Blog von FI-TS über Finance- und Technologie Themen
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Author Archiv: Dirk Emminger

Bei einem Termin gestern Nachmittag in Frankfurt traute ich im ersten Schritt meinen Augen nicht und bin jetzt knapp 3 Stunden später immer noch fasziniert von der Umsetzung. Warum? Eine Kreditkarte mit einem echten Mehrwert für mich als Bankkunde.

Quelle: Visa Europe

 

Die CodeSure Kreditkarte (in dem Fall von VISA) sieht von vorne noch aus wie eine ganz normale Kreditkarte – auf der Rückseite befinden sich aber ein Display und eine kleine Tastatur. Das Display ist ein Punktmatrix System welches ich von diversen Secure Tokens kenne und die Tastatur ist eine Soft-Touch Tastatur.

Nutzwert dieser „SmartenCard?“ Die CodeSure Karte kann für diverse Funktionen benutzt werden. In erster Linie als Autentifizierungssystem für Online Banking & Online Shopping gedacht, können hiermit z.B. Tans oder auch das bisher statische Verified by Visa Passwort generiert werden.

 

Damit aber noch nicht genug – mein Gesprächspartner nannte auch die Generierung von RAS Codes, Physische Zugangskontrollen, den Einsatz innerhalb von Secure Remote Szenarien wie zum Beispiel bei ebanking, Telefonbanking, Transaktionenbestätigung und last but not least berührungslose Zahlungsvorgänge (NFS) als Beispiele. Das ganze auf einer einzelnen Karte…. Nicht schlecht!

Die Bauhöhe ist notwendigerweise minimal höher als eine Standardkreditkarte – die Batterieversorgung ist je nach Nutzung für 3 Jahre vorgesehen.

Hier ein kurzes Video über die verwendete Technologie und mögliche Einsatzszenarien:

Was meinen Sie zu der Karte? Freue mich auf ein paar Kommentare.

Die Bankebbranche ist alles andere als innovationsfrei!

Am 30. und 31. Mai 2012 findet in Frankfurt am Main organisiert durch den BANKINGCLUB der zweite Fachkongress INNOVATIONSforBANKS statt.

Als Outsourcing Partner für Finanzdienstleister ist auch FI-TS daran interessiert sich ständig weiter zu entwickeln und Innovationen voran zu treiben. In diesem Zusammenhang nutzen wir den  Kongress, um unsere neusten Entwicklungen vorzustellen. Im Rahmen unserer Teilnahme haben wir uns 3×2 kostenfreie Tickets gesichert die wir hier gerne an Sie als Mitarbeiter einer Bank oder eines Finanzdienstleisters weitergeben.

Ticket

INNOVATIONforBANKS - Ihre Eintrittskarte ?!

Kontaktieren Sie mich (Dirk Emminger, dirk.emminger (at) f-i-ts.de) wenn Sie eine Karte von uns erhalten möchten. First come – First serve!

Sehen Sie neben unseren neuen Cloud Produkten unter anderem wie wir live mobile Endgeräte wie iPads und Smartphones in eine hoch verfügbare und sichere Infrastruktur integrieren. Damit beantworten wir viele Fragen zum Thema Consumerization & Sicherheit bei Finanzdienstleistern.

Neben uns hat der BANKINGCLUB weitere namhafte Partner und Speaker gewinnen können.

Rund 120 Mitarbeitern von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern diskutieren  neue Ideen fürs Banking, aktuelle Trends, innovative Bankprodukte und Dienstleistungen, neuartige Geschäftsmodelle sowie zukunftsweisende Technologien. An eineinhalb Tagen erleben die Teilnehmer in komprimierter Form  die Innovationsfähigkeit der Bank- und Finanzbranche.

Die Deutsche Bank stellt die Innovationen in der Q110, ihrer Filiale der Zukunft, vor. Die öffentlich-rechtlichen Banken zeigen ebenfalls ihre Zukunftsmodelle.

Selbstverständlich stehen die Themen Mobile Payment, online Finanzplanung und -management für Privatkunden sowie Social Media im Fokus. Alle Themen werden durch Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und spannende Innovations-Sessions präsentiert.

Heute wissen, was morgen passiert!

Alle Informationen zum Programm, den Referenten und Location finden Sie unter: www.innovationsforbanks.de

 

Seit mehrern Jahren verfolge ich teils aktiv durch Teilnahme an Kongressen oder passiv durch den Internet Channel die Aktivitäten von TED bzw. der einzelnen TEDx Ableger. TEDx Rhein-Main besuchte ich jetzt gerade anfang Februar zum ersten Mal. Das Motto war „Subject to Change“.

Zu meinem Erstaunen war auch mal ein Vordenker aus dem Banking als Teilnehmer auf der Bühne: Peter Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank N.V. Deutschland beschrieb die Herausforderungen die eine Bank hat, die Nachhaltigkeit nicht nur als Worthülse betreiben will.

Der Vortrag war mehr als eine reine Marketing-/Werbeveranstaltung für sein Geschäftsmodell. Über 3 Stationen führte der Ex-Deutsch Banker in 18 Minuten (übliche TEDx Vortragslänge) sehr nachvollziehbar zu den Werten & der Vision der 1980 in den Niederlanden gegründeten Triodos.

Der Vortrag wird in den nächsten Wochen auf der TEDx Seite bzw. auf dem entsprechenden YouTube Channel veröffentlicht. Daher spare ich mir an der Stelle Details – einfach immer mal wieder unter TEDx Rhein Main nachschauen. Fotos gibt´s jetzt schon auf flickr.

 

Warum passt dieser Beitrag über die Triodos auf den FI-TS Blog? Innovationen!

Triodos Bank - Bank & Transparenz

Quelle: Triodos Bank - Vortrag TEDx Rhein Main

Lange Zeit profilierten sich Banken mit dem Begriff „Nachhaltig“ wenn sie neben klassischen Investmentprodukten auch ethische oder grüne Lösungen anboten. Die heutige Definition am Beispiel der Triodos geht aber ein wenig weiter.

Grundsätzlich finanziert oder unterstüzt werden aussschließlich ökologische, kulturelle und soziale Projekte/Unternehmen, die für eine gesunde und lebenswerte Zukunft stehen. Was ich in dem Zusammenhang aber interessanter finde – ist die hohe Transparenz. Anleger erfahren ständig über die Internetseiten oder Social Media Plattformen, welche Projekte und Aktionen die Bank mit den Kundengeldern über die Vergabe von Krediten unterstützt. Sogar eine Googlemaps Karte mit aktuellen Projekten findet man auf der Seite.

Triodos ist keine Filialbank im üblichen Sinne. Der Zugang zu den Produkten erfolgt online oder  durch eine telefonische Kundenbetreuung. Deutschland ist der jüngste Markt – Niederlassungen gibt es in den Niederlanden, Belgien, Großbritanien und Spanien. Aktuell sind nicht alle Services in jedem Land verfügbar aber generell sind alle relevanten Felder besetzt:

  • Bankdienstleistungen
  • Fondsmanagement
  • Projektentwicklung
  • Depotgeschäft
  • Beteiligungskapital
  • Unternehmensfinanzierung
  • Private Banking

Was mir persönlich an der Produktpalette fehlt ist ein einfaches Produkt – ein Girokonto, verbunden mit ein paar Features & Funktion aus dem Bereich Zahlungsverkehr fände ich interessant.

Triodos bewegt sich mit Ihrem Ansatz eindeutig außerhalb der klassischen Modelle – daher ist es spannend die Aktivitäten weiter zu beobachten – funktioniert über facebook & twitter ja auch sehr gut.

Last but not least noch eine schöne Kampagne der Triodos auf dem Nasdaq-Ticker auf New Yorks Time Square

ENDLICH – EINE WIRKLICHE VERSICHERUNG bzw. VERSICHERUNGSVERTRIEB 2.0

Das Thema Versicherungen im Internet ist natürlich an jeder Ecke präsent. Jeder von uns hat bestimmt schon einmal seine Versicherung in einem online Beispielrechner kalkuliert und vielleicht auch über das Internet abgeschlossen. Aber was hat mir bisher ein Abschluss übers Internet gebracht ? Eigentlich nix. Außer, daß ich keinen Makler etc. in meinen 4 Wänden habe. Die Versicherungen haben sich nur eines anderen Vertriebskanals bedient.

friendsurance Broschüre

Titel Friendsurance Broschüre

Friendsurance
Zugegeben ist das Start-Up Friendsurance auch schon wieder über 1 Jahr alt (in Internetjahren eine Ewigkeit) aber mir ist es heute erst im Gespräch mit einem Freund (da kommen wir gleich noch drauf) aufgefallen.

Freunde haften für Freunde…
Klingt erst mal wenig spannend – da nur wenige meiner Freunde wohl die finanziellen Mittel haben um mich z.B. im Falle eines Haftpflichtschadens ordentlich zu unterstützen! Das ist aber auch gar nicht notwendig!

Bei Friendsurance haften Freunde für Freunde im Rahmen eines Bonus´. Das Prinzip ist recht einfach gehalten. Ich schliesse eine Versicherung ab – Ich vernetze mich mit einem Freund/Verwandten der auch diese Versicherung abschliesst. Ab dem Moment sind wir ein Versicherungsnetz und beide erhalten bei Schadensfreiheit einen Bonus. Je höher die Anzahl der Personen in meinem und je geringer die Schadensquote in meinem „micro Versicherungsnetz“ desto höher ist mein Bonus maximal bis zu 50% der Prämie.

Wie das ganze funktioniert, erklären Paul und Anna in 56 sec:

Warum ist auf diese Idee eigentlich noch kein Versicherungsunternehmen selbst gekommen?

Vorteile : Ich verhindere eine Menge „Klein- und Kleinstschäden“, ich verschlanke den Vertrieb enorm, verhindere zumindest in weiten Teilen Versicherungsbetrug oder vorschnelle Schadensmeldungen und ich habe ein 1a Marketing & Empfehlungskonzept.

Ich habe bisher noch keinen Haken gefunden – hinter den Policen stehen namhafte Versicherungsunternehmen wie z.B. AXA, ARAG, DEVK, R+V, Gothaer, BBV – und so wie ich es sehe werden auch „Standardtarife“ verwendet.

Vielleicht steckt der Teufel im Details – was aber fest steht ist, dass dieses Unternehmen es verstanden hat ein wirklich altes angestaubtes Thema ins digitale Zeitalter zu bringen und das Web nicht nur als Kanal zu nutzen. Social Media ist bei dem Geschäftsmodell nicht nur das erstellen einer Facebook Seite – sondern hier kann ich mein Netzwerk im Zweifel auch direkt adressieren und einen gemeinsamen Vorteil generieren.

„Unsere Generation hat die Musikindustrie verändert. Und die Medien. Jetzt sind die Versicherungen dran!“ Nicht von mir sondern – diese Aussage ist von der friendsurance Infobroschüre!

Saubere Umsetzung! Viel Erfolg. Ich werde das Ganze weiter beobachten und ein paar Freunde suchen, mit denen ich ein gutes Gefühl habe, in ein Boot zu steigen!

amazon - logoHeute einmal kein Beitrag aus der Welt der Finanz-Dienstleistungen aber ein Bericht von einer komplett anderen Art von Outsourcing-Dienstleistung. Der von mir betrachtete Amazon Service  Mechanical Turk ist Outsourcing von einfachsten Arbeiten (ARBEITEN – nicht outsourcing von Servern/Technik) auf einer sehr effizienten und intelligenten Plattform.

Amazon Mechanical Turk
Eigentlich ist die Plattform in Internetjahren betrachtet schon sehr alt. Bereits seit 2005 online fungiert dieser Service als outsourcing Marktplatz. 2005 als der Begriff Crowdsouring noch nicht bei Wikipedia stand, beschrieb amazon das Ganze als Humans as a Service (HuaaS) bei dem einfache Arbeiten von Menschen anstelle von Maschinen ausgeführt werden.

Was dahinter steckt ist das Auslagern von einfachen Aufgaben, die von einem Programm/Software nur schlecht oder gar nicht erledigt werden können. Das sind beispielsweise Korrektur- und Übersetzungsaufgaben, Bilderkennungsaufgaben, Zuordnen von Texten oder auch das Abschreiben von Audiomitschnitten.

Eine umfangreiche Geschichte über den Ursprung den in Deutschland falsch zu verstehenden Namen gibt es bei Wikipedia: Der Schachtürke

Der Selbstversuch
Meine Neugierde trieb mich in einen Selbstversuch:

 Mechanical Turk ProzessbeschreibungDer Restrierungsprozess ist super einfach gestaltet – in meinem Fall ging es über eine vorhandene Amazon-Kennung innerhalb von Sekunden.

Ich erwartete eine Reihe von Fragen zu meinen Fähigkeiten, meinen Kenntnissen und Erfahrungen aber stattdessen landete ich direkt auf einer Übersichtsseite mit sogenannten „Hits” (Human Intelligence Tasks) – die Aufgaben.

 Für jeden Hit gibt es Summe X. Mal ist das 1 Cent, mal 3, mal 5 oder bei größeren Hits auch mal 10 oder 15 Dollar.

Mechanical Türk - HitsNach einem kleinen Test (Bilderkennung/Zuordnung) konnte ich loslegen. Und um die ganze Art und Weise kennenzulernen suchte ich mir den wohl einfachsten Job raus der in meiner Liste stand. Visitenkarten abtippen.

Größere bzw. besser bezahlte Jobs sind WORKERN mit vorhandenen Qualifizierungsprofilen vorbehalten – die Anbieter können einzelne Qualifizierungsmerkmale bei den Angeboten (z.B. Fremdsprachenkenntnisse, Standort, Erfahrung etc.) hinterlegen und damit die Auswahl der potenziellen Worker einschränken.

Für meinen ersten Test brauchte es nicht viel.

Visitenkarten abtippen
Bevor ich „echte” Visitenkarten bearbeiten durfte, wurde ich durch ein Trainingsmodul (mit Fehlerhinweis) geschickt und mußte mich dort beweisen. Das Visitenkarten Abtippen an sich gestaltete sich durch eine gute Ergonomie (rechts die Visitenkarte und auf gleicher Höhe die Eingabefelder) einfacher als gedacht.

Visitenkarten Abtippen bei Amazons Mechanical Turk

Pro Visitenkarte benötigte ich mangels Ziffernblock und der amerikanischen Adresslogik ca. 3 Minuten. Meine Ergebnisse werden an den Auftraggeber geleitet und dort vor Auszahlung nochmals hinsichtlich Qualität und Vollständigkeit geprüft.

Meine Auszahlung war am nach ein paar Stunden am nächsten morgen auf meinem virtuellen Konto. Theoretisch könnte ich mir den bisher angesammelten Betrag von 12 US-Cent auf meinen amazon account übertragen lassen und davon shoppen gehen. Auszahlungen werden, auch vor dem Hintergrund der steuerlichen und rechtlichen Komponenten, schwer.

Fazit:
Mechanical Turk funktioniert und sogar sehr gut! Artificial Artificial Intelligence der Slogan der Plattform passt hervorragend. Ich glaube das die Plattform weiterhin großes Wachstumspotenzial hat und wieder ein weiterer Beweis dafür ist das Crowdsourcing Zukunft hat! Mein Ziel/Traum zu diesen Konditionen (sowohl monetär wie auch nur noch am Rechner) zu arbeiten ist es nicht. Aber ich bin der festen Überzeugung, das die zunehmende Digitalisierung und Internet Technologie langfristig jedes Geschäftsmodell und damit auch massiv unser Leben verändern.

Review DKM die Leitmesse! Trends?

Erstellt von Dirk Emminger in Events - (0 Kommentare)

Diesmal nicht mit einem Stand oder sogar autarker Kaffeeversorgung sondern „nur“ als Fachbesucher ging es nach Dortmund zur DKM.

Die DKM ist eine jährliche Fachmesse für die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Das ganze findet in den Westfalenhallen in Dortmund statt. Die sogenannte „Leitmesse der Branche“ betitelt sich seit Jahren mit mehr als 20.000 Besuchern und über 300 Aussteller als die zentrale Kommunikationsplattform. Vertreten sind zu 80% Produktanbieter aus der Versicherungswelt.

Ich besuche die DKM jetzt schon zum 5. Jahr in Folge – ein Zeichen dafür, das mir die Messe gefällt? Naja – ich stelle immer wieder fest, dass mich die eigentlichen Messestände von Jahr zu Jahr weniger stark reizen – gut ich vertreibe ja auch keine Finanzprodukte oder Versicherungen. Eher reizt mich das Thema Netzwerken, die Keynotes, Vorträge und das in 2011 erstmals stark erweiterte Kongress/Workshop Programm.

Aber Hand auf´s Herz – habe ich dort etwas neues gehört? Gut die Messe ist auch nicht der Ort für IT Unternehmen oder als Plattform für große IT Trends zu sehen aber als Kommunikationsplattform der Branche war es – wenn man nach neuen Trends suchte in diesem Jahr eher schwach.

Im Bereich IT/Technologie wurden die Thema Cloud, Social Media, Mobility Lösungen und ein wenig Prozessoptimierung geboten.

SOCIAL MEDIA B2C KOMMUNIKATION – MUSS SEIN ABER BITTE NICHT VORSCHNELL!

Social Media Vortrag auf der DKM

Ein gut gemachter Vortrag von einer großen Versicherung zum Thema „Vertriebschancen durch Social Media“. Leider war dieser Beitrag sehr kurz und die Zielsetzung war wohl eher ein Grundverständnis für neue Medien/neue Vertriebswegen zu schaffen. Interessant und mich zum Nachdenken gebracht hat war der Vergleich von facebook mit einer großen Gartenparty. Jeder Versicherungsmakler muss doch alles dafür tun um bei dieser Party mit dabei zu sein. Beschrieben wurden Szenarien in denen der Makler Bestandkunden und oder Bekannte als Freunde hinzufügen und über die gelieferten Daten mehr oder weniger stark Akquise betreibt. Im Vortrag wurde eindringlich (zum Glück) darauf hingewiesen, dass “plumpes” kontaktieren nicht zum Erfolg führt.

Vielleicht schreibe ich in einem der nächsten Beiträge mal ein wenig zum Thema „gesetzliche Grundlagen die auch bei neuen Medien zu beachten sind“ Wenn auch nur zu dem Zweck, dass mich demnächst nicht aufgrund meiner Postings bei facebook ein ehemaliger Weggefährte/Freund eines Freundes oder ein sonstiger Bekannter auf eine angepasste Hundehalterhaftplicht oder “Kratzbaum-Versicherung” für meinen Kater anspricht.

ZUKUNFTSPERSPEKTIVE : QUALITÄT UND TRANSPARENZ

Podiumsdiskussion auf der DKM

Eine Podiumsdiskussion mit vier Vorstandsvorsitzenden großer Versicherungskonzerne fand am Vormittag statt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle anwesenden Vorstände das Problem der teilweise mangelhaften Qualifizierung von Vermittlern verstanden haben. Das als Fazit und Allheilmittel 4x hintereinander auf Qualität und Transparenz gesetzt wurde, fand ich ein wenig befremdlich. Zumal ich für mich Transparenz eigentlich nur in der unabhängigen Beratung und mit anderen Steuerungsmechanismen als in den klassischen Provisionsmodellen der heutigen Vertriebe sehe.

AM RANDE – DEUTSCHE FINANZNORM – POSITIVER EINDRUCK

Positiv aufgefallen im Zusammenhang bei meiner Suche zu Vertrieben die auf Social Media setzen ein Film der „DEFINO – Deutsche Finanznorm“. Den habe ich übrigens auf Facebook gefunden. Nicht nur die Art der Darstellung sondern auch die Inhalte machen Mut zur Hoffnung.

Defino – Simpel erklärt from Defino on Vimeo.

Das soll jetzt keine Werbeveranstaltung für einen Anbieter werden und ich wäre auf einen Praxistext gespannt – aber die Aussage, dass bei jedem Berater die gleichen Absicherungshöhen und Grundsatzempfehlungen auftauchen – lässt hoffen. Laut Defino endet die Unterstützung dort, wo die individuelle Produktauswahl beginnt und Honorierungsfragen zu regeln sind. Wenn ich nun noch einen Berater finde, der mir volle Transparenz auch hinsichtlich der internen Produktauswahl, seiner Produktentscheidungslogik und sämtlicher Vertriebsprovisionen gibt, dann bin ich doch eigentlich am Ziel….

Die SNS Bank ist im Rahmen eines Zusammenschlusses aus mehreren Niederländischen Sparkassen (saving banks) 1997 gegründet worden und ist heute unter den Top 5 der Retailbanken in unserem Nachbarland. Das Kerngeschäft sind klassische Bankleistungen für Privat- und Firmenkunden.

Die SNS Bank hat sich bereits sehr früh mit Multikanal Strategien beschäftigt und nutzt besonders das Internet massiv in der Kundenkommunikation. Funktionen die heute bei Deutschen Kreditinstituten noch nicht an der Tagesordnung sind wie z.B. ein automatisches Haushaltsbuch, online abschließbare Produkte oder auch einen sicheren online Kommunikationskanal zwischen Berater und Kunde zählen bei den Niederländern seit 2009 zum Standard.

Eine interessante Case Study mit weiteren Beispielen zur SNS Bank gibt es bei Forrester (kostenpflichtig).

Seit Mai 2011 gibt es bei der SNS Bank ein innovatives Kontenmodell SNS Payment welches nun über im Banking neue Werbeaktionen bekannt gemacht wird.

Der neueste „Coup“ der Niederländer ist eine Protestkampagne für Zinsen auf diesem Girokonto. In den Niederlanden ist nicht üblich auf Girokonten Zinsen zu zahlen. Nun ermutigt die SNS Bank in der ersten Phase der Kampagne über Radio, TV & Internetwerbung Ihre Kunden für die Einführung der Zinszahlungen „auf die Straße zu gehen“. Die Straße (zweite Phase) ist damit nur sprichwörtlich gemeint – Kunden können über eine spezielle Protestseite mit Ihrem Facebook oder Twitter Profil ein online Protestschild erstellen und wandern dann mit Ihrem persönlichen Schild durch das Web2.0! Der Protestmarch geht über die eigene Internetseite bis hin zur Niederländischen Telegraaf und auch Guerilla Aktionen in einzelnen Filialen sind vorgesehen.

Ein Video über die Aktion gibt es hier:

Bisher haben über 8.500 Kunden der Bank mitgemacht. Mit Sicherheit auch einige Neukunden – die gezielt wegen der online Aktivitäten auf die Bank aufmerksam gemacht wurden.

 

Neben dem Thema Bitcoins (mein letzter Blogeintrag) finde ich Google Wallet äußerst interessant. Erstmal fängt Google mit seiner mobilen Brieftasche klein und regional in einigen Städten in den USA an. Die dahinter liegende Technik NFC (Near Field Communication) ist aus dem Jahr 2002, ein internationales Forum gibt es seit 2004! Bisher hat sich meines Wissens noch kein deutsches Finanzinstitut an dieses Thema rangetraut. In Berlin und an einigen großen Bahnhöfen habe ich NFC vor ein paar Jahren gesehen. Wer steckte dahinter? Die Deutsche Bahn und unsere beiden großen Mobilfunkbetreiber – also Non Banks!

Aber zurück zur neuen Geldbörse: Wie funktioniert das Ganze?

Mit Google Wallet wird das Mobiltelefon zum Portemonaie

Mit Google Wallet wird das Mobiltelefon zum Portemonaie

Über eine spezielle Kreditkarte in den USA, die CitiBank MasterCard, oder mit einer Google Prepaid Karte (rein virtuell und mit einem geschenkten Startguthaben von 10$) kann ich mein NFC taugliches Android Handy aufladen. Dann kann ich mit einer speziellen App und einem entsprechenden Terminal (mastercard paypass) im Geschäft einkaufen. Dabei wird das Guthaben auf meinem Mobilfunkgerät dann doch verhältnismäßig gut geschützt: Erstmal über meine PIN im Telefon (falls eingeschaltet) und dann über eine weitere verpflichtende in der Google Wallet App. Bei Verlust ist mein Wallet Geld im Gegensatz zum Bargeld oder bei Verlust meiner Geldkarte (da war mal ein Versuch von neuen Zahlungs-formen) – tatsächlich noch vorhanden.

Detaillierte Infos gibt es aus der google wallet microsite (auf Englisch).

Ich gehe mal davon aus, dass wir – wenn das Produkt ansatzweise marktreif ist – auch bald in Deutschland die Möglichkeit haben, mit dieser M-Payment Lösung zu zahlen. Ob ich das dann möchte, steht für mich noch nicht fest. Neben dem Thema Datenschutz und Werbung (Google braucht ja auch einen Business-Case), brauche ich natürlich Akzeptanzstellen. Was nutzt mir die tollste innovativste Lösung wenn ich damit nirgendwo zahlen kann?

Und da sind wir wieder bei der Überschrift – der Parkscheinautomat in Frankfurt Sachsenhausen an einem sonnigen Donnerstag. Geschäftsessen mit potenziellen Kunden in einer guten Gegend mit vielen Restaurants, einem Parkhaus und einem Parkscheinautomaten, der irgendwie aus dem Jahre 1990 zu mir sprach „nur Bares ist Wahres” Ich spare mir jetzt eine detaillierte Beschreibung. Aber mein Bargeld für den Oldie habe ich nicht beim 1,7 km entfernten Geldautomaten sondern bei REWE an der Kasse bekommen. REWE ist glaube ich auch eine Non Bank….die dafür benötigten 20 Euro Einkauf habe ich gerne dort gelassen – die Sachen hätte ich eh gebraucht.