Von meinem Schreibtisch im Marketingbüro aus betrachtet, ist Multimedia eine sehr positive Entwicklung. Früher haben wir Broschüren produziert und Präsentationen erstellt, um unsere Lösungen vorzustellen. Heute ist das Spektrum viel breiter: Wir drehen Referenzvideos, um Services zu beschreiben, Kurzfilme oder Animationen. Wir können mit Screencasts arbeiten, Podcasts oder QR-Codes. Damit haben wir einen deutlich größeren kreativen Spielraum - und das macht einfach Spaß.
Und es macht Sinn, wie eine aktuelle Studie von comScore belegt: 46,9 Millionen Internet-User in Deutschland haben im März 2012 mindestens ein Video online angeschaut. Das sind deutlich mehr als die Hälfte aller Deutschen, und es entspricht einen Anstieg von 2,3 Prozent im Vergleich zum März 2011. Gravierender zeigt sich die Erfolgsstory Online-Video, wenn man die Entwicklung der Nutzungszeit betrachtet: Aktuell liegt sie bei etwa 27 Stunden im Jahr – das entspricht einem Zuwachs von 33, 7 Prozent.

Dank YouTube ist Google klar vorne
Der Großteil - 35, 4 – der 46,9 Millionen Online-Video-Nutzer, schaut Videos bei Google, wobei Google eigentlich für YouTube.com steht: hier sehen 99,7 Prozent der Google Besucher ihre Videos. An zweiter Stelle kommt ProSiebenSat1 inklusive der Portale MyVideo und Maxdome - hier sahen sich im März 2012 14 Millionen Menschen Videos online an. Danach folgen United Internet (9,87 Mio.) , Facebook (9,29 Mio.) und RTL Group (9,18 Mio).
Ein Teil der comScore Studie beschäftigt sich mit der Nutzung von Online-Videos von mobilen Endgeräten. Da die Verbreitung von Smartphones aktuell deutlich steigt, war das Ergebnis zu erwarten: Immer mehr Menschen sehen Online-Videos über ihre mobilen Endgeräte. In den ersten drei Monaten 2012 waren es 3,2 Millionen – das sind 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Und das Wachstum geht nicht primär von Kindern und Jugendlichen aus – die höchste Zuwachsrate (117%) findet sich bei den 45-54 Jährigen. Das könnte ein weiterer Indikator für die Verbreitung von Smartphones in Unternehmen sein – und damit auch ein Hinweis für die steigende Bedeutung von Mobile Device Management.



