie in falsche Hände gelangen. Dell ist dieser Frage nachgegangen und hat zusammen mit TNS Infratest für den 328 IT-Verantwortlichen zu Consumerization interviewt.

Mitarbeiter wollen eigene Geräte nutzen

Mitarbeiter wollen eigene Geräte für ihre Arbeit nutzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis: Vier von fünf Mitarbeitern nutzen ihre eigenen Geräte auch für die Arbeit, wenn es von der Unternehmensseite keine Einschränkungen gibt:

  • 89 Prozent nutzen ihre Geräte für dienstliche Telefonate
  • 88 Prozent nutzen ihre Geräte für dienstliche E-Mails
  • knapp 50 Prozent bearbeitet dienstliche Dokumente über ihr eigenes Gerät
  • Business-Apps wie SAP2, Microsoft Dynamics oder Oracle werden zudem in 53 Prozent der Unternehmen genutzt, die den Einsatz von privaten Smartphones und Tablets gestatten.

Bring Your Own Device (BYOD) wird also von der Mitarbeiterseite gewünscht – und ist damit eine neue Aufgabe für die Unternehmens-IT. Sie müssen Richtlinien entwickeln und Management-Systeme einrichten, um die Sicherheit der Unternehmensdaten und den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter zu gewährleisten. Diese Herausforderung ist anspruchsvoll – aber sie lohnt sich, den die freie Wahl des Arbeitsgerätes fördert Motivation und Produktivität der Mitarbeiter – darüber sind sich verschiedene Studien einig, auch wenn es noch keine Zahlen dazu gibt.

Wir setzen uns gerade intensiv mit Mobile Device Management auseinander: Wie können auch Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister – also Unternehmen, die höchsten Sicherheitsansprüchen unterliegen – ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, Smartphones und Tablets für ihre Arbeit zu nutzen? Diese Geräte sind bei Anwendern beliebt und immer stärker verbreitet – laut Forrester Research wird bereits 25 Prozent der Arbeit, die unterwegs erledigt wird, über Smartphones und Tablets abgewickelt.

Gestern habe ich einen interessanten Artikel im Wall Street Journal dazu gefunden, bei dem First Mover in Sachen Einsatz von Tablets in Unternehmen von ihren Erfahrungen berichten.

Kurze Zusammenfassung: die Erfahrungen sind positiv. Stellen IT-Abteilungen aber auch vor Herausforderungen. Denn sie können nicht einfach die Management-Startegie von z.B. Laptops adaptieren. Stattdessen muss neu überlegt werden: Wie lassen sich Tablets am besten einsetzen, welche Kosten sind mit dem Einsatz verbunden, welche Anforderungen stellen sie an die IT-Infrastruktur? Auch wenn es Legacy-Systeme geht, benötigen Tablets neue Ansätze.

Tablet ist nicht gleich Tablet – diese Erfahrung machte American Airlines, die sich als eines der ersten Unternehmen für den Einsatz von Tablets entschieden hat. In der Theorie sollte es ein Modell für alle geben – keine unnötigen Komplikationen. In der Praxis waren die Anforderungen der verschiedenen Unternehmensbereiche so unterschiedlich, dass man differenzieren musste: Das Boardpersonal wollte möglichst kleine und leichte Geräte, die Piloten wollten leistungsfähige Tablets, die Papier im Cockpit künftig überflüssig machen sollten und die Ingenieure legten Wert auf robuste Geräte. Fazit: Es lohnt sich, vor dem unternehmensweiten Rollout ausgewählte Mitarbeiter in den verschiedenen Unternehmensbereichen mit Tablets auszustatten, um von deren Erfahrungen zu profitieren.

Anwendungen, die auf dem PC laufen, funktionieren nicht unbedingt auf Tablets – stellte Hyatt Hotels fest. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu umgehen, sind virtuelle Arbeitsumgebungen. Auch hier gibt es Einschränkungen: Der Bildschirm ist deutlich kleiner, und oft werden zusätzlich Maus und Tastatur gebraucht. Es macht also Sinn zu überdenken, welche Arbeiten vom Tablet aus erledigt werden sollen – und die Anwendungen ggf. anzupassen.

Apps gibt es massenhaft – aber das heißt noch lange nicht, dass es für die verschiedenen Anforderungen im Unternehmen und die verschiedenen Tablets auch die passenden gibt, fand der Kayak-Hersteller Jackson Kayak heraus, bzw. dauerte es, bis die passenden Apps gefunden waren.

Der durchschnittliche Anschaffungspreis für ein Tablet liegt unter dem eines Laptops, insgesamt sind Tablets aber nicht günstiger. Z.B.  sind sie wartungsintensiver und müssen früher ausgewechselt werden.Deshalb will der Drucker-Hersteller Ricoh Americas Corp. erst über den Einsatz von Unternehmens-Tablets nachdenken, wenn sie wirklich den Funktionsumfang eines PCs bringen können. Bis dahin ist BYOD (bring your own device) eine Alternative – dann fällt nur noch der Aufwand für das Berechtigungsmanagement an.

“Nur” ist einfacher gesagt als getan: Wenn Mitarbeiter ihre Tablets für die Arbeit nutzen, landen notwendiger Weise Unternehmensdaten auf den Geräten – und diese müssen geschützt werden, bzw. deren Verwendung kontrolliert. Und für den Fall, dass ein Gerät verloren geht oder gestohlen wird, muss die Unternehmens-IT in der Lage sein, den Zugang auf sämtliche Unternehmensdaten für das Gerät zu löschen. Hinzu kommt, dass ein Mitarbeiter mit seinem Gerät grundsätzlich tun und lassen kann, was er will: z.B. sämtliche Programme, die ihn interessieren, herunterladen. Das macht es für die Unternehmens-IT nicht einfacher: Die Apps können die Sicherheit im Unternehmensnetzwerk gefährden oder bei Updates des Betriebssystems und der Anwendungen stören. Das Gegenmittel: Unternehmensweite Richtlinien für die Nutzung privater Geräte erlassen.